<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://www.history.aco/api.php?action=feedcontributions&amp;feedformat=atom&amp;user=T+berlinghoff</id>
	<title>Aco Wiki - Benutzerbeiträge [de]</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://www.history.aco/api.php?action=feedcontributions&amp;feedformat=atom&amp;user=T+berlinghoff"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.history.aco/index.php?title=Spezial:Beitr%C3%A4ge/T_berlinghoff"/>
	<updated>2026-05-01T15:57:11Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.36.1</generator>
	<entry>
		<id>https://www.history.aco/index.php?title=Die_Carlsh%C3%BCtte_-_das_erste_Eisenwerk_im_D%C3%A4nischen_Gesamtstaat&amp;diff=3119</id>
		<title>Die Carlshütte - das erste Eisenwerk im Dänischen Gesamtstaat</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.history.aco/index.php?title=Die_Carlsh%C3%BCtte_-_das_erste_Eisenwerk_im_D%C3%A4nischen_Gesamtstaat&amp;diff=3119"/>
		<updated>2021-06-01T08:43:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;T berlinghoff: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Vision des Holzhändlers Markus Hartwig Holler===&lt;br /&gt;
Markus Hartwig Holler, geboren 1796 in Rendsburg, übernimmt im Alter von 20 Jahren das väterliche Holzgeschäft in Büdelsdorf. Das zur Festungsstadt Rendsburg benachbarte Büdelsdorf gehört zum Herzogtum Schleswig, und das wiederum zum Dänischen Gesamtstaat. Das gilt auch für das unmittelbar südlich angrenzende Herzogtum Holstein, das zugleich dem Deutschen Bund angehört. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Holzhandel erfüllt den weitblickenden Markus Hartwig Holler nicht. Er reist viel, etwa nach Schweden, besichtigt dort Hüttenwerke und Gießereien. Hiervon inspiriert möchte er vom Holz zum Eisen wechseln und setzt sich zum Ziel, eine Eisenhütte und Gießerei zu gründen. Seine Motivation ist es, etwas „Gemeinnütziges“ und „nie Dagewesenes“ zu schaffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Voraussetzungen sind vielversprechend. Der dänische Gesamtstaat verfügt über keine Industrie zur Eisenfabrikation. Der Rohstoff Eisenerz ist im Land in Form von Raseneisenerz vorhanden. Hierbei handelt es sich um Erze, die nicht im Bergbau gewonnen werden müssen, sondern an den Wurzeln des Grases vorkommen. Und Büdelsdorf liegt verkehrsgünstig, gleichsam zwischen Schleswig und Holstein am Nordufer des Eiderkanals, mit dem eine Verbindung von Nord- und Ostsee besteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Bild]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Hollers aus den Niederlanden ===&lt;br /&gt;
Die Familie Holler stammt ursprünglich aus den Niederlanden. Um 1700, oder sogar früher, siedeln sich ihre Vorfahren im Raum Itzehoe an. Holstein ist damals Zielland für viele holländische Aussiedler. Um 1780 werden die Hollers in Rendsburg ansässig, was mit dem Bau des Schleswig-Holsteinischen Canals – auch Eiderkanal genannt – zusammenhängt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kanalbau ist das größte Infrastrukturprojekt in Europa überhaupt, und der damals größte Kanal weltweit. Er ist der Vorläufer des heutigen Nord-Ostsee-Kanals. Die Brüder Hartwig und Johann Holler, eigentlich gelernte Zimmerleute, werden als Spezialisten für den Kanalbau anfordert. Die Hollers sind zuvor in Holland bei Deich- und Kanalbauten tätig, konstruieren Schleusen und Mühlen zum Betrieb von Entwässerungsanlagen. Die Schleusen sind Meisterwerke der Ingenieurskunst.&lt;br /&gt;
Hartwig und Johann Holler beschaffen zudem die großen Holzmengen, die der Kanalbau erfordert und etablieren so einen einträglichen Holzhandel. Nach Fertigstellung des Eiderkanals 1784 behalten die Brüder dieses Geschäft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die niederländischen Wurzeln bleiben lange wichtig: Von Hartwig Hollers Sohn Markus Hartwig, der die Carlshütte gründet, ist überliefert, dass ihm zu Ehren an Festtagen auf der Carlshütte die niederländische Nationalhymne gespielt wird. Er erhebt sich dann stets und zieht seinen Hut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Carl von Hessen – Namensgeber der Carlshütte ===&lt;br /&gt;
Markus Hartwig Holler benötigt eine Genehmigung – ein „Privileg“ – für seine Eisenhütte und Gießerei. Er findet einen Förderer der Unternehmensgründung in Landgraf Carl von Hessen, dem Statthalter des dänischen Königs in den Herzogtümern Schleswig und Holstein. Carl von Hessen ist vielseitig interessiert: an Kultur und Wissenschaft, insbesondere an industriellen Unternehmungen. Er begleitet Hollers Projekt auch ideell und politisch. So räumt der Statthalter Schwierigkeiten mit der Rendsburger Festungskommandantur aus, die Einwände gegen die geplante Industrieanlage in unmittelbarer Nähe zur Festung erhebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Bilder]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grundsteinlegung und Errichtung 1827 und erstes Gusseisen 1828 ===&lt;br /&gt;
Die Carlshütte wird auf dem bisherigen Lagerplatz der Holzhandlung errichtet. Das Terrain ist unbebaut und in der Umgebung leicht zu erweitern. Den Grundstein legt Hollers Ehefrau am 19. April 1827 – an diesem Tag wird später jedes Jahr festlich der Hüttentag begangen. Die Eisenhütte ist der erste Industriebetrieb auf der jütischen Halbinsel überhaupt, also im gesamten Gebiet nördlich der Elbe und das erste Eisenwerk im dänischen Gesamtstaat. &lt;br /&gt;
Am 23. Januar 1828 wird erstmals Eisen gegossen, noch aus einem kleinen Schmelzofen. Es sind bereits 80 bis 90 Arbeiter in der Carlshütte tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Bilder]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vom Hüttenbetrieb zur Gießerei ===&lt;br /&gt;
Die Verwendung von Raseneisenerz erweist sich als unrentabel. Sein Eisengehalt von maximal 20 bis 30 Prozent ist zu gering, Versuche mit Zuschlägen anderer Erzsorten fruchten wenig. Der Einsatz des gängigen Energieträgers Holzkohle ist ebenfalls problematisch. Die jährlich benötigten bis zu 40.000 Tonnen sind in Schleswig und Holstein nur teuer zu beschaffen. So kommt der Betrieb des neuen Hochofens der Carlshütte nie richtig in Gang, die namensgebende Verhüttung von Erzen endet noch in den 1830er Jahren. Die Carlshütte wird zum Gießereibetrieb mit angeschlossenen Werkstätten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Logo CH]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Proteste der Rendsburger ===&lt;br /&gt;
1835 beschweren sich lokale Handwerker und Kaufleute. Der Hochofen der Carlshütte rauche nicht, Hollers Fabrik sei gar kein Hüttenbetrieb. Dies sind nur oberflächliche Kritiken, handfest ist aber, dass das Gießereigeschäft, zu dem Werkstätten aller Art gehören, wettbewerbsverzerrend sei. Rendsburger Betriebe könnten gegen den von der Landesregierung privilegierten, zoll-, zunftzwang- und militärpflichtbefreiten, industriellen Mischbetrieb nicht bestehen. Doch Markus Hartwig Holler entkräftet die Vorwürfe, indem er die gesamtwirtschaftlichen Vorteile betont. Mit der Prosperität der Carlshütte sei ein Aufschwung für Rendsburg und die Region verbunden, so Holler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Karte]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Carlshütte im Ersten Schleswig-Holsteinischen Krieg  ===&lt;br /&gt;
Eine werkseigene Schiffswerft wird 1847 an der Eider errichtet, was ein Zeichen der weiteren unternehmerischen Dynamik ist. Doch 1848 kommt es zum Krieg zwischen Dänen und Schleswig-Holsteinern über die Zugehörigkeit der Herzogtümer zu Dänemark oder deren Eigenständigkeit. Die Festung Rendsburg ist der strategische Dreh- und Angelpunkt, weshalb auch die Carlshütte unmittelbar durch Kampfhandlungen gefährdet ist. Die Carlshütte wird vorsorglich für einige Monate stillgelegt und Holler lässt Gießmodelle sichern, in dem sie vergraben oder auf Schiffe verladen werden. Die Festung wird tatsächlich am Morgen des 24. März von schleswig-holsteinischen Truppen eingenommen, ohne dass es zu Kriegsschäden in der Stadt und Umland kommt. Rendsburg ist für einige Monate Sitz der Provisorischen Regierung. Im Laufe der nächsten Kriegsjahre gewinnen dänische Truppen die Oberhand. 1850 ist die Carlshütte ernstlich bedroht, ein Befehl zum Beschuss Rendsburgs und damit auch der Carlshütte ist schon erlassen, wird aber letztlich nicht mehr ausgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Bilder]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des Krieges kommt dem bayrischen Unteroffizier Wilhelm Bauer – bayerische Truppen sind auf Seiten des Deutschen Bundes am Krieg beteiligt – die Idee, die dänische Schiffe und Brücken mittels eines „unter dem Niveau des Wassers bewegbaren Apparates“ zu zerstören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Carlshütte werden 1850 einige Teile für das erste deutsche Unterseeboot der Welt – den Brandtaucher – gebaut. Das U-Boot erhält den Namen , weil es feindliche Schiffe und Hafenanlagen unter Wasser angreifen und in Brand setzen sollte. Es wird auch Eiserner Seehund genannt. Die Konstruktion wird dann in Kiel fortgesetzt und fertigstellt.  Der Brandtaucher gilt als Vorläufer des modernen U-Bootes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Bild U-Boot]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dampfkessel, Dampfmaschinen und Dampfschiffe ===&lt;br /&gt;
Nach Ende des Krieges 1851 nimmt der Gießereibetrieb der Carlshütte wieder einen Aufschwung. Die Produkte haben einen ausgezeichneten Ruf. Für den Haushalt werden Pfannen, Töpfe, Kannen, Dreifüße, Küchenausgüsse, Mörser und Öfen gefertigt, für den Gewerbebedarf Ambosse, Wasserrohre, Tür- und Fensterrahmen. Die Landwirtschaft wird mit Pflügen, Eggen, Drill- und Sämaschinen, Erntemaschinen sowie Krippen und Tröge für die Viehhaltung versorgt. Hinzu kommen Materialien für den Schiffbau, auch Gartengeräte, Friedhofskreuze und Gitter. Es wird auch Munition hergestellt. 1861 wird mit der Produktion von Dampfkesseln und Dampfmaschinen begonnen, mit denen zahlreiche Betriebe Norddeutschlands ausgerüstet werden. Die Carlshütte wird dadurch selbst zum Motor der Industrialisierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Deutsch-Dänische Krieg 1864, der auch Zweiter Schleswig-Holsteinischer Krieg genannt wird, hat direkt wenig Einfluss auf die Carlshütte, schon weil er von relativ kurzer Dauer ist. Doch leitet er die Eingliederung Schleswigs und Holsteins nach Preußen bzw. in das Deutsche Reich ein, was wirtschaftlich weitreichende Konsequenzen für die Gießerei hat. 1867 läuft das fünfte Dampfschiff auf der Werft der Carlshütte vom Stapel. Zwei Jahre später wird die Carlshütte eine Aktiengesellschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Carlshütte in der Gründerkrise ===&lt;br /&gt;
Das Deutsche Reich wird 1871 nach dem Sieg im Einigungskrieg gegen Frankreich gegründet. Mit dem Kapitalzufluss französischer Reparationszahlungen und wegen der allgemeinen Einheits-Euphorie erlebt die deutsche Wirtschaft einen Boom. Doch viele Firmengründungen sind spekulativ, die Konjunktur ist überhitzt. 1873 krachen die Börsen ein. Damit endet die sogenannte Gründerzeit für das junge Deutschen Reich. Dem Zusammenbruch folgt eine jahrelange Stagnation, die dem gerade erst triumphierenden Wirtschaftsliberalismus schadet. Zunehmend greift der Staat regulierend ein, etwa ab 1877 mit massiver Schutzzollpolitik. Die Carlshütte ist in Norddeutschland Branchenführerin in Sachen Eisen, mit der Eisengießerei gar an dritter Position in ganz Deutschland. Die Auftragsbücher sind 1877 voll und das 50-jährige Jubiläum wird groß gefeiert. &lt;br /&gt;
Doch das Folgejahr 1878 hat es dann in sich: Die Umsätze brechen dramatisch ein, die Beschäftigtenzahl sackt von rund 700 auf 420, Lohnkürzungen und Kurzarbeit sind die Folge. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der erste Ahlmann auf der Carlshütte ===&lt;br /&gt;
1883 wird Johannes Ahlmann neuer kaufmännischer Direktor und Geschäftsleiter der Carlshütte. Er entstammt einer dänischen Kaufmannsfamilie und kennt die Carlshütte von Kindheit an, weil sein Vater seit 1840 mit der Gießerei geschäftlich verbunden ist. Er vertreibt die Produkte der Carlshütte nach Skandinavien.   &lt;br /&gt;
Johannes Ahlmann reorganisiert nicht nur die Finanzverwaltung, sondern führt auch neue Produkte ein, etwa Milchzentrifugen mit dem Namen „Balance“ und Dauerbrandöfen. 1886 nimmt die Carlshütte die Herstellung von Badewannen auf, deren Bedeutung für das Werk sich erst einige Jahre später zeigte. Unter Ahlmann beginnt man zu „reisen“. Das heißt, dass ein Vertrieb aufgebaut wurde, zu dessen Gepflogenheiten es gehörte, die Kundschaft zu besuchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Bilder]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Badewannen und Kaiser-Wilhelm-Kanal ===&lt;br /&gt;
Es sind vor allem Badewannen, die zum Erfolg werden. Der Bedarf steigt von Jahr zu Jahr im Zuge einer regelrechten Hygienewelle, die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ganz Europa erfasst und mit neuen Vorstellungen vom Körper und von Reinlichkeit einhergeht. Mit den Wannen aus Gusseisen und Emaille-Veredelung werden die Carlshütte und ihr Markenzeichen mit „Schlägel und Eisen“ weltbekannt. Für den Export – kaum ein Land, das nicht Abnehmer von Badewannen ist – ist von ungeheurer Bedeutung, dass 1895 der Kaiser-Wilhelm-Kanal, später Nord-Ostsee-Kanal, eröffnet wird. Jetzt ist die Carlshütte unmittelbar mit den Weltwasserstraßen verbunden. Seegehende Schiffe können direkt anlegen und beladen bzw. entladen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerbetrieblich ist Johannes Ahlmann am Beginn des 20. Jahrhunderts der verantwortungsbewusste Firmenpatriarch, lässt Werkswohnungen und ein Feierabendheim bauen und sorgt für die Beschaffung preisgünstiger Nahrungs- und Konsumgüter.&lt;br /&gt;
Um 1910 sind weit über 1.000 Arbeiter in der Carlshütte beschäftigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Bilder]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die zweite Generation Ahlmann ===&lt;br /&gt;
Anfang 1919 wird Johannes‘ Sohn Julius Hans Ahlmann kaufmännischer Direktor der Carlshütte. Er muss Rückschläge hinnehmen. So verwüstet 1922 ein Brand einen Großteil der Fabrik. Nach der Währungsreform 1923 sinken die Absätze, die Carlshütte geht in Kurzarbeit. 1925 verlässt der technische Geschäftsführer Rudolph Meyn nach harten Auseinandersetzungen mit Julius Ahlmann das Unternehmen. Seit über 60 Jahren sind drei Generationen Meyn in der Carlshütte technische Leiter. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt führt Julius Ahlmann das Werk allein, er modernisiert den Betrieb. Neue Prozesse und Maschinen werden eingeführt, das Marketing erstmals intensiviert. Das Unternehmen expandiert wieder. Ab dem Jubiläumsjahr 1927 werden mehr als eine Millionen Reichsmark investiert. Es entstehen eine weitere Gießerei, ein neuer Emaillierbetrieb für Wannen sowie Lager- und Verladebereiche. Östlich des Werkes wird Erweiterungsfläche angekauft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Bild]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neu im Programm ab 1930: Gusseiserne Waschbrunnen ===&lt;br /&gt;
Die Belegschaft erreicht 1930 mit 1.420 Beschäftigten einen neuen Höchststand. Doch die Weltwirtschaftskrise bremst die erfolgreiche Entwicklung der Carlshütte ab. &lt;br /&gt;
Neue Produkte werden trotzdem lanciert, so 1930 ein Waschbrunnen aus emailliertem Gusseisen. Anfangs ist der Waschbrunnen noch kein Verkaufsschlager, aber die Neuheit wird sich als wegweisend für das spätere Sanitärprogramm der Carlshütte erweisen. Sie werden auch in der Produktpalette der Severin Ahlmann Betonindustrie eine wichtige Rolle spielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Bild Waschbrunnen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Käte Ahlmann übernimmt ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1931 stirbt Julius Ahlmann. Auf seinen Wunsch übernimmt seine Witwe Käte Ahlmann, geborene Braun, die Leitung der Carlshütte. Finanziert durch Kredite gelingt es Käte Ahlmann 1937 gemeinsam mit Ihrem Schwiegervater, die übrigen Aktionäre der Carlshütte auszuzahlen und die Carlshütte so von einer an der Hamburger Börse notierten Aktiengesellschaft in eine im alleinigen Familienbesitz befindliche Kommanditgesellschaft umzuwandeln. Die Carlshütte wird so zu einem Familienunternehmen der Ahlmanns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einsatz von Austauschrohstoffen und Rüstungsproduktion im Zweiten Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
1937 werden in der Carlshütte erstmals wegen verordneter Eiseneinsparungen Austauschrohstoffe verwendet, unter anderem Asbestzement. Das ist der Nucleus, aus dem später ACO entsteht. &lt;br /&gt;
Die Einsparungen betreffen unter anderem den Waschbrunnen der Carlshütte. Er wird aufgrund der Metallreglementierungen aus Terrazzo gefertigt. Mittlerweile wird der Brunnen in hohen Stückzahlen verkauft. Hilfreich ist, dass ihn das Amt „Schönheit der Arbeit“ der Deutschen Arbeitsfront auf Ausstellungen präsentiert. Der Waschbrunnen passt zum jährlich wechselnden Motto der DAF, das 1937 lautet: „Saubere Menschen im sauberen Betrieb“.&lt;br /&gt;
Die Ahlmann-Carlshütte KG, wie das Unternehmen seit 1941 heißt, stellt mehr und mehr auf Kriegsproduktion um. Ab Frühjahr 1942 fertigt das Werk Tragflächen für die Junkers Ju 87, den Sturzkampfbomber, kurz „Stuka“. Weitere Rüstungsgüter sind Granathülsen. Die Umsätze steigen, auch die Belegschaftszahlen. Bis zu 3.500 Menschen sind beschäftigt, darunter etwa 1.000 Zwangsarbeiter vieler Nationalitäten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Bild Stuka]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kriegsende – Produktionseinschränkungen, britische Offiziersmesse und Aufschwung ===&lt;br /&gt;
Am 8. Mai 1945 werden Rendsburg und Büdelsdorf von britischen Truppen besetzt. Am 10. Mai besichtigt eine Gruppe britischer Militärs die Carlshütte, die dann von der Militärregierung geschlossen wird. Die Briten requirierten das Haus, das der Gründer Holler errichtet hat und das Käte Ahlmann mit der Familie bewohnt. Es wird von den Briten zu einer Offiziersmesse umfunktioniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Produktion wird zwar wieder aufgenommen, aber mit weitreichenden Beschränkungen. Erste Produkte sind etwa Kleinherde. Die Mitarbeiterzahl sinkt auf knapp 900 Beschäftigte. Am 1. August 1945 bestellt Käte Ahlmann ihren ältesten Sohn Hans-Julius, der noch in amerikanischer Kriegsgefangenschaft ist, zum geschäftsführenden Gesellschafter. Im Jahresverlauf 1946 steigt die Nachfrage wieder an. Gut verkauft werden Badewannen, Waschtische, Spülbecken, Standpissoirs, emaillierte Klosetts, emaillierte Klosetteimer, Stahl-Radiatoren, emaillierte Zimmeröfen, Gaskocher, Küchenausgüsse, Haushaltungsherde, Kesselöfen, Großraumöfen und Großküchenherde. Bis Ende 1946 verdoppelt sich die Belegschaft auf rund 1.800 Personen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die inzwischen größer gewordene Betonsparte wird am 10. Dezember 1946 als Severin Ahlmann Beton (SAB) ausgegründet: die Geburtsstunde von ACO.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Bild]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>T berlinghoff</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.history.aco/index.php?title=Die_Carlsh%C3%BCtte_-_das_erste_Eisenwerk_im_D%C3%A4nischen_Gesamtstaat&amp;diff=3118</id>
		<title>Die Carlshütte - das erste Eisenwerk im Dänischen Gesamtstaat</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.history.aco/index.php?title=Die_Carlsh%C3%BCtte_-_das_erste_Eisenwerk_im_D%C3%A4nischen_Gesamtstaat&amp;diff=3118"/>
		<updated>2021-06-01T08:40:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;T berlinghoff: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Vision des Holzhändlers Markus Hartwig Holler===&lt;br /&gt;
Markus Hartwig Holler, geboren 1796 in Rendsburg, übernimmt im Alter von 20 Jahren das väterliche Holzgeschäft in Büdelsdorf. Das zur Festungsstadt Rendsburg benachbarte Büdelsdorf gehört zum Herzogtum Schleswig, und das wiederum zum Dänischen Gesamtstaat. Das gilt auch für das unmittelbar südlich angrenzende Herzogtum Holstein, das zugleich dem Deutschen Bund angehört. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Holzhandel erfüllt den weitblickenden Markus Hartwig Holler nicht. Er reist viel, etwa nach Schweden, besichtigt dort Hüttenwerke und Gießereien. Hiervon inspiriert möchte er vom Holz zum Eisen wechseln und setzt sich zum Ziel, eine Eisenhütte und Gießerei zu gründen. Seine Motivation ist es, etwas „Gemeinnütziges“ und „nie Dagewesenes“ zu schaffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Voraussetzungen sind vielversprechend. Der dänische Gesamtstaat verfügt über keine Industrie zur Eisenfabrikation. Der Rohstoff Eisenerz ist im Land in Form von Raseneisenerz vorhanden. Hierbei handelt es sich um Erze, die nicht im Bergbau gewonnen werden müssen, sondern an den Wurzeln des Grases vorkommen. Und Büdelsdorf liegt verkehrsgünstig, gleichsam zwischen Schleswig und Holstein am Nordufer des Eiderkanals, mit dem eine Verbindung von Nord- und Ostsee besteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Bild]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Hollers aus den Niederlanden ===&lt;br /&gt;
Die Familie Holler stammt ursprünglich aus den Niederlanden. Um 1700, oder sogar früher, siedeln sich ihre Vorfahren im Raum Itzehoe an. Holstein ist damals Zielland für viele holländische Aussiedler. Um 1780 werden die Hollers in Rendsburg ansässig, was mit dem Bau des Schleswig-Holsteinischen Canals – auch Eiderkanal genannt – zusammenhängt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kanalbau ist das größte Infrastrukturprojekt in Europa überhaupt, und der damals größte Kanal weltweit. Er ist der Vorläufer des heutigen Nord-Ostsee-Kanals. Die Brüder Hartwig und Johann Holler, eigentlich gelernte Zimmerleute, werden als Spezialisten für den Kanalbau anfordert. Die Hollers sind zuvor in Holland bei Deich- und Kanalbauten tätig, konstruieren Schleusen und Mühlen zum Betrieb von Entwässerungsanlagen. Die Schleusen sind Meisterwerke der Ingenieurskunst.&lt;br /&gt;
Hartwig und Johann Holler beschaffen zudem die großen Holzmengen, die der Kanalbau erfordert und etablieren so einen einträglichen Holzhandel. Nach Fertigstellung des Eiderkanals 1784 behalten die Brüder dieses Geschäft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die niederländischen Wurzeln bleiben lange wichtig: Von Hartwig Hollers Sohn Markus Hartwig, der die Carlshütte gründet, ist überliefert, dass ihm zu Ehren an Festtagen auf der Carlshütte die niederländische Nationalhymne gespielt wird. Er erhebt sich dann stets und zieht seinen Hut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Carl von Hessen – Namensgeber der Carlshütte ===&lt;br /&gt;
Markus Hartwig Holler benötigt eine Genehmigung – ein „Privileg“ – für seine Eisenhütte und Gießerei. Er findet einen Förderer der Unternehmensgründung in Landgraf Carl von Hessen, dem Statthalter des dänischen Königs in den Herzogtümern Schleswig und Holstein. Carl von Hessen ist vielseitig interessiert: an Kultur und Wissenschaft, insbesondere an industriellen Unternehmungen. Er begleitet Hollers Projekt auch ideell und politisch. So räumt der Statthalter Schwierigkeiten mit der Rendsburger Festungskommandantur aus, die Einwände gegen die geplante Industrieanlage in unmittelbarer Nähe zur Festung erhebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Bilder]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grundsteinlegung und Errichtung 1827 und erstes Gusseisen 1828 ===&lt;br /&gt;
Die Carlshütte wird auf dem bisherigen Lagerplatz der Holzhandlung errichtet. Das Terrain ist unbebaut und in der Umgebung leicht zu erweitern. Den Grundstein legt Hollers Ehefrau am 19. April 1827 – an diesem Tag wird später jedes Jahr festlich der Hüttentag begangen. Die Eisenhütte ist der erste Industriebetrieb auf der jütischen Halbinsel überhaupt, also im gesamten Gebiet nördlich der Elbe und das erste Eisenwerk im dänischen Gesamtstaat. &lt;br /&gt;
Am 23. Januar 1828 wird erstmals Eisen gegossen, noch aus einem kleinen Schmelzofen. Es sind bereits 80 bis 90 Arbeiter in der Carlshütte tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Bilder]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vom Hüttenbetrieb zur Gießerei ===&lt;br /&gt;
Die Verwendung von Raseneisenerz erweist sich als unrentabel. Sein Eisengehalt von maximal 20 bis 30 Prozent ist zu gering, Versuche mit Zuschlägen anderer Erzsorten fruchten wenig. Der Einsatz des gängigen Energieträgers Holzkohle ist ebenfalls problematisch. Die jährlich benötigten bis zu 40.000 Tonnen sind in Schleswig und Holstein nur teuer zu beschaffen. So kommt der Betrieb des neuen Hochofens der Carlshütte nie richtig in Gang, die namensgebende Verhüttung von Erzen endet noch in den 1830er Jahren. Die Carlshütte wird zum Gießereibetrieb mit angeschlossenen Werkstätten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Logo CH]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Proteste der Rendsburger ===&lt;br /&gt;
1835 beschweren sich lokale Handwerker und Kaufleute. Der Hochofen der Carlshütte rauche nicht, Hollers Fabrik sei gar kein Hüttenbetrieb. Dies sind nur oberflächliche Kritiken, handfest ist aber, dass das Gießereigeschäft, zu dem Werkstätten aller Art gehören, wettbewerbsverzerrend sei. Rendsburger Betriebe könnten gegen den von der Landesregierung privilegierten, zoll-, zunftzwang- und militärpflichtbefreiten, industriellen Mischbetrieb nicht bestehen. Doch Markus Hartwig Holler entkräftet die Vorwürfe, indem er die gesamtwirtschaftlichen Vorteile betont. Mit der Prosperität der Carlshütte sei ein Aufschwung für Rendsburg und die Region verbunden, so Holler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Karte]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Carlshütte im Ersten Schleswig-Holsteinischen Krieg  ===&lt;br /&gt;
Eine werkseigene Schiffswerft wird 1847 an der Eider errichtet, was ein Zeichen der weiteren unternehmerischen Dynamik ist. Doch 1848 kommt es zum Krieg zwischen Dänen und Schleswig-Holsteinern über die Zugehörigkeit der Herzogtümer zu Dänemark oder deren Eigenständigkeit. Die Festung Rendsburg ist der strategische Dreh- und Angelpunkt, weshalb auch die Carlshütte unmittelbar durch Kampfhandlungen gefährdet ist. Die Carlshütte wird vorsorglich für einige Monate stillgelegt und Holler lässt Gießmodelle sichern, in dem sie vergraben oder auf Schiffe verladen werden. Die Festung wird tatsächlich am Morgen des 24. März von schleswig-holsteinischen Truppen eingenommen, ohne dass es zu Kriegsschäden in der Stadt und Umland kommt. Rendsburg ist für einige Monate Sitz der Provisorischen Regierung. Im Laufe der nächsten Kriegsjahre gewinnen dänische Truppen die Oberhand. 1850 ist die Carlshütte ernstlich bedroht, ein Befehl zum Beschuss Rendsburgs und damit auch der Carlshütte ist schon erlassen, wird aber letztlich nicht mehr ausgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Bilder]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des Krieges kommt dem bayrischen Unteroffizier Wilhelm Bauer – bayerische Truppen sind auf Seiten des Deutschen Bundes am Krieg beteiligt – die Idee, die dänische Schiffe und Brücken mittels eines „unter dem Niveau des Wassers bewegbaren Apparates“ zu zerstören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Carlshütte werden 1850 einige Teile für das erste deutsche Unterseeboot der Welt – den Brandtaucher – gebaut. Das U-Boot erhält den Namen , weil es feindliche Schiffe und Hafenanlagen unter Wasser angreifen und in Brand setzen sollte. Es wird auch Eiserner Seehund genannt. Die Konstruktion wird dann in Kiel fortgesetzt und fertigstellt.  Der Brandtaucher gilt als Vorläufer des modernen U-Bootes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Bild U-Boot]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dampfkessel, Dampfmaschinen und Dampfschiffe ===&lt;br /&gt;
Nach Ende des Krieges 1851 nimmt der Gießereibetrieb der Carlshütte wieder einen Aufschwung. Die Produkte haben einen ausgezeichneten Ruf. Für den Haushalt werden Pfannen, Töpfe, Kannen, Dreifüße, Küchenausgüsse, Mörser und Öfen gefertigt, für den Gewerbebedarf Ambosse, Wasserrohre, Tür- und Fensterrahmen. Die Landwirtschaft wird mit Pflügen, Eggen, Drill- und Sämaschinen, Erntemaschinen sowie Krippen und Tröge für die Viehhaltung versorgt. Hinzu kommen Materialien für den Schiffbau, auch Gartengeräte, Friedhofskreuze und Gitter. Es wird auch Munition hergestellt. 1861 wird mit der Produktion von Dampfkesseln und Dampfmaschinen begonnen, mit denen zahlreiche Betriebe Norddeutschlands ausgerüstet werden. Die Carlshütte wird dadurch selbst zum Motor der Industrialisierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Deutsch-Dänische Krieg 1864, der auch Zweiter Schleswig-Holsteinischer Krieg genannt wird, hat direkt wenig Einfluss auf die Carlshütte, schon weil er von relativ kurzer Dauer ist. Doch leitet er die Eingliederung Schleswigs und Holsteins nach Preußen bzw. in das Deutsche Reich ein, was wirtschaftlich weitreichende Konsequenzen für die Gießerei hat. 1867 läuft das fünfte Dampfschiff auf der Werft der Carlshütte vom Stapel. Zwei Jahre später wird die Carlshütte eine Aktiengesellschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Carlshütte in der Gründerkrise ===&lt;br /&gt;
Das Deutsche Reich wird 1871 nach dem Sieg im Einigungskrieg gegen Frankreich gegründet. Mit dem Kapitalzufluss französischer Reparationszahlungen und wegen der allgemeinen Einheits-Euphorie erlebt die deutsche Wirtschaft einen Boom. Doch viele Firmengründungen sind spekulativ, die Konjunktur ist überhitzt. 1873 krachen die Börsen ein. Damit endet die sogenannte Gründerzeit für das junge Deutschen Reich. Dem Zusammenbruch folgt eine jahrelange Stagnation, die dem gerade erst triumphierenden Wirtschaftsliberalismus schadet. Zunehmend greift der Staat regulierend ein, etwa ab 1877 mit massiver Schutzzollpolitik. Die Carlshütte ist in Norddeutschland Branchenführerin in Sachen Eisen, mit der Eisengießerei gar an dritter Position in ganz Deutschland. Die Auftragsbücher sind 1877 voll und das 50-jährige Jubiläum wird groß gefeiert. &lt;br /&gt;
Doch das Folgejahr 1878 hat es dann in sich: Die Umsätze brechen dramatisch ein, die Beschäftigtenzahl sackt von rund 700 auf 420, Lohnkürzungen und Kurzarbeit sind die Folge. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der erste Ahlmann auf der Carlshütte ===&lt;br /&gt;
1883 wird Johannes Ahlmann neuer kaufmännischer Direktor und Geschäftsleiter der Carlshütte. Er entstammt einer dänischen Kaufmannsfamilie und kennt die Carlshütte von Kindheit an, weil sein Vater seit 1840 mit der Gießerei geschäftlich verbunden ist. Er vertreibt die Produkte der Carlshütte nach Skandinavien.   &lt;br /&gt;
Johannes Ahlmann reorganisiert nicht nur die Finanzverwaltung, sondern führt auch neue Produkte ein, etwa Milchzentrifugen mit dem Namen „Balance“ und Dauerbrandöfen. 1886 nimmt die Carlshütte die Herstellung von Badewannen auf, deren Bedeutung für das Werk sich erst einige Jahre später zeigte. Unter Ahlmann beginnt man zu „reisen“. Das heißt, dass ein Vertrieb aufgebaut wurde, zu dessen Gepflogenheiten es gehörte, die Kundschaft zu besuchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Bilder]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Badewannen und Kaiser-Wilhelm-Kanal ===&lt;br /&gt;
Es sind vor allem Badewannen, die zum Erfolg werden. Der Bedarf steigt von Jahr zu Jahr im Zuge einer regelrechten Hygienewelle, die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ganz Europa erfasst und mit neuen Vorstellungen vom Körper und von Reinlichkeit einhergeht. Mit den Wannen aus Gusseisen und Emaille-Veredelung werden die Carlshütte und ihr Markenzeichen mit „Schlägel und Eisen“ weltbekannt. Für den Export – kaum ein Land, das nicht Abnehmer von Badewannen ist – ist von ungeheurer Bedeutung, dass 1895 der Kaiser-Wilhelm-Kanal, später Nord-Ostsee-Kanal, eröffnet wird. Jetzt ist die Carlshütte unmittelbar mit den Weltwasserstraßen verbunden. Seegehende Schiffe können direkt anlegen und beladen bzw. entladen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerbetrieblich ist Johannes Ahlmann am Beginn des 20. Jahrhunderts der verantwortungsbewusste Firmenpatriarch, lässt Werkswohnungen und ein Feierabendheim bauen und sorgt für die Beschaffung preisgünstiger Nahrungs- und Konsumgüter.&lt;br /&gt;
Um 1910 sind weit über 1.000 Arbeiter in der Carlshütte beschäftigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Bilder]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die zweite Generation Ahlmann ===&lt;br /&gt;
Anfang 1919 wird Johannes‘ Sohn Julius Hans Ahlmann kaufmännischer Direktor der Carlshütte. Er muss Rückschläge hinnehmen. So verwüstet 1922 ein Brand einen Großteil der Fabrik. Nach der Währungsreform 1923 sinken die Absätze, die Carlshütte geht in Kurzarbeit. 1925 verlässt der technische Geschäftsführer Rudolph Meyn nach harten Auseinandersetzungen mit Julius Ahlmann das Unternehmen. Seit über 60 Jahren sind drei Generationen Meyn in der Carlshütte technische Leiter. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt führt Julius Ahlmann das Werk allein, er modernisiert den Betrieb. Neue Prozesse und Maschinen werden eingeführt, das Marketing erstmals intensiviert. Das Unternehmen expandiert wieder. Ab dem Jubiläumsjahr 1927 werden mehr als eine Millionen Reichsmark investiert. Es entstehen eine weitere Gießerei, ein neuer Emaillierbetrieb für Wannen sowie Lager- und Verladebereiche. Östlich des Werkes wird Erweiterungsfläche angekauft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Bild]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neu im Programm ab 1930: Gusseiserne Waschbrunnen ===&lt;br /&gt;
Die Belegschaft erreicht 1930 mit 1.420 Beschäftigten einen neuen Höchststand. Doch die Weltwirtschaftskrise bremst die erfolgreiche Entwicklung der Carlshütte ab. &lt;br /&gt;
Neue Produkte werden trotzdem lanciert, so 1930 ein Waschbrunnen aus emailliertem Gusseisen. Anfangs ist der Waschbrunnen noch kein Verkaufsschlager, aber die Neuheit wird sich als wegweisend für das spätere Sanitärprogramm der Carlshütte erweisen. Sie werden auch in der Produktpalette der Severin Ahlmann Betonindustrie eine wichtige Rolle spielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Bild Waschbrunnen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Käte Ahlmann übernimmt ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1931 stirbt Julius Ahlmann. Auf seinen Wunsch übernimmt seine Witwe Käte Ahlmann, geborene Braun, die Leitung der Carlshütte. Finanziert durch Kredite gelingt es Käte Ahlmann 1937 gemeinsam mit Ihrem Schwiegervater, die übrigen Aktionäre der Carlshütte auszuzahlen und die Carlshütte so von einer an der Hamburger Börse notierten Aktiengesellschaft in eine im alleinigen Familienbesitz befindliche Kommanditgesellschaft umzuwandeln. Die Carlshütte wird so zu einem Familienunternehmen der Ahlmanns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einsatz von Austauschrohstoffen und Rüstungsproduktion im Zweiten Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
1937 werden in der Carlshütte erstmals wegen verordneter Eiseneinsparungen Austauschrohstoffe verwendet, unter anderem Asbestzement. Das ist der Nucleus, aus dem später ACO entsteht. &lt;br /&gt;
Die Einsparungen betreffen unter anderem den Waschbrunnen der Carlshütte. Er wird aufgrund der Metallreglementierungen aus Terrazzo gefertigt. Mittlerweile wird der Brunnen in hohen Stückzahlen verkauft. Hilfreich ist, dass ihn das Amt „Schönheit der Arbeit“ der Deutschen Arbeitsfront auf Ausstellungen präsentiert. Der Waschbrunnen passt zum jährlich wechselnden Motto der DAF, das 1937 lautet: „Saubere Menschen im sauberen Betrieb“.&lt;br /&gt;
Die Ahlmann-Carlshütte KG, wie das Unternehmen seit 1941 heißt, stellt mehr und mehr auf Kriegsproduktion um. Ab Frühjahr 1942 fertigt das Werk Tragflächen für die Junkers Ju 87, den Sturzkampfbomber, kurz „Stuka“. Weitere Rüstungsgüter sind Granathülsen. Die Umsätze steigen, auch die Belegschaftszahlen. Bis zu 3.500 Menschen sind beschäftigt, darunter etwa 1.000 Zwangsarbeiter vieler Nationalitäten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Bild Stuka]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>T berlinghoff</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.history.aco/index.php?title=Die_Carlsh%C3%BCtte_-_das_erste_Eisenwerk_im_D%C3%A4nischen_Gesamtstaat&amp;diff=3117</id>
		<title>Die Carlshütte - das erste Eisenwerk im Dänischen Gesamtstaat</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.history.aco/index.php?title=Die_Carlsh%C3%BCtte_-_das_erste_Eisenwerk_im_D%C3%A4nischen_Gesamtstaat&amp;diff=3117"/>
		<updated>2021-06-01T08:38:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;T berlinghoff: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
=== Vision des Holzhändlers Markus Hartwig Holler===&lt;br /&gt;
Markus Hartwig Holler, geboren 1796 in Rendsburg, übernimmt im Alter von 20 Jahren das väterliche Holzgeschäft in Büdelsdorf. Das zur Festungsstadt Rendsburg benachbarte Büdelsdorf gehört zum Herzogtum Schleswig, und das wiederum zum Dänischen Gesamtstaat. Das gilt auch für das unmittelbar südlich angrenzende Herzogtum Holstein, das zugleich dem Deutschen Bund angehört. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Holzhandel erfüllt den weitblickenden Markus Hartwig Holler nicht. Er reist viel, etwa nach Schweden, besichtigt dort Hüttenwerke und Gießereien. Hiervon inspiriert möchte er vom Holz zum Eisen wechseln und setzt sich zum Ziel, eine Eisenhütte und Gießerei zu gründen. Seine Motivation ist es, etwas „Gemeinnütziges“ und „nie Dagewesenes“ zu schaffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Voraussetzungen sind vielversprechend. Der dänische Gesamtstaat verfügt über keine Industrie zur Eisenfabrikation. Der Rohstoff Eisenerz ist im Land in Form von Raseneisenerz vorhanden. Hierbei handelt es sich um Erze, die nicht im Bergbau gewonnen werden müssen, sondern an den Wurzeln des Grases vorkommen. Und Büdelsdorf liegt verkehrsgünstig, gleichsam zwischen Schleswig und Holstein am Nordufer des Eiderkanals, mit dem eine Verbindung von Nord- und Ostsee besteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Bild]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Hollers aus den Niederlanden ===&lt;br /&gt;
Die Familie Holler stammt ursprünglich aus den Niederlanden. Um 1700, oder sogar früher, siedeln sich ihre Vorfahren im Raum Itzehoe an. Holstein ist damals Zielland für viele holländische Aussiedler. Um 1780 werden die Hollers in Rendsburg ansässig, was mit dem Bau des Schleswig-Holsteinischen Canals – auch Eiderkanal genannt – zusammenhängt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kanalbau ist das größte Infrastrukturprojekt in Europa überhaupt, und der damals größte Kanal weltweit. Er ist der Vorläufer des heutigen Nord-Ostsee-Kanals. Die Brüder Hartwig und Johann Holler, eigentlich gelernte Zimmerleute, werden als Spezialisten für den Kanalbau anfordert. Die Hollers sind zuvor in Holland bei Deich- und Kanalbauten tätig, konstruieren Schleusen und Mühlen zum Betrieb von Entwässerungsanlagen. Die Schleusen sind Meisterwerke der Ingenieurskunst.&lt;br /&gt;
Hartwig und Johann Holler beschaffen zudem die großen Holzmengen, die der Kanalbau erfordert und etablieren so einen einträglichen Holzhandel. Nach Fertigstellung des Eiderkanals 1784 behalten die Brüder dieses Geschäft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die niederländischen Wurzeln bleiben lange wichtig: Von Hartwig Hollers Sohn Markus Hartwig, der die Carlshütte gründet, ist überliefert, dass ihm zu Ehren an Festtagen auf der Carlshütte die niederländische Nationalhymne gespielt wird. Er erhebt sich dann stets und zieht seinen Hut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Carl von Hessen – Namensgeber der Carlshütte ===&lt;br /&gt;
Markus Hartwig Holler benötigt eine Genehmigung – ein „Privileg“ – für seine Eisenhütte und Gießerei. Er findet einen Förderer der Unternehmensgründung in Landgraf Carl von Hessen, dem Statthalter des dänischen Königs in den Herzogtümern Schleswig und Holstein. Carl von Hessen ist vielseitig interessiert: an Kultur und Wissenschaft, insbesondere an industriellen Unternehmungen. Er begleitet Hollers Projekt auch ideell und politisch. So räumt der Statthalter Schwierigkeiten mit der Rendsburger Festungskommandantur aus, die Einwände gegen die geplante Industrieanlage in unmittelbarer Nähe zur Festung erhebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Bilder]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grundsteinlegung und Errichtung 1827 und erstes Gusseisen 1828 ===&lt;br /&gt;
Die Carlshütte wird auf dem bisherigen Lagerplatz der Holzhandlung errichtet. Das Terrain ist unbebaut und in der Umgebung leicht zu erweitern. Den Grundstein legt Hollers Ehefrau am 19. April 1827 – an diesem Tag wird später jedes Jahr festlich der Hüttentag begangen. Die Eisenhütte ist der erste Industriebetrieb auf der jütischen Halbinsel überhaupt, also im gesamten Gebiet nördlich der Elbe und das erste Eisenwerk im dänischen Gesamtstaat. &lt;br /&gt;
Am 23. Januar 1828 wird erstmals Eisen gegossen, noch aus einem kleinen Schmelzofen. Es sind bereits 80 bis 90 Arbeiter in der Carlshütte tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Bilder]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vom Hüttenbetrieb zur Gießerei ===&lt;br /&gt;
Die Verwendung von Raseneisenerz erweist sich als unrentabel. Sein Eisengehalt von maximal 20 bis 30 Prozent ist zu gering, Versuche mit Zuschlägen anderer Erzsorten fruchten wenig. Der Einsatz des gängigen Energieträgers Holzkohle ist ebenfalls problematisch. Die jährlich benötigten bis zu 40.000 Tonnen sind in Schleswig und Holstein nur teuer zu beschaffen. So kommt der Betrieb des neuen Hochofens der Carlshütte nie richtig in Gang, die namensgebende Verhüttung von Erzen endet noch in den 1830er Jahren. Die Carlshütte wird zum Gießereibetrieb mit angeschlossenen Werkstätten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Logo CH]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Proteste der Rendsburger ===&lt;br /&gt;
1835 beschweren sich lokale Handwerker und Kaufleute. Der Hochofen der Carlshütte rauche nicht, Hollers Fabrik sei gar kein Hüttenbetrieb. Dies sind nur oberflächliche Kritiken, handfest ist aber, dass das Gießereigeschäft, zu dem Werkstätten aller Art gehören, wettbewerbsverzerrend sei. Rendsburger Betriebe könnten gegen den von der Landesregierung privilegierten, zoll-, zunftzwang- und militärpflichtbefreiten, industriellen Mischbetrieb nicht bestehen. Doch Markus Hartwig Holler entkräftet die Vorwürfe, indem er die gesamtwirtschaftlichen Vorteile betont. Mit der Prosperität der Carlshütte sei ein Aufschwung für Rendsburg und die Region verbunden, so Holler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Karte]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Carlshütte im Ersten Schleswig-Holsteinischen Krieg  ===&lt;br /&gt;
Eine werkseigene Schiffswerft wird 1847 an der Eider errichtet, was ein Zeichen der weiteren unternehmerischen Dynamik ist. Doch 1848 kommt es zum Krieg zwischen Dänen und Schleswig-Holsteinern über die Zugehörigkeit der Herzogtümer zu Dänemark oder deren Eigenständigkeit. Die Festung Rendsburg ist der strategische Dreh- und Angelpunkt, weshalb auch die Carlshütte unmittelbar durch Kampfhandlungen gefährdet ist. Die Carlshütte wird vorsorglich für einige Monate stillgelegt und Holler lässt Gießmodelle sichern, in dem sie vergraben oder auf Schiffe verladen werden. Die Festung wird tatsächlich am Morgen des 24. März von schleswig-holsteinischen Truppen eingenommen, ohne dass es zu Kriegsschäden in der Stadt und Umland kommt. Rendsburg ist für einige Monate Sitz der Provisorischen Regierung. Im Laufe der nächsten Kriegsjahre gewinnen dänische Truppen die Oberhand. 1850 ist die Carlshütte ernstlich bedroht, ein Befehl zum Beschuss Rendsburgs und damit auch der Carlshütte ist schon erlassen, wird aber letztlich nicht mehr ausgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Bilder]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des Krieges kommt dem bayrischen Unteroffizier Wilhelm Bauer – bayerische Truppen sind auf Seiten des Deutschen Bundes am Krieg beteiligt – die Idee, die dänische Schiffe und Brücken mittels eines „unter dem Niveau des Wassers bewegbaren Apparates“ zu zerstören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Carlshütte werden 1850 einige Teile für das erste deutsche Unterseeboot der Welt – den Brandtaucher – gebaut. Das U-Boot erhält den Namen , weil es feindliche Schiffe und Hafenanlagen unter Wasser angreifen und in Brand setzen sollte. Es wird auch Eiserner Seehund genannt. Die Konstruktion wird dann in Kiel fortgesetzt und fertigstellt.  Der Brandtaucher gilt als Vorläufer des modernen U-Bootes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Bild U-Boot]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dampfkessel, Dampfmaschinen und Dampfschiffe ===&lt;br /&gt;
Nach Ende des Krieges 1851 nimmt der Gießereibetrieb der Carlshütte wieder einen Aufschwung. Die Produkte haben einen ausgezeichneten Ruf. Für den Haushalt werden Pfannen, Töpfe, Kannen, Dreifüße, Küchenausgüsse, Mörser und Öfen gefertigt, für den Gewerbebedarf Ambosse, Wasserrohre, Tür- und Fensterrahmen. Die Landwirtschaft wird mit Pflügen, Eggen, Drill- und Sämaschinen, Erntemaschinen sowie Krippen und Tröge für die Viehhaltung versorgt. Hinzu kommen Materialien für den Schiffbau, auch Gartengeräte, Friedhofskreuze und Gitter. Es wird auch Munition hergestellt. 1861 wird mit der Produktion von Dampfkesseln und Dampfmaschinen begonnen, mit denen zahlreiche Betriebe Norddeutschlands ausgerüstet werden. Die Carlshütte wird dadurch selbst zum Motor der Industrialisierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Deutsch-Dänische Krieg 1864, der auch Zweiter Schleswig-Holsteinischer Krieg genannt wird, hat direkt wenig Einfluss auf die Carlshütte, schon weil er von relativ kurzer Dauer ist. Doch leitet er die Eingliederung Schleswigs und Holsteins nach Preußen bzw. in das Deutsche Reich ein, was wirtschaftlich weitreichende Konsequenzen für die Gießerei hat. 1867 läuft das fünfte Dampfschiff auf der Werft der Carlshütte vom Stapel. Zwei Jahre später wird die Carlshütte eine Aktiengesellschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Carlshütte in der Gründerkrise ===&lt;br /&gt;
Das Deutsche Reich wird 1871 nach dem Sieg im Einigungskrieg gegen Frankreich gegründet. Mit dem Kapitalzufluss französischer Reparationszahlungen und wegen der allgemeinen Einheits-Euphorie erlebt die deutsche Wirtschaft einen Boom. Doch viele Firmengründungen sind spekulativ, die Konjunktur ist überhitzt. 1873 krachen die Börsen ein. Damit endet die sogenannte Gründerzeit für das junge Deutschen Reich. Dem Zusammenbruch folgt eine jahrelange Stagnation, die dem gerade erst triumphierenden Wirtschaftsliberalismus schadet. Zunehmend greift der Staat regulierend ein, etwa ab 1877 mit massiver Schutzzollpolitik. Die Carlshütte ist in Norddeutschland Branchenführerin in Sachen Eisen, mit der Eisengießerei gar an dritter Position in ganz Deutschland. Die Auftragsbücher sind 1877 voll und das 50-jährige Jubiläum wird groß gefeiert. &lt;br /&gt;
Doch das Folgejahr 1878 hat es dann in sich: Die Umsätze brechen dramatisch ein, die Beschäftigtenzahl sackt von rund 700 auf 420, Lohnkürzungen und Kurzarbeit sind die Folge. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der erste Ahlmann auf der Carlshütte ===&lt;br /&gt;
1883 wird Johannes Ahlmann neuer kaufmännischer Direktor und Geschäftsleiter der Carlshütte. Er entstammt einer dänischen Kaufmannsfamilie und kennt die Carlshütte von Kindheit an, weil sein Vater seit 1840 mit der Gießerei geschäftlich verbunden ist. Er vertreibt die Produkte der Carlshütte nach Skandinavien.   &lt;br /&gt;
Johannes Ahlmann reorganisiert nicht nur die Finanzverwaltung, sondern führt auch neue Produkte ein, etwa Milchzentrifugen mit dem Namen „Balance“ und Dauerbrandöfen. 1886 nimmt die Carlshütte die Herstellung von Badewannen auf, deren Bedeutung für das Werk sich erst einige Jahre später zeigte. Unter Ahlmann beginnt man zu „reisen“. Das heißt, dass ein Vertrieb aufgebaut wurde, zu dessen Gepflogenheiten es gehörte, die Kundschaft zu besuchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Bilder]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Badewannen und Kaiser-Wilhelm-Kanal ===&lt;br /&gt;
Es sind vor allem Badewannen, die zum Erfolg werden. Der Bedarf steigt von Jahr zu Jahr im Zuge einer regelrechten Hygienewelle, die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ganz Europa erfasst und mit neuen Vorstellungen vom Körper und von Reinlichkeit einhergeht. Mit den Wannen aus Gusseisen und Emaille-Veredelung werden die Carlshütte und ihr Markenzeichen mit „Schlägel und Eisen“ weltbekannt. Für den Export – kaum ein Land, das nicht Abnehmer von Badewannen ist – ist von ungeheurer Bedeutung, dass 1895 der Kaiser-Wilhelm-Kanal, später Nord-Ostsee-Kanal, eröffnet wird. Jetzt ist die Carlshütte unmittelbar mit den Weltwasserstraßen verbunden. Seegehende Schiffe können direkt anlegen und beladen bzw. entladen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerbetrieblich ist Johannes Ahlmann am Beginn des 20. Jahrhunderts der verantwortungsbewusste Firmenpatriarch, lässt Werkswohnungen und ein Feierabendheim bauen und sorgt für die Beschaffung preisgünstiger Nahrungs- und Konsumgüter.&lt;br /&gt;
Um 1910 sind weit über 1.000 Arbeiter in der Carlshütte beschäftigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Bilder]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die zweite Generation Ahlmann ===&lt;br /&gt;
Anfang 1919 wird Johannes‘ Sohn Julius Hans Ahlmann kaufmännischer Direktor der Carlshütte. Er muss Rückschläge hinnehmen. So verwüstet 1922 ein Brand einen Großteil der Fabrik. Nach der Währungsreform 1923 sinken die Absätze, die Carlshütte geht in Kurzarbeit. 1925 verlässt der technische Geschäftsführer Rudolph Meyn nach harten Auseinandersetzungen mit Julius Ahlmann das Unternehmen. Seit über 60 Jahren sind drei Generationen Meyn in der Carlshütte technische Leiter. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt führt Julius Ahlmann das Werk allein, er modernisiert den Betrieb. Neue Prozesse und Maschinen werden eingeführt, das Marketing erstmals intensiviert. Das Unternehmen expandiert wieder. Ab dem Jubiläumsjahr 1927 werden mehr als eine Millionen Reichsmark investiert. Es entstehen eine weitere Gießerei, ein neuer Emaillierbetrieb für Wannen sowie Lager- und Verladebereiche. Östlich des Werkes wird Erweiterungsfläche angekauft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Bild]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neu im Programm ab 1930: Gusseiserne Waschbrunnen ===&lt;br /&gt;
Die Belegschaft erreicht 1930 mit 1.420 Beschäftigten einen neuen Höchststand. Doch die Weltwirtschaftskrise bremst die erfolgreiche Entwicklung der Carlshütte ab. &lt;br /&gt;
Neue Produkte werden trotzdem lanciert, so 1930 ein Waschbrunnen aus emailliertem Gusseisen. Anfangs ist der Waschbrunnen noch kein Verkaufsschlager, aber die Neuheit wird sich als wegweisend für das spätere Sanitärprogramm der Carlshütte erweisen. Sie werden auch in der Produktpalette der Severin Ahlmann Betonindustrie eine wichtige Rolle spielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Bild]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Käte Ahlmann übernimmt ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1931 stirbt Julius Ahlmann. Auf seinen Wunsch übernimmt seine Witwe Käte Ahlmann, geborene Braun, die Leitung der Carlshütte. Finanziert durch Kredite gelingt es Käte Ahlmann 1937 gemeinsam mit Ihrem Schwiegervater, die übrigen Aktionäre der Carlshütte auszuzahlen und die Carlshütte so von einer an der Hamburger Börse notierten Aktiengesellschaft in eine im alleinigen Familienbesitz befindliche Kommanditgesellschaft umzuwandeln. Die Carlshütte wird so zu einem Familienunternehmen der Ahlmanns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einsatz von Austauschrohstoffen und Rüstungsproduktion im Zweiten Weltkrieg ===&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>T berlinghoff</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.history.aco/index.php?title=Die_Carlsh%C3%BCtte_-_das_erste_Eisenwerk_im_D%C3%A4nischen_Gesamtstaat&amp;diff=3116</id>
		<title>Die Carlshütte - das erste Eisenwerk im Dänischen Gesamtstaat</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.history.aco/index.php?title=Die_Carlsh%C3%BCtte_-_das_erste_Eisenwerk_im_D%C3%A4nischen_Gesamtstaat&amp;diff=3116"/>
		<updated>2021-06-01T08:32:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;T berlinghoff: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
=== Vision des Holzhändlers Markus Hartwig Holler===&lt;br /&gt;
Markus Hartwig Holler, geboren 1796 in Rendsburg, übernimmt im Alter von 20 Jahren das väterliche Holzgeschäft in Büdelsdorf. Das zur Festungsstadt Rendsburg benachbarte Büdelsdorf gehört zum Herzogtum Schleswig, und das wiederum zum Dänischen Gesamtstaat. Das gilt auch für das unmittelbar südlich angrenzende Herzogtum Holstein, das zugleich dem Deutschen Bund angehört. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Holzhandel erfüllt den weitblickenden Markus Hartwig Holler nicht. Er reist viel, etwa nach Schweden, besichtigt dort Hüttenwerke und Gießereien. Hiervon inspiriert möchte er vom Holz zum Eisen wechseln und setzt sich zum Ziel, eine Eisenhütte und Gießerei zu gründen. Seine Motivation ist es, etwas „Gemeinnütziges“ und „nie Dagewesenes“ zu schaffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Voraussetzungen sind vielversprechend. Der dänische Gesamtstaat verfügt über keine Industrie zur Eisenfabrikation. Der Rohstoff Eisenerz ist im Land in Form von Raseneisenerz vorhanden. Hierbei handelt es sich um Erze, die nicht im Bergbau gewonnen werden müssen, sondern an den Wurzeln des Grases vorkommen. Und Büdelsdorf liegt verkehrsgünstig, gleichsam zwischen Schleswig und Holstein am Nordufer des Eiderkanals, mit dem eine Verbindung von Nord- und Ostsee besteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Bild]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Hollers aus den Niederlanden ===&lt;br /&gt;
Die Familie Holler stammt ursprünglich aus den Niederlanden. Um 1700, oder sogar früher, siedeln sich ihre Vorfahren im Raum Itzehoe an. Holstein ist damals Zielland für viele holländische Aussiedler. Um 1780 werden die Hollers in Rendsburg ansässig, was mit dem Bau des Schleswig-Holsteinischen Canals – auch Eiderkanal genannt – zusammenhängt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kanalbau ist das größte Infrastrukturprojekt in Europa überhaupt, und der damals größte Kanal weltweit. Er ist der Vorläufer des heutigen Nord-Ostsee-Kanals. Die Brüder Hartwig und Johann Holler, eigentlich gelernte Zimmerleute, werden als Spezialisten für den Kanalbau anfordert. Die Hollers sind zuvor in Holland bei Deich- und Kanalbauten tätig, konstruieren Schleusen und Mühlen zum Betrieb von Entwässerungsanlagen. Die Schleusen sind Meisterwerke der Ingenieurskunst.&lt;br /&gt;
Hartwig und Johann Holler beschaffen zudem die großen Holzmengen, die der Kanalbau erfordert und etablieren so einen einträglichen Holzhandel. Nach Fertigstellung des Eiderkanals 1784 behalten die Brüder dieses Geschäft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die niederländischen Wurzeln bleiben lange wichtig: Von Hartwig Hollers Sohn Markus Hartwig, der die Carlshütte gründet, ist überliefert, dass ihm zu Ehren an Festtagen auf der Carlshütte die niederländische Nationalhymne gespielt wird. Er erhebt sich dann stets und zieht seinen Hut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Carl von Hessen – Namensgeber der Carlshütte ===&lt;br /&gt;
Markus Hartwig Holler benötigt eine Genehmigung – ein „Privileg“ – für seine Eisenhütte und Gießerei. Er findet einen Förderer der Unternehmensgründung in Landgraf Carl von Hessen, dem Statthalter des dänischen Königs in den Herzogtümern Schleswig und Holstein. Carl von Hessen ist vielseitig interessiert: an Kultur und Wissenschaft, insbesondere an industriellen Unternehmungen. Er begleitet Hollers Projekt auch ideell und politisch. So räumt der Statthalter Schwierigkeiten mit der Rendsburger Festungskommandantur aus, die Einwände gegen die geplante Industrieanlage in unmittelbarer Nähe zur Festung erhebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Bilder]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grundsteinlegung und Errichtung 1827 und erstes Gusseisen 1828 ===&lt;br /&gt;
Die Carlshütte wird auf dem bisherigen Lagerplatz der Holzhandlung errichtet. Das Terrain ist unbebaut und in der Umgebung leicht zu erweitern. Den Grundstein legt Hollers Ehefrau am 19. April 1827 – an diesem Tag wird später jedes Jahr festlich der Hüttentag begangen. Die Eisenhütte ist der erste Industriebetrieb auf der jütischen Halbinsel überhaupt, also im gesamten Gebiet nördlich der Elbe und das erste Eisenwerk im dänischen Gesamtstaat. &lt;br /&gt;
Am 23. Januar 1828 wird erstmals Eisen gegossen, noch aus einem kleinen Schmelzofen. Es sind bereits 80 bis 90 Arbeiter in der Carlshütte tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Bilder]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vom Hüttenbetrieb zur Gießerei ===&lt;br /&gt;
Die Verwendung von Raseneisenerz erweist sich als unrentabel. Sein Eisengehalt von maximal 20 bis 30 Prozent ist zu gering, Versuche mit Zuschlägen anderer Erzsorten fruchten wenig. Der Einsatz des gängigen Energieträgers Holzkohle ist ebenfalls problematisch. Die jährlich benötigten bis zu 40.000 Tonnen sind in Schleswig und Holstein nur teuer zu beschaffen. So kommt der Betrieb des neuen Hochofens der Carlshütte nie richtig in Gang, die namensgebende Verhüttung von Erzen endet noch in den 1830er Jahren. Die Carlshütte wird zum Gießereibetrieb mit angeschlossenen Werkstätten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Logo CH]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Proteste der Rendsburger ===&lt;br /&gt;
1835 beschweren sich lokale Handwerker und Kaufleute. Der Hochofen der Carlshütte rauche nicht, Hollers Fabrik sei gar kein Hüttenbetrieb. Dies sind nur oberflächliche Kritiken, handfest ist aber, dass das Gießereigeschäft, zu dem Werkstätten aller Art gehören, wettbewerbsverzerrend sei. Rendsburger Betriebe könnten gegen den von der Landesregierung privilegierten, zoll-, zunftzwang- und militärpflichtbefreiten, industriellen Mischbetrieb nicht bestehen. Doch Markus Hartwig Holler entkräftet die Vorwürfe, indem er die gesamtwirtschaftlichen Vorteile betont. Mit der Prosperität der Carlshütte sei ein Aufschwung für Rendsburg und die Region verbunden, so Holler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Karte]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Carlshütte im Ersten Schleswig-Holsteinischen Krieg  ===&lt;br /&gt;
Eine werkseigene Schiffswerft wird 1847 an der Eider errichtet, was ein Zeichen der weiteren unternehmerischen Dynamik ist. Doch 1848 kommt es zum Krieg zwischen Dänen und Schleswig-Holsteinern über die Zugehörigkeit der Herzogtümer zu Dänemark oder deren Eigenständigkeit. Die Festung Rendsburg ist der strategische Dreh- und Angelpunkt, weshalb auch die Carlshütte unmittelbar durch Kampfhandlungen gefährdet ist. Die Carlshütte wird vorsorglich für einige Monate stillgelegt und Holler lässt Gießmodelle sichern, in dem sie vergraben oder auf Schiffe verladen werden. Die Festung wird tatsächlich am Morgen des 24. März von schleswig-holsteinischen Truppen eingenommen, ohne dass es zu Kriegsschäden in der Stadt und Umland kommt. Rendsburg ist für einige Monate Sitz der Provisorischen Regierung. Im Laufe der nächsten Kriegsjahre gewinnen dänische Truppen die Oberhand. 1850 ist die Carlshütte ernstlich bedroht, ein Befehl zum Beschuss Rendsburgs und damit auch der Carlshütte ist schon erlassen, wird aber letztlich nicht mehr ausgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Bilder]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des Krieges kommt dem bayrischen Unteroffizier Wilhelm Bauer – bayerische Truppen sind auf Seiten des Deutschen Bundes am Krieg beteiligt – die Idee, die dänische Schiffe und Brücken mittels eines „unter dem Niveau des Wassers bewegbaren Apparates“ zu zerstören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Carlshütte werden 1850 einige Teile für das erste deutsche Unterseeboot der Welt – den Brandtaucher – gebaut. Das U-Boot erhält den Namen , weil es feindliche Schiffe und Hafenanlagen unter Wasser angreifen und in Brand setzen sollte. Es wird auch Eiserner Seehund genannt. Die Konstruktion wird dann in Kiel fortgesetzt und fertigstellt.  Der Brandtaucher gilt als Vorläufer des modernen U-Bootes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Bild U-Boot]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dampfkessel, Dampfmaschinen und Dampfschiffe ===&lt;br /&gt;
Nach Ende des Krieges 1851 nimmt der Gießereibetrieb der Carlshütte wieder einen Aufschwung. Die Produkte haben einen ausgezeichneten Ruf. Für den Haushalt werden Pfannen, Töpfe, Kannen, Dreifüße, Küchenausgüsse, Mörser und Öfen gefertigt, für den Gewerbebedarf Ambosse, Wasserrohre, Tür- und Fensterrahmen. Die Landwirtschaft wird mit Pflügen, Eggen, Drill- und Sämaschinen, Erntemaschinen sowie Krippen und Tröge für die Viehhaltung versorgt. Hinzu kommen Materialien für den Schiffbau, auch Gartengeräte, Friedhofskreuze und Gitter. Es wird auch Munition hergestellt. 1861 wird mit der Produktion von Dampfkesseln und Dampfmaschinen begonnen, mit denen zahlreiche Betriebe Norddeutschlands ausgerüstet werden. Die Carlshütte wird dadurch selbst zum Motor der Industrialisierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Deutsch-Dänische Krieg 1864, der auch Zweiter Schleswig-Holsteinischer Krieg genannt wird, hat direkt wenig Einfluss auf die Carlshütte, schon weil er von relativ kurzer Dauer ist. Doch leitet er die Eingliederung Schleswigs und Holsteins nach Preußen bzw. in das Deutsche Reich ein, was wirtschaftlich weitreichende Konsequenzen für die Gießerei hat. 1867 läuft das fünfte Dampfschiff auf der Werft der Carlshütte vom Stapel. Zwei Jahre später wird die Carlshütte eine Aktiengesellschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Carlshütte in der Gründerkrise ===&lt;br /&gt;
Das Deutsche Reich wird 1871 nach dem Sieg im Einigungskrieg gegen Frankreich gegründet. Mit dem Kapitalzufluss französischer Reparationszahlungen und wegen der allgemeinen Einheits-Euphorie erlebt die deutsche Wirtschaft einen Boom. Doch viele Firmengründungen sind spekulativ, die Konjunktur ist überhitzt. 1873 krachen die Börsen ein. Damit endet die sogenannte Gründerzeit für das junge Deutschen Reich. Dem Zusammenbruch folgt eine jahrelange Stagnation, die dem gerade erst triumphierenden Wirtschaftsliberalismus schadet. Zunehmend greift der Staat regulierend ein, etwa ab 1877 mit massiver Schutzzollpolitik. Die Carlshütte ist in Norddeutschland Branchenführerin in Sachen Eisen, mit der Eisengießerei gar an dritter Position in ganz Deutschland. Die Auftragsbücher sind 1877 voll und das 50-jährige Jubiläum wird groß gefeiert. &lt;br /&gt;
Doch das Folgejahr 1878 hat es dann in sich: Die Umsätze brechen dramatisch ein, die Beschäftigtenzahl sackt von rund 700 auf 420, Lohnkürzungen und Kurzarbeit sind die Folge. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der erste Ahlmann auf der Carlshütte ===&lt;br /&gt;
1883 wird Johannes Ahlmann neuer kaufmännischer Direktor und Geschäftsleiter der Carlshütte. Er entstammt einer dänischen Kaufmannsfamilie und kennt die Carlshütte von Kindheit an, weil sein Vater seit 1840 mit der Gießerei geschäftlich verbunden ist. Er vertreibt die Produkte der Carlshütte nach Skandinavien.   &lt;br /&gt;
Johannes Ahlmann reorganisiert nicht nur die Finanzverwaltung, sondern führt auch neue Produkte ein, etwa Milchzentrifugen mit dem Namen „Balance“ und Dauerbrandöfen. 1886 nimmt die Carlshütte die Herstellung von Badewannen auf, deren Bedeutung für das Werk sich erst einige Jahre später zeigte. Unter Ahlmann beginnt man zu „reisen“. Das heißt, dass ein Vertrieb aufgebaut wurde, zu dessen Gepflogenheiten es gehörte, die Kundschaft zu besuchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Bilder]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>T berlinghoff</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.history.aco/index.php?title=Die_Carlsh%C3%BCtte_-_das_erste_Eisenwerk_im_D%C3%A4nischen_Gesamtstaat&amp;diff=3115</id>
		<title>Die Carlshütte - das erste Eisenwerk im Dänischen Gesamtstaat</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.history.aco/index.php?title=Die_Carlsh%C3%BCtte_-_das_erste_Eisenwerk_im_D%C3%A4nischen_Gesamtstaat&amp;diff=3115"/>
		<updated>2021-06-01T08:27:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;T berlinghoff: /* Die Carlshütte im Ersten Schleswig-Holsteinischen Krieg */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
=== Vision des Holzhändlers Markus Hartwig Holler===&lt;br /&gt;
Markus Hartwig Holler, geboren 1796 in Rendsburg, übernimmt im Alter von 20 Jahren das väterliche Holzgeschäft in Büdelsdorf. Das zur Festungsstadt Rendsburg benachbarte Büdelsdorf gehört zum Herzogtum Schleswig, und das wiederum zum Dänischen Gesamtstaat. Das gilt auch für das unmittelbar südlich angrenzende Herzogtum Holstein, das zugleich dem Deutschen Bund angehört. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Holzhandel erfüllt den weitblickenden Markus Hartwig Holler nicht. Er reist viel, etwa nach Schweden, besichtigt dort Hüttenwerke und Gießereien. Hiervon inspiriert möchte er vom Holz zum Eisen wechseln und setzt sich zum Ziel, eine Eisenhütte und Gießerei zu gründen. Seine Motivation ist es, etwas „Gemeinnütziges“ und „nie Dagewesenes“ zu schaffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Voraussetzungen sind vielversprechend. Der dänische Gesamtstaat verfügt über keine Industrie zur Eisenfabrikation. Der Rohstoff Eisenerz ist im Land in Form von Raseneisenerz vorhanden. Hierbei handelt es sich um Erze, die nicht im Bergbau gewonnen werden müssen, sondern an den Wurzeln des Grases vorkommen. Und Büdelsdorf liegt verkehrsgünstig, gleichsam zwischen Schleswig und Holstein am Nordufer des Eiderkanals, mit dem eine Verbindung von Nord- und Ostsee besteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Bild]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Hollers aus den Niederlanden ===&lt;br /&gt;
Die Familie Holler stammt ursprünglich aus den Niederlanden. Um 1700, oder sogar früher, siedeln sich ihre Vorfahren im Raum Itzehoe an. Holstein ist damals Zielland für viele holländische Aussiedler. Um 1780 werden die Hollers in Rendsburg ansässig, was mit dem Bau des Schleswig-Holsteinischen Canals – auch Eiderkanal genannt – zusammenhängt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kanalbau ist das größte Infrastrukturprojekt in Europa überhaupt, und der damals größte Kanal weltweit. Er ist der Vorläufer des heutigen Nord-Ostsee-Kanals. Die Brüder Hartwig und Johann Holler, eigentlich gelernte Zimmerleute, werden als Spezialisten für den Kanalbau anfordert. Die Hollers sind zuvor in Holland bei Deich- und Kanalbauten tätig, konstruieren Schleusen und Mühlen zum Betrieb von Entwässerungsanlagen. Die Schleusen sind Meisterwerke der Ingenieurskunst.&lt;br /&gt;
Hartwig und Johann Holler beschaffen zudem die großen Holzmengen, die der Kanalbau erfordert und etablieren so einen einträglichen Holzhandel. Nach Fertigstellung des Eiderkanals 1784 behalten die Brüder dieses Geschäft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die niederländischen Wurzeln bleiben lange wichtig: Von Hartwig Hollers Sohn Markus Hartwig, der die Carlshütte gründet, ist überliefert, dass ihm zu Ehren an Festtagen auf der Carlshütte die niederländische Nationalhymne gespielt wird. Er erhebt sich dann stets und zieht seinen Hut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Carl von Hessen – Namensgeber der Carlshütte ===&lt;br /&gt;
Markus Hartwig Holler benötigt eine Genehmigung – ein „Privileg“ – für seine Eisenhütte und Gießerei. Er findet einen Förderer der Unternehmensgründung in Landgraf Carl von Hessen, dem Statthalter des dänischen Königs in den Herzogtümern Schleswig und Holstein. Carl von Hessen ist vielseitig interessiert: an Kultur und Wissenschaft, insbesondere an industriellen Unternehmungen. Er begleitet Hollers Projekt auch ideell und politisch. So räumt der Statthalter Schwierigkeiten mit der Rendsburger Festungskommandantur aus, die Einwände gegen die geplante Industrieanlage in unmittelbarer Nähe zur Festung erhebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Bilder]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grundsteinlegung und Errichtung 1827 und erstes Gusseisen 1828 ===&lt;br /&gt;
Die Carlshütte wird auf dem bisherigen Lagerplatz der Holzhandlung errichtet. Das Terrain ist unbebaut und in der Umgebung leicht zu erweitern. Den Grundstein legt Hollers Ehefrau am 19. April 1827 – an diesem Tag wird später jedes Jahr festlich der Hüttentag begangen. Die Eisenhütte ist der erste Industriebetrieb auf der jütischen Halbinsel überhaupt, also im gesamten Gebiet nördlich der Elbe und das erste Eisenwerk im dänischen Gesamtstaat. &lt;br /&gt;
Am 23. Januar 1828 wird erstmals Eisen gegossen, noch aus einem kleinen Schmelzofen. Es sind bereits 80 bis 90 Arbeiter in der Carlshütte tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Bilder]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vom Hüttenbetrieb zur Gießerei ===&lt;br /&gt;
Die Verwendung von Raseneisenerz erweist sich als unrentabel. Sein Eisengehalt von maximal 20 bis 30 Prozent ist zu gering, Versuche mit Zuschlägen anderer Erzsorten fruchten wenig. Der Einsatz des gängigen Energieträgers Holzkohle ist ebenfalls problematisch. Die jährlich benötigten bis zu 40.000 Tonnen sind in Schleswig und Holstein nur teuer zu beschaffen. So kommt der Betrieb des neuen Hochofens der Carlshütte nie richtig in Gang, die namensgebende Verhüttung von Erzen endet noch in den 1830er Jahren. Die Carlshütte wird zum Gießereibetrieb mit angeschlossenen Werkstätten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Logo CH]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Proteste der Rendsburger ===&lt;br /&gt;
1835 beschweren sich lokale Handwerker und Kaufleute. Der Hochofen der Carlshütte rauche nicht, Hollers Fabrik sei gar kein Hüttenbetrieb. Dies sind nur oberflächliche Kritiken, handfest ist aber, dass das Gießereigeschäft, zu dem Werkstätten aller Art gehören, wettbewerbsverzerrend sei. Rendsburger Betriebe könnten gegen den von der Landesregierung privilegierten, zoll-, zunftzwang- und militärpflichtbefreiten, industriellen Mischbetrieb nicht bestehen. Doch Markus Hartwig Holler entkräftet die Vorwürfe, indem er die gesamtwirtschaftlichen Vorteile betont. Mit der Prosperität der Carlshütte sei ein Aufschwung für Rendsburg und die Region verbunden, so Holler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Karte]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Carlshütte im Ersten Schleswig-Holsteinischen Krieg  ===&lt;br /&gt;
Eine werkseigene Schiffswerft wird 1847 an der Eider errichtet, was ein Zeichen der weiteren unternehmerischen Dynamik ist. Doch 1848 kommt es zum Krieg zwischen Dänen und Schleswig-Holsteinern über die Zugehörigkeit der Herzogtümer zu Dänemark oder deren Eigenständigkeit. Die Festung Rendsburg ist der strategische Dreh- und Angelpunkt, weshalb auch die Carlshütte unmittelbar durch Kampfhandlungen gefährdet ist. Die Carlshütte wird vorsorglich für einige Monate stillgelegt und Holler lässt Gießmodelle sichern, in dem sie vergraben oder auf Schiffe verladen werden. Die Festung wird tatsächlich am Morgen des 24. März von schleswig-holsteinischen Truppen eingenommen, ohne dass es zu Kriegsschäden in der Stadt und Umland kommt. Rendsburg ist für einige Monate Sitz der Provisorischen Regierung. Im Laufe der nächsten Kriegsjahre gewinnen dänische Truppen die Oberhand. 1850 ist die Carlshütte ernstlich bedroht, ein Befehl zum Beschuss Rendsburgs und damit auch der Carlshütte ist schon erlassen, wird aber letztlich nicht mehr ausgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Bilder]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des Krieges kommt dem bayrischen Unteroffizier Wilhelm Bauer – bayerische Truppen sind auf Seiten des Deutschen Bundes am Krieg beteiligt – die Idee, die dänische Schiffe und Brücken mittels eines „unter dem Niveau des Wassers bewegbaren Apparates“ zu zerstören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Carlshütte werden 1850 einige Teile für das erste deutsche Unterseeboot der Welt – den Brandtaucher – gebaut. Das U-Boot erhält den Namen , weil es feindliche Schiffe und Hafenanlagen unter Wasser angreifen und in Brand setzen sollte. Es wird auch Eiserner Seehund genannt. Die Konstruktion wird dann in Kiel fortgesetzt und fertigstellt.  Der Brandtaucher gilt als Vorläufer des modernen U-Bootes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Bild U-Boot]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>T berlinghoff</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.history.aco/index.php?title=Die_Carlsh%C3%BCtte_-_das_erste_Eisenwerk_im_D%C3%A4nischen_Gesamtstaat&amp;diff=3114</id>
		<title>Die Carlshütte - das erste Eisenwerk im Dänischen Gesamtstaat</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.history.aco/index.php?title=Die_Carlsh%C3%BCtte_-_das_erste_Eisenwerk_im_D%C3%A4nischen_Gesamtstaat&amp;diff=3114"/>
		<updated>2021-06-01T08:27:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;T berlinghoff: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
=== Vision des Holzhändlers Markus Hartwig Holler===&lt;br /&gt;
Markus Hartwig Holler, geboren 1796 in Rendsburg, übernimmt im Alter von 20 Jahren das väterliche Holzgeschäft in Büdelsdorf. Das zur Festungsstadt Rendsburg benachbarte Büdelsdorf gehört zum Herzogtum Schleswig, und das wiederum zum Dänischen Gesamtstaat. Das gilt auch für das unmittelbar südlich angrenzende Herzogtum Holstein, das zugleich dem Deutschen Bund angehört. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Holzhandel erfüllt den weitblickenden Markus Hartwig Holler nicht. Er reist viel, etwa nach Schweden, besichtigt dort Hüttenwerke und Gießereien. Hiervon inspiriert möchte er vom Holz zum Eisen wechseln und setzt sich zum Ziel, eine Eisenhütte und Gießerei zu gründen. Seine Motivation ist es, etwas „Gemeinnütziges“ und „nie Dagewesenes“ zu schaffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Voraussetzungen sind vielversprechend. Der dänische Gesamtstaat verfügt über keine Industrie zur Eisenfabrikation. Der Rohstoff Eisenerz ist im Land in Form von Raseneisenerz vorhanden. Hierbei handelt es sich um Erze, die nicht im Bergbau gewonnen werden müssen, sondern an den Wurzeln des Grases vorkommen. Und Büdelsdorf liegt verkehrsgünstig, gleichsam zwischen Schleswig und Holstein am Nordufer des Eiderkanals, mit dem eine Verbindung von Nord- und Ostsee besteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Bild]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Hollers aus den Niederlanden ===&lt;br /&gt;
Die Familie Holler stammt ursprünglich aus den Niederlanden. Um 1700, oder sogar früher, siedeln sich ihre Vorfahren im Raum Itzehoe an. Holstein ist damals Zielland für viele holländische Aussiedler. Um 1780 werden die Hollers in Rendsburg ansässig, was mit dem Bau des Schleswig-Holsteinischen Canals – auch Eiderkanal genannt – zusammenhängt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kanalbau ist das größte Infrastrukturprojekt in Europa überhaupt, und der damals größte Kanal weltweit. Er ist der Vorläufer des heutigen Nord-Ostsee-Kanals. Die Brüder Hartwig und Johann Holler, eigentlich gelernte Zimmerleute, werden als Spezialisten für den Kanalbau anfordert. Die Hollers sind zuvor in Holland bei Deich- und Kanalbauten tätig, konstruieren Schleusen und Mühlen zum Betrieb von Entwässerungsanlagen. Die Schleusen sind Meisterwerke der Ingenieurskunst.&lt;br /&gt;
Hartwig und Johann Holler beschaffen zudem die großen Holzmengen, die der Kanalbau erfordert und etablieren so einen einträglichen Holzhandel. Nach Fertigstellung des Eiderkanals 1784 behalten die Brüder dieses Geschäft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die niederländischen Wurzeln bleiben lange wichtig: Von Hartwig Hollers Sohn Markus Hartwig, der die Carlshütte gründet, ist überliefert, dass ihm zu Ehren an Festtagen auf der Carlshütte die niederländische Nationalhymne gespielt wird. Er erhebt sich dann stets und zieht seinen Hut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Carl von Hessen – Namensgeber der Carlshütte ===&lt;br /&gt;
Markus Hartwig Holler benötigt eine Genehmigung – ein „Privileg“ – für seine Eisenhütte und Gießerei. Er findet einen Förderer der Unternehmensgründung in Landgraf Carl von Hessen, dem Statthalter des dänischen Königs in den Herzogtümern Schleswig und Holstein. Carl von Hessen ist vielseitig interessiert: an Kultur und Wissenschaft, insbesondere an industriellen Unternehmungen. Er begleitet Hollers Projekt auch ideell und politisch. So räumt der Statthalter Schwierigkeiten mit der Rendsburger Festungskommandantur aus, die Einwände gegen die geplante Industrieanlage in unmittelbarer Nähe zur Festung erhebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Bilder]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grundsteinlegung und Errichtung 1827 und erstes Gusseisen 1828 ===&lt;br /&gt;
Die Carlshütte wird auf dem bisherigen Lagerplatz der Holzhandlung errichtet. Das Terrain ist unbebaut und in der Umgebung leicht zu erweitern. Den Grundstein legt Hollers Ehefrau am 19. April 1827 – an diesem Tag wird später jedes Jahr festlich der Hüttentag begangen. Die Eisenhütte ist der erste Industriebetrieb auf der jütischen Halbinsel überhaupt, also im gesamten Gebiet nördlich der Elbe und das erste Eisenwerk im dänischen Gesamtstaat. &lt;br /&gt;
Am 23. Januar 1828 wird erstmals Eisen gegossen, noch aus einem kleinen Schmelzofen. Es sind bereits 80 bis 90 Arbeiter in der Carlshütte tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Bilder]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vom Hüttenbetrieb zur Gießerei ===&lt;br /&gt;
Die Verwendung von Raseneisenerz erweist sich als unrentabel. Sein Eisengehalt von maximal 20 bis 30 Prozent ist zu gering, Versuche mit Zuschlägen anderer Erzsorten fruchten wenig. Der Einsatz des gängigen Energieträgers Holzkohle ist ebenfalls problematisch. Die jährlich benötigten bis zu 40.000 Tonnen sind in Schleswig und Holstein nur teuer zu beschaffen. So kommt der Betrieb des neuen Hochofens der Carlshütte nie richtig in Gang, die namensgebende Verhüttung von Erzen endet noch in den 1830er Jahren. Die Carlshütte wird zum Gießereibetrieb mit angeschlossenen Werkstätten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Logo CH]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Proteste der Rendsburger ===&lt;br /&gt;
1835 beschweren sich lokale Handwerker und Kaufleute. Der Hochofen der Carlshütte rauche nicht, Hollers Fabrik sei gar kein Hüttenbetrieb. Dies sind nur oberflächliche Kritiken, handfest ist aber, dass das Gießereigeschäft, zu dem Werkstätten aller Art gehören, wettbewerbsverzerrend sei. Rendsburger Betriebe könnten gegen den von der Landesregierung privilegierten, zoll-, zunftzwang- und militärpflichtbefreiten, industriellen Mischbetrieb nicht bestehen. Doch Markus Hartwig Holler entkräftet die Vorwürfe, indem er die gesamtwirtschaftlichen Vorteile betont. Mit der Prosperität der Carlshütte sei ein Aufschwung für Rendsburg und die Region verbunden, so Holler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Karte]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Carlshütte im Ersten Schleswig-Holsteinischen Krieg  ===&lt;br /&gt;
Eine werkseigene Schiffswerft wird 1847 an der Eider errichtet, was ein Zeichen der weiteren unternehmerischen Dynamik ist. Doch 1848 kommt es zum Krieg zwischen Dänen und Schleswig-Holsteinern über die Zugehörigkeit der Herzogtümer zu Dänemark oder deren Eigenständigkeit. Die Festung Rendsburg ist der strategische Dreh- und Angelpunkt, weshalb auch die Carlshütte unmittelbar durch Kampfhandlungen gefährdet ist. Die Carlshütte wird vorsorglich für einige Monate stillgelegt und Holler lässt Gießmodelle sichern, in dem sie vergraben oder auf Schiffe verladen werden. Die Festung wird tatsächlich am Morgen des 24. März von schleswig-holsteinischen Truppen eingenommen, ohne dass es zu Kriegsschäden in der Stadt und Umland kommt. Rendsburg ist für einige Monate Sitz der Provisorischen Regierung. Im Laufe der nächsten Kriegsjahre gewinnen dänische Truppen die Oberhand. 1850 ist die Carlshütte ernstlich bedroht, ein Befehl zum Beschuss Rendsburgs und damit auch der Carlshütte ist schon erlassen, wird aber letztlich nicht mehr ausgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Bilder]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des Krieges kommt dem bayrischen Unteroffizier Wilhelm Bauer – bayerische Truppen sind auf Seiten des Deutschen Bundes am Krieg beteiligt – die Idee, die dänische Schiffe und Brücken mittels eines „unter dem Niveau des Wassers bewegbaren Apparates“ zu zerstören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Carlshütte werden 1850 einige Teile für das erste deutsche Unterseeboot der Welt – den Brandtaucher – gebaut. Das U-Boot erhält den Namen , weil es feindliche Schiffe und Hafenanlagen unter Wasser angreifen und in Brand setzen sollte. Es wird auch Eiserner Seehund genannt. Die Konstruktion wird dann in Kiel fortgesetzt und fertigstellt.  Der Brandtaucher gilt als Vorläufer des modernen U-Bootes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Bild U-Boot]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>T berlinghoff</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.history.aco/index.php?title=Die_Carlsh%C3%BCtte_-_das_erste_Eisenwerk_im_D%C3%A4nischen_Gesamtstaat&amp;diff=3113</id>
		<title>Die Carlshütte - das erste Eisenwerk im Dänischen Gesamtstaat</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.history.aco/index.php?title=Die_Carlsh%C3%BCtte_-_das_erste_Eisenwerk_im_D%C3%A4nischen_Gesamtstaat&amp;diff=3113"/>
		<updated>2021-06-01T08:25:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;T berlinghoff: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
=== Vision des Holzhändlers Markus Hartwig Holler===&lt;br /&gt;
Markus Hartwig Holler, geboren 1796 in Rendsburg, übernimmt im Alter von 20 Jahren das väterliche Holzgeschäft in Büdelsdorf. Das zur Festungsstadt Rendsburg benachbarte Büdelsdorf gehört zum Herzogtum Schleswig, und das wiederum zum Dänischen Gesamtstaat. Das gilt auch für das unmittelbar südlich angrenzende Herzogtum Holstein, das zugleich dem Deutschen Bund angehört. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Holzhandel erfüllt den weitblickenden Markus Hartwig Holler nicht. Er reist viel, etwa nach Schweden, besichtigt dort Hüttenwerke und Gießereien. Hiervon inspiriert möchte er vom Holz zum Eisen wechseln und setzt sich zum Ziel, eine Eisenhütte und Gießerei zu gründen. Seine Motivation ist es, etwas „Gemeinnütziges“ und „nie Dagewesenes“ zu schaffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Voraussetzungen sind vielversprechend. Der dänische Gesamtstaat verfügt über keine Industrie zur Eisenfabrikation. Der Rohstoff Eisenerz ist im Land in Form von Raseneisenerz vorhanden. Hierbei handelt es sich um Erze, die nicht im Bergbau gewonnen werden müssen, sondern an den Wurzeln des Grases vorkommen. Und Büdelsdorf liegt verkehrsgünstig, gleichsam zwischen Schleswig und Holstein am Nordufer des Eiderkanals, mit dem eine Verbindung von Nord- und Ostsee besteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Bild]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Hollers aus den Niederlanden ===&lt;br /&gt;
Die Familie Holler stammt ursprünglich aus den Niederlanden. Um 1700, oder sogar früher, siedeln sich ihre Vorfahren im Raum Itzehoe an. Holstein ist damals Zielland für viele holländische Aussiedler. Um 1780 werden die Hollers in Rendsburg ansässig, was mit dem Bau des Schleswig-Holsteinischen Canals – auch Eiderkanal genannt – zusammenhängt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kanalbau ist das größte Infrastrukturprojekt in Europa überhaupt, und der damals größte Kanal weltweit. Er ist der Vorläufer des heutigen Nord-Ostsee-Kanals. Die Brüder Hartwig und Johann Holler, eigentlich gelernte Zimmerleute, werden als Spezialisten für den Kanalbau anfordert. Die Hollers sind zuvor in Holland bei Deich- und Kanalbauten tätig, konstruieren Schleusen und Mühlen zum Betrieb von Entwässerungsanlagen. Die Schleusen sind Meisterwerke der Ingenieurskunst.&lt;br /&gt;
Hartwig und Johann Holler beschaffen zudem die großen Holzmengen, die der Kanalbau erfordert und etablieren so einen einträglichen Holzhandel. Nach Fertigstellung des Eiderkanals 1784 behalten die Brüder dieses Geschäft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die niederländischen Wurzeln bleiben lange wichtig: Von Hartwig Hollers Sohn Markus Hartwig, der die Carlshütte gründet, ist überliefert, dass ihm zu Ehren an Festtagen auf der Carlshütte die niederländische Nationalhymne gespielt wird. Er erhebt sich dann stets und zieht seinen Hut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Carl von Hessen – Namensgeber der Carlshütte ===&lt;br /&gt;
Markus Hartwig Holler benötigt eine Genehmigung – ein „Privileg“ – für seine Eisenhütte und Gießerei. Er findet einen Förderer der Unternehmensgründung in Landgraf Carl von Hessen, dem Statthalter des dänischen Königs in den Herzogtümern Schleswig und Holstein. Carl von Hessen ist vielseitig interessiert: an Kultur und Wissenschaft, insbesondere an industriellen Unternehmungen. Er begleitet Hollers Projekt auch ideell und politisch. So räumt der Statthalter Schwierigkeiten mit der Rendsburger Festungskommandantur aus, die Einwände gegen die geplante Industrieanlage in unmittelbarer Nähe zur Festung erhebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Bilder]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grundsteinlegung und Errichtung 1827 und erstes Gusseisen 1828 ===&lt;br /&gt;
Die Carlshütte wird auf dem bisherigen Lagerplatz der Holzhandlung errichtet. Das Terrain ist unbebaut und in der Umgebung leicht zu erweitern. Den Grundstein legt Hollers Ehefrau am 19. April 1827 – an diesem Tag wird später jedes Jahr festlich der Hüttentag begangen. Die Eisenhütte ist der erste Industriebetrieb auf der jütischen Halbinsel überhaupt, also im gesamten Gebiet nördlich der Elbe und das erste Eisenwerk im dänischen Gesamtstaat. &lt;br /&gt;
Am 23. Januar 1828 wird erstmals Eisen gegossen, noch aus einem kleinen Schmelzofen. Es sind bereits 80 bis 90 Arbeiter in der Carlshütte tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Bilder]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vom Hüttenbetrieb zur Gießerei ===&lt;br /&gt;
Die Verwendung von Raseneisenerz erweist sich als unrentabel. Sein Eisengehalt von maximal 20 bis 30 Prozent ist zu gering, Versuche mit Zuschlägen anderer Erzsorten fruchten wenig. Der Einsatz des gängigen Energieträgers Holzkohle ist ebenfalls problematisch. Die jährlich benötigten bis zu 40.000 Tonnen sind in Schleswig und Holstein nur teuer zu beschaffen. So kommt der Betrieb des neuen Hochofens der Carlshütte nie richtig in Gang, die namensgebende Verhüttung von Erzen endet noch in den 1830er Jahren. Die Carlshütte wird zum Gießereibetrieb mit angeschlossenen Werkstätten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Logo CH]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Proteste der Rendsburger ===&lt;br /&gt;
1835 beschweren sich lokale Handwerker und Kaufleute. Der Hochofen der Carlshütte rauche nicht, Hollers Fabrik sei gar kein Hüttenbetrieb. Dies sind nur oberflächliche Kritiken, handfest ist aber, dass das Gießereigeschäft, zu dem Werkstätten aller Art gehören, wettbewerbsverzerrend sei. Rendsburger Betriebe könnten gegen den von der Landesregierung privilegierten, zoll-, zunftzwang- und militärpflichtbefreiten, industriellen Mischbetrieb nicht bestehen. Doch Markus Hartwig Holler entkräftet die Vorwürfe, indem er die gesamtwirtschaftlichen Vorteile betont. Mit der Prosperität der Carlshütte sei ein Aufschwung für Rendsburg und die Region verbunden, so Holler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Karte]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Carlshütte im Ersten Schleswig-Holsteinischen Krieg  ===&lt;br /&gt;
Eine werkseigene Schiffswerft wird 1847 an der Eider errichtet, was ein Zeichen der weiteren unternehmerischen Dynamik ist. Doch 1848 kommt es zum Krieg zwischen Dänen und Schleswig-Holsteinern über die Zugehörigkeit der Herzogtümer zu Dänemark oder deren Eigenständigkeit. Die Festung Rendsburg ist der strategische Dreh- und Angelpunkt, weshalb auch die Carlshütte unmittelbar durch Kampfhandlungen gefährdet ist. Die Carlshütte wird vorsorglich für einige Monate stillgelegt und Holler lässt Gießmodelle sichern, in dem sie vergraben oder auf Schiffe verladen werden. Die Festung wird tatsächlich am Morgen des 24. März von schleswig-holsteinischen Truppen eingenommen, ohne dass es zu Kriegsschäden in der Stadt und Umland kommt. Rendsburg ist für einige Monate Sitz der Provisorischen Regierung. Im Laufe der nächsten Kriegsjahre gewinnen dänische Truppen die Oberhand. 1850 ist die Carlshütte ernstlich bedroht, ein Befehl zum Beschuss Rendsburgs und damit auch der Carlshütte ist schon erlassen, wird aber letztlich nicht mehr ausgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Bilder]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>T berlinghoff</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.history.aco/index.php?title=Die_Carlsh%C3%BCtte_-_das_erste_Eisenwerk_im_D%C3%A4nischen_Gesamtstaat&amp;diff=3112</id>
		<title>Die Carlshütte - das erste Eisenwerk im Dänischen Gesamtstaat</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.history.aco/index.php?title=Die_Carlsh%C3%BCtte_-_das_erste_Eisenwerk_im_D%C3%A4nischen_Gesamtstaat&amp;diff=3112"/>
		<updated>2021-06-01T08:21:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;T berlinghoff: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
=== Vision des Holzhändlers Markus Hartwig Holler===&lt;br /&gt;
Markus Hartwig Holler, geboren 1796 in Rendsburg, übernimmt im Alter von 20 Jahren das väterliche Holzgeschäft in Büdelsdorf. Das zur Festungsstadt Rendsburg benachbarte Büdelsdorf gehört zum Herzogtum Schleswig, und das wiederum zum Dänischen Gesamtstaat. Das gilt auch für das unmittelbar südlich angrenzende Herzogtum Holstein, das zugleich dem Deutschen Bund angehört. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Holzhandel erfüllt den weitblickenden Markus Hartwig Holler nicht. Er reist viel, etwa nach Schweden, besichtigt dort Hüttenwerke und Gießereien. Hiervon inspiriert möchte er vom Holz zum Eisen wechseln und setzt sich zum Ziel, eine Eisenhütte und Gießerei zu gründen. Seine Motivation ist es, etwas „Gemeinnütziges“ und „nie Dagewesenes“ zu schaffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Voraussetzungen sind vielversprechend. Der dänische Gesamtstaat verfügt über keine Industrie zur Eisenfabrikation. Der Rohstoff Eisenerz ist im Land in Form von Raseneisenerz vorhanden. Hierbei handelt es sich um Erze, die nicht im Bergbau gewonnen werden müssen, sondern an den Wurzeln des Grases vorkommen. Und Büdelsdorf liegt verkehrsgünstig, gleichsam zwischen Schleswig und Holstein am Nordufer des Eiderkanals, mit dem eine Verbindung von Nord- und Ostsee besteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Bild]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Hollers aus den Niederlanden ===&lt;br /&gt;
Die Familie Holler stammt ursprünglich aus den Niederlanden. Um 1700, oder sogar früher, siedeln sich ihre Vorfahren im Raum Itzehoe an. Holstein ist damals Zielland für viele holländische Aussiedler. Um 1780 werden die Hollers in Rendsburg ansässig, was mit dem Bau des Schleswig-Holsteinischen Canals – auch Eiderkanal genannt – zusammenhängt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kanalbau ist das größte Infrastrukturprojekt in Europa überhaupt, und der damals größte Kanal weltweit. Er ist der Vorläufer des heutigen Nord-Ostsee-Kanals. Die Brüder Hartwig und Johann Holler, eigentlich gelernte Zimmerleute, werden als Spezialisten für den Kanalbau anfordert. Die Hollers sind zuvor in Holland bei Deich- und Kanalbauten tätig, konstruieren Schleusen und Mühlen zum Betrieb von Entwässerungsanlagen. Die Schleusen sind Meisterwerke der Ingenieurskunst.&lt;br /&gt;
Hartwig und Johann Holler beschaffen zudem die großen Holzmengen, die der Kanalbau erfordert und etablieren so einen einträglichen Holzhandel. Nach Fertigstellung des Eiderkanals 1784 behalten die Brüder dieses Geschäft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die niederländischen Wurzeln bleiben lange wichtig: Von Hartwig Hollers Sohn Markus Hartwig, der die Carlshütte gründet, ist überliefert, dass ihm zu Ehren an Festtagen auf der Carlshütte die niederländische Nationalhymne gespielt wird. Er erhebt sich dann stets und zieht seinen Hut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Carl von Hessen – Namensgeber der Carlshütte ===&lt;br /&gt;
Markus Hartwig Holler benötigt eine Genehmigung – ein „Privileg“ – für seine Eisenhütte und Gießerei. Er findet einen Förderer der Unternehmensgründung in Landgraf Carl von Hessen, dem Statthalter des dänischen Königs in den Herzogtümern Schleswig und Holstein. Carl von Hessen ist vielseitig interessiert: an Kultur und Wissenschaft, insbesondere an industriellen Unternehmungen. Er begleitet Hollers Projekt auch ideell und politisch. So räumt der Statthalter Schwierigkeiten mit der Rendsburger Festungskommandantur aus, die Einwände gegen die geplante Industrieanlage in unmittelbarer Nähe zur Festung erhebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Bilder]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grundsteinlegung und Errichtung 1827 und erstes Gusseisen 1828 ===&lt;br /&gt;
Die Carlshütte wird auf dem bisherigen Lagerplatz der Holzhandlung errichtet. Das Terrain ist unbebaut und in der Umgebung leicht zu erweitern. Den Grundstein legt Hollers Ehefrau am 19. April 1827 – an diesem Tag wird später jedes Jahr festlich der Hüttentag begangen. Die Eisenhütte ist der erste Industriebetrieb auf der jütischen Halbinsel überhaupt, also im gesamten Gebiet nördlich der Elbe und das erste Eisenwerk im dänischen Gesamtstaat. &lt;br /&gt;
Am 23. Januar 1828 wird erstmals Eisen gegossen, noch aus einem kleinen Schmelzofen. Es sind bereits 80 bis 90 Arbeiter in der Carlshütte tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Bilder]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>T berlinghoff</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.history.aco/index.php?title=Die_Carlsh%C3%BCtte_-_das_erste_Eisenwerk_im_D%C3%A4nischen_Gesamtstaat&amp;diff=3111</id>
		<title>Die Carlshütte - das erste Eisenwerk im Dänischen Gesamtstaat</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.history.aco/index.php?title=Die_Carlsh%C3%BCtte_-_das_erste_Eisenwerk_im_D%C3%A4nischen_Gesamtstaat&amp;diff=3111"/>
		<updated>2021-06-01T08:20:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;T berlinghoff: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
=== Vision des Holzhändlers Markus Hartwig Holler===&lt;br /&gt;
Markus Hartwig Holler, geboren 1796 in Rendsburg, übernimmt im Alter von 20 Jahren das väterliche Holzgeschäft in Büdelsdorf. Das zur Festungsstadt Rendsburg benachbarte Büdelsdorf gehört zum Herzogtum Schleswig, und das wiederum zum Dänischen Gesamtstaat. Das gilt auch für das unmittelbar südlich angrenzende Herzogtum Holstein, das zugleich dem Deutschen Bund angehört. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Holzhandel erfüllt den weitblickenden Markus Hartwig Holler nicht. Er reist viel, etwa nach Schweden, besichtigt dort Hüttenwerke und Gießereien. Hiervon inspiriert möchte er vom Holz zum Eisen wechseln und setzt sich zum Ziel, eine Eisenhütte und Gießerei zu gründen. Seine Motivation ist es, etwas „Gemeinnütziges“ und „nie Dagewesenes“ zu schaffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Voraussetzungen sind vielversprechend. Der dänische Gesamtstaat verfügt über keine Industrie zur Eisenfabrikation. Der Rohstoff Eisenerz ist im Land in Form von Raseneisenerz vorhanden. Hierbei handelt es sich um Erze, die nicht im Bergbau gewonnen werden müssen, sondern an den Wurzeln des Grases vorkommen. Und Büdelsdorf liegt verkehrsgünstig, gleichsam zwischen Schleswig und Holstein am Nordufer des Eiderkanals, mit dem eine Verbindung von Nord- und Ostsee besteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Bild]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Hollers aus den Niederlanden ===&lt;br /&gt;
Die Familie Holler stammt ursprünglich aus den Niederlanden. Um 1700, oder sogar früher, siedeln sich ihre Vorfahren im Raum Itzehoe an. Holstein ist damals Zielland für viele holländische Aussiedler. Um 1780 werden die Hollers in Rendsburg ansässig, was mit dem Bau des Schleswig-Holsteinischen Canals – auch Eiderkanal genannt – zusammenhängt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kanalbau ist das größte Infrastrukturprojekt in Europa überhaupt, und der damals größte Kanal weltweit. Er ist der Vorläufer des heutigen Nord-Ostsee-Kanals. Die Brüder Hartwig und Johann Holler, eigentlich gelernte Zimmerleute, werden als Spezialisten für den Kanalbau anfordert. Die Hollers sind zuvor in Holland bei Deich- und Kanalbauten tätig, konstruieren Schleusen und Mühlen zum Betrieb von Entwässerungsanlagen. Die Schleusen sind Meisterwerke der Ingenieurskunst.&lt;br /&gt;
Hartwig und Johann Holler beschaffen zudem die großen Holzmengen, die der Kanalbau erfordert und etablieren so einen einträglichen Holzhandel. Nach Fertigstellung des Eiderkanals 1784 behalten die Brüder dieses Geschäft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die niederländischen Wurzeln bleiben lange wichtig: Von Hartwig Hollers Sohn Markus Hartwig, der die Carlshütte gründet, ist überliefert, dass ihm zu Ehren an Festtagen auf der Carlshütte die niederländische Nationalhymne gespielt wird. Er erhebt sich dann stets und zieht seinen Hut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Carl von Hessen – Namensgeber der Carlshütte ===&lt;br /&gt;
Markus Hartwig Holler benötigt eine Genehmigung – ein „Privileg“ – für seine Eisenhütte und Gießerei. Er findet einen Förderer der Unternehmensgründung in Landgraf Carl von Hessen, dem Statthalter des dänischen Königs in den Herzogtümern Schleswig und Holstein. Carl von Hessen ist vielseitig interessiert: an Kultur und Wissenschaft, insbesondere an industriellen Unternehmungen. Er begleitet Hollers Projekt auch ideell und politisch. So räumt der Statthalter Schwierigkeiten mit der Rendsburger Festungskommandantur aus, die Einwände gegen die geplante Industrieanlage in unmittelbarer Nähe zur Festung erhebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grundsteinlegung und Errichtung 1827 und erstes Gusseisen 1828 ===&lt;br /&gt;
Die Carlshütte wird auf dem bisherigen Lagerplatz der Holzhandlung errichtet. Das Terrain ist unbebaut und in der Umgebung leicht zu erweitern. Den Grundstein legt Hollers Ehefrau am 19. April 1827 – an diesem Tag wird später jedes Jahr festlich der Hüttentag begangen. Die Eisenhütte ist der erste Industriebetrieb auf der jütischen Halbinsel überhaupt, also im gesamten Gebiet nördlich der Elbe und das erste Eisenwerk im dänischen Gesamtstaat. &lt;br /&gt;
Am 23. Januar 1828 wird erstmals Eisen gegossen, noch aus einem kleinen Schmelzofen. Es sind bereits 80 bis 90 Arbeiter in der Carlshütte tätig.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>T berlinghoff</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.history.aco/index.php?title=Die_Carlsh%C3%BCtte_-_das_erste_Eisenwerk_im_D%C3%A4nischen_Gesamtstaat&amp;diff=3110</id>
		<title>Die Carlshütte - das erste Eisenwerk im Dänischen Gesamtstaat</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.history.aco/index.php?title=Die_Carlsh%C3%BCtte_-_das_erste_Eisenwerk_im_D%C3%A4nischen_Gesamtstaat&amp;diff=3110"/>
		<updated>2021-06-01T08:20:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;T berlinghoff: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
=== Vision des Holzhändlers Markus Hartwig Holler===&lt;br /&gt;
Markus Hartwig Holler, geboren 1796 in Rendsburg, übernimmt im Alter von 20 Jahren das väterliche Holzgeschäft in Büdelsdorf. Das zur Festungsstadt Rendsburg benachbarte Büdelsdorf gehört zum Herzogtum Schleswig, und das wiederum zum Dänischen Gesamtstaat. Das gilt auch für das unmittelbar südlich angrenzende Herzogtum Holstein, das zugleich dem Deutschen Bund angehört. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Holzhandel erfüllt den weitblickenden Markus Hartwig Holler nicht. Er reist viel, etwa nach Schweden, besichtigt dort Hüttenwerke und Gießereien. Hiervon inspiriert möchte er vom Holz zum Eisen wechseln und setzt sich zum Ziel, eine Eisenhütte und Gießerei zu gründen. Seine Motivation ist es, etwas „Gemeinnütziges“ und „nie Dagewesenes“ zu schaffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Voraussetzungen sind vielversprechend. Der dänische Gesamtstaat verfügt über keine Industrie zur Eisenfabrikation. Der Rohstoff Eisenerz ist im Land in Form von Raseneisenerz vorhanden. Hierbei handelt es sich um Erze, die nicht im Bergbau gewonnen werden müssen, sondern an den Wurzeln des Grases vorkommen. Und Büdelsdorf liegt verkehrsgünstig, gleichsam zwischen Schleswig und Holstein am Nordufer des Eiderkanals, mit dem eine Verbindung von Nord- und Ostsee besteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Hollers aus den Niederlanden ===&lt;br /&gt;
Die Familie Holler stammt ursprünglich aus den Niederlanden. Um 1700, oder sogar früher, siedeln sich ihre Vorfahren im Raum Itzehoe an. Holstein ist damals Zielland für viele holländische Aussiedler. Um 1780 werden die Hollers in Rendsburg ansässig, was mit dem Bau des Schleswig-Holsteinischen Canals – auch Eiderkanal genannt – zusammenhängt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kanalbau ist das größte Infrastrukturprojekt in Europa überhaupt, und der damals größte Kanal weltweit. Er ist der Vorläufer des heutigen Nord-Ostsee-Kanals. Die Brüder Hartwig und Johann Holler, eigentlich gelernte Zimmerleute, werden als Spezialisten für den Kanalbau anfordert. Die Hollers sind zuvor in Holland bei Deich- und Kanalbauten tätig, konstruieren Schleusen und Mühlen zum Betrieb von Entwässerungsanlagen. Die Schleusen sind Meisterwerke der Ingenieurskunst.&lt;br /&gt;
Hartwig und Johann Holler beschaffen zudem die großen Holzmengen, die der Kanalbau erfordert und etablieren so einen einträglichen Holzhandel. Nach Fertigstellung des Eiderkanals 1784 behalten die Brüder dieses Geschäft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die niederländischen Wurzeln bleiben lange wichtig: Von Hartwig Hollers Sohn Markus Hartwig, der die Carlshütte gründet, ist überliefert, dass ihm zu Ehren an Festtagen auf der Carlshütte die niederländische Nationalhymne gespielt wird. Er erhebt sich dann stets und zieht seinen Hut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Carl von Hessen – Namensgeber der Carlshütte ===&lt;br /&gt;
Markus Hartwig Holler benötigt eine Genehmigung – ein „Privileg“ – für seine Eisenhütte und Gießerei. Er findet einen Förderer der Unternehmensgründung in Landgraf Carl von Hessen, dem Statthalter des dänischen Königs in den Herzogtümern Schleswig und Holstein. Carl von Hessen ist vielseitig interessiert: an Kultur und Wissenschaft, insbesondere an industriellen Unternehmungen. Er begleitet Hollers Projekt auch ideell und politisch. So räumt der Statthalter Schwierigkeiten mit der Rendsburger Festungskommandantur aus, die Einwände gegen die geplante Industrieanlage in unmittelbarer Nähe zur Festung erhebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grundsteinlegung und Errichtung 1827 und erstes Gusseisen 1828 ===&lt;br /&gt;
Die Carlshütte wird auf dem bisherigen Lagerplatz der Holzhandlung errichtet. Das Terrain ist unbebaut und in der Umgebung leicht zu erweitern. Den Grundstein legt Hollers Ehefrau am 19. April 1827 – an diesem Tag wird später jedes Jahr festlich der Hüttentag begangen. Die Eisenhütte ist der erste Industriebetrieb auf der jütischen Halbinsel überhaupt, also im gesamten Gebiet nördlich der Elbe und das erste Eisenwerk im dänischen Gesamtstaat. &lt;br /&gt;
Am 23. Januar 1828 wird erstmals Eisen gegossen, noch aus einem kleinen Schmelzofen. Es sind bereits 80 bis 90 Arbeiter in der Carlshütte tätig.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>T berlinghoff</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.history.aco/index.php?title=Die_Carlsh%C3%BCtte_-_das_erste_Eisenwerk_im_D%C3%A4nischen_Gesamtstaat&amp;diff=3109</id>
		<title>Die Carlshütte - das erste Eisenwerk im Dänischen Gesamtstaat</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.history.aco/index.php?title=Die_Carlsh%C3%BCtte_-_das_erste_Eisenwerk_im_D%C3%A4nischen_Gesamtstaat&amp;diff=3109"/>
		<updated>2021-06-01T08:18:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;T berlinghoff: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
=== Vision des Holzhändlers Markus Hartwig Holler===&lt;br /&gt;
Markus Hartwig Holler, geboren 1796 in Rendsburg, übernimmt im Alter von 20 Jahren das väterliche Holzgeschäft in Büdelsdorf. Das zur Festungsstadt Rendsburg benachbarte Büdelsdorf gehört zum Herzogtum Schleswig, und das wiederum zum Dänischen Gesamtstaat. Das gilt auch für das unmittelbar südlich angrenzende Herzogtum Holstein, das zugleich dem Deutschen Bund angehört. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Holzhandel erfüllt den weitblickenden Markus Hartwig Holler nicht. Er reist viel, etwa nach Schweden, besichtigt dort Hüttenwerke und Gießereien. Hiervon inspiriert möchte er vom Holz zum Eisen wechseln und setzt sich zum Ziel, eine Eisenhütte und Gießerei zu gründen. Seine Motivation ist es, etwas „Gemeinnütziges“ und „nie Dagewesenes“ zu schaffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Voraussetzungen sind vielversprechend. Der dänische Gesamtstaat verfügt über keine Industrie zur Eisenfabrikation. Der Rohstoff Eisenerz ist im Land in Form von Raseneisenerz vorhanden. Hierbei handelt es sich um Erze, die nicht im Bergbau gewonnen werden müssen, sondern an den Wurzeln des Grases vorkommen. Und Büdelsdorf liegt verkehrsgünstig, gleichsam zwischen Schleswig und Holstein am Nordufer des Eiderkanals, mit dem eine Verbindung von Nord- und Ostsee besteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Hollers aus den Niederlanden ===&lt;br /&gt;
Die Familie Holler stammt ursprünglich aus den Niederlanden. Um 1700, oder sogar früher, siedeln sich ihre Vorfahren im Raum Itzehoe an. Holstein ist damals Zielland für viele holländische Aussiedler. Um 1780 werden die Hollers in Rendsburg ansässig, was mit dem Bau des Schleswig-Holsteinischen Canals – auch Eiderkanal genannt – zusammenhängt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kanalbau ist das größte Infrastrukturprojekt in Europa überhaupt, und der damals größte Kanal weltweit. Er ist der Vorläufer des heutigen Nord-Ostsee-Kanals. Die Brüder Hartwig und Johann Holler, eigentlich gelernte Zimmerleute, werden als Spezialisten für den Kanalbau anfordert. Die Hollers sind zuvor in Holland bei Deich- und Kanalbauten tätig, konstruieren Schleusen und Mühlen zum Betrieb von Entwässerungsanlagen. Die Schleusen sind Meisterwerke der Ingenieurskunst.&lt;br /&gt;
Hartwig und Johann Holler beschaffen zudem die großen Holzmengen, die der Kanalbau erfordert und etablieren so einen einträglichen Holzhandel. Nach Fertigstellung des Eiderkanals 1784 behalten die Brüder dieses Geschäft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die niederländischen Wurzeln bleiben lange wichtig: Von Hartwig Hollers Sohn Markus Hartwig, der die Carlshütte gründet, ist überliefert, dass ihm zu Ehren an Festtagen auf der Carlshütte die niederländische Nationalhymne gespielt wird. Er erhebt sich dann stets und zieht seinen Hut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Carl von Hessen – Namensgeber der Carlshütte ===&lt;br /&gt;
Markus Hartwig Holler benötigt eine Genehmigung – ein „Privileg“ – für seine Eisenhütte und Gießerei. Er findet einen Förderer der Unternehmensgründung in Landgraf Carl von Hessen, dem Statthalter des dänischen Königs in den Herzogtümern Schleswig und Holstein. Carl von Hessen ist vielseitig interessiert: an Kultur und Wissenschaft, insbesondere an industriellen Unternehmungen. Er begleitet Hollers Projekt auch ideell und politisch. So räumt der Statthalter Schwierigkeiten mit der Rendsburger Festungskommandantur aus, die Einwände gegen die geplante Industrieanlage in unmittelbarer Nähe zur Festung erhebt.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>T berlinghoff</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.history.aco/index.php?title=Die_Carlsh%C3%BCtte_-_das_erste_Eisenwerk_im_D%C3%A4nischen_Gesamtstaat&amp;diff=3108</id>
		<title>Die Carlshütte - das erste Eisenwerk im Dänischen Gesamtstaat</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.history.aco/index.php?title=Die_Carlsh%C3%BCtte_-_das_erste_Eisenwerk_im_D%C3%A4nischen_Gesamtstaat&amp;diff=3108"/>
		<updated>2021-06-01T08:17:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;T berlinghoff: /* Die Hollers aus den Niederlanden */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
=== Vision des Holzhändlers Markus Hartwig Holler===&lt;br /&gt;
Markus Hartwig Holler, geboren 1796 in Rendsburg, übernimmt im Alter von 20 Jahren das väterliche Holzgeschäft in Büdelsdorf. Das zur Festungsstadt Rendsburg benachbarte Büdelsdorf gehört zum Herzogtum Schleswig, und das wiederum zum Dänischen Gesamtstaat. Das gilt auch für das unmittelbar südlich angrenzende Herzogtum Holstein, das zugleich dem Deutschen Bund angehört. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Holzhandel erfüllt den weitblickenden Markus Hartwig Holler nicht. Er reist viel, etwa nach Schweden, besichtigt dort Hüttenwerke und Gießereien. Hiervon inspiriert möchte er vom Holz zum Eisen wechseln und setzt sich zum Ziel, eine Eisenhütte und Gießerei zu gründen. Seine Motivation ist es, etwas „Gemeinnütziges“ und „nie Dagewesenes“ zu schaffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Voraussetzungen sind vielversprechend. Der dänische Gesamtstaat verfügt über keine Industrie zur Eisenfabrikation. Der Rohstoff Eisenerz ist im Land in Form von Raseneisenerz vorhanden. Hierbei handelt es sich um Erze, die nicht im Bergbau gewonnen werden müssen, sondern an den Wurzeln des Grases vorkommen. Und Büdelsdorf liegt verkehrsgünstig, gleichsam zwischen Schleswig und Holstein am Nordufer des Eiderkanals, mit dem eine Verbindung von Nord- und Ostsee besteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Hollers aus den Niederlanden ===&lt;br /&gt;
Die Familie Holler stammt ursprünglich aus den Niederlanden. Um 1700, oder sogar früher, siedeln sich ihre Vorfahren im Raum Itzehoe an. Holstein ist damals Zielland für viele holländische Aussiedler. Um 1780 werden die Hollers in Rendsburg ansässig, was mit dem Bau des Schleswig-Holsteinischen Canals – auch Eiderkanal genannt – zusammenhängt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kanalbau ist das größte Infrastrukturprojekt in Europa überhaupt, und der damals größte Kanal weltweit. Er ist der Vorläufer des heutigen Nord-Ostsee-Kanals. Die Brüder Hartwig und Johann Holler, eigentlich gelernte Zimmerleute, werden als Spezialisten für den Kanalbau anfordert. Die Hollers sind zuvor in Holland bei Deich- und Kanalbauten tätig, konstruieren Schleusen und Mühlen zum Betrieb von Entwässerungsanlagen. Die Schleusen sind Meisterwerke der Ingenieurskunst.&lt;br /&gt;
Hartwig und Johann Holler beschaffen zudem die großen Holzmengen, die der Kanalbau erfordert und etablieren so einen einträglichen Holzhandel. Nach Fertigstellung des Eiderkanals 1784 behalten die Brüder dieses Geschäft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die niederländischen Wurzeln bleiben lange wichtig: Von Hartwig Hollers Sohn Markus Hartwig, der die Carlshütte gründet, ist überliefert, dass ihm zu Ehren an Festtagen auf der Carlshütte die niederländische Nationalhymne gespielt wird. Er erhebt sich dann stets und zieht seinen Hut.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>T berlinghoff</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.history.aco/index.php?title=Die_Carlsh%C3%BCtte_-_das_erste_Eisenwerk_im_D%C3%A4nischen_Gesamtstaat&amp;diff=3107</id>
		<title>Die Carlshütte - das erste Eisenwerk im Dänischen Gesamtstaat</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.history.aco/index.php?title=Die_Carlsh%C3%BCtte_-_das_erste_Eisenwerk_im_D%C3%A4nischen_Gesamtstaat&amp;diff=3107"/>
		<updated>2021-06-01T08:16:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;T berlinghoff: /* Die Hollers aus den Niederlanden */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
=== Vision des Holzhändlers Markus Hartwig Holler===&lt;br /&gt;
Markus Hartwig Holler, geboren 1796 in Rendsburg, übernimmt im Alter von 20 Jahren das väterliche Holzgeschäft in Büdelsdorf. Das zur Festungsstadt Rendsburg benachbarte Büdelsdorf gehört zum Herzogtum Schleswig, und das wiederum zum Dänischen Gesamtstaat. Das gilt auch für das unmittelbar südlich angrenzende Herzogtum Holstein, das zugleich dem Deutschen Bund angehört. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Holzhandel erfüllt den weitblickenden Markus Hartwig Holler nicht. Er reist viel, etwa nach Schweden, besichtigt dort Hüttenwerke und Gießereien. Hiervon inspiriert möchte er vom Holz zum Eisen wechseln und setzt sich zum Ziel, eine Eisenhütte und Gießerei zu gründen. Seine Motivation ist es, etwas „Gemeinnütziges“ und „nie Dagewesenes“ zu schaffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Voraussetzungen sind vielversprechend. Der dänische Gesamtstaat verfügt über keine Industrie zur Eisenfabrikation. Der Rohstoff Eisenerz ist im Land in Form von Raseneisenerz vorhanden. Hierbei handelt es sich um Erze, die nicht im Bergbau gewonnen werden müssen, sondern an den Wurzeln des Grases vorkommen. Und Büdelsdorf liegt verkehrsgünstig, gleichsam zwischen Schleswig und Holstein am Nordufer des Eiderkanals, mit dem eine Verbindung von Nord- und Ostsee besteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Hollers aus den Niederlanden ===&lt;br /&gt;
Die Familie Holler stammt ursprünglich aus den Niederlanden. Um 1700, oder sogar früher, siedeln sich ihre Vorfahren im Raum Itzehoe an. Holstein ist damals Zielland für viele holländische Aussiedler. Um 1780 werden die Hollers in Rendsburg ansässig, was mit dem Bau des Schleswig-Holsteinischen Canals – auch Eiderkanal genannt – zusammenhängt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kanalbau ist das größte Infrastrukturprojekt in Europa überhaupt, und der damals größte Kanal weltweit. Er ist der Vorläufer des heutigen Nord-Ostsee-Kanals. Die Brüder Hartwig und Johann Holler, eigentlich gelernte Zimmerleute, werden als Spezialisten für den Kanalbau anfordert. Die Hollers sind zuvor in Holland bei Deich- und Kanalbauten tätig, konstruieren Schleusen und Mühlen zum Betrieb von Entwässerungsanlagen. Die Schleusen sind Meisterwerke der Ingenieurskunst.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Hartwig und Johann Holler beschaffen zudem die großen Holzmengen, die der Kanalbau erfordert und etablieren so einen einträglichen Holzhandel. Nach Fertigstellung des Eiderkanals 1784 behalten die Brüder dieses Geschäft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die niederländischen Wurzeln bleiben lange wichtig: Von Hartwig Hollers Sohn Markus Hartwig, der die Carlshütte gründet, ist überliefert, dass ihm zu Ehren an Festtagen auf der Carlshütte die niederländische Nationalhymne gespielt wird. Er erhebt sich dann stets und zieht seinen Hut.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>T berlinghoff</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.history.aco/index.php?title=Die_Carlsh%C3%BCtte_-_das_erste_Eisenwerk_im_D%C3%A4nischen_Gesamtstaat&amp;diff=3106</id>
		<title>Die Carlshütte - das erste Eisenwerk im Dänischen Gesamtstaat</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.history.aco/index.php?title=Die_Carlsh%C3%BCtte_-_das_erste_Eisenwerk_im_D%C3%A4nischen_Gesamtstaat&amp;diff=3106"/>
		<updated>2021-06-01T08:15:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;T berlinghoff: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
=== Vision des Holzhändlers Markus Hartwig Holler===&lt;br /&gt;
Markus Hartwig Holler, geboren 1796 in Rendsburg, übernimmt im Alter von 20 Jahren das väterliche Holzgeschäft in Büdelsdorf. Das zur Festungsstadt Rendsburg benachbarte Büdelsdorf gehört zum Herzogtum Schleswig, und das wiederum zum Dänischen Gesamtstaat. Das gilt auch für das unmittelbar südlich angrenzende Herzogtum Holstein, das zugleich dem Deutschen Bund angehört. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Holzhandel erfüllt den weitblickenden Markus Hartwig Holler nicht. Er reist viel, etwa nach Schweden, besichtigt dort Hüttenwerke und Gießereien. Hiervon inspiriert möchte er vom Holz zum Eisen wechseln und setzt sich zum Ziel, eine Eisenhütte und Gießerei zu gründen. Seine Motivation ist es, etwas „Gemeinnütziges“ und „nie Dagewesenes“ zu schaffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Voraussetzungen sind vielversprechend. Der dänische Gesamtstaat verfügt über keine Industrie zur Eisenfabrikation. Der Rohstoff Eisenerz ist im Land in Form von Raseneisenerz vorhanden. Hierbei handelt es sich um Erze, die nicht im Bergbau gewonnen werden müssen, sondern an den Wurzeln des Grases vorkommen. Und Büdelsdorf liegt verkehrsgünstig, gleichsam zwischen Schleswig und Holstein am Nordufer des Eiderkanals, mit dem eine Verbindung von Nord- und Ostsee besteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Hollers aus den Niederlanden ===&lt;br /&gt;
Die Familie Holler stammt ursprünglich aus den Niederlanden. Um 1700, oder sogar früher, siedeln sich ihre Vorfahren im Raum Itzehoe an. Holstein ist damals Zielland für viele holländische Aussiedler. &lt;br /&gt;
Um 1780 werden die Hollers in Rendsburg ansässig, was mit dem Bau des Schleswig-Holsteinischen Canals – auch Eiderkanal genannt – zusammenhängt. Der Kanalbau ist das größte Infrastrukturprojekt in Europa überhaupt, und der damals größte Kanal weltweit. Er ist der Vorläufer des heutigen Nord-Ostsee-Kanals. Die Brüder Hartwig und Johann Holler, eigentlich gelernte Zimmerleute, werden als Spezialisten für den Kanalbau anfordert. Die Hollers sind zuvor in Holland bei Deich- und Kanalbauten tätig, konstruieren Schleusen und Mühlen zum Betrieb von Entwässerungsanlagen. Die Schleusen sind Meisterwerke der Ingenieurskunst. &lt;br /&gt;
Hartwig und Johann Holler beschaffen zudem die großen Holzmengen, die der Kanalbau erfordert und etablieren so einen einträglichen Holzhandel. Nach Fertigstellung des Eiderkanals 1784 behalten die Brüder dieses Geschäft.&lt;br /&gt;
Die niederländischen Wurzeln bleiben lange wichtig: Von Hartwig Hollers Sohn Markus Hartwig, der die Carlshütte gründet, ist überliefert, dass ihm zu Ehren an Festtagen auf der Carlshütte die niederländische Nationalhymne gespielt wird. Er erhebt sich dann stets und zieht seinen Hut.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>T berlinghoff</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.history.aco/index.php?title=Die_Carlsh%C3%BCtte_-_das_erste_Eisenwerk_im_D%C3%A4nischen_Gesamtstaat&amp;diff=3105</id>
		<title>Die Carlshütte - das erste Eisenwerk im Dänischen Gesamtstaat</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.history.aco/index.php?title=Die_Carlsh%C3%BCtte_-_das_erste_Eisenwerk_im_D%C3%A4nischen_Gesamtstaat&amp;diff=3105"/>
		<updated>2021-06-01T07:50:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;T berlinghoff: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
=== Vision des Holzhändlers Markus Hartwig Holler===&lt;br /&gt;
Markus Hartwig Holler, geboren 1796 in Rendsburg, übernimmt im Alter von 20 Jahren das väterliche Holzgeschäft in Büdelsdorf. Das zur Festungsstadt Rendsburg benachbarte Büdelsdorf gehört zum Herzogtum Schleswig, und das wiederum zum Dänischen Gesamtstaat. Das gilt auch für das unmittelbar südlich angrenzende Herzogtum Holstein, das zugleich dem Deutschen Bund angehört. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Holzhandel erfüllt den weitblickenden Markus Hartwig Holler nicht. Er reist viel, etwa nach Schweden, besichtigt dort Hüttenwerke und Gießereien. Hiervon inspiriert möchte er vom Holz zum Eisen wechseln und setzt sich zum Ziel, eine Eisenhütte und Gießerei zu gründen. Seine Motivation ist es, etwas „Gemeinnütziges“ und „nie Dagewesenes“ zu schaffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Voraussetzungen sind vielversprechend. Der dänische Gesamtstaat verfügt über keine Industrie zur Eisenfabrikation. Der Rohstoff Eisenerz ist im Land in Form von Raseneisenerz vorhanden. Hierbei handelt es sich um Erze, die nicht im Bergbau gewonnen werden müssen, sondern an den Wurzeln des Grases vorkommen. Und Büdelsdorf liegt verkehrsgünstig, gleichsam zwischen Schleswig und Holstein am Nordufer des Eiderkanals, mit dem eine Verbindung von Nord- und Ostsee besteht.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>T berlinghoff</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.history.aco/index.php?title=Die_Carlsh%C3%BCtte_-_das_erste_Eisenwerk_im_D%C3%A4nischen_Gesamtstaat&amp;diff=3104</id>
		<title>Die Carlshütte - das erste Eisenwerk im Dänischen Gesamtstaat</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.history.aco/index.php?title=Die_Carlsh%C3%BCtte_-_das_erste_Eisenwerk_im_D%C3%A4nischen_Gesamtstaat&amp;diff=3104"/>
		<updated>2021-06-01T07:49:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;T berlinghoff: Die Seite wurde neu angelegt: „ ===Vision des Holzhändlers Markus Hartwig Holler ===  Markus Hartwig Holler, geboren 1796 in Rendsburg, übernimmt im Alter von 20 Jahren das väterliche Hol…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
===Vision des Holzhändlers Markus Hartwig Holler ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Markus Hartwig Holler, geboren 1796 in Rendsburg, übernimmt im Alter von 20 Jahren das väterliche Holzgeschäft in Büdelsdorf. Das zur Festungsstadt Rendsburg benachbarte Büdelsdorf gehört zum Herzogtum Schleswig, und das wiederum zum Dänischen Gesamtstaat. Das gilt auch für das unmittelbar südlich angrenzende Herzogtum Holstein, das zugleich dem Deutschen Bund angehört. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Holzhandel erfüllt den weitblickenden Markus Hartwig Holler nicht. Er reist viel, etwa nach Schweden, besichtigt dort Hüttenwerke und Gießereien. Hiervon inspiriert möchte er vom Holz zum Eisen wechseln und setzt sich zum Ziel, eine Eisenhütte und Gießerei zu gründen. Seine Motivation ist es, etwas „Gemeinnütziges“ und „nie Dagewesenes“ zu schaffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Voraussetzungen sind vielversprechend. Der dänische Gesamtstaat verfügt über keine Industrie zur Eisenfabrikation. Der Rohstoff Eisenerz ist im Land in Form von Raseneisenerz vorhanden. Hierbei handelt es sich um Erze, die nicht im Bergbau gewonnen werden müssen, sondern an den Wurzeln des Grases vorkommen. Und Büdelsdorf liegt verkehrsgünstig, gleichsam zwischen Schleswig und Holstein am Nordufer des Eiderkanals, mit dem eine Verbindung von Nord- und Ostsee besteht.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>T berlinghoff</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.history.aco/index.php?title=WorkInProgress:Betonfenster:_Die_wegweisende_%C3%9Cbernahme_in_Reith_1959/60&amp;diff=2595</id>
		<title>WorkInProgress:Betonfenster: Die wegweisende Übernahme in Reith 1959/60</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.history.aco/index.php?title=WorkInProgress:Betonfenster:_Die_wegweisende_%C3%9Cbernahme_in_Reith_1959/60&amp;diff=2595"/>
		<updated>2021-03-03T07:56:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;T berlinghoff: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Reith_ex-Bördlein_um1960.jpg|340px|thumb|right|Eine praktikable Fabrikationsstätte? Die ehemalige Firma Bördlein in Reith, um 1960.]] &lt;br /&gt;
[[Datei:ACO-Reith_modern_1990er.jpg|340px|thumb|right|Und was am Ort entstand: ACO Reith in späteren Jahren.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1.1.B 00183 19770413 PolyfertigungReith,007.jpg|340px|thumb|right|Rinnenguss aus Polymerbeton im Werk Reith, 1977.]]&lt;br /&gt;
Schon Mitte der 1950er Jahren ist Severin Ahlmann als Lizenznehmer der Firma Hans Bördlein, Betonwarenfabrik, aus dem bayrischen Reith in diesem Segment tätig geworden. Der Lizenzvertrag mit Bördlein sah ab März 1954 die Fertigung von Betonrahmenfenstern für den Hochbau, vorwiegend für landwirtschaftliche Gebäude, durch die SAB vor. Schon im Jahresverlauf 1956 wurde diese Produktion in Büdelsdorf wieder eingestellt, bzw. die Lizenz wieder aufgegeben, zugunsten der Eigenentwicklung einer Betonfensterkonstruktion für den Industrie- und Landwirtschaftsbau sowie für Keller im Wohnungsbau.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Weitere drei Jahre später übernimmt Ahlmann die Firma Bördlein. Der detaillierten Planung folgt Mitte 1959 schnell die Umsetzung: Die SAB erwirbt Grundbesitz, Gebäude und Maschinen von Hans Bördlein. Eine neue einheitliche Marke wird aufgebaut, denn der Verkauf von Betonfenstern im gesamten Bundesgebiet erfolgt künftig unter dem Namen SAB. Der Vertrieb wird in Rendsburg zentralisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Betonfenster sind in diesen Jahren der Hit. Vor allem deshalb, weil sie ein technischer Fortschritt sind, denn in Ställen und Kellern treten sie an die Stelle von Stahlfenstern, die leicht rosteten. Die SAB spezialisiert sich eindeutig auf Betonfenster, was die Basis für ACOs späteren Durchbruch legt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Produktionsstart in Reith ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Februar 1960 wird in Reith die Produktion von Fenstern (wieder) aufgenommen, nun geführt durch die SAB. Der Werkstoff ist weiterhin Beton, die Artikel sind weiterhin Fenster, nun nach Muster der SAB gefertigt. Es sind die ehemaligen Beschäftigten Bördleins, die nun für SAB arbeiten. Auch der frühere Inhaber ist weiterhin präsent, er übernimmt eine Art Beraterfunktion für die SAB und erhält Provisionen. Nun wird der neue Markenname mit dem vielsagenden Werbeslogan platziert:&lt;br /&gt;
„AHLMANN-Betonfenster einbauen ... und nie mehr drum kümmern.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Slogan fruchtet. Schon in den ersten Jahren werden bis zu 150.000 Einheiten Fenster pro Jahr verkauft. Die abfallende Rendite ist enorm und die höchste aller Produktsegmente im Unternehmen. Zum Vergleich: Die Verarbeitung von 1 Kilogramm Fensterbeton bringt nun etwa 90 Pfennig Erlös, die Verarbeitung von 1 Kilogramm Schwerbeton in Rendsburg dagegen nur circa 4 bis 6 Pfennig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon zu diesem Erfolg, geschweige denn zu der beabsichtigten Absatz- und Marktstellung stehen die Fertigungsstätten in Reith jedoch in keinem Verhältnis. Von einem namentlichen Fabrikbetrieb sind sie weit entfernt. Es geht das Wort von den „Vereinigten Hüttenwerken – hier eine Hütte, da eine Hütte“ um. Der Um- oder Ausbau ist nötig und wird die kommenden Jahrzehnte immer weiter fortgeführt. ACO Reith wächst stetig.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>T berlinghoff</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.history.aco/index.php?title=WorkInProgress:Betonfenster:_Die_wegweisende_%C3%9Cbernahme_in_Reith_1959/60&amp;diff=2594</id>
		<title>WorkInProgress:Betonfenster: Die wegweisende Übernahme in Reith 1959/60</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.history.aco/index.php?title=WorkInProgress:Betonfenster:_Die_wegweisende_%C3%9Cbernahme_in_Reith_1959/60&amp;diff=2594"/>
		<updated>2021-03-03T07:54:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;T berlinghoff: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Reith_ex-Bördlein_um1960.jpg|340px|thumb|right|Eine praktikable Fabrikationsstätte? Die ehemalige Firma Bördlein in Reith, um 1960.]] &lt;br /&gt;
[[Datei:ACO-Reith_modern_1990er.jpg|340px|thumb|right|Und was am Ort entstand: ACO Reith in späteren Jahren.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1.1.B 00183 19770413 PolyfertigungReith,007.jpg|340px|thumb|right|Rinnenguss aus Polymerbeton im Werk Reith, 1977.]]&lt;br /&gt;
Schon Mitte der 1950er Jahren ist Severin Ahlmann als Lizenznehmer der Firma Hans Bördlein, Betonwarenfabrik, aus dem bayrischen Reith in diesem Segment tätig geworden. Der Lizenzvertrag mit Bördlein sah ab März 1954 die Fertigung von Betonrahmenfenstern für den Hochbau, vorwiegend für landwirtschaftliche Gebäude, durch die SAB vor. Schon im Jahresverlauf 1956 wurde diese Produktion in Büdelsdorf wieder eingestellt, bzw. die Lizenz wieder aufgegeben, zugunsten der Eigenentwicklung einer Betonfensterkonstruktion für den Industrie- und Landwirtschaftsbau sowie für Keller im Wohnungsbau.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Weitere drei Jahre später übernimmt Ahlmann die Firma Bördlein. Der detaillierten Planung folgt Mitte 1959 schnell die Umsetzung: Die SAB erwirbt Grundbesitz, Gebäude und Maschinen von Hans Bördlein. Eine neue einheitliche Marke wird aufgebaut, denn der Verkauf von Betonfenstern im gesamten Bundesgebiet erfolgt künftig unter dem Namen SAB. Der Vertrieb wird in Rendsburg zentralisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Betonfenster sind in diesen Jahren der Hit. Vor allem deshalb, weil sie ein technischer Fortschritt sind, denn in Ställen und Kellern treten sie an die Stelle von Stahlfenstern, die leicht rosteten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Produktionsstart in Reith ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Februar 1960 wird in Reith die Produktion von Fenstern (wieder) aufgenommen, nun geführt durch die SAB. Der Werkstoff ist weiterhin Beton, die Artikel sind weiterhin Fenster, nun nach Muster der SAB gefertigt. Es sind die ehemaligen Beschäftigten Bördleins, die nun für SAB arbeiten. Auch der frühere Inhaber ist weiterhin präsent, er übernimmt eine Art Beraterfunktion für die SAB und erhält Provisionen. Nun wird der neue Markenname mit dem vielsagenden Werbeslogan platziert:&lt;br /&gt;
„AHLMANN-Betonfenster einbauen ... und nie mehr drum kümmern.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Slogan fruchtet. Schon in den ersten Jahren werden bis zu 150.000 Einheiten Fenster pro Jahr verkauft. Die abfallende Rendite ist enorm und die höchste aller Produktsegmente im Unternehmen. Zum Vergleich: Die Verarbeitung von 1 Kilogramm Fensterbeton bringt nun etwa 90 Pfennig Erlös, die Verarbeitung von 1 Kilogramm Schwerbeton in Rendsburg dagegen nur circa 4 bis 6 Pfennig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon zu diesem Erfolg, geschweige denn zu der beabsichtigten Absatz- und Marktstellung stehen die Fertigungsstätten in Reith jedoch in keinem Verhältnis. Von einem namentlichen Fabrikbetrieb sind sie weit entfernt. Es geht das Wort von den „Vereinigten Hüttenwerken – hier eine Hütte, da eine Hütte“ um. Der Um- oder Ausbau ist nötig und wird die kommenden Jahrzehnte immer weiter fortgeführt. ACO Reith wächst stetig.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>T berlinghoff</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.history.aco/index.php?title=WorkInProgress:Betonfenster:_Die_wegweisende_%C3%9Cbernahme_in_Reith_1959/60&amp;diff=2593</id>
		<title>WorkInProgress:Betonfenster: Die wegweisende Übernahme in Reith 1959/60</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.history.aco/index.php?title=WorkInProgress:Betonfenster:_Die_wegweisende_%C3%9Cbernahme_in_Reith_1959/60&amp;diff=2593"/>
		<updated>2021-03-03T07:53:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;T berlinghoff: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Reith_ex-Bördlein_um1960.jpg|340px|thumb|right|Eine praktikable Fabrikationsstätte? Die ehemalige Firma Bördlein in Reith, um 1960.]] &lt;br /&gt;
[[Datei:ACO-Reith_modern_1990er.jpg|340px|thumb|right|Und was am Ort entstand: ACO Reith in späteren Jahren.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1.1.B 00183 19770413 PolyfertigungReith,007.jpg|340px|thumb|right|Rinnenguss aus Polymerbeton im Werk Reith, 1977.]]&lt;br /&gt;
Schon Mitte der 1950er Jahren ist Severin Ahlmann als Lizenznehmer der Firma Hans Bördlein, Betonwarenfabrik, aus dem bayrischen Reith in diesem Segment tätig geworden. Der Lizenzvertrag mit Bördlein sah ab März 1954 die Fertigung von Betonrahmenfenstern für den Hochbau, vorwiegend für landwirtschaftliche Gebäude, durch die SAB vor. &lt;br /&gt;
Schon im Jahresverlauf 1956 wurde diese Produktion in Büdelsdorf wieder eingestellt, bzw. die Lizenz wieder aufgegeben, zugunsten der Eigenentwicklung einer Betonfensterkonstruktion für den Industrie- und Landwirtschaftsbau sowie für Keller im Wohnungsbau. &lt;br /&gt;
Weitere drei Jahre später übernimmt Ahlmann die Firma Bördlein. Der detaillierten Planung folgt Mitte 1959 schnell die Umsetzung: Die SAB erwirbt Grundbesitz, Gebäude und Maschinen von Hans Bördlein. Eine neue einheitliche Marke wird aufgebaut, denn der Verkauf von Betonfenstern im gesamten Bundesgebiet erfolgt künftig unter dem Namen SAB. Der Vertrieb wird in Rendsburg zentralisiert.&lt;br /&gt;
Betonfenster sind in diesen Jahren der Hit. Vor allem deshalb, weil sie ein technischer Fortschritt sind, denn in Ställen und Kellern treten sie an die Stelle von Stahlfenstern, die leicht rosteten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Produktionsstart in Reith ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Februar 1960 wird in Reith die Produktion von Fenstern (wieder) aufgenommen, nun geführt durch die SAB. Der Werkstoff ist weiterhin Beton, die Artikel sind weiterhin Fenster, nun nach Muster der SAB gefertigt. Es sind die ehemaligen Beschäftigten Bördleins, die nun für SAB arbeiten. Auch der frühere Inhaber ist weiterhin präsent, er übernimmt eine Art Beraterfunktion für die SAB und erhält Provisionen. Nun wird der neue Markenname mit dem vielsagenden Werbeslogan platziert:&lt;br /&gt;
„AHLMANN-Betonfenster einbauen ... und nie mehr drum kümmern.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Slogan fruchtet. Schon in den ersten Jahren werden bis zu 150.000 Einheiten Fenster pro Jahr verkauft. Die abfallende Rendite ist enorm und die höchste aller Produktsegmente im Unternehmen. Zum Vergleich: Die Verarbeitung von 1 Kilogramm Fensterbeton bringt nun etwa 90 Pfennig Erlös, die Verarbeitung von 1 Kilogramm Schwerbeton in Rendsburg dagegen nur circa 4 bis 6 Pfennig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon zu diesem Erfolg, geschweige denn zu der beabsichtigten Absatz- und Marktstellung stehen die Fertigungsstätten in Reith jedoch in keinem Verhältnis. Von einem namentlichen Fabrikbetrieb sind sie weit entfernt. Es geht das Wort von den „Vereinigten Hüttenwerken – hier eine Hütte, da eine Hütte“ um. Der Um- oder Ausbau ist nötig und wird die kommenden Jahrzehnte immer weiter fortgeführt. ACO Reith wächst stetig.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>T berlinghoff</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.history.aco/index.php?title=WorkInProgress:Betonfenster:_Die_wegweisende_%C3%9Cbernahme_in_Reith_1959/60&amp;diff=2592</id>
		<title>WorkInProgress:Betonfenster: Die wegweisende Übernahme in Reith 1959/60</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.history.aco/index.php?title=WorkInProgress:Betonfenster:_Die_wegweisende_%C3%9Cbernahme_in_Reith_1959/60&amp;diff=2592"/>
		<updated>2021-03-03T07:28:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;T berlinghoff: /* Produktionsstart in Reith */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Reith_ex-Bördlein_um1960.jpg|340px|thumb|right|Eine praktikable Fabrikationsstätte? Die ehemalige Firma Bördlein in Reith, um 1960.]] &lt;br /&gt;
[[Datei:ACO-Reith_modern_1990er.jpg|340px|thumb|right|Und was am Ort entstand: ACO Reith in späteren Jahren.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1.1.B 00183 19770413 PolyfertigungReith,007.jpg|340px|thumb|right|Rinnenguss aus Polymerbeton im Werk Reith, 1977.]]&lt;br /&gt;
Schon Mitte der 1950er Jahren ist Severin Ahlmann als Lizenznehmer der Firma Hans Bördlein, Betonwarenfabrik, aus dem bayrischen Reith in diesem Segment tätig geworden. Der Lizenzvertrag mit Bördlein sah ab März 1954 die Fertigung von Betonrahmenfenstern für den Hochbau, vorwiegend für landwirtschaftliche Gebäude, durch die SAB vor. &lt;br /&gt;
Schon im Jahresverlauf 1956 wurde diese Produktion in Büdelsdorf wieder eingestellt, bzw. die Lizenz wieder aufgegeben, zugunsten der Eigenentwicklung einer Betonfensterkonstruktion für den Industrie- und Landwirtschaftsbau sowie für Keller im Wohnungsbau. &lt;br /&gt;
Weitere drei Jahre später übernimmt Ahlmann die Firma Bördlein. Der detaillierten Planung folgt Mitte 1959 schnell die Umsetzung: Die SAB erwirbt Grundbesitz, Gebäude und Maschinen von Hans Bördlein. Eine neue einheitliche Marke wird aufgebaut, denn der Verkauf von Betonfenstern im gesamten Bundesgebiet erfolgt künftig unter dem Namen SAB. Der Vertrieb wird in Rendsburg zentralisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Produktionsstart in Reith ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Februar 1960 wird in Reith die Produktion von Fenstern (wieder) aufgenommen, nun geführt durch die SAB. Der Werkstoff ist weiterhin Beton, die Artikel sind weiterhin Fenster, nun nach Muster der SAB gefertigt. Es sind die ehemaligen Beschäftigten Bördleins, die nun für SAB arbeiten. Auch der frühere Inhaber ist weiterhin präsent, er übernimmt eine Art Beraterfunktion für die SAB und erhält Provisionen. Nun wird der neue Markenname mit dem vielsagenden Werbeslogan platziert:&lt;br /&gt;
„AHLMANN-Betonfenster einbauen ... und nie mehr drum kümmern.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Slogan fruchtet. Schon in den ersten Jahren werden bis zu 150.000 Einheiten Fenster pro Jahr verkauft. Die abfallende Rendite ist enorm und die höchste aller Produktsegmente im Unternehmen. Zum Vergleich: Die Verarbeitung von 1 Kilogramm Fensterbeton bringt nun etwa 90 Pfennig Erlös, die Verarbeitung von 1 Kilogramm Schwerbeton in Rendsburg dagegen nur circa 4 bis 6 Pfennig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon zu diesem Erfolg, geschweige denn zu der beabsichtigten Absatz- und Marktstellung stehen die Fertigungsstätten in Reith jedoch in keinem Verhältnis. Von einem namentlichen Fabrikbetrieb sind sie weit entfernt. Es geht das Wort von den „Vereinigten Hüttenwerken – hier eine Hütte, da eine Hütte“ um. Der Um- oder Ausbau ist nötig und wird die kommenden Jahrzehnte immer weiter fortgeführt. ACO Reith wächst stetig.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>T berlinghoff</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.history.aco/index.php?title=WorkInProgress:Betonfenster:_Die_wegweisende_%C3%9Cbernahme_in_Reith_1959/60&amp;diff=2591</id>
		<title>WorkInProgress:Betonfenster: Die wegweisende Übernahme in Reith 1959/60</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.history.aco/index.php?title=WorkInProgress:Betonfenster:_Die_wegweisende_%C3%9Cbernahme_in_Reith_1959/60&amp;diff=2591"/>
		<updated>2021-03-03T07:25:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;T berlinghoff: /* Produktionsstart und weiterer Ausbau in Reith */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Reith_ex-Bördlein_um1960.jpg|340px|thumb|right|Eine praktikable Fabrikationsstätte? Die ehemalige Firma Bördlein in Reith, um 1960.]] &lt;br /&gt;
[[Datei:ACO-Reith_modern_1990er.jpg|340px|thumb|right|Und was am Ort entstand: ACO Reith in späteren Jahren.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1.1.B 00183 19770413 PolyfertigungReith,007.jpg|340px|thumb|right|Rinnenguss aus Polymerbeton im Werk Reith, 1977.]]&lt;br /&gt;
Schon Mitte der 1950er Jahren ist Severin Ahlmann als Lizenznehmer der Firma Hans Bördlein, Betonwarenfabrik, aus dem bayrischen Reith in diesem Segment tätig geworden. Der Lizenzvertrag mit Bördlein sah ab März 1954 die Fertigung von Betonrahmenfenstern für den Hochbau, vorwiegend für landwirtschaftliche Gebäude, durch die SAB vor. &lt;br /&gt;
Schon im Jahresverlauf 1956 wurde diese Produktion in Büdelsdorf wieder eingestellt, bzw. die Lizenz wieder aufgegeben, zugunsten der Eigenentwicklung einer Betonfensterkonstruktion für den Industrie- und Landwirtschaftsbau sowie für Keller im Wohnungsbau. &lt;br /&gt;
Weitere drei Jahre später übernimmt Ahlmann die Firma Bördlein. Der detaillierten Planung folgt Mitte 1959 schnell die Umsetzung: Die SAB erwirbt Grundbesitz, Gebäude und Maschinen von Hans Bördlein. Eine neue einheitliche Marke wird aufgebaut, denn der Verkauf von Betonfenstern im gesamten Bundesgebiet erfolgt künftig unter dem Namen SAB. Der Vertrieb wird in Rendsburg zentralisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Produktionsstart in Reith ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Februar 1960 wird in Reith die Produktion von Fenstern (wieder) aufgenommen, nun geführt durch die SAB. Der Werkstoff ist weiterhin Beton, die Artikel sind weiterhin Fenster, nun nach Muster der SAB gefertigt. Es sind die ehemaligen Beschäftigten Bördleins, die nun für SAB arbeiten. Auch der frühere Inhaber ist weiterhin präsent, er übernimmt eine Art Beraterfunktion für die SAB und erhält Provisionen. Nun wird der neue Markenname mit dem vielsagenden Werbeslogan platziert:&lt;br /&gt;
„AHLMANN-Betonfenster einbauen ... und nie mehr drum kümmern.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Slogan fruchtet. Schon in den ersten Jahren werden bis zu 150.000 Einheiten Fenster pro Jahr verkauft. Die abfallende Rendite ist enorm und die höchste aller Produktsegmente im Unternehmen. Zum Vergleich: Die Verarbeitung von 1 Kilogramm Fensterbeton bringt nun etwa 90 Pfennig Erlös, die Verarbeitung von 1 Kilogramm Schwerbeton in Rendsburg dagegen nur circa 4 bis 6 Pfennig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon zu diesem Erfolg, geschweige denn zu der beabsichtigten Absatz- und Marktstellung stehen die Fertigungsstätten in Reith jedoch in keinem Verhältnis. Von einem namentlichen Fabrikbetrieb sind sie weit entfernt. Es geht das Wort von den „Vereinigten Hüttenwerken – hier eine Hütte, da eine Hütte“ um. Ein Um- oder Ausbau ist nötig und wird angegangen. Im Laufe der Jahre werden verschiedene Hallenneubauten den Standort zu einem modernen Industriebetrieb formen. Dabei bleibt es schon in den Anfangsjahren nicht bei Räumen für die Reither Kernprodukte Fenster und Waben. 1964 entsteht zum Beispiel die Halle, in der eine Zeit lang Polyester-Lichtplatten für ACO Andernach gefertigt werden.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>T berlinghoff</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.history.aco/index.php?title=WorkInProgress:Hauptseitentexte_unveroeffentlicht&amp;diff=2590</id>
		<title>WorkInProgress:Hauptseitentexte unveroeffentlicht</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.history.aco/index.php?title=WorkInProgress:Hauptseitentexte_unveroeffentlicht&amp;diff=2590"/>
		<updated>2021-03-03T07:20:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;T berlinghoff: /* Produktionsausweitung und Wachstum in Deutschland (1960-1969) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== '''Die Geschichte von ACO''' ==&lt;br /&gt;
=== Produktionsausweitung und Wachstum in Deutschland (1960-1969) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1.1.B 00064 1962NNNN Objektfotos Betonfenster,05.jpg|400px|thumb|right|Ahlmann Betonfenster: Der Verkaufsschlager der 1960er Jahre hier auf einem schlicht anmutenden Freiluftmessestand.]]&lt;br /&gt;
Die 1960er Jahre werden für ACO, respektive die Firma Severin Ahlmann, Rendsburg, ein Jahrzehnt der Expansion. Das gilt in wenigstens zweifacher Hinsicht: Für die Produktpalette wie für die Absatzgebiete. Der Ausgangspunkt für beides ist der [[Betonfenster: Die wegweisende Übernahme in Reith 1959/60|Erwerb der Firma Bördlein]], Betonwarenfabrik, im unterfränkischen Reith. Hier werden in erster Linie Betonfenster gefertigt, von hier aus erobert Severin Ahlmann den süddeutschen Markt. ACO Reith entwickelt sich seit 1960 zum traditionsreichsten und größten Standort des Unternehmens außerhalb Rendsburgs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Betonfenster von Ahlmann sind nun der Schlager, bei Bauherren wie in den Büdelsdorfer Bilanzen, denn das Fenstersegment wird zum &amp;quot;Brot- und Butter-Geschäft&amp;quot; des Jahrzehnts. Das gilt für die Systembetonfenster für Nebenräume, etwa Ställe, Keller, oder Gewerbebauten, ebenso wie für das neue Programm von [[Ahlmann-Waben musst Du haben!|Betonwaben]], die prominent im modernen Sakralbau, aber auch in Produktionshallen oder bei der neu gegründeten Bundeswehr Verwendung finden. Mitte der 1960er Jahre zieht die Expansion im Fenstersegment folgerichtig einen zukunftsweisenden neuen Schritt nach sich: Erstmals wird ein Produkt im Ausland vertrieben, nämlich in [[ACO Österreich|Österreich]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen Ende der 1960er Jahre zeichnen sich dann entscheidende Wechsel im Produktportfolio ab. Zum einen endet eine Tradition im Werk, als im Jahr 1968 die Schwerbetonfertigung für den Tiefbau mit dem Absatzgebiet Schleswig-Holstein aufgegeben wird. Dafür erobert sich Severin Ahlmann ab 1968 mit dem Einstieg in die [[Fabrikation von (Fertig-)garagen|Garagenproduktion]] ein völlig neues Geschäftsfeld. Das Unternehmen firmiert inzwischen als ACO Severin Ahlmann, Rendsburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der entscheidende Umbruch findet aber 1969 statt: ACO beginnt mit der Entwicklung eines gänzlich neuen Produktsegments: [[ACO Drain: Die Geburt der Linienentwässerung|Rinnen zur linearen Oberflächenentwässerung]]. In den Markt eingeführt wird die Neuerung ab dem 1. Mai 1969 und das bereits unter dem prägnanten Programmnamen ACO DRAIN. Diese Marke wird bald überregional bekannt, später Legende und ist bis heute führend am Markt. Von Beginn an sind die Entwässerungsrinnen des Programms ACO DRAIN für die Wasserführung in Bauumgebungen und von Freiflächen vorgesehen und finden vor allem dort bis heute Verwendung. Beispielsweise ist diese Linienentwässerung vor Zufahrten, Garagen, auf Park- und an Sportplätzen, aber auch entlang von Autobahnen zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Polymerbetonfertigung und Beginn der internationalen Expansion (1970-1980)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DRAIN_Asbest_Prospekt_1_1969-70.jpg|300px|thumb|right|Broschüre ACO DRAIN Endlosrinne, 1969.]]&lt;br /&gt;
Zu Beginn des Jahrzehnts gelingt eine bis heute bahnbrechende technische Innovation: ACO stellt die Fertigung der Entwässerungsrinnen [[ACO Drain: Die Geburt der Linienentwässerung|ACO DRAIN]] 1970 auf [[Werkstoff Polymerbeton|Polymerbeton]] um. Die Konstruktion wird dadurch belastbarer, formbeständiger und resistenter. Am Markt tritt der Erfolg umgehend ein. Insbesondere mit dem Marketingclou, der den Rendsburgern schon 1970 gelingt: ACO rüstet die Sportstätten der [[ACO und Olympia|Olympischen Spiele]] 1972 in München mit Entwässerungssystemen aus. Dieses Projekt bleibt nicht einmalig. ACO wird für viele folgende Austragungen der Spiele tätig sein, so bereits bei den Spielen 1976 in Montreal, und sich allgemein als Ausrüster von Sportstätten und Stadien einen Namen machen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Erfolg motiviert zum steten [[Entwicklung des Polymerbeton-Segments|Ausbau der Polymerbeton-Sparte]] und zur raschen Eroberung ausländischer Märkte. Erste Vertriebspartnerschaften werden in europäischen Nachbarländern aufgebaut, Anfang 1971 in der [[ACO Schweiz|Schweiz]], 1972 in [[ACO Frankreich|Frankreich]] und [[ACO Dänemark|Dänemark]], 1973 in [[ACO England|England]]. Der Sprung nach Übersee folgt zu Olympia 1976 mit der Vertriebsaufnahme in [[ACO Kanada|Kanada]].&lt;br /&gt;
Eine gesteigerte unternehmerische Herausforderung ist die Errichtung von Fertigungen im Ausland. Die erste ausländische ACO DRAIN-Produktion startet Anfang 1973 in der Schweiz bei der Seidendruckerei Mitlödi AG. Im Sommer 1977 folgt ACO France mit einer Fertigung, und ein Jahr später, nämlich 1978, eröffnet die frisch gegründete [[ACO USA|ACO Drain Inc. in Ohio/USA]] ihr Werk.     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ACO erlebt in diesen Jahren auch Tiefpunkte. Am 9. November 1973 erschüttert eine [[Das Explosionsunglück 1973|Explosion]] das Rendsburger Werk. Fünf Mitarbeiter verlieren bei dem Unglück ihr Leben, weitere werden verletzt. Es kommt zu monatelangem Stillstand, man dachte ans Aufhören. Sicherheit und Arbeitsschutz werden daraufhin neu gedacht.&lt;br /&gt;
Zur gleichen Zeit setzt die weltweite Rezession infolge der Ölpreiskrise im Herbst 1973 ein, die auch das deutsche Baugewerbe betrifft. Damit steht ACO im Jahr 1974 vor Absatzproblemen. Das Unternehmen meistert die Krise und nimmt sie mehr noch zum Anlass, sich in einigen Bereichen neu aufzustellen. So vergibt ACO das Rechnungswesen extern, ebenso wie die bereits vorhandene, erste EDV. Im Portfolio kommt für die bekannten [[Fabrikation von (Fertig-)garagen|ACO-Fertiggaragen]] zum Jahresende 1977 das Aus. Der Schritt ist konsequent, das Modell liegt, bei gleichzeitigem Überangebot am Markt, einfach nicht mehr im Trend. Das internationale Geschäft wird forciert, so dass ab Mitte der 1970er Jahre ein bis heute prägender Ausdruck in den Umlauf kommt: „ACO-world-wide“.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ACOs Produktpalette differenziert sich über die 1970er Jahre immer weiter aus. Auch die Fenstersparte bleibt sehr erfolgreich. Die Programme ACO KOMPLETT, oder ACO MARKANT sind bekannt, neu ist das Isolierfenster ACO BITHERM. Waben als Fenster- und Fassadenelemente sind weiter repräsentative Produkte. Zugpferde werden jetzt jedoch die Polymerbetonartikel: lineare Entwässerung mit ACO DRAIN, Bauelemente für die Landwirtschaft mit ACO FARM sowie im Kellerbau, im Haus- und Gartensektor mit dem neuen ACO SELF-Programm, Sportstättenausrüstung im Programm ACO SPORT, ACO ELASTIC-Randsteine zur sicheren Einfassung von z.B. Spielplätzen oder Wegesrändern, dazu ACO STEP-Schuhabstreifer u.a.m.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Internationalisierung und Diversifikation mit Hans-Julius Ahlmann (1981-1989) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1.1.B 00058 19870304 Luftaufnahme ACO Werksgelände,01.jpg|400px|thumb|right|Luftaufnahme des ACO-Werksgeländes in Büdelsdorf, 4. März 1987.]]&lt;br /&gt;
Abermals ereignet sich für ACO am Beginn eines Jahrzehnts eine Weichenstellung: Hans-Julius Ahlmann, der Neffe des Firmengründers Severin Ahlmann, tritt zum 1. Mai 1981 in das Unternehmen ein. Damit übernimmt die nächste Generation der Familie Ahlmann Verantwortung bei ACO. Die Entscheidung des selbst kinderlosen Severin Ahlmann, ist ebenso pragmatisch wie strategisch. Er überträgt seinem Neffen in den kommenden Jahrzehnten sukzessive die Mehrheit der Firmenanteile und schafft damit die Voraussetzungen für Kontinuität und strategische Weiterentwicklung des Unternehmens in Familienhand.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe der 1970er Jahre hat ACO erfolgreich begonnen, sich international aufzustellen. Soll der Griff nach außerdeutschem Marktpotenzial nicht verpuffen, muss der Weg der Expansion weiter beschritten werden. Die Gefahr ist angesichts zunehmender Konkurrenzen im Polymerbetongeschäft, insbesondere im Entwässerungssegment, real. ACOs Erfolge sind Anreiz und Blaupause für Wettbewerber in den Ländern – beispielsweise in der Schweiz und in Großbritannien. Nicht nur für das Präsentbleiben, sondern für gezielte weitere Expansion in Europa und der Welt steht die neue Generation mit Hans-Julius Ahlmann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sind Jahre, in denen sich ACO zum Konzern entwickelt: Die Zahl der Tochtergesellschaften wächst in den 1980ern an. Das Portfolio diversifiziert sich – 1982 etwa sind ca. 750 Einzelartikel in den Produktgruppen lieferbar, es werden sogenannte Kernsortimente gebildet. Die spätere Bildung von Konzernsparten deutet sich bereits vage an. Für die Richtung ist er verantwortlich, zur Seite stehen Hans-Julius Ahlmann allerdings kompetente Geschäftsführer, wie sie Severin Ahlmann in Paul Meyer, Rolf Schönrock und Ernst Vollstedt eben auch hatte. Ab dem 1. Juni 1982 löst Rolf Bersch Letzteren für sechseinhalb Jahre ab, ab 1. Januar 1989 übernimmt Hubert Schnell die Geschäftsführung. Gerade Schnell wird bis in die 2000er Jahre Ahlmanns wichtigster Partner in Sachen Internationalisierung und Diversifizierung.      &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„ACO World Wide“ wird in den Achtzigern intensiviert. ACO stellt sich breiter auf. Ab 1983 werden in Frankreich, ab 1984 in England langjährige Partnerschaften bei Vertrieb und Fertigung gelöst und eigenständige Tochtergesellschaften gegründet. Andernorts kommt es zu neuen Vertriebskooperationen: in Norwegen (1982), Finnland (1986) und Portugal (1989). Unter Eigenfirmierung ist ACO zuletzt auch in Spanien (1988) und Italien (1989) präsent. Vor Ende des Jahrzehnts sind die Auslandsgeschäfte von ACO erstmals unter einem Firmenmantel, der Severin Ahlmann Holding mit Sitz in Rendsburg zusammengefasst. Intern wird seit etwa 1988 von der „ACO Gruppe“ gesprochen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei aller Internationalisierung bleibt das Inland im Blick. ACO Reith startet beispielsweise mit einer 50-prozentigen Kapazitätsaufstockung durch einen Hallenneubau 1979-’80 in das Jahrzehnt. 1985 feiert der Standort 25-jähriges Bestehen als Teil von ACO. Am Ende der 1980er steht die Übernahme der Duroton Polyester Quarz GmbH in Frechen zum 1. Oktober 1989 an. Es handelt sich um die erste Akquisition in Deutschland seit dem Erwerb des Werks in Reith dreißig Jahre zuvor. Hier deutet sich bereits die neue Unternehmensstrategie an, die ab den 1990er Jahren konsequent ausgebaut wird: Wachstum durch Akquisition. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wachstum nach der &amp;quot;Wende&amp;quot; und die Expansion in den Osten (1990-1999) ===&lt;br /&gt;
[[Datei:1.1.A 00808 WerkGerichshainHubert Schnell, 001.jpg|400px|thumb|right|Hans-Julius Ahlmann und ACO-Geschäftsführer Hubert Schnell bei der Grundsteinlegung für das neue Werk in Gerichshain.]]&lt;br /&gt;
Der Fall der Berliner Mauer am 9. November 1989, öffnet für ACO nicht nur in Ostdeutschland neue Märkte, sondern auch in Osteuropa und Asien. Im Zentrum der Unternehmensstrategie steht nun neben dem Ausbau des Vertriebs- und Produktionsnetzwerks besonders die Erweiterung der Produktpalette. In der Folge wächst die ACO-Gruppe um ein Vielfaches. Waren 1991 noch 865 Beschäftigte in 9 Produktionsstandorten und weiteren 6 Vertriebsgesellschaften für die ACO-Gruppe tätig, sind es Ende des Jahrzehnts bereits rund 2500 Mitarbeitende an 21 Produktionsstandorten und rund 50 Vertriebsgesellschaften. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits im Juli 1990, gerade einmal ein halbes Jahr nach dem Mauerfall, ist ACO bereits flächendeckend mit eigenem Außendienst in der damals noch bestehenden DDR vertreten. Im August 1992 erfolgt die Grundsteinlegung für einen neuen Produktionsstandort in [[ACO in den neuen Bundesländern|Gerichshain bei Leipzig]]. Neben dem Stammsitz Rendsburg und dem Werk in Reith ist Gerichshain damit der dritte deutsche Produktionsstandort. &lt;br /&gt;
Aber ACO fokussiert sich nicht nur auf die [[ACO in den neuen Bundesländern|neuen Bundesländer]]: 1992 wird in [[ACO Polen|Polen]] die erste osteuropäische Vertriebsgesellschaft ACO Elementy Budowlane gegründet. Es folgen weitere Vertriebsgesellschaften und ein neues Werk in [[ACO Tschechien|Pribyslav in Tschechien]]. Am Ende der Dekade unterhält ACO weitere Vertriebsbüros und Produktionsstandorte in der Slowakei, Ungarn, Slowenien, Kroatien und Rumänien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch China beginnt in dieser Zeit sich westlichen Investoren immer weiter zu öffnen. Das bietet Wachstumschancen, die die ACO-Geschäftsführung früh erkennt. 1997 geht ACO zeitgleich zwei Joint Ventures in [[ACO China|China]] ein: die Gründung der Zhedjiang ACO in Hangjou und der Ningbo Zhedong Plastic Building Material in Ningbo.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeitgleich zum Engagement in Ostdeutschland und in den ehemaligen Ostblockstaaten, verfolgt ACO den bereits vor 1989 begonnenen Ausbau der Vertriebsgesellschaften und Produktionsstandorte im restlichen Europa und der Welt weiter. So werden in den [[ACO Niederlande|Niederlanden]] und in [[ACO Belgien|Belgien]] Gesellschaften von Handelsvertretern übernommen, eine Gesellschaften in Spanien 1988 neu gegründet.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Neben dem Ausbau der Vertriebsstrukturen und der Produktionsstätten erweitert und vertieft die Geschäftsführung die Produktpalette und dringt mit der Übernahme von Unternehmen wie [[Plastmo|Plastmo]], [[Signum|SIGNUM]], [[ebea|ebea]] und AWK in Kaiserslautern in neue Marktsegmente vor. Besonderes Augenmerk liegt dabei darauf nicht mehr nur einzelne Produkte anzubieten, sondern sich als umfassender Systemanbieter zu profilieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der Vielzahl von Standorten und Produktsparten entscheidet sich die Geschäftsführung [[Neue Unternehmensstruktur 1997|1997 ACO neu zu strukturieren]]. Die neue Organisation ist stärker dezentral ausgerichtet. Anhand zielgruppenorientierter Sortimente entstehen die drei unabhängigen Geschäftsbereiche ACO Drain für den Bereich Tiefbau, Markant für den Bereich Hochbau und [[Signum|Signum]] für den Bereich der Gebäudeentwässerung, heute ACO Tiefbau, ACO Hochbau und ACO Haustechnik. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== '''Produkte und Marken von ACO''' ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== '''ACO Standorte, Gesellschaften und Beteiligungen (nach Ländern)''' ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Europa ===&lt;br /&gt;
==== [[ACO Belgien|ACO Belgien]] ====&lt;br /&gt;
==== [[ACO Dänemark|ACO Dänemark]] ====&lt;br /&gt;
==== [[ACO Frankreich|ACO Frankreich]] ====&lt;br /&gt;
==== [[ACO Italien|ACO Italien]] ====&lt;br /&gt;
Italien wird jahrelang von der Schweiz aus mit ACO DRAIN-Rinnen beschickt. Die Einführung des Rinnenprogramms in den italienischen Baustoffmarkt gestaltet sich insgesamt schwieriger als andernorts. Ein Grund ist die massive Besteuerung im dortigen Bauwesen, ein anderer das Problem, einen geeigneten mittelständischen Partner für den Vertrieb oder gar die Produktion zu finden[[ACO Italien|...(weiterlesen)]]&lt;br /&gt;
==== [[ACO Niederlande|ACO Niederlande]] ====&lt;br /&gt;
==== [[ACO Polen|ACO Polen]] ====&lt;br /&gt;
==== [[ACO Schweiz|ACO Schweiz]] ====&lt;br /&gt;
ACO nimmt bereits 1970  über eine Kooperation mit der Studer und Thomann AG den Vertrieb in der Schweiz auf.  Am 5. Februar 1973 startet ebenfalls in der Schweiz, bei der Seidendruckerei Mitlödi AG, erstmals eine Lizenzfertigung von ACO DRAIN im Ausland. Sukzessive kann ACO seine Marktposition durch strategische Akquisen stärken[[ACO Schweiz|...(weiterlesen)]]&lt;br /&gt;
==== [[ACO Tschechien|ACO Tschechien]] ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weltweit ===&lt;br /&gt;
==== [[ACO China|ACO China]] ====&lt;br /&gt;
==== [[ACO Kanada|ACO Kanada]] ====&lt;br /&gt;
==== [[ACO USA|ACO USA]] ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== '''Menschen bei ACO''' ==&lt;br /&gt;
=== Familie Ahlmann ===&lt;br /&gt;
==== [[Josef-Severin Ahlmann (8.6.1924 - 23.1.2006)|Josef-Severin Ahlmann]] ====&lt;br /&gt;
==== [[Hans-Julius Ahlmann|Hans-Julius Ahlmann]] ====&lt;br /&gt;
==== Johanna Ahlmann ====&lt;br /&gt;
==== [[Iver Ahlmann|Iver Ahlmann]] ====&lt;br /&gt;
=== Geschäftsführer ===&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>T berlinghoff</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.history.aco/index.php?title=WorkInProgress:ACO_Schweiz&amp;diff=2337</id>
		<title>WorkInProgress:ACO Schweiz</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.history.aco/index.php?title=WorkInProgress:ACO_Schweiz&amp;diff=2337"/>
		<updated>2020-12-17T08:17:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;T berlinghoff: /* Inotec */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Aufbau des Produktvertriebes im Alpenraum ===&lt;br /&gt;
Ende 1970 gehen die Rendsburger eine erste Vertriebspartnerschaft zur Erschließung eines Marktes im europäischen Ausland für ACO DRAIN ein: Ab Dezember tätigt die Studer und Thomann AG im Kanton Zürich den Alleinvertrieb für die Schweiz, ab Mitte April 1973 auch für [[ACO Österreich|Österreich]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1976 und '77 wird das Vertriebskonzept für den Alpenraum geändert. Die Firma Seidendruckerei Mitlödi AG im Kanton Glarus übernimmt zuerst im Fenstersegment mit Wirkung 1. April 1976 den Alleinvertrieb für die Absatzgebieten Schweiz, Liechtenstein und [[ACO Italien|Italien]]. Das umfasst die ACO Komplett-Fenster für Stall- und Kellerbau, ACO Bitherm-Isolierfenster für Stall- und Gewerbebau, ACO Markant-Laibungsfenster, das ACO Perfekt Lichtschacht-System und sogar die ACO Step Schuhabstreifer sowie das ACO Sport-Programm. Schon per 1. Mai 1976 geht dieses Vertriebsprogramm für die Schweiz und Norditalien auf eine von der Seidendruckerei Mitlödi neu gegründete Vertriebsfirma über. Mit dem 1. Januar 1977 kommt das ACO DRAIN-Programm hinzu, auch für das Absatzgebiet Österreich, da der Vertrag mit Studer und Thomann am 31. Dezember 1976 endet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1973: Erste Fertigung von ACO-Polymerbeton im Ausland ===&lt;br /&gt;
Am 5. Februar 1973 startet ebenfalls in der Schweiz, bei der Seidendruckerei Mitlödi AG, erstmals eine Lizenzfertigung von ACO DRAIN im Ausland. Bereits ab Juni 1972 wird das Projekt konkret, die Umsetzung funktioniert am Ende fast reibungslos. Die Seidendruckerei investiert kräftig und stellt eine neue Fabrikhalle an ihrem Standort im Ort Mitlödi bereit. Die erforderliche Technik liefert ACO Rendsburg im Dezember zum Preis von 500.000,- DM. Angereiste ACO-Techniker montieren bis Anfang Februar 1973 die Maschinenanlage und begleiten danach auch die ersten zwei Wochen des Betriebes. Parallel sind zunächst drei Schweizer Mitarbeiter bei ACO in Reith auf der neuen Fertigung geschult bzw. eingearbeitet worden. Der Zulieferer für metallene Komponenten der DRAIN-Rinnen, der Gussroste, ist ACO Andernach. Einen Monat früher als ursprünglich angesetzt, kann die Produktion von ACO DRAIN auf dem neuen Fertigungsstrang schon am 5. Februar 1973 anlaufen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ACO DRAIN-Produktion in der Schweiz entwickelt sich langfristig positiv. Im ersten vollen Fertigungsjahr 1974 erwirtschaftet die Seidendruckerei, bei Verkaufserlösen von über 2,5 Millionen Schweizer Franken plus Lagerbeständen, einen Reingewinn von guten 226.000,- Franken.  Bereits im Herbst 1976 wird die Fertigung in Mitlödi erstmals umgebaut, d.h. auch optimiert und den Sicherheitsstandards angepasst. Ab Ende des Jahres fertigt die Seidendruckerei auf ihrer Polymerbetonanlage zudem in dem neuen Programm ACO SELF Entwässerung- und Bauelemente für Haus und Garten, dazu ACO ELASTIC-Randsteine und die ACO STEP-Schuhabstreifer. Keine drei Jahre später wird die Technik abermals umgebaut und modernisiert. Die nun neu installierte Polymeranlage für ein variables Gussprogramm läuft im April 1979 an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ACO Bauelemente Vertrieb ===&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1976 gründet die Seidendruckerei Mitlödi AG die Gesellschaft ACO Bauelemente Mitlödi AG - die Verwendung der ACO-Firmierung ist zugesichert. Die Vertriebsorganisation der ACO Bauelemente nimmt Sitz in Kilchberg bei Zürich und bearbeitet ab 1. Mai 1976 (Fenster u.a.), bzw. 1. Januar 1977 (ACO DRAIN) die Vertriebsprogramme. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ACO Bauelemente tritt damit die Nachfolge der Studer und Thomann AG an, die inzwischen eigene Pläne verfolgt: Der erste Partner in der Schweiz steigt selber in die Produktion von Entwässerungsrinnen ein. Studer und Thomanns ausgegründete Tochterfirma Poly-Bauelemente hat bis Herbst 1976 ihr System namens Polydrain marktreif und in Fabrikation. ACO ist über die Entwicklung im Bilde. Ab Januar 1977 wird Polydrain verkauft. Das System - die Rinne mit den &amp;quot;roten Punkt&amp;quot; - ähnelt ACO DRAIN sehr, wird auch in gleicher Weise beworben. Schon im Frühsommer 1977 gibt es mit dem ex-Partner erstmals eine Wettbewerbssituation am Rinnenmarkt, auch in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ACO Bauelemente AG ===&lt;br /&gt;
Der Ausdruck &amp;quot;ACO Schweiz&amp;quot; ist seit den 1970ern geläufig, doch er ist ein Sammelbegriff für die bis 1988 selbständigen Gesellschaften ACO Bauelemente AG und Seidendruckerei AG in Mitlödi. ACO Severin Ahlmann in Rendsburg ist an beiden in Minderheiten beteiligt. Mit Stichtag 1. Juli 1988 ändert sich das - es wird &amp;quot;entflechtet&amp;quot;. ACO Rendsburg übernimmt alle Anteile der Bauelemente AG, Severin Ahlmanns persönliche Anteile an der Seitendruckerei AG werden rückübertragen.  &lt;br /&gt;
Die ACO Bauelemente AG wird organisatorisch 100-prozentige Tochter der Severin Ahlmann Holding GmbH, dem Firmenmantel mit Sitz in Rendsburg, der ACOs ausländische Schwestergesellschaften hält. Erstmals sind alle europa- und weltweiten ACO-Gesellschaften unter einem Dach zusammengschlossen. Die Geschäfte in der Schweiz leitet weiterhin Peter Saredi, wie schon seit den 1970ern und noch in den 1990er Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neue &amp;quot;ACO Schweiz&amp;quot; - noch mit Sitz in Mitlödi - bleibt der Knotenpunkt für Produktion und Vertrieb im Alpenraum. So wird auch das Vertriebsbüro der ACO Bauelemente in Salzburg, Österreich, von hier betrieben. Regelmäßig stellen die Schweizer auf der zweijährig stattfindenden, wichtigsten überregionalen Messe Swissbau in Basel aus. Die 1989er Schau ist die bis dato erfolgreichste für ACO Bauelemente Mitlödi, das gesamte Lieferprogramm erzeugt Aufsehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ACO diversifiziert um 1990 die Produktpalette in der Schweiz weiter, zur breitest möglichen Bearbeitung der Märkte. Edelstahl und FARM werden forciert, dazu Sonderprodukte herausgebracht, etwa Kabelschächte für Italien oder spezielle ACO Schweiz Maschinenbauteile. Mit ACO PRO gelingen einige interessante Objekte: Das bekannteste liegt im Kanton Baselland und heißt &amp;quot;Anwiler Weiher&amp;quot;. Hier werden insgesamt 6 Amphibientunnel a 18 m sowie eine größere Anzahl Leitwände, Einlauf- und Stoppelemente geliefert. Insgesamt aber möchte ACO Schweiz bald auch in Segmenten der Baubranche Fuß fassen, die noch ohne ACO-Artikel auskommen müssen, etwa im Tunnelbau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1991: Neubau in Netstal ===&lt;br /&gt;
[[Datei:1.1.B 00249 199507NN ACOSchweiz,002.jpg|400px|thumb|right|Silotürme am ACO-Standort Netstal, 1995.]]&lt;br /&gt;
Am 16. August 1991 eröffnet in Netstal im Kanton Glarus, nur wenige Kilometer von Mitlödi entfernt, eine neues ACO-Werk. Der ansprechende Neubau vor Bergpanorama und auf der &amp;quot;grünen Wiese&amp;quot;, samt Feuchtbiotop auf dem Betriebshof, hat ein Architektenteam entworfen. Das gesamte Areal umfasst 30.000 m² gekaufter Landfläche, die zwar nicht sofort, doch 20 Jahre später voll genutzt werden. Im Inneren sind die völlig neuen Produktionsanlagen von ACO-Anlagentechniker Uwe Wunderlich geplant und gebaut worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Netstal löst Mitlödi nicht nur als Produktionsstandort, sondern auch als Verwaltungssitz ab. ACO Schweiz zieht um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kooperation und Akquisition ===&lt;br /&gt;
Mit Beginn der 1990er Jahre führt ACO Schweiz verschiedene ACO-Produktlinien neu ein. Etwa das ACO FARM-Sortiment, eine insgesamt nur kleine Sparte in der Schweiz, die ACO jedoch umgehend marktführend bedient. Auch die Linie ACO Segment wird erfolgreich. Ganz zentral ist nun zudem das ACO Edelstahl-Programm, das die Tür zur bekannten schweizerischen Lebensmittel- und Pharmaindustrie öffnet. Das ACO-Amphibienleitsystem sorgt in der Schweiz ja bereits für Aufmerksamkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Strategisch dringt ACO Schweizt auch in neue Produktbereiche vor. So entsteht im Tiefbaubereich eine Kooperation mit der Steinzeugfabrik Embrach AG im Kanton Zürich. Es wird der gemeinsame Markennahme STECO kreiert. Ziel des Zusammengehens ist es, im schweizerischen Tunnelbau mit Schalenelementen aus Polymerbeton dabei zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insbesondere aber kann ACO in den 1990er Jahren seine Marktposition durch Akquisitionen stärken. Zunächst übernimmt ACO in der deutschsprachigen Schweiz eine Agentur für hochwertige Tessiner Fassadensteine, sogenannte BKS-Steine, die besonders durch den Architekten Mario Botta bekannt geworden sind. 1994 folgt die Firma Inotec im Nachbarkanton St. Gallen, am Ende des Jahrzehnts der langjährige Wettbewerber Polybau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Inotec ===&lt;br /&gt;
Inotec in Sargans, unweit der Grenze zu Liechtenstein, ist Hersteller von  Edelstahl- sowie Baustahlartikeln, etwa Rinnen, Abläufen, Wannen und&lt;br /&gt;
Spezialprodukten. Die Firma passt gut ins ACO-Portfolio und wird per 1. Januar 1994 der ACO Bauelemente AG in Netstal angegliedert. Da die Produkte der neuen ACO-Schwester bereits früher die Materialtrennung Edelstahl-Baustahl notwendig machten, existieren zwei völlig autarke Fertigungen. In den Kernbereichen der Blechbearbeitung läßt ACO nun modernste, auch CNC-gesteuerte Maschinen installieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch ACO Schweiz setzt ab 1995 verstärkt auf den Werkstoff Edelstahl. Daher fokussiert sie und schafft sich in diesem Jahr durch die Neugründung der Inotec Edelstahltechnik AG, mit der ACO Bauelemente AG als Mehrheitsaktionärin, eine eigenständige Basis. Inotec Edelstahltechnik produziert noch einige Jahre ausschließlich im gut ausgestatteten Werk in Sagrans, zuletzt mit sechs Mitarbeitern. Ab 2003 wird der zentrale schweizerische Standort Netstal um 7200 m³ Lagerkapazität - vor allem durch einen Hallenneubau östlich des ACO-Areals in Richtung Linth - ausgebaut, so dass die Inotec AG hierher umziehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Polybau ===&lt;br /&gt;
Vor Ende der Dekade, entschließt sich ACO 1999 zur Übernahme der schweizerischen Firma Polybau in Bätterkinden. Das 1976 gegründete Unternehmen ist aus Studer und Thomann, dem früheren Vertriebspartner von ACO, hervorgegangen. Polybau hatte damals durch die Markteinführung der Polydrain-Rinne mit dem „roten Punkt“ für Aufsehen gesorgt und war zum Wettbewerber von ACO DRAIN aufgestiegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Polydrain-System wird in den nächsten Jahren Teil einer internationalen Multibrand-Strategie von ACO. Insbesondere ab dem 1. Juli 2005 ist das sichtbar, als Polydrain mit dem im Jahr 2003 erworbenen belgischen Wettbewerber Alfa Drain unter dem Namen Poly Alfa Gruppe zusammengeführt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 2003: ACO Passavant AG ===&lt;br /&gt;
Mit dem 1. Januar 2003 erfolgt die Vereinigung der bis dahin drei in Netstal ansässigen Firmen und ihrer rund 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die zusammen ACO Schweiz bilden: Die ACO Bauelemente AG, die Inotec Edelstahltechnik AG und die Passavant Netstal AG fusionieren zur ACO Passavant AG. Damit ist der Kern eines bereits im Jahr 2000 entwickelten Mehrjahresplan zur optimalen Nutzung von Synergien der Akquisitionen verwirklicht. Weiterer Bestandteil dieses Planes ist der Ausbau in Netstal um Hallen- und Lagerkapazität. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ACO Passavant AG bekommt es gleich mit Großprojekten im schweizerischen Tunnelbau zu tun. Aufträge im Jahr 2003 sind der Hafnerbergtunnel als Teil der Westumfahrung von Zürich und der Tunnel Gousse. 2004 werden drei weitere Objekte gebucht: Der Kirchenwaldtunnel an der Gotthard-Autobahn bei Luzern erhält auf ca. 3,5 km Schlitzrinnen, die einzeln mit 2,5 m Länge und einem Gewicht von über 700 kg die schwersten ACO Rinnen bislang sind. Im Tunnel St. Johann der Nordtangente Basel werden ca. 4,5 km Kabelkanälen und 2,7 km Schlitzrinnen verbaut, mehr als 8 km Rinnen und Randsteine kommen im Aeschertunnel der Westumfahrung Zürich hinzu. Diese Aufträge, jeweils mit Größenordnungen im siebenstelligen Schweizer Franken-Bereich, sichern die Auslastung der modernisierten Netstaler Gießmaschine über 2006 hinaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 1. Januar 2009 übernimmt ACO Schweiz von der Vigier Holding den langjährigen Hauptkonkurrenten für Polymerbetonteile am schweizerischen Tunnelmarkt, die Fritschi Bauelemente AG. Das bedeutet eine erhebliche Sortimentserweiterung im Tiefbau, etwa durch Artikel wie Schachtböden, Produkte zur Kanalsanierung, Ölabscheider, Pumpen-, Kabel- und Spezialschächte. Noch in 2009 ermöglicht die Fritschi-Akquise ACO Schweiz die Aufsetzung eines hochwertigen Straßenkanalgussprogramms. Insgesamt bietet die hochflexible Produktion in Gunzgen Möglichkeiten für neue Geschäftsfelder. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Edelstahlbereich akquiriert ACO Schweiz schon 2007 den Wettbewerber Hestag Entwässerungstechnik AG in Wangen. Die Ende 2008 abgeschlossene Integration bringt in der Schweiz die Marktführerschaft im Segment Entwässerung in Edelstahltechnik ein. Übrigens gehen nicht mehr benötigte Hestag-Maschinen 2009 auf Reise nach Dubai, zum Aufbau der dortigen Edelstahlfertigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Standort Netstal wächst in den 2010er Jahren gewaltig. Im Mai 2011 werden in Netstal 25.000 m² Gelände einer benachbarten Papierfabrik zugekauft, eine neue 5000 m² große Halle wird errichtet. 2017 startet der Bau einer weiteren Produktionshalle zur Erstellung einer auf Großteilfertigung ausgelegten Giessanlage, 2018 wird eröffnet.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>T berlinghoff</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.history.aco/index.php?title=WorkInProgress:ACO_Frankreich&amp;diff=2325</id>
		<title>WorkInProgress:ACO Frankreich</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.history.aco/index.php?title=WorkInProgress:ACO_Frankreich&amp;diff=2325"/>
		<updated>2020-12-10T10:38:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;T berlinghoff: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
=== Vertriebspartnerschaft in Frankreich ===&lt;br /&gt;
[[Datei:1.1.B 00322 1985NNNN ACOFrankreich001.jpg|400px|thumb|right|ACO France: Ein kontinuierlicher Weg zum Erfolg.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1.1.B 00067 19940505 Lichtschacht Konferrenz01 small.jpg|400px|thumb|right|Lichtschacht-Konferenz bei ACO France (Mai 1994).]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1.1.B 00366 199604NN BürogebäudeACOF,003.jpg|400px|thumb|right|Die neuen Bürogebäude in # kurz vor Fertigstellung der Außenanlagen (1996).]]&lt;br /&gt;
Der zweite Alleinvertrieb für ACO DRAIN in einem europäischen Absatzraum wird 1972 nach Frankreich vergeben. Ab dem 1. April gilt der Vertrag mit der Firmengruppe Ets. R. Lefèbure mit Sitz in Mantes-la-Jolie, der Vertrieb erfolgt zunächst nur in Nordfrankreich. Neben dem Verkauf auf eigene Rechnung gehört die weitere Bewerbung der Rinnen und die Erkundung neuen Absatzpotenzials zur Aufgabe von Lefèbure. Ab August 1975, wickelt die Ets. R. Lefèbure den ACO DRAIN-Verkauf über ihre eigene Vertriebsfirma I.B.M.C. in Paris ab. Dieser International Builder‘s Merchants Club ist bereits mit Wirkung 5. März 1973 als GmbH (frz. SARL) gegründet worden.  Aus der I.B.M.C. wird 1976/77 ACO France entwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1977: Gründung einer &amp;quot;ACO France&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
Der Export nach Frankreich dank Vertriebserfolg von I.B.M.C. nimmt 1975/76 eine Größenordnung von 20 % am gesamten ACO Drain-Umsatz an. Das macht eine ACO DRAIN-Fertigung vor Ort nicht nur lukrativ, sondern aus verschiedenen Gründen auch nötig: Verteuerungen durch ungünstige Währungsentwicklung, hohe Transportkosten, gebundene Kapazitäten im deutschen Werk ACO Reith, die Gefahr des Aufkommens eines günstigeren französischen Herstellers. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein neues Werk braucht allerdings Finanzmittel. Außerdem soll, anders als 1973 in der Schweiz, eine Produktionsfirma in Frankreich das Akronym ACO im Namen führen. Am 10. Februar 1977 wird die I.B.M.C. SARL/GmbH in eine Aktiengesellschaft (fz. S.A.) umgewandelt, wodurch de facto die erste ACO France-Gesellschaft entsteht. Die Umwandlung geht mit einer deutlichen Kapitalaufstockung von 50.000,- auf 600.000,- französische Francs seitens Mehrheitseigner Ets. R. Lefèbure einher. Zum 1. März 1977 gehen 49 % der Gesellschaftsanteile von Lefèbure an ACO Severin Ahlmann in Rendsburg über, bei Lefèbure verbleiben 51 %. Severin Ahlmann persönlich sowie sein Geschäftsführer Ernst Vollstedt treten in den Verwaltungsrat von I.B.M.C./ACO France ein, den Vorsitz übernimmt Patrice Lefèbure.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== DRAIN-Produktion in Frankreich ===&lt;br /&gt;
Die Realisierung der französischen Fertigung geht zügig voran. Im Oktober 1976 wird in Notre Dame de L'Isle, rund 35 km von Mantes-la-Jolie entfernt, ein Fabrikgebäude aus der Konkursmasse eines GFK-Bootsbauers ersteigert. Die Liegenschaft am Ufer der Seine bringt ideale Voraussetzungen mit, da sie schon zuvor diese Polyesterfertigung beherbergte. Sogar einheimische Arbeitskräfte mit Branchenerfahrung stehen zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umbau und technische Einrichtung können zwar nicht den ursprünglich angepeilten Mai 1977 einhalten, dennoch geht es zügig voran. Die eigentliche Polymerbetonanlage liefert ACO Rendsburg in einem Leasingmodell. Das deutsche Montageteam rückt am 10. Juli nach 13-stündiger Autofahrt an. Die Rinnenkomponenten Guss- und Stegroste werden später aus Deutschland zugeliefert. Am 23. Juli ist es soweit. Die Anlage wird erstmalig gestartet und die erste ACO DRAIN-Rinne &amp;quot;made in France&amp;quot; gegossen. Das neue Werk geht nun in den Testbetrieb und die Einarbeitung der anfangs rund 30 Beschäftigten. Die Fertigung läuft ab der zweiten Augusthälfte auf vollen Touren, feierlich eröffnet wird am 15. September. Neuer Firmensitz von I.B.M.C./ACO Frankreich ist nun Notre Dame de L'Isle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1978 zeigt sich deutlich, dass die neue Fertigung ihre Planungsziele auch bei voller Auslastung kaum erreichen kann. ACO Drain verkauft sich in Frankreich so gut, dass Rinnen aus Deutschland zugekauft werden müssen. Sukzessive werden die Kapazitäten vor Ort erhöht. In einigen Folgejahren, 1979 und '80 sowie 1983, ist I.B.M.C./ACO Frankreich nun in der Lage, ihrerseits Produktionsengpässe der deutschen Werke auszugleichen. Das alles sind Zeichen, dass ACO DRAIN 'boomt'.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1985: ACO Produits Polymères ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1983 ist die ACO Severin Ahlmann GmbH &amp;amp; Co. KG 100-prozentige Eigentümerin von I.B.M.C./ACO France, d.h. die Rendsburger kaufen alle Anteile am Schwesterunternehmen von Ets. R. Lefèbure auf. Dem voraus gehen Unstimmigkeiten zwischen den langjährigen Partnern, die im Mai mit einem Vorkaufsrecht der deutschen ACO über Aktien und Namensrechte gelöst werden. Zu einem Preis von fünf Millionen Francs wird die Übernahme bis Jahresende 1983 vollzogen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nahtlos arbeitet ACO Frankreich 1984 noch als I.B.M.C. weiter. Erst im September 1985 erfolgt die Umbenennung in ACO Produits Polymères. Im neuen Firmenlogo ist der Schriftzug in das corporate design von ACO integriert und als Warenzeichen in Frankreich ab November 1985 geschützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den weiteren 1980ern steigert ACO Frankreich kontinuierlich Produktionsausstoss und Umsatzzahlen, ist auf allen maßgeblichen Messen (BATIMAT/Bauen, SIMAVIP/Landwirtschaft) präsent, erobert Marktanteile und betätigt sich dazu in der Produktentwicklung. 1989 bringt man die selbst kreierte Schwimmbadrinne heraus, die erstmals in diesem Einsatzbereich vollständig aus Polymerbeton besteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neubau (und Expansion) ===&lt;br /&gt;
Anfang März 1990 kann ACO Frankreich neue, großzügigere Büroräume in Notre Dame de L'Isle beziehen. Parallel wird mit dem Neu- bzw. Umbau des Werkes am Standort begonnen - eine notwendige Maßnahme, stößt das expansive Geschäft in der 1977 &amp;quot;gebraucht&amp;quot; übernommenen Fabrik doch an seine Grenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:''[Info-Lücke]''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1997/98 führt ACO France das Neubauprojekt des spanischen Werkes in Macanet aus. Ohnehin arbeiten ACO Frankreich und Spanien eng zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den frühen 2000er Jahren führt ACO Frankreich neue Produktreihen ein, unter anderem Fett- und Ölabscheider, die Mulitiline Rinne, die Easydrain Rinne sowie Epur Produkte aus Edelstahl für den Küchenbereich. Das macht insbesondere neue Lagerkapazitäten nötig. 2005 wird eine neue Logistikhalle mit Büros von fast 2.300 m² in Notre Dame de L'Isle errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Ende der ersten Jahrzehnts im neuen Jahrtausend ist ACO Frankreich in die Bemühungen von ACOs South Western Europe Group (SWEG) um neue Märkte eingebunden. Von Frankreich aus wird der Umsatz in Nordafrika - Marokko, Tunesien, Algerien - angekurbelt. 2009 werden insbesondere ACO Sport Produkte für Sportstadien in Marrakesch und Tanger geliefert. Auch gelingt der Einstieg mit Entwässerungsrinnen für die Eisenbahn sowie mit Edelstahlprodukten für Hotelgruppen. Nach Tunis werden Ölabscheider geliefert.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>T berlinghoff</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.history.aco/index.php?title=WorkInProgress:ACO_Schweiz&amp;diff=2324</id>
		<title>WorkInProgress:ACO Schweiz</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.history.aco/index.php?title=WorkInProgress:ACO_Schweiz&amp;diff=2324"/>
		<updated>2020-12-09T12:40:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;T berlinghoff: /* ACO Bauelemente Vertrieb */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Aufbau des Produktvertriebes im Alpenraum ===&lt;br /&gt;
Ende 1970 gehen die Rendsburger eine erste Vertriebspartnerschaft zur Erschließung eines Marktes im europäischen Ausland für ACO DRAIN ein: Ab Dezember tätigt die Studer und Thomann AG im Kanton Zürich den Alleinvertrieb für die Schweiz, ab Mitte April 1973 auch für [[ACO Österreich|Österreich]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1976 und '77 wird das Vertriebskonzept für den Alpenraum geändert. Die Firma Seidendruckerei Mitlödi AG im Kanton Glarus übernimmt zuerst im Fenstersegment mit Wirkung 1. April 1976 den Alleinvertrieb für die Absatzgebieten Schweiz, Liechtenstein und [[ACO Italien|Italien]]. Das umfasst die ACO Komplett-Fenster für Stall- und Kellerbau, ACO Bitherm-Isolierfenster für Stall- und Gewerbebau, ACO Markant-Laibungsfenster, das ACO Perfekt Lichtschacht-System und sogar die ACO Step Schuhabstreifer sowie das ACO Sport-Programm. Schon per 1. Mai 1976 geht dieses Vertriebsprogramm für die Schweiz und Norditalien auf eine von der Seidendruckerei Mitlödi neu gegründete Vertriebsfirma über. Mit dem 1. Januar 1977 kommt das ACO DRAIN-Programm hinzu, auch für das Absatzgebiet Österreich, da der Vertrag mit Studer und Thomann am 31. Dezember 1976 endet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1973: Erste Fertigung von ACO-Polymerbeton im Ausland ===&lt;br /&gt;
Am 5. Februar 1973 startet ebenfalls in der Schweiz, bei der Seidendruckerei Mitlödi AG, erstmals eine Lizenzfertigung von ACO DRAIN im Ausland. Bereits ab Juni 1972 wird das Projekt konkret, die Umsetzung funktioniert am Ende fast reibungslos. Die Seidendruckerei investiert kräftig und stellt eine neue Fabrikhalle an ihrem Standort im Ort Mitlödi bereit. Die erforderliche Technik liefert ACO Rendsburg im Dezember zum Preis von 500.000,- DM. Angereiste ACO-Techniker montieren bis Anfang Februar 1973 die Maschinenanlage und begleiten danach auch die ersten zwei Wochen des Betriebes. Parallel sind zunächst drei Schweizer Mitarbeiter bei ACO in Reith auf der neuen Fertigung geschult bzw. eingearbeitet worden. Der Zulieferer für metallene Komponenten der DRAIN-Rinnen, der Gussroste, ist ACO Andernach. Einen Monat früher als ursprünglich angesetzt, kann die Produktion von ACO DRAIN auf dem neuen Fertigungsstrang schon am 5. Februar 1973 anlaufen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ACO DRAIN-Produktion in der Schweiz entwickelt sich langfristig positiv. Im ersten vollen Fertigungsjahr 1974 erwirtschaftet die Seidendruckerei, bei Verkaufserlösen von über 2,5 Millionen Schweizer Franken plus Lagerbeständen, einen Reingewinn von guten 226.000,- Franken.  Bereits im Herbst 1976 wird die Fertigung in Mitlödi erstmals umgebaut, d.h. auch optimiert und den Sicherheitsstandards angepasst. Ab Ende des Jahres fertigt die Seidendruckerei auf ihrer Polymerbetonanlage zudem in dem neuen Programm ACO SELF Entwässerung- und Bauelemente für Haus und Garten, dazu ACO ELASTIC-Randsteine und die ACO STEP-Schuhabstreifer. Keine drei Jahre später wird die Technik abermals umgebaut und modernisiert. Die nun neu installierte Polymeranlage für ein variables Gussprogramm läuft im April 1979 an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ACO Bauelemente Vertrieb ===&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1976 gründet die Seidendruckerei Mitlödi AG die Gesellschaft ACO Bauelemente Mitlödi AG - die Verwendung der ACO-Firmierung ist zugesichert. Die Vertriebsorganisation der ACO Bauelemente nimmt Sitz in Kilchberg bei Zürich und bearbeitet ab 1. Mai 1976 (Fenster u.a.), bzw. 1. Januar 1977 (ACO DRAIN) die Vertriebsprogramme. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ACO Bauelemente tritt damit die Nachfolge der Studer und Thomann AG an, die inzwischen eigene Pläne verfolgt: Der erste Partner in der Schweiz steigt selber in die Produktion von Entwässerungsrinnen ein. Studer und Thomanns ausgegründete Tochterfirma Poly-Bauelemente hat bis Herbst 1976 ihr System namens Polydrain marktreif und in Fabrikation. ACO ist über die Entwicklung im Bilde. Ab Januar 1977 wird Polydrain verkauft. Das System - die Rinne mit den &amp;quot;roten Punkt&amp;quot; - ähnelt ACO DRAIN sehr, wird auch in gleicher Weise beworben. Schon im Frühsommer 1977 gibt es mit dem ex-Partner erstmals eine Wettbewerbssituation am Rinnenmarkt, auch in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ACO Bauelemente AG ===&lt;br /&gt;
Der Ausdruck &amp;quot;ACO Schweiz&amp;quot; ist seit den 1970ern geläufig, doch er ist ein Sammelbegriff für die bis 1988 selbständigen Gesellschaften ACO Bauelemente AG und Seidendruckerei AG in Mitlödi. ACO Severin Ahlmann in Rendsburg ist an beiden in Minderheiten beteiligt. Mit Stichtag 1. Juli 1988 ändert sich das - es wird &amp;quot;entflechtet&amp;quot;. ACO Rendsburg übernimmt alle Anteile der Bauelemente AG, Severin Ahlmanns persönliche Anteile an der Seitendruckerei AG werden rückübertragen.  &lt;br /&gt;
Die ACO Bauelemente AG wird organisatorisch 100-prozentige Tochter der Severin Ahlmann Holding GmbH, dem Firmenmantel mit Sitz in Rendsburg, der ACOs ausländische Schwestergesellschaften hält. Erstmals sind alle europa- und weltweiten ACO-Gesellschaften unter einem Dach zusammengschlossen. Die Geschäfte in der Schweiz leitet weiterhin Peter Saredi, wie schon seit den 1970ern und noch in den 1990er Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neue &amp;quot;ACO Schweiz&amp;quot; - noch mit Sitz in Mitlödi - bleibt der Knotenpunkt für Produktion und Vertrieb im Alpenraum. So wird auch das Vertriebsbüro der ACO Bauelemente in Salzburg, Österreich, von hier betrieben. Regelmäßig stellen die Schweizer auf der zweijährig stattfindenden, wichtigsten überregionalen Messe Swissbau in Basel aus. Die 1989er Schau ist die bis dato erfolgreichste für ACO Bauelemente Mitlödi, das gesamte Lieferprogramm erzeugt Aufsehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ACO diversifiziert um 1990 die Produktpalette in der Schweiz weiter, zur breitest möglichen Bearbeitung der Märkte. Edelstahl und FARM werden forciert, dazu Sonderprodukte herausgebracht, etwa Kabelschächte für Italien oder spezielle ACO Schweiz Maschinenbauteile. Mit ACO PRO gelingen einige interessante Objekte: Das bekannteste liegt im Kanton Baselland und heißt &amp;quot;Anwiler Weiher&amp;quot;. Hier werden insgesamt 6 Amphibientunnel a 18 m sowie eine größere Anzahl Leitwände, Einlauf- und Stoppelemente geliefert. Insgesamt aber möchte ACO Schweiz bald auch in Segmenten der Baubranche Fuß fassen, die noch ohne ACO-Artikel auskommen müssen, etwa im Tunnelbau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1991: Neubau in Netstal ===&lt;br /&gt;
[[Datei:1.1.B 00249 199507NN ACOSchweiz,002.jpg|400px|thumb|right|Silotürme am ACO-Standort Netstal, 1995.]]&lt;br /&gt;
Am 16. August 1991 eröffnet in Netstal im Kanton Glarus, nur wenige Kilometer von Mitlödi entfernt, eine neues ACO-Werk. Der ansprechende Neubau vor Bergpanorama und auf der &amp;quot;grünen Wiese&amp;quot;, samt Feuchtbiotop auf dem Betriebshof, hat ein Architektenteam entworfen. Das gesamte Areal umfasst 30.000 m² gekaufter Landfläche, die zwar nicht sofort, doch 20 Jahre später voll genutzt werden. Im Inneren sind die völlig neuen Produktionsanlagen von ACO-Anlagentechniker Uwe Wunderlich geplant und gebaut worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Netstal löst Mitlödi nicht nur als Produktionsstandort, sondern auch als Verwaltungssitz ab. ACO Schweiz zieht um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kooperation und Akquisition ===&lt;br /&gt;
Mit Beginn der 1990er Jahre führt ACO Schweiz verschiedene ACO-Produktlinien neu ein. Etwa das ACO FARM-Sortiment, eine insgesamt nur kleine Sparte in der Schweiz, die ACO jedoch umgehend marktführend bedient. Auch die Linie ACO Segment wird erfolgreich. Ganz zentral ist nun zudem das ACO Edelstahl-Programm, das die Tür zur bekannten schweizerischen Lebensmittel- und Pharmaindustrie öffnet. Das ACO-Amphibienleitsystem sorgt in der Schweiz ja bereits für Aufmerksamkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Strategisch dringt ACO Schweizt auch in neue Produktbereiche vor. So entsteht im Tiefbaubereich eine Kooperation mit der Steinzeugfabrik Embrach AG im Kanton Zürich. Es wird der gemeinsame Markennahme STECO kreiert. Ziel des Zusammengehens ist es, im schweizerischen Tunnelbau mit Schalenelementen aus Polymerbeton dabei zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insbesondere aber kann ACO in den 1990er Jahren seine Marktposition durch Akquisitionen stärken. Zunächst übernimmt ACO in der deutschsprachigen Schweiz eine Agentur für hochwertige Tessiner Fassadensteine, sogenannte BKS-Steine, die besonders durch den Architekten Mario Botta bekannt geworden sind. 1994 folgt die Firma Inotec im Nachbarkanton St. Gallen, am Ende des Jahrzehnts der langjährige Wettbewerber Polybau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Inotec ===&lt;br /&gt;
Inotec in Sargans, unweit der Grenze zu Liechtenstein, ist Hersteller von  Edelstahl- sowie Baustahlartikeln, etwa Rinnen, Abläufen, Wannen und&lt;br /&gt;
Spezialprodukten. Die Firma passt gut ins ACO-Portfolio und wird per 1. Januar 1994 der ACO Bauelemente AG in Netstal angegliedert. Da die Produkte der neuen ACO-Schwester bereits früher die Materialtrennung Edelstahls-Baustahl notwendig machten, existieren zwei völlig autarke Fertigungen. In den Kernbereichen der Blechbearbeitung läßt ACO nun modernste, auch CNC-gesteuerte Maschinen installieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch ACO Schweiz setzt ab 1995 verstärkt auf den Werkstoff Edelstahl. Daher fokussiert sie und schafft sich in diesem Jahr durch die Neugründung der Inotec Edelstahltechnik AG, mit der ACO Bauelemente AG als Mehrheitsaktionärin, eine eigenständige Basis. Inotec Edelstahltechnik produziert noch einige Jahre ausschließlich im gut ausgestatteten Werk in Sagrans, zuletzt mit sechs Mitarbeitern. Ab 2003 wird der zentrale schweizerische Standort Netstal um 7200 m³ Lagerkapazität - vor allem durch einen Hallenneubau östlich des ACO-Areals in Richtung Linth - ausgebaut, so dass die Inotec AG hierher umziehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Polybau ===&lt;br /&gt;
Vor Ende der Dekade, entschließt sich ACO 1999 zur Übernahme der schweizerischen Firma Polybau in Bätterkinden. Das 1976 gegründete Unternehmen ist aus Studer und Thomann, dem früheren Vertriebspartner von ACO, hervorgegangen. Polybau hatte damals durch die Markteinführung der Polydrain-Rinne mit dem „roten Punkt“ für Aufsehen gesorgt und war zum Wettbewerber von ACO DRAIN aufgestiegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Polydrain-System wird in den nächsten Jahren Teil einer internationalen Multibrand-Strategie von ACO. Insbesondere ab dem 1. Juli 2005 ist das sichtbar, als Polydrain mit dem im Jahr 2003 erworbenen belgischen Wettbewerber Alfa Drain unter dem Namen Poly Alfa Gruppe zusammengeführt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 2003: ACO Passavant AG ===&lt;br /&gt;
Mit dem 1. Januar 2003 erfolgt die Vereinigung der bis dahin drei in Netstal ansässigen Firmen und ihrer rund 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die zusammen ACO Schweiz bilden: Die ACO Bauelemente AG, die Inotec Edelstahltechnik AG und die Passavant Netstal AG fusionieren zur ACO Passavant AG. Damit ist der Kern eines bereits im Jahr 2000 entwickelten Mehrjahresplan zur optimalen Nutzung von Synergien der Akquisitionen verwirklicht. Weiterer Bestandteil dieses Planes ist der Ausbau in Netstal um Hallen- und Lagerkapazität. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ACO Passavant AG bekommt es gleich mit Großprojekten im schweizerischen Tunnelbau zu tun. Aufträge im Jahr 2003 sind der Hafnerbergtunnel als Teil der Westumfahrung von Zürich und der Tunnel Gousse. 2004 werden drei weitere Objekte gebucht: Der Kirchenwaldtunnel an der Gotthard-Autobahn bei Luzern erhält auf ca. 3,5 km Schlitzrinnen, die einzeln mit 2,5 m Länge und einem Gewicht von über 700 kg die schwersten ACO Rinnen bislang sind. Im Tunnel St. Johann der Nordtangente Basel werden ca. 4,5 km Kabelkanälen und 2,7 km Schlitzrinnen verbaut, mehr als 8 km Rinnen und Randsteine kommen im Aeschertunnel der Westumfahrung Zürich hinzu. Diese Aufträge, jeweils mit Größenordnungen im siebenstelligen Schweizer Franken-Bereich, sichern die Auslastung der modernisierten Netstaler Gießmaschine über 2006 hinaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 1. Januar 2009 übernimmt ACO Schweiz von der Vigier Holding den langjährigen Hauptkonkurrenten für Polymerbetonteile am schweizerischen Tunnelmarkt, die Fritschi Bauelemente AG. Das bedeutet eine erhebliche Sortimentserweiterung im Tiefbau, etwa durch Artikel wie Schachtböden, Produkte zur Kanalsanierung, Ölabscheider, Pumpen-, Kabel- und Spezialschächte. Noch in 2009 ermöglicht die Fritschi-Akquise ACO Schweiz die Aufsetzung eines hochwertigen Straßenkanalgussprogramms. Insgesamt bietet die hochflexible Produktion in Gunzgen Möglichkeiten für neue Geschäftsfelder. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Edelstahlbereich akquiriert ACO Schweiz schon 2007 den Wettbewerber Hestag Entwässerungstechnik AG in Wangen. Die Ende 2008 abgeschlossene Integration bringt in der Schweiz die Marktführerschaft im Segment Entwässerung in Edelstahltechnik ein. Übrigens gehen nicht mehr benötigte Hestag-Maschinen 2009 auf Reise nach Dubai, zum Aufbau der dortigen Edelstahlfertigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Standort Netstal wächst in den 2010er Jahren gewaltig. Im Mai 2011 werden in Netstal 25.000 m² Gelände einer benachbarten Papierfabrik zugekauft, eine neue 5000 m² große Halle wird errichtet. 2017 startet der Bau einer weiteren Produktionshalle zur Erstellung einer auf Großteilfertigung ausgelegten Giessanlage, 2018 wird eröffnet.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>T berlinghoff</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.history.aco/index.php?title=WorkInProgress:ACO_Schweiz&amp;diff=2323</id>
		<title>WorkInProgress:ACO Schweiz</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.history.aco/index.php?title=WorkInProgress:ACO_Schweiz&amp;diff=2323"/>
		<updated>2020-12-09T12:36:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;T berlinghoff: /* Kooperation und Akquisition */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Aufbau des Produktvertriebes im Alpenraum ===&lt;br /&gt;
Ende 1970 gehen die Rendsburger eine erste Vertriebspartnerschaft zur Erschließung eines Marktes im europäischen Ausland für ACO DRAIN ein: Ab Dezember tätigt die Studer und Thomann AG im Kanton Zürich den Alleinvertrieb für die Schweiz, ab Mitte April 1973 auch für [[ACO Österreich|Österreich]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1976 und '77 wird das Vertriebskonzept für den Alpenraum geändert. Die Firma Seidendruckerei Mitlödi AG im Kanton Glarus übernimmt zuerst im Fenstersegment mit Wirkung 1. April 1976 den Alleinvertrieb für die Absatzgebieten Schweiz, Liechtenstein und [[ACO Italien|Italien]]. Das umfasst die ACO Komplett-Fenster für Stall- und Kellerbau, ACO Bitherm-Isolierfenster für Stall- und Gewerbebau, ACO Markant-Laibungsfenster, das ACO Perfekt Lichtschacht-System und sogar die ACO Step Schuhabstreifer sowie das ACO Sport-Programm. Schon per 1. Mai 1976 geht dieses Vertriebsprogramm für die Schweiz und Norditalien auf eine von der Seidendruckerei Mitlödi neu gegründete Vertriebsfirma über. Mit dem 1. Januar 1977 kommt das ACO DRAIN-Programm hinzu, auch für das Absatzgebiet Österreich, da der Vertrag mit Studer und Thomann am 31. Dezember 1976 endet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1973: Erste Fertigung von ACO-Polymerbeton im Ausland ===&lt;br /&gt;
Am 5. Februar 1973 startet ebenfalls in der Schweiz, bei der Seidendruckerei Mitlödi AG, erstmals eine Lizenzfertigung von ACO DRAIN im Ausland. Bereits ab Juni 1972 wird das Projekt konkret, die Umsetzung funktioniert am Ende fast reibungslos. Die Seidendruckerei investiert kräftig und stellt eine neue Fabrikhalle an ihrem Standort im Ort Mitlödi bereit. Die erforderliche Technik liefert ACO Rendsburg im Dezember zum Preis von 500.000,- DM. Angereiste ACO-Techniker montieren bis Anfang Februar 1973 die Maschinenanlage und begleiten danach auch die ersten zwei Wochen des Betriebes. Parallel sind zunächst drei Schweizer Mitarbeiter bei ACO in Reith auf der neuen Fertigung geschult bzw. eingearbeitet worden. Der Zulieferer für metallene Komponenten der DRAIN-Rinnen, der Gussroste, ist ACO Andernach. Einen Monat früher als ursprünglich angesetzt, kann die Produktion von ACO DRAIN auf dem neuen Fertigungsstrang schon am 5. Februar 1973 anlaufen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ACO DRAIN-Produktion in der Schweiz entwickelt sich langfristig positiv. Im ersten vollen Fertigungsjahr 1974 erwirtschaftet die Seidendruckerei, bei Verkaufserlösen von über 2,5 Millionen Schweizer Franken plus Lagerbeständen, einen Reingewinn von guten 226.000,- Franken.  Bereits im Herbst 1976 wird die Fertigung in Mitlödi erstmals umgebaut, d.h. auch optimiert und den Sicherheitsstandards angepasst. Ab Ende des Jahres fertigt die Seidendruckerei auf ihrer Polymerbetonanlage zudem in dem neuen Programm ACO SELF Entwässerung- und Bauelemente für Haus und Garten, dazu ACO ELASTIC-Randsteine und die ACO STEP-Schuhabstreifer. Keine drei Jahre später wird die Technik abermals umgebaut und modernisiert. Die nun neu installierte Polymeranlage für ein variables Gussprogramm läuft im April 1979 an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ACO Bauelemente Vertrieb ===&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1976 gründet die Seidendruckerei Mitlödi AG die Gesellschaft ACO Bauelemente Mitlödi - die Verwendung der ACO-Firmierung ist zugesichert. Die Vertriebsorganisation der ACO Bauelemente nimmt Sitz in Kilchberg bei Zürich und bearbeitet ab 1. Mai 1976 (Fenster u.a.), bzw. 1. Januar 1977 (ACO DRAIN) die Vertriebsprogramme. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ACO Bauelemente tritt damit die Nachfolge der Studer und Thomann AG an, die inzwischen eigene Pläne verfolgt: Der erste Partner in der Schweiz steigt selber in die Produktion von Entwässerungsrinnen ein. Studer und Thomanns ausgegründete Tochterfirma Poly-Bauelemente hat bis Herbst 1976 ihr System namens Polydrain marktreif und in Fabrikation. ACO ist über die Entwicklung im Bilde. Ab Januar 1977 wird Polydrain verkauft. Das System - die Rinne mit den &amp;quot;roten Punkt&amp;quot; - ähnelt ACO DRAIN sehr, wird auch in gleicher Weise beworben. Schon im Frühsommer 1977 gibt es mit dem ex-Partner erstmals eine Wettbewerbssituation am Rinnenmarkt, auch in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ACO Bauelemente AG ===&lt;br /&gt;
Der Ausdruck &amp;quot;ACO Schweiz&amp;quot; ist seit den 1970ern geläufig, doch er ist ein Sammelbegriff für die bis 1988 selbständigen Gesellschaften ACO Bauelemente AG und Seidendruckerei AG in Mitlödi. ACO Severin Ahlmann in Rendsburg ist an beiden in Minderheiten beteiligt. Mit Stichtag 1. Juli 1988 ändert sich das - es wird &amp;quot;entflechtet&amp;quot;. ACO Rendsburg übernimmt alle Anteile der Bauelemente AG, Severin Ahlmanns persönliche Anteile an der Seitendruckerei AG werden rückübertragen.  &lt;br /&gt;
Die ACO Bauelemente AG wird organisatorisch 100-prozentige Tochter der Severin Ahlmann Holding GmbH, dem Firmenmantel mit Sitz in Rendsburg, der ACOs ausländische Schwestergesellschaften hält. Erstmals sind alle europa- und weltweiten ACO-Gesellschaften unter einem Dach zusammengschlossen. Die Geschäfte in der Schweiz leitet weiterhin Peter Saredi, wie schon seit den 1970ern und noch in den 1990er Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neue &amp;quot;ACO Schweiz&amp;quot; - noch mit Sitz in Mitlödi - bleibt der Knotenpunkt für Produktion und Vertrieb im Alpenraum. So wird auch das Vertriebsbüro der ACO Bauelemente in Salzburg, Österreich, von hier betrieben. Regelmäßig stellen die Schweizer auf der zweijährig stattfindenden, wichtigsten überregionalen Messe Swissbau in Basel aus. Die 1989er Schau ist die bis dato erfolgreichste für ACO Bauelemente Mitlödi, das gesamte Lieferprogramm erzeugt Aufsehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ACO diversifiziert um 1990 die Produktpalette in der Schweiz weiter, zur breitest möglichen Bearbeitung der Märkte. Edelstahl und FARM werden forciert, dazu Sonderprodukte herausgebracht, etwa Kabelschächte für Italien oder spezielle ACO Schweiz Maschinenbauteile. Mit ACO PRO gelingen einige interessante Objekte: Das bekannteste liegt im Kanton Baselland und heißt &amp;quot;Anwiler Weiher&amp;quot;. Hier werden insgesamt 6 Amphibientunnel a 18 m sowie eine größere Anzahl Leitwände, Einlauf- und Stoppelemente geliefert. Insgesamt aber möchte ACO Schweiz bald auch in Segmenten der Baubranche Fuß fassen, die noch ohne ACO-Artikel auskommen müssen, etwa im Tunnelbau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1991: Neubau in Netstal ===&lt;br /&gt;
[[Datei:1.1.B 00249 199507NN ACOSchweiz,002.jpg|400px|thumb|right|Silotürme am ACO-Standort Netstal, 1995.]]&lt;br /&gt;
Am 16. August 1991 eröffnet in Netstal im Kanton Glarus, nur wenige Kilometer von Mitlödi entfernt, eine neues ACO-Werk. Der ansprechende Neubau vor Bergpanorama und auf der &amp;quot;grünen Wiese&amp;quot;, samt Feuchtbiotop auf dem Betriebshof, hat ein Architektenteam entworfen. Das gesamte Areal umfasst 30.000 m² gekaufter Landfläche, die zwar nicht sofort, doch 20 Jahre später voll genutzt werden. Im Inneren sind die völlig neuen Produktionsanlagen von ACO-Anlagentechniker Uwe Wunderlich geplant und gebaut worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Netstal löst Mitlödi nicht nur als Produktionsstandort, sondern auch als Verwaltungssitz ab. ACO Schweiz zieht um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kooperation und Akquisition ===&lt;br /&gt;
Mit Beginn der 1990er Jahre führt ACO Schweiz verschiedene ACO-Produktlinien neu ein. Etwa das ACO FARM-Sortiment, eine insgesamt nur kleine Sparte in der Schweiz, die ACO jedoch umgehend marktführend bedient. Auch die Linie ACO Segment wird erfolgreich. Ganz zentral ist nun zudem das ACO Edelstahl-Programm, das die Tür zur bekannten schweizerischen Lebensmittel- und Pharmaindustrie öffnet. Das ACO-Amphibienleitsystem sorgt in der Schweiz ja bereits für Aufmerksamkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Strategisch dringt ACO Schweizt auch in neue Produktbereiche vor. So entsteht im Tiefbaubereich eine Kooperation mit der Steinzeugfabrik Embrach AG im Kanton Zürich. Es wird der gemeinsame Markennahme STECO kreiert. Ziel des Zusammengehens ist es, im schweizerischen Tunnelbau mit Schalenelementen aus Polymerbeton dabei zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insbesondere aber kann ACO in den 1990er Jahren seine Marktposition durch Akquisitionen stärken. Zunächst übernimmt ACO in der deutschsprachigen Schweiz eine Agentur für hochwertige Tessiner Fassadensteine, sogenannte BKS-Steine, die besonders durch den Architekten Mario Botta bekannt geworden sind. 1994 folgt die Firma Inotec im Nachbarkanton St. Gallen, am Ende des Jahrzehnts der langjährige Wettbewerber Polybau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Inotec ===&lt;br /&gt;
Inotec in Sargans, unweit der Grenze zu Liechtenstein, ist Hersteller von  Edelstahl- sowie Baustahlartikeln, etwa Rinnen, Abläufen, Wannen und&lt;br /&gt;
Spezialprodukten. Die Firma passt gut ins ACO-Portfolio und wird per 1. Januar 1994 der ACO Bauelemente AG in Netstal angegliedert. Da die Produkte der neuen ACO-Schwester bereits früher die Materialtrennung Edelstahls-Baustahl notwendig machten, existieren zwei völlig autarke Fertigungen. In den Kernbereichen der Blechbearbeitung läßt ACO nun modernste, auch CNC-gesteuerte Maschinen installieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch ACO Schweiz setzt ab 1995 verstärkt auf den Werkstoff Edelstahl. Daher fokussiert sie und schafft sich in diesem Jahr durch die Neugründung der Inotec Edelstahltechnik AG, mit der ACO Bauelemente AG als Mehrheitsaktionärin, eine eigenständige Basis. Inotec Edelstahltechnik produziert noch einige Jahre ausschließlich im gut ausgestatteten Werk in Sagrans, zuletzt mit sechs Mitarbeitern. Ab 2003 wird der zentrale schweizerische Standort Netstal um 7200 m³ Lagerkapazität - vor allem durch einen Hallenneubau östlich des ACO-Areals in Richtung Linth - ausgebaut, so dass die Inotec AG hierher umziehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Polybau ===&lt;br /&gt;
Vor Ende der Dekade, entschließt sich ACO 1999 zur Übernahme der schweizerischen Firma Polybau in Bätterkinden. Das 1976 gegründete Unternehmen ist aus Studer und Thomann, dem früheren Vertriebspartner von ACO, hervorgegangen. Polybau hatte damals durch die Markteinführung der Polydrain-Rinne mit dem „roten Punkt“ für Aufsehen gesorgt und war zum Wettbewerber von ACO DRAIN aufgestiegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Polydrain-System wird in den nächsten Jahren Teil einer internationalen Multibrand-Strategie von ACO. Insbesondere ab dem 1. Juli 2005 ist das sichtbar, als Polydrain mit dem im Jahr 2003 erworbenen belgischen Wettbewerber Alfa Drain unter dem Namen Poly Alfa Gruppe zusammengeführt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 2003: ACO Passavant AG ===&lt;br /&gt;
Mit dem 1. Januar 2003 erfolgt die Vereinigung der bis dahin drei in Netstal ansässigen Firmen und ihrer rund 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die zusammen ACO Schweiz bilden: Die ACO Bauelemente AG, die Inotec Edelstahltechnik AG und die Passavant Netstal AG fusionieren zur ACO Passavant AG. Damit ist der Kern eines bereits im Jahr 2000 entwickelten Mehrjahresplan zur optimalen Nutzung von Synergien der Akquisitionen verwirklicht. Weiterer Bestandteil dieses Planes ist der Ausbau in Netstal um Hallen- und Lagerkapazität. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ACO Passavant AG bekommt es gleich mit Großprojekten im schweizerischen Tunnelbau zu tun. Aufträge im Jahr 2003 sind der Hafnerbergtunnel als Teil der Westumfahrung von Zürich und der Tunnel Gousse. 2004 werden drei weitere Objekte gebucht: Der Kirchenwaldtunnel an der Gotthard-Autobahn bei Luzern erhält auf ca. 3,5 km Schlitzrinnen, die einzeln mit 2,5 m Länge und einem Gewicht von über 700 kg die schwersten ACO Rinnen bislang sind. Im Tunnel St. Johann der Nordtangente Basel werden ca. 4,5 km Kabelkanälen und 2,7 km Schlitzrinnen verbaut, mehr als 8 km Rinnen und Randsteine kommen im Aeschertunnel der Westumfahrung Zürich hinzu. Diese Aufträge, jeweils mit Größenordnungen im siebenstelligen Schweizer Franken-Bereich, sichern die Auslastung der modernisierten Netstaler Gießmaschine über 2006 hinaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 1. Januar 2009 übernimmt ACO Schweiz von der Vigier Holding den langjährigen Hauptkonkurrenten für Polymerbetonteile am schweizerischen Tunnelmarkt, die Fritschi Bauelemente AG. Das bedeutet eine erhebliche Sortimentserweiterung im Tiefbau, etwa durch Artikel wie Schachtböden, Produkte zur Kanalsanierung, Ölabscheider, Pumpen-, Kabel- und Spezialschächte. Noch in 2009 ermöglicht die Fritschi-Akquise ACO Schweiz die Aufsetzung eines hochwertigen Straßenkanalgussprogramms. Insgesamt bietet die hochflexible Produktion in Gunzgen Möglichkeiten für neue Geschäftsfelder. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Edelstahlbereich akquiriert ACO Schweiz schon 2007 den Wettbewerber Hestag Entwässerungstechnik AG in Wangen. Die Ende 2008 abgeschlossene Integration bringt in der Schweiz die Marktführerschaft im Segment Entwässerung in Edelstahltechnik ein. Übrigens gehen nicht mehr benötigte Hestag-Maschinen 2009 auf Reise nach Dubai, zum Aufbau der dortigen Edelstahlfertigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Standort Netstal wächst in den 2010er Jahren gewaltig. Im Mai 2011 werden in Netstal 25.000 m² Gelände einer benachbarten Papierfabrik zugekauft, eine neue 5000 m² große Halle wird errichtet. 2017 startet der Bau einer weiteren Produktionshalle zur Erstellung einer auf Großteilfertigung ausgelegten Giessanlage, 2018 wird eröffnet.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>T berlinghoff</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.history.aco/index.php?title=WorkInProgress:ACO_Schweiz&amp;diff=2322</id>
		<title>WorkInProgress:ACO Schweiz</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.history.aco/index.php?title=WorkInProgress:ACO_Schweiz&amp;diff=2322"/>
		<updated>2020-12-09T12:36:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;T berlinghoff: /* ACO Bauelemente AG */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Aufbau des Produktvertriebes im Alpenraum ===&lt;br /&gt;
Ende 1970 gehen die Rendsburger eine erste Vertriebspartnerschaft zur Erschließung eines Marktes im europäischen Ausland für ACO DRAIN ein: Ab Dezember tätigt die Studer und Thomann AG im Kanton Zürich den Alleinvertrieb für die Schweiz, ab Mitte April 1973 auch für [[ACO Österreich|Österreich]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1976 und '77 wird das Vertriebskonzept für den Alpenraum geändert. Die Firma Seidendruckerei Mitlödi AG im Kanton Glarus übernimmt zuerst im Fenstersegment mit Wirkung 1. April 1976 den Alleinvertrieb für die Absatzgebieten Schweiz, Liechtenstein und [[ACO Italien|Italien]]. Das umfasst die ACO Komplett-Fenster für Stall- und Kellerbau, ACO Bitherm-Isolierfenster für Stall- und Gewerbebau, ACO Markant-Laibungsfenster, das ACO Perfekt Lichtschacht-System und sogar die ACO Step Schuhabstreifer sowie das ACO Sport-Programm. Schon per 1. Mai 1976 geht dieses Vertriebsprogramm für die Schweiz und Norditalien auf eine von der Seidendruckerei Mitlödi neu gegründete Vertriebsfirma über. Mit dem 1. Januar 1977 kommt das ACO DRAIN-Programm hinzu, auch für das Absatzgebiet Österreich, da der Vertrag mit Studer und Thomann am 31. Dezember 1976 endet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1973: Erste Fertigung von ACO-Polymerbeton im Ausland ===&lt;br /&gt;
Am 5. Februar 1973 startet ebenfalls in der Schweiz, bei der Seidendruckerei Mitlödi AG, erstmals eine Lizenzfertigung von ACO DRAIN im Ausland. Bereits ab Juni 1972 wird das Projekt konkret, die Umsetzung funktioniert am Ende fast reibungslos. Die Seidendruckerei investiert kräftig und stellt eine neue Fabrikhalle an ihrem Standort im Ort Mitlödi bereit. Die erforderliche Technik liefert ACO Rendsburg im Dezember zum Preis von 500.000,- DM. Angereiste ACO-Techniker montieren bis Anfang Februar 1973 die Maschinenanlage und begleiten danach auch die ersten zwei Wochen des Betriebes. Parallel sind zunächst drei Schweizer Mitarbeiter bei ACO in Reith auf der neuen Fertigung geschult bzw. eingearbeitet worden. Der Zulieferer für metallene Komponenten der DRAIN-Rinnen, der Gussroste, ist ACO Andernach. Einen Monat früher als ursprünglich angesetzt, kann die Produktion von ACO DRAIN auf dem neuen Fertigungsstrang schon am 5. Februar 1973 anlaufen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ACO DRAIN-Produktion in der Schweiz entwickelt sich langfristig positiv. Im ersten vollen Fertigungsjahr 1974 erwirtschaftet die Seidendruckerei, bei Verkaufserlösen von über 2,5 Millionen Schweizer Franken plus Lagerbeständen, einen Reingewinn von guten 226.000,- Franken.  Bereits im Herbst 1976 wird die Fertigung in Mitlödi erstmals umgebaut, d.h. auch optimiert und den Sicherheitsstandards angepasst. Ab Ende des Jahres fertigt die Seidendruckerei auf ihrer Polymerbetonanlage zudem in dem neuen Programm ACO SELF Entwässerung- und Bauelemente für Haus und Garten, dazu ACO ELASTIC-Randsteine und die ACO STEP-Schuhabstreifer. Keine drei Jahre später wird die Technik abermals umgebaut und modernisiert. Die nun neu installierte Polymeranlage für ein variables Gussprogramm läuft im April 1979 an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ACO Bauelemente Vertrieb ===&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1976 gründet die Seidendruckerei Mitlödi AG die Gesellschaft ACO Bauelemente Mitlödi - die Verwendung der ACO-Firmierung ist zugesichert. Die Vertriebsorganisation der ACO Bauelemente nimmt Sitz in Kilchberg bei Zürich und bearbeitet ab 1. Mai 1976 (Fenster u.a.), bzw. 1. Januar 1977 (ACO DRAIN) die Vertriebsprogramme. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ACO Bauelemente tritt damit die Nachfolge der Studer und Thomann AG an, die inzwischen eigene Pläne verfolgt: Der erste Partner in der Schweiz steigt selber in die Produktion von Entwässerungsrinnen ein. Studer und Thomanns ausgegründete Tochterfirma Poly-Bauelemente hat bis Herbst 1976 ihr System namens Polydrain marktreif und in Fabrikation. ACO ist über die Entwicklung im Bilde. Ab Januar 1977 wird Polydrain verkauft. Das System - die Rinne mit den &amp;quot;roten Punkt&amp;quot; - ähnelt ACO DRAIN sehr, wird auch in gleicher Weise beworben. Schon im Frühsommer 1977 gibt es mit dem ex-Partner erstmals eine Wettbewerbssituation am Rinnenmarkt, auch in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ACO Bauelemente AG ===&lt;br /&gt;
Der Ausdruck &amp;quot;ACO Schweiz&amp;quot; ist seit den 1970ern geläufig, doch er ist ein Sammelbegriff für die bis 1988 selbständigen Gesellschaften ACO Bauelemente AG und Seidendruckerei AG in Mitlödi. ACO Severin Ahlmann in Rendsburg ist an beiden in Minderheiten beteiligt. Mit Stichtag 1. Juli 1988 ändert sich das - es wird &amp;quot;entflechtet&amp;quot;. ACO Rendsburg übernimmt alle Anteile der Bauelemente AG, Severin Ahlmanns persönliche Anteile an der Seitendruckerei AG werden rückübertragen.  &lt;br /&gt;
Die ACO Bauelemente AG wird organisatorisch 100-prozentige Tochter der Severin Ahlmann Holding GmbH, dem Firmenmantel mit Sitz in Rendsburg, der ACOs ausländische Schwestergesellschaften hält. Erstmals sind alle europa- und weltweiten ACO-Gesellschaften unter einem Dach zusammengschlossen. Die Geschäfte in der Schweiz leitet weiterhin Peter Saredi, wie schon seit den 1970ern und noch in den 1990er Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neue &amp;quot;ACO Schweiz&amp;quot; - noch mit Sitz in Mitlödi - bleibt der Knotenpunkt für Produktion und Vertrieb im Alpenraum. So wird auch das Vertriebsbüro der ACO Bauelemente in Salzburg, Österreich, von hier betrieben. Regelmäßig stellen die Schweizer auf der zweijährig stattfindenden, wichtigsten überregionalen Messe Swissbau in Basel aus. Die 1989er Schau ist die bis dato erfolgreichste für ACO Bauelemente Mitlödi, das gesamte Lieferprogramm erzeugt Aufsehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ACO diversifiziert um 1990 die Produktpalette in der Schweiz weiter, zur breitest möglichen Bearbeitung der Märkte. Edelstahl und FARM werden forciert, dazu Sonderprodukte herausgebracht, etwa Kabelschächte für Italien oder spezielle ACO Schweiz Maschinenbauteile. Mit ACO PRO gelingen einige interessante Objekte: Das bekannteste liegt im Kanton Baselland und heißt &amp;quot;Anwiler Weiher&amp;quot;. Hier werden insgesamt 6 Amphibientunnel a 18 m sowie eine größere Anzahl Leitwände, Einlauf- und Stoppelemente geliefert. Insgesamt aber möchte ACO Schweiz bald auch in Segmenten der Baubranche Fuß fassen, die noch ohne ACO-Artikel auskommen müssen, etwa im Tunnelbau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1991: Neubau in Netstal ===&lt;br /&gt;
[[Datei:1.1.B 00249 199507NN ACOSchweiz,002.jpg|400px|thumb|right|Silotürme am ACO-Standort Netstal, 1995.]]&lt;br /&gt;
Am 16. August 1991 eröffnet in Netstal im Kanton Glarus, nur wenige Kilometer von Mitlödi entfernt, eine neues ACO-Werk. Der ansprechende Neubau vor Bergpanorama und auf der &amp;quot;grünen Wiese&amp;quot;, samt Feuchtbiotop auf dem Betriebshof, hat ein Architektenteam entworfen. Das gesamte Areal umfasst 30.000 m² gekaufter Landfläche, die zwar nicht sofort, doch 20 Jahre später voll genutzt werden. Im Inneren sind die völlig neuen Produktionsanlagen von ACO-Anlagentechniker Uwe Wunderlich geplant und gebaut worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Netstal löst Mitlödi nicht nur als Produktionsstandort, sondern auch als Verwaltungssitz ab. ACO Schweiz zieht um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kooperation und Akquisition ===&lt;br /&gt;
Mit Beginn der 1990er Jahre führt ACO Schweiz verschiedene ACO-Produktlinien neu ein. Etwa das ACO FARM-Sortiment, eine insgesamt nur kleine Sparte in der Schweiz, die ACO jedoch umgehend marktführend bedient. Auch die Linie ACO Segment wird erfolgreich. Ganz zentral ist nun zudem das ACO Edelstahl-Programm, das die Tür zur bekannten schweizerischen Lebensmittel- und Pharmaindustrie öffnet. Das ACO-Amphibienleitsystem sorgt in der Schweiz ja bereits für Aufmerksamkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Strategisch dringt ACO Schweizt auch in neue Produktbereiche vor. So entsteht im Tiefbaubereich eine Kooperation mit der Steinzeugfabrik Embrach AG im Kanton Zürich. Es wird der gemeinsame Markennahme STECO kreiert. Ziel ist des Zusammengehenss ist es, im schweizerischen Tunnelbau mit Schalenelementen aus Polymerbeton dabei zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insbesondere aber kann ACO in den 1990er Jahren seine Marktposition durch Akquisitionen stärken. Zunächst übernimmt ACO in der deutschsprachigen Schweiz eine Agentur für hochwertige Tessiner Fassadensteine, sogenannte BKS-Steine, die besonders durch den Architekten Mario Botta bekannt geworden sind. 1994 folgt die Firma Inotec im Nachbarkanton St. Gallen, am Ende des Jahrzehnts der langjährige Wettbewerber Polybau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Inotec ===&lt;br /&gt;
Inotec in Sargans, unweit der Grenze zu Liechtenstein, ist Hersteller von  Edelstahl- sowie Baustahlartikeln, etwa Rinnen, Abläufen, Wannen und&lt;br /&gt;
Spezialprodukten. Die Firma passt gut ins ACO-Portfolio und wird per 1. Januar 1994 der ACO Bauelemente AG in Netstal angegliedert. Da die Produkte der neuen ACO-Schwester bereits früher die Materialtrennung Edelstahls-Baustahl notwendig machten, existieren zwei völlig autarke Fertigungen. In den Kernbereichen der Blechbearbeitung läßt ACO nun modernste, auch CNC-gesteuerte Maschinen installieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch ACO Schweiz setzt ab 1995 verstärkt auf den Werkstoff Edelstahl. Daher fokussiert sie und schafft sich in diesem Jahr durch die Neugründung der Inotec Edelstahltechnik AG, mit der ACO Bauelemente AG als Mehrheitsaktionärin, eine eigenständige Basis. Inotec Edelstahltechnik produziert noch einige Jahre ausschließlich im gut ausgestatteten Werk in Sagrans, zuletzt mit sechs Mitarbeitern. Ab 2003 wird der zentrale schweizerische Standort Netstal um 7200 m³ Lagerkapazität - vor allem durch einen Hallenneubau östlich des ACO-Areals in Richtung Linth - ausgebaut, so dass die Inotec AG hierher umziehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Polybau ===&lt;br /&gt;
Vor Ende der Dekade, entschließt sich ACO 1999 zur Übernahme der schweizerischen Firma Polybau in Bätterkinden. Das 1976 gegründete Unternehmen ist aus Studer und Thomann, dem früheren Vertriebspartner von ACO, hervorgegangen. Polybau hatte damals durch die Markteinführung der Polydrain-Rinne mit dem „roten Punkt“ für Aufsehen gesorgt und war zum Wettbewerber von ACO DRAIN aufgestiegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Polydrain-System wird in den nächsten Jahren Teil einer internationalen Multibrand-Strategie von ACO. Insbesondere ab dem 1. Juli 2005 ist das sichtbar, als Polydrain mit dem im Jahr 2003 erworbenen belgischen Wettbewerber Alfa Drain unter dem Namen Poly Alfa Gruppe zusammengeführt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 2003: ACO Passavant AG ===&lt;br /&gt;
Mit dem 1. Januar 2003 erfolgt die Vereinigung der bis dahin drei in Netstal ansässigen Firmen und ihrer rund 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die zusammen ACO Schweiz bilden: Die ACO Bauelemente AG, die Inotec Edelstahltechnik AG und die Passavant Netstal AG fusionieren zur ACO Passavant AG. Damit ist der Kern eines bereits im Jahr 2000 entwickelten Mehrjahresplan zur optimalen Nutzung von Synergien der Akquisitionen verwirklicht. Weiterer Bestandteil dieses Planes ist der Ausbau in Netstal um Hallen- und Lagerkapazität. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ACO Passavant AG bekommt es gleich mit Großprojekten im schweizerischen Tunnelbau zu tun. Aufträge im Jahr 2003 sind der Hafnerbergtunnel als Teil der Westumfahrung von Zürich und der Tunnel Gousse. 2004 werden drei weitere Objekte gebucht: Der Kirchenwaldtunnel an der Gotthard-Autobahn bei Luzern erhält auf ca. 3,5 km Schlitzrinnen, die einzeln mit 2,5 m Länge und einem Gewicht von über 700 kg die schwersten ACO Rinnen bislang sind. Im Tunnel St. Johann der Nordtangente Basel werden ca. 4,5 km Kabelkanälen und 2,7 km Schlitzrinnen verbaut, mehr als 8 km Rinnen und Randsteine kommen im Aeschertunnel der Westumfahrung Zürich hinzu. Diese Aufträge, jeweils mit Größenordnungen im siebenstelligen Schweizer Franken-Bereich, sichern die Auslastung der modernisierten Netstaler Gießmaschine über 2006 hinaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 1. Januar 2009 übernimmt ACO Schweiz von der Vigier Holding den langjährigen Hauptkonkurrenten für Polymerbetonteile am schweizerischen Tunnelmarkt, die Fritschi Bauelemente AG. Das bedeutet eine erhebliche Sortimentserweiterung im Tiefbau, etwa durch Artikel wie Schachtböden, Produkte zur Kanalsanierung, Ölabscheider, Pumpen-, Kabel- und Spezialschächte. Noch in 2009 ermöglicht die Fritschi-Akquise ACO Schweiz die Aufsetzung eines hochwertigen Straßenkanalgussprogramms. Insgesamt bietet die hochflexible Produktion in Gunzgen Möglichkeiten für neue Geschäftsfelder. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Edelstahlbereich akquiriert ACO Schweiz schon 2007 den Wettbewerber Hestag Entwässerungstechnik AG in Wangen. Die Ende 2008 abgeschlossene Integration bringt in der Schweiz die Marktführerschaft im Segment Entwässerung in Edelstahltechnik ein. Übrigens gehen nicht mehr benötigte Hestag-Maschinen 2009 auf Reise nach Dubai, zum Aufbau der dortigen Edelstahlfertigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Standort Netstal wächst in den 2010er Jahren gewaltig. Im Mai 2011 werden in Netstal 25.000 m² Gelände einer benachbarten Papierfabrik zugekauft, eine neue 5000 m² große Halle wird errichtet. 2017 startet der Bau einer weiteren Produktionshalle zur Erstellung einer auf Großteilfertigung ausgelegten Giessanlage, 2018 wird eröffnet.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>T berlinghoff</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.history.aco/index.php?title=WorkInProgress:ACO_Schweiz&amp;diff=2321</id>
		<title>WorkInProgress:ACO Schweiz</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.history.aco/index.php?title=WorkInProgress:ACO_Schweiz&amp;diff=2321"/>
		<updated>2020-12-09T12:32:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;T berlinghoff: /* ACO Bauelemente AG */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Aufbau des Produktvertriebes im Alpenraum ===&lt;br /&gt;
Ende 1970 gehen die Rendsburger eine erste Vertriebspartnerschaft zur Erschließung eines Marktes im europäischen Ausland für ACO DRAIN ein: Ab Dezember tätigt die Studer und Thomann AG im Kanton Zürich den Alleinvertrieb für die Schweiz, ab Mitte April 1973 auch für [[ACO Österreich|Österreich]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1976 und '77 wird das Vertriebskonzept für den Alpenraum geändert. Die Firma Seidendruckerei Mitlödi AG im Kanton Glarus übernimmt zuerst im Fenstersegment mit Wirkung 1. April 1976 den Alleinvertrieb für die Absatzgebieten Schweiz, Liechtenstein und [[ACO Italien|Italien]]. Das umfasst die ACO Komplett-Fenster für Stall- und Kellerbau, ACO Bitherm-Isolierfenster für Stall- und Gewerbebau, ACO Markant-Laibungsfenster, das ACO Perfekt Lichtschacht-System und sogar die ACO Step Schuhabstreifer sowie das ACO Sport-Programm. Schon per 1. Mai 1976 geht dieses Vertriebsprogramm für die Schweiz und Norditalien auf eine von der Seidendruckerei Mitlödi neu gegründete Vertriebsfirma über. Mit dem 1. Januar 1977 kommt das ACO DRAIN-Programm hinzu, auch für das Absatzgebiet Österreich, da der Vertrag mit Studer und Thomann am 31. Dezember 1976 endet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1973: Erste Fertigung von ACO-Polymerbeton im Ausland ===&lt;br /&gt;
Am 5. Februar 1973 startet ebenfalls in der Schweiz, bei der Seidendruckerei Mitlödi AG, erstmals eine Lizenzfertigung von ACO DRAIN im Ausland. Bereits ab Juni 1972 wird das Projekt konkret, die Umsetzung funktioniert am Ende fast reibungslos. Die Seidendruckerei investiert kräftig und stellt eine neue Fabrikhalle an ihrem Standort im Ort Mitlödi bereit. Die erforderliche Technik liefert ACO Rendsburg im Dezember zum Preis von 500.000,- DM. Angereiste ACO-Techniker montieren bis Anfang Februar 1973 die Maschinenanlage und begleiten danach auch die ersten zwei Wochen des Betriebes. Parallel sind zunächst drei Schweizer Mitarbeiter bei ACO in Reith auf der neuen Fertigung geschult bzw. eingearbeitet worden. Der Zulieferer für metallene Komponenten der DRAIN-Rinnen, der Gussroste, ist ACO Andernach. Einen Monat früher als ursprünglich angesetzt, kann die Produktion von ACO DRAIN auf dem neuen Fertigungsstrang schon am 5. Februar 1973 anlaufen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ACO DRAIN-Produktion in der Schweiz entwickelt sich langfristig positiv. Im ersten vollen Fertigungsjahr 1974 erwirtschaftet die Seidendruckerei, bei Verkaufserlösen von über 2,5 Millionen Schweizer Franken plus Lagerbeständen, einen Reingewinn von guten 226.000,- Franken.  Bereits im Herbst 1976 wird die Fertigung in Mitlödi erstmals umgebaut, d.h. auch optimiert und den Sicherheitsstandards angepasst. Ab Ende des Jahres fertigt die Seidendruckerei auf ihrer Polymerbetonanlage zudem in dem neuen Programm ACO SELF Entwässerung- und Bauelemente für Haus und Garten, dazu ACO ELASTIC-Randsteine und die ACO STEP-Schuhabstreifer. Keine drei Jahre später wird die Technik abermals umgebaut und modernisiert. Die nun neu installierte Polymeranlage für ein variables Gussprogramm läuft im April 1979 an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ACO Bauelemente Vertrieb ===&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1976 gründet die Seidendruckerei Mitlödi AG die Gesellschaft ACO Bauelemente Mitlödi - die Verwendung der ACO-Firmierung ist zugesichert. Die Vertriebsorganisation der ACO Bauelemente nimmt Sitz in Kilchberg bei Zürich und bearbeitet ab 1. Mai 1976 (Fenster u.a.), bzw. 1. Januar 1977 (ACO DRAIN) die Vertriebsprogramme. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ACO Bauelemente tritt damit die Nachfolge der Studer und Thomann AG an, die inzwischen eigene Pläne verfolgt: Der erste Partner in der Schweiz steigt selber in die Produktion von Entwässerungsrinnen ein. Studer und Thomanns ausgegründete Tochterfirma Poly-Bauelemente hat bis Herbst 1976 ihr System namens Polydrain marktreif und in Fabrikation. ACO ist über die Entwicklung im Bilde. Ab Januar 1977 wird Polydrain verkauft. Das System - die Rinne mit den &amp;quot;roten Punkt&amp;quot; - ähnelt ACO DRAIN sehr, wird auch in gleicher Weise beworben. Schon im Frühsommer 1977 gibt es mit dem ex-Partner erstmals eine Wettbewerbssituation am Rinnenmarkt, auch in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ACO Bauelemente AG ===&lt;br /&gt;
Der Ausdruck &amp;quot;ACO Schweiz&amp;quot; ist seit den 1970ern geläufig, doch er ist ein Sammelbegriff für die bis 1988 selbständigen Gesellschaften ACO Bauelemente AG und Seidendruckerei AG in Mitlödi. ACO Severin Ahlmann in Rendsburg ist an beiden in Minderheiten beteiligt. Mit Stichtag 1. Juli 1988 ändert sich das - es wird &amp;quot;entflechtet&amp;quot;. ACO Rendsburg übernimmt alle Anteile der Bauelemente AG, Severin Ahlmanns persönliche Anteile an der Seitendruckerei AG werden rückübertragen.  &lt;br /&gt;
Die ACO Bauelemente AG wird organisatorisch 100-prozentige Tochter der Severin Ahlmann Holding GmbH, dem Firmenmantel mit Sitz in Rendsburg, der ACOs ausländische Schwestergesellschaften hält. Erstmals sind alle europa- und weltweiten ACO-Gesellschaften unter einem Dach zusammengschlossen. Die Geschäfte in der Schweiz leitet weiterhin Peter Saredi, wie schon seit den 1970ern und noch in den 1990er Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neue &amp;quot;ACO Schweiz&amp;quot; - noch mit Sitz in Mitlödi - bleibt der Knotenpunkt für Produktion und Vertrieb im Alpenraum. So wird auch das Vertriebsbüro der ACO Bauelemente in Salzburg, Österreich, von hier betrieben. Regelmäßig stellen die Schweizer auf der zweijährig stattfindenden, wichtigsten überregionalen Messe Swissbau in Basel aus. Die 1989er Schau ist die bis dato erfolgreichste für ACO Bauelemente Mitlödi, das gesamte Lieferprogramm erzeugt Aufsehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ACO diversifiziert um 1990 die Produktpalette in der Schweiz weiter, zur breitest möglichen Bearbeitung der Märkte. Edelstahl und FARM werden forciert, dazu Sonderprodukte herausgebracht, etwa Kabelschächte für Italien oder spezielle ACO Schweiz Maschinenbauteile. Mit ACO PRO gelingen einige interessante Objekte: Das bekannteste liegt im Kanton Baselland und heißt &amp;quot;Anwiler Weiher&amp;quot;. Hier werden insgesamt 6 Amphibientunnel a 18 m sowie eine größere Anzahl Leitwände, Einlauf- und Stoppelemente geliefert. Insgesamt möchte ACO Schweiz aber bald auch in neue Segmente der Baubranche vordringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1991: Neubau in Netstal ===&lt;br /&gt;
[[Datei:1.1.B 00249 199507NN ACOSchweiz,002.jpg|400px|thumb|right|Silotürme am ACO-Standort Netstal, 1995.]]&lt;br /&gt;
Am 16. August 1991 eröffnet in Netstal im Kanton Glarus, nur wenige Kilometer von Mitlödi entfernt, eine neues ACO-Werk. Der ansprechende Neubau vor Bergpanorama und auf der &amp;quot;grünen Wiese&amp;quot;, samt Feuchtbiotop auf dem Betriebshof, hat ein Architektenteam entworfen. Das gesamte Areal umfasst 30.000 m² gekaufter Landfläche, die zwar nicht sofort, doch 20 Jahre später voll genutzt werden. Im Inneren sind die völlig neuen Produktionsanlagen von ACO-Anlagentechniker Uwe Wunderlich geplant und gebaut worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Netstal löst Mitlödi nicht nur als Produktionsstandort, sondern auch als Verwaltungssitz ab. ACO Schweiz zieht um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kooperation und Akquisition ===&lt;br /&gt;
Mit Beginn der 1990er Jahre führt ACO Schweiz verschiedene ACO-Produktlinien neu ein. Etwa das ACO FARM-Sortiment, eine insgesamt nur kleine Sparte in der Schweiz, die ACO jedoch umgehend marktführend bedient. Auch die Linie ACO Segment wird erfolgreich. Ganz zentral ist nun zudem das ACO Edelstahl-Programm, das die Tür zur bekannten schweizerischen Lebensmittel- und Pharmaindustrie öffnet. Das ACO-Amphibienleitsystem sorgt in der Schweiz ja bereits für Aufmerksamkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Strategisch dringt ACO Schweizt auch in neue Produktbereiche vor. So entsteht im Tiefbaubereich eine Kooperation mit der Steinzeugfabrik Embrach AG im Kanton Zürich. Es wird der gemeinsame Markennahme STECO kreiert. Ziel ist des Zusammengehenss ist es, im schweizerischen Tunnelbau mit Schalenelementen aus Polymerbeton dabei zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insbesondere aber kann ACO in den 1990er Jahren seine Marktposition durch Akquisitionen stärken. Zunächst übernimmt ACO in der deutschsprachigen Schweiz eine Agentur für hochwertige Tessiner Fassadensteine, sogenannte BKS-Steine, die besonders durch den Architekten Mario Botta bekannt geworden sind. 1994 folgt die Firma Inotec im Nachbarkanton St. Gallen, am Ende des Jahrzehnts der langjährige Wettbewerber Polybau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Inotec ===&lt;br /&gt;
Inotec in Sargans, unweit der Grenze zu Liechtenstein, ist Hersteller von  Edelstahl- sowie Baustahlartikeln, etwa Rinnen, Abläufen, Wannen und&lt;br /&gt;
Spezialprodukten. Die Firma passt gut ins ACO-Portfolio und wird per 1. Januar 1994 der ACO Bauelemente AG in Netstal angegliedert. Da die Produkte der neuen ACO-Schwester bereits früher die Materialtrennung Edelstahls-Baustahl notwendig machten, existieren zwei völlig autarke Fertigungen. In den Kernbereichen der Blechbearbeitung läßt ACO nun modernste, auch CNC-gesteuerte Maschinen installieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch ACO Schweiz setzt ab 1995 verstärkt auf den Werkstoff Edelstahl. Daher fokussiert sie und schafft sich in diesem Jahr durch die Neugründung der Inotec Edelstahltechnik AG, mit der ACO Bauelemente AG als Mehrheitsaktionärin, eine eigenständige Basis. Inotec Edelstahltechnik produziert noch einige Jahre ausschließlich im gut ausgestatteten Werk in Sagrans, zuletzt mit sechs Mitarbeitern. Ab 2003 wird der zentrale schweizerische Standort Netstal um 7200 m³ Lagerkapazität - vor allem durch einen Hallenneubau östlich des ACO-Areals in Richtung Linth - ausgebaut, so dass die Inotec AG hierher umziehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Polybau ===&lt;br /&gt;
Vor Ende der Dekade, entschließt sich ACO 1999 zur Übernahme der schweizerischen Firma Polybau in Bätterkinden. Das 1976 gegründete Unternehmen ist aus Studer und Thomann, dem früheren Vertriebspartner von ACO, hervorgegangen. Polybau hatte damals durch die Markteinführung der Polydrain-Rinne mit dem „roten Punkt“ für Aufsehen gesorgt und war zum Wettbewerber von ACO DRAIN aufgestiegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Polydrain-System wird in den nächsten Jahren Teil einer internationalen Multibrand-Strategie von ACO. Insbesondere ab dem 1. Juli 2005 ist das sichtbar, als Polydrain mit dem im Jahr 2003 erworbenen belgischen Wettbewerber Alfa Drain unter dem Namen Poly Alfa Gruppe zusammengeführt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 2003: ACO Passavant AG ===&lt;br /&gt;
Mit dem 1. Januar 2003 erfolgt die Vereinigung der bis dahin drei in Netstal ansässigen Firmen und ihrer rund 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die zusammen ACO Schweiz bilden: Die ACO Bauelemente AG, die Inotec Edelstahltechnik AG und die Passavant Netstal AG fusionieren zur ACO Passavant AG. Damit ist der Kern eines bereits im Jahr 2000 entwickelten Mehrjahresplan zur optimalen Nutzung von Synergien der Akquisitionen verwirklicht. Weiterer Bestandteil dieses Planes ist der Ausbau in Netstal um Hallen- und Lagerkapazität. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ACO Passavant AG bekommt es gleich mit Großprojekten im schweizerischen Tunnelbau zu tun. Aufträge im Jahr 2003 sind der Hafnerbergtunnel als Teil der Westumfahrung von Zürich und der Tunnel Gousse. 2004 werden drei weitere Objekte gebucht: Der Kirchenwaldtunnel an der Gotthard-Autobahn bei Luzern erhält auf ca. 3,5 km Schlitzrinnen, die einzeln mit 2,5 m Länge und einem Gewicht von über 700 kg die schwersten ACO Rinnen bislang sind. Im Tunnel St. Johann der Nordtangente Basel werden ca. 4,5 km Kabelkanälen und 2,7 km Schlitzrinnen verbaut, mehr als 8 km Rinnen und Randsteine kommen im Aeschertunnel der Westumfahrung Zürich hinzu. Diese Aufträge, jeweils mit Größenordnungen im siebenstelligen Schweizer Franken-Bereich, sichern die Auslastung der modernisierten Netstaler Gießmaschine über 2006 hinaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 1. Januar 2009 übernimmt ACO Schweiz von der Vigier Holding den langjährigen Hauptkonkurrenten für Polymerbetonteile am schweizerischen Tunnelmarkt, die Fritschi Bauelemente AG. Das bedeutet eine erhebliche Sortimentserweiterung im Tiefbau, etwa durch Artikel wie Schachtböden, Produkte zur Kanalsanierung, Ölabscheider, Pumpen-, Kabel- und Spezialschächte. Noch in 2009 ermöglicht die Fritschi-Akquise ACO Schweiz die Aufsetzung eines hochwertigen Straßenkanalgussprogramms. Insgesamt bietet die hochflexible Produktion in Gunzgen Möglichkeiten für neue Geschäftsfelder. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Edelstahlbereich akquiriert ACO Schweiz schon 2007 den Wettbewerber Hestag Entwässerungstechnik AG in Wangen. Die Ende 2008 abgeschlossene Integration bringt in der Schweiz die Marktführerschaft im Segment Entwässerung in Edelstahltechnik ein. Übrigens gehen nicht mehr benötigte Hestag-Maschinen 2009 auf Reise nach Dubai, zum Aufbau der dortigen Edelstahlfertigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Standort Netstal wächst in den 2010er Jahren gewaltig. Im Mai 2011 werden in Netstal 25.000 m² Gelände einer benachbarten Papierfabrik zugekauft, eine neue 5000 m² große Halle wird errichtet. 2017 startet der Bau einer weiteren Produktionshalle zur Erstellung einer auf Großteilfertigung ausgelegten Giessanlage, 2018 wird eröffnet.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>T berlinghoff</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.history.aco/index.php?title=WorkInProgress:ACO_Schweiz&amp;diff=2320</id>
		<title>WorkInProgress:ACO Schweiz</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.history.aco/index.php?title=WorkInProgress:ACO_Schweiz&amp;diff=2320"/>
		<updated>2020-12-09T12:30:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;T berlinghoff: /* Kooperation und Akquisition */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Aufbau des Produktvertriebes im Alpenraum ===&lt;br /&gt;
Ende 1970 gehen die Rendsburger eine erste Vertriebspartnerschaft zur Erschließung eines Marktes im europäischen Ausland für ACO DRAIN ein: Ab Dezember tätigt die Studer und Thomann AG im Kanton Zürich den Alleinvertrieb für die Schweiz, ab Mitte April 1973 auch für [[ACO Österreich|Österreich]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1976 und '77 wird das Vertriebskonzept für den Alpenraum geändert. Die Firma Seidendruckerei Mitlödi AG im Kanton Glarus übernimmt zuerst im Fenstersegment mit Wirkung 1. April 1976 den Alleinvertrieb für die Absatzgebieten Schweiz, Liechtenstein und [[ACO Italien|Italien]]. Das umfasst die ACO Komplett-Fenster für Stall- und Kellerbau, ACO Bitherm-Isolierfenster für Stall- und Gewerbebau, ACO Markant-Laibungsfenster, das ACO Perfekt Lichtschacht-System und sogar die ACO Step Schuhabstreifer sowie das ACO Sport-Programm. Schon per 1. Mai 1976 geht dieses Vertriebsprogramm für die Schweiz und Norditalien auf eine von der Seidendruckerei Mitlödi neu gegründete Vertriebsfirma über. Mit dem 1. Januar 1977 kommt das ACO DRAIN-Programm hinzu, auch für das Absatzgebiet Österreich, da der Vertrag mit Studer und Thomann am 31. Dezember 1976 endet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1973: Erste Fertigung von ACO-Polymerbeton im Ausland ===&lt;br /&gt;
Am 5. Februar 1973 startet ebenfalls in der Schweiz, bei der Seidendruckerei Mitlödi AG, erstmals eine Lizenzfertigung von ACO DRAIN im Ausland. Bereits ab Juni 1972 wird das Projekt konkret, die Umsetzung funktioniert am Ende fast reibungslos. Die Seidendruckerei investiert kräftig und stellt eine neue Fabrikhalle an ihrem Standort im Ort Mitlödi bereit. Die erforderliche Technik liefert ACO Rendsburg im Dezember zum Preis von 500.000,- DM. Angereiste ACO-Techniker montieren bis Anfang Februar 1973 die Maschinenanlage und begleiten danach auch die ersten zwei Wochen des Betriebes. Parallel sind zunächst drei Schweizer Mitarbeiter bei ACO in Reith auf der neuen Fertigung geschult bzw. eingearbeitet worden. Der Zulieferer für metallene Komponenten der DRAIN-Rinnen, der Gussroste, ist ACO Andernach. Einen Monat früher als ursprünglich angesetzt, kann die Produktion von ACO DRAIN auf dem neuen Fertigungsstrang schon am 5. Februar 1973 anlaufen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ACO DRAIN-Produktion in der Schweiz entwickelt sich langfristig positiv. Im ersten vollen Fertigungsjahr 1974 erwirtschaftet die Seidendruckerei, bei Verkaufserlösen von über 2,5 Millionen Schweizer Franken plus Lagerbeständen, einen Reingewinn von guten 226.000,- Franken.  Bereits im Herbst 1976 wird die Fertigung in Mitlödi erstmals umgebaut, d.h. auch optimiert und den Sicherheitsstandards angepasst. Ab Ende des Jahres fertigt die Seidendruckerei auf ihrer Polymerbetonanlage zudem in dem neuen Programm ACO SELF Entwässerung- und Bauelemente für Haus und Garten, dazu ACO ELASTIC-Randsteine und die ACO STEP-Schuhabstreifer. Keine drei Jahre später wird die Technik abermals umgebaut und modernisiert. Die nun neu installierte Polymeranlage für ein variables Gussprogramm läuft im April 1979 an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ACO Bauelemente Vertrieb ===&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1976 gründet die Seidendruckerei Mitlödi AG die Gesellschaft ACO Bauelemente Mitlödi - die Verwendung der ACO-Firmierung ist zugesichert. Die Vertriebsorganisation der ACO Bauelemente nimmt Sitz in Kilchberg bei Zürich und bearbeitet ab 1. Mai 1976 (Fenster u.a.), bzw. 1. Januar 1977 (ACO DRAIN) die Vertriebsprogramme. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ACO Bauelemente tritt damit die Nachfolge der Studer und Thomann AG an, die inzwischen eigene Pläne verfolgt: Der erste Partner in der Schweiz steigt selber in die Produktion von Entwässerungsrinnen ein. Studer und Thomanns ausgegründete Tochterfirma Poly-Bauelemente hat bis Herbst 1976 ihr System namens Polydrain marktreif und in Fabrikation. ACO ist über die Entwicklung im Bilde. Ab Januar 1977 wird Polydrain verkauft. Das System - die Rinne mit den &amp;quot;roten Punkt&amp;quot; - ähnelt ACO DRAIN sehr, wird auch in gleicher Weise beworben. Schon im Frühsommer 1977 gibt es mit dem ex-Partner erstmals eine Wettbewerbssituation am Rinnenmarkt, auch in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ACO Bauelemente AG ===&lt;br /&gt;
Der Ausdruck &amp;quot;ACO Schweiz&amp;quot; ist seit den 1970ern geläufig, doch er ist ein Sammelbegriff für die bis 1988 selbständigen Gesellschaften ACO Bauelemente AG und Seidendruckerei AG in Mitlödi. ACO Severin Ahlmann in Rendsburg ist an beiden in Minderheiten beteiligt. Mit Stichtag 1. Juli 1988 ändert sich das - es wird &amp;quot;entflechtet&amp;quot;. ACO Rendsburg übernimmt alle Anteile der Bauelemente AG, Severin Ahlmanns persönliche Anteile an der Seitendruckerei AG werden rückübertragen.  &lt;br /&gt;
Die ACO Bauelemente AG wird organisatorisch 100-prozentige Tochter der Severin Ahlmann Holding GmbH, dem Firmenmantel mit Sitz in Rendsburg, der ACOs ausländische Schwestergesellschaften hält. Erstmals sind alle europa- und weltweiten ACO-Gesellschaften unter einem Dach zusammengschlossen. Die Geschäfte in der Schweiz leitet weiterhin Peter Saredi, wie schon seit den 1970ern und noch in den 1990er Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neue &amp;quot;ACO Schweiz&amp;quot; - noch mit Sitz in Mitlödi - bleibt der Knotenpunkt für Produktion und Vertrieb im Alpenraum. So wird auch das Vertriebsbüro der ACO Bauelemente in Salzburg, Österreich, von hier betrieben. Regelmäßig stellen die Schweizer auf der zweijährig stattfindenden, wichtigsten überregionalen Messe Swissbau in Basel aus. Die 1989er Schau ist die bis dato erfolgreichste für ACO Bauelemente Mitlödi, das gesamte Lieferprogramm erzeugt Aufsehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ACO diversifiziert um 1990 die Produktpalette in der Schweiz weiter, zur breitest möglichen Bearbeitung der Märkte. Edelstahl und FARM werden forciert, dazu Sonderprodukte herausgebracht, etwa Kabelschächte für Italien oder spezielle ACO Schweiz Maschinenbauteile. Mit ACO PRO gelingen einige interessante Objekte: Das bekannteste liegt im Kanton Baselland und heißt &amp;quot;Anwiler Weiher&amp;quot;. Hier werden insgesamt 6 Amphibientunnel a 18 m sowie eine größere Anzahl Leitwände, Einlauf- und Stoppelemente geliefert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber auch durch Kooperationen mit anderen Unternehmen möchte ACO in neue Produktbereiche vordringen. So wird im Tiefbaubereich eine Kooperation mit der Steinzeugfabrik Embrach AG  eingegangen und der gemeinsame Markenname STECO kreiert. Ziel ist es, besonders im schweizerischen Tunnelbau mit Schalenelementen aus Polymerbeton dabei zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1991: Neubau in Netstal ===&lt;br /&gt;
[[Datei:1.1.B 00249 199507NN ACOSchweiz,002.jpg|400px|thumb|right|Silotürme am ACO-Standort Netstal, 1995.]]&lt;br /&gt;
Am 16. August 1991 eröffnet in Netstal im Kanton Glarus, nur wenige Kilometer von Mitlödi entfernt, eine neues ACO-Werk. Der ansprechende Neubau vor Bergpanorama und auf der &amp;quot;grünen Wiese&amp;quot;, samt Feuchtbiotop auf dem Betriebshof, hat ein Architektenteam entworfen. Das gesamte Areal umfasst 30.000 m² gekaufter Landfläche, die zwar nicht sofort, doch 20 Jahre später voll genutzt werden. Im Inneren sind die völlig neuen Produktionsanlagen von ACO-Anlagentechniker Uwe Wunderlich geplant und gebaut worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Netstal löst Mitlödi nicht nur als Produktionsstandort, sondern auch als Verwaltungssitz ab. ACO Schweiz zieht um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kooperation und Akquisition ===&lt;br /&gt;
Mit Beginn der 1990er Jahre führt ACO Schweiz verschiedene ACO-Produktlinien neu ein. Etwa das ACO FARM-Sortiment, eine insgesamt nur kleine Sparte in der Schweiz, die ACO jedoch umgehend marktführend bedient. Auch die Linie ACO Segment wird erfolgreich. Ganz zentral ist nun zudem das ACO Edelstahl-Programm, das die Tür zur bekannten schweizerischen Lebensmittel- und Pharmaindustrie öffnet. Das ACO-Amphibienleitsystem sorgt in der Schweiz ja bereits für Aufmerksamkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Strategisch dringt ACO Schweizt auch in neue Produktbereiche vor. So entsteht im Tiefbaubereich eine Kooperation mit der Steinzeugfabrik Embrach AG im Kanton Zürich. Es wird der gemeinsame Markennahme STECO kreiert. Ziel ist des Zusammengehenss ist es, im schweizerischen Tunnelbau mit Schalenelementen aus Polymerbeton dabei zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insbesondere aber kann ACO in den 1990er Jahren seine Marktposition durch Akquisitionen stärken. Zunächst übernimmt ACO in der deutschsprachigen Schweiz eine Agentur für hochwertige Tessiner Fassadensteine, sogenannte BKS-Steine, die besonders durch den Architekten Mario Botta bekannt geworden sind. 1994 folgt die Firma Inotec im Nachbarkanton St. Gallen, am Ende des Jahrzehnts der langjährige Wettbewerber Polybau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Inotec ===&lt;br /&gt;
Inotec in Sargans, unweit der Grenze zu Liechtenstein, ist Hersteller von  Edelstahl- sowie Baustahlartikeln, etwa Rinnen, Abläufen, Wannen und&lt;br /&gt;
Spezialprodukten. Die Firma passt gut ins ACO-Portfolio und wird per 1. Januar 1994 der ACO Bauelemente AG in Netstal angegliedert. Da die Produkte der neuen ACO-Schwester bereits früher die Materialtrennung Edelstahls-Baustahl notwendig machten, existieren zwei völlig autarke Fertigungen. In den Kernbereichen der Blechbearbeitung läßt ACO nun modernste, auch CNC-gesteuerte Maschinen installieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch ACO Schweiz setzt ab 1995 verstärkt auf den Werkstoff Edelstahl. Daher fokussiert sie und schafft sich in diesem Jahr durch die Neugründung der Inotec Edelstahltechnik AG, mit der ACO Bauelemente AG als Mehrheitsaktionärin, eine eigenständige Basis. Inotec Edelstahltechnik produziert noch einige Jahre ausschließlich im gut ausgestatteten Werk in Sagrans, zuletzt mit sechs Mitarbeitern. Ab 2003 wird der zentrale schweizerische Standort Netstal um 7200 m³ Lagerkapazität - vor allem durch einen Hallenneubau östlich des ACO-Areals in Richtung Linth - ausgebaut, so dass die Inotec AG hierher umziehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Polybau ===&lt;br /&gt;
Vor Ende der Dekade, entschließt sich ACO 1999 zur Übernahme der schweizerischen Firma Polybau in Bätterkinden. Das 1976 gegründete Unternehmen ist aus Studer und Thomann, dem früheren Vertriebspartner von ACO, hervorgegangen. Polybau hatte damals durch die Markteinführung der Polydrain-Rinne mit dem „roten Punkt“ für Aufsehen gesorgt und war zum Wettbewerber von ACO DRAIN aufgestiegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Polydrain-System wird in den nächsten Jahren Teil einer internationalen Multibrand-Strategie von ACO. Insbesondere ab dem 1. Juli 2005 ist das sichtbar, als Polydrain mit dem im Jahr 2003 erworbenen belgischen Wettbewerber Alfa Drain unter dem Namen Poly Alfa Gruppe zusammengeführt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 2003: ACO Passavant AG ===&lt;br /&gt;
Mit dem 1. Januar 2003 erfolgt die Vereinigung der bis dahin drei in Netstal ansässigen Firmen und ihrer rund 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die zusammen ACO Schweiz bilden: Die ACO Bauelemente AG, die Inotec Edelstahltechnik AG und die Passavant Netstal AG fusionieren zur ACO Passavant AG. Damit ist der Kern eines bereits im Jahr 2000 entwickelten Mehrjahresplan zur optimalen Nutzung von Synergien der Akquisitionen verwirklicht. Weiterer Bestandteil dieses Planes ist der Ausbau in Netstal um Hallen- und Lagerkapazität. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ACO Passavant AG bekommt es gleich mit Großprojekten im schweizerischen Tunnelbau zu tun. Aufträge im Jahr 2003 sind der Hafnerbergtunnel als Teil der Westumfahrung von Zürich und der Tunnel Gousse. 2004 werden drei weitere Objekte gebucht: Der Kirchenwaldtunnel an der Gotthard-Autobahn bei Luzern erhält auf ca. 3,5 km Schlitzrinnen, die einzeln mit 2,5 m Länge und einem Gewicht von über 700 kg die schwersten ACO Rinnen bislang sind. Im Tunnel St. Johann der Nordtangente Basel werden ca. 4,5 km Kabelkanälen und 2,7 km Schlitzrinnen verbaut, mehr als 8 km Rinnen und Randsteine kommen im Aeschertunnel der Westumfahrung Zürich hinzu. Diese Aufträge, jeweils mit Größenordnungen im siebenstelligen Schweizer Franken-Bereich, sichern die Auslastung der modernisierten Netstaler Gießmaschine über 2006 hinaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 1. Januar 2009 übernimmt ACO Schweiz von der Vigier Holding den langjährigen Hauptkonkurrenten für Polymerbetonteile am schweizerischen Tunnelmarkt, die Fritschi Bauelemente AG. Das bedeutet eine erhebliche Sortimentserweiterung im Tiefbau, etwa durch Artikel wie Schachtböden, Produkte zur Kanalsanierung, Ölabscheider, Pumpen-, Kabel- und Spezialschächte. Noch in 2009 ermöglicht die Fritschi-Akquise ACO Schweiz die Aufsetzung eines hochwertigen Straßenkanalgussprogramms. Insgesamt bietet die hochflexible Produktion in Gunzgen Möglichkeiten für neue Geschäftsfelder. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Edelstahlbereich akquiriert ACO Schweiz schon 2007 den Wettbewerber Hestag Entwässerungstechnik AG in Wangen. Die Ende 2008 abgeschlossene Integration bringt in der Schweiz die Marktführerschaft im Segment Entwässerung in Edelstahltechnik ein. Übrigens gehen nicht mehr benötigte Hestag-Maschinen 2009 auf Reise nach Dubai, zum Aufbau der dortigen Edelstahlfertigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Standort Netstal wächst in den 2010er Jahren gewaltig. Im Mai 2011 werden in Netstal 25.000 m² Gelände einer benachbarten Papierfabrik zugekauft, eine neue 5000 m² große Halle wird errichtet. 2017 startet der Bau einer weiteren Produktionshalle zur Erstellung einer auf Großteilfertigung ausgelegten Giessanlage, 2018 wird eröffnet.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>T berlinghoff</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.history.aco/index.php?title=WorkInProgress:ACO_Schweiz&amp;diff=2319</id>
		<title>WorkInProgress:ACO Schweiz</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.history.aco/index.php?title=WorkInProgress:ACO_Schweiz&amp;diff=2319"/>
		<updated>2020-12-09T12:29:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;T berlinghoff: /* Kooperation und Akquisition */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Aufbau des Produktvertriebes im Alpenraum ===&lt;br /&gt;
Ende 1970 gehen die Rendsburger eine erste Vertriebspartnerschaft zur Erschließung eines Marktes im europäischen Ausland für ACO DRAIN ein: Ab Dezember tätigt die Studer und Thomann AG im Kanton Zürich den Alleinvertrieb für die Schweiz, ab Mitte April 1973 auch für [[ACO Österreich|Österreich]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1976 und '77 wird das Vertriebskonzept für den Alpenraum geändert. Die Firma Seidendruckerei Mitlödi AG im Kanton Glarus übernimmt zuerst im Fenstersegment mit Wirkung 1. April 1976 den Alleinvertrieb für die Absatzgebieten Schweiz, Liechtenstein und [[ACO Italien|Italien]]. Das umfasst die ACO Komplett-Fenster für Stall- und Kellerbau, ACO Bitherm-Isolierfenster für Stall- und Gewerbebau, ACO Markant-Laibungsfenster, das ACO Perfekt Lichtschacht-System und sogar die ACO Step Schuhabstreifer sowie das ACO Sport-Programm. Schon per 1. Mai 1976 geht dieses Vertriebsprogramm für die Schweiz und Norditalien auf eine von der Seidendruckerei Mitlödi neu gegründete Vertriebsfirma über. Mit dem 1. Januar 1977 kommt das ACO DRAIN-Programm hinzu, auch für das Absatzgebiet Österreich, da der Vertrag mit Studer und Thomann am 31. Dezember 1976 endet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1973: Erste Fertigung von ACO-Polymerbeton im Ausland ===&lt;br /&gt;
Am 5. Februar 1973 startet ebenfalls in der Schweiz, bei der Seidendruckerei Mitlödi AG, erstmals eine Lizenzfertigung von ACO DRAIN im Ausland. Bereits ab Juni 1972 wird das Projekt konkret, die Umsetzung funktioniert am Ende fast reibungslos. Die Seidendruckerei investiert kräftig und stellt eine neue Fabrikhalle an ihrem Standort im Ort Mitlödi bereit. Die erforderliche Technik liefert ACO Rendsburg im Dezember zum Preis von 500.000,- DM. Angereiste ACO-Techniker montieren bis Anfang Februar 1973 die Maschinenanlage und begleiten danach auch die ersten zwei Wochen des Betriebes. Parallel sind zunächst drei Schweizer Mitarbeiter bei ACO in Reith auf der neuen Fertigung geschult bzw. eingearbeitet worden. Der Zulieferer für metallene Komponenten der DRAIN-Rinnen, der Gussroste, ist ACO Andernach. Einen Monat früher als ursprünglich angesetzt, kann die Produktion von ACO DRAIN auf dem neuen Fertigungsstrang schon am 5. Februar 1973 anlaufen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ACO DRAIN-Produktion in der Schweiz entwickelt sich langfristig positiv. Im ersten vollen Fertigungsjahr 1974 erwirtschaftet die Seidendruckerei, bei Verkaufserlösen von über 2,5 Millionen Schweizer Franken plus Lagerbeständen, einen Reingewinn von guten 226.000,- Franken.  Bereits im Herbst 1976 wird die Fertigung in Mitlödi erstmals umgebaut, d.h. auch optimiert und den Sicherheitsstandards angepasst. Ab Ende des Jahres fertigt die Seidendruckerei auf ihrer Polymerbetonanlage zudem in dem neuen Programm ACO SELF Entwässerung- und Bauelemente für Haus und Garten, dazu ACO ELASTIC-Randsteine und die ACO STEP-Schuhabstreifer. Keine drei Jahre später wird die Technik abermals umgebaut und modernisiert. Die nun neu installierte Polymeranlage für ein variables Gussprogramm läuft im April 1979 an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ACO Bauelemente Vertrieb ===&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1976 gründet die Seidendruckerei Mitlödi AG die Gesellschaft ACO Bauelemente Mitlödi - die Verwendung der ACO-Firmierung ist zugesichert. Die Vertriebsorganisation der ACO Bauelemente nimmt Sitz in Kilchberg bei Zürich und bearbeitet ab 1. Mai 1976 (Fenster u.a.), bzw. 1. Januar 1977 (ACO DRAIN) die Vertriebsprogramme. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ACO Bauelemente tritt damit die Nachfolge der Studer und Thomann AG an, die inzwischen eigene Pläne verfolgt: Der erste Partner in der Schweiz steigt selber in die Produktion von Entwässerungsrinnen ein. Studer und Thomanns ausgegründete Tochterfirma Poly-Bauelemente hat bis Herbst 1976 ihr System namens Polydrain marktreif und in Fabrikation. ACO ist über die Entwicklung im Bilde. Ab Januar 1977 wird Polydrain verkauft. Das System - die Rinne mit den &amp;quot;roten Punkt&amp;quot; - ähnelt ACO DRAIN sehr, wird auch in gleicher Weise beworben. Schon im Frühsommer 1977 gibt es mit dem ex-Partner erstmals eine Wettbewerbssituation am Rinnenmarkt, auch in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ACO Bauelemente AG ===&lt;br /&gt;
Der Ausdruck &amp;quot;ACO Schweiz&amp;quot; ist seit den 1970ern geläufig, doch er ist ein Sammelbegriff für die bis 1988 selbständigen Gesellschaften ACO Bauelemente AG und Seidendruckerei AG in Mitlödi. ACO Severin Ahlmann in Rendsburg ist an beiden in Minderheiten beteiligt. Mit Stichtag 1. Juli 1988 ändert sich das - es wird &amp;quot;entflechtet&amp;quot;. ACO Rendsburg übernimmt alle Anteile der Bauelemente AG, Severin Ahlmanns persönliche Anteile an der Seitendruckerei AG werden rückübertragen.  &lt;br /&gt;
Die ACO Bauelemente AG wird organisatorisch 100-prozentige Tochter der Severin Ahlmann Holding GmbH, dem Firmenmantel mit Sitz in Rendsburg, der ACOs ausländische Schwestergesellschaften hält. Erstmals sind alle europa- und weltweiten ACO-Gesellschaften unter einem Dach zusammengschlossen. Die Geschäfte in der Schweiz leitet weiterhin Peter Saredi, wie schon seit den 1970ern und noch in den 1990er Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neue &amp;quot;ACO Schweiz&amp;quot; - noch mit Sitz in Mitlödi - bleibt der Knotenpunkt für Produktion und Vertrieb im Alpenraum. So wird auch das Vertriebsbüro der ACO Bauelemente in Salzburg, Österreich, von hier betrieben. Regelmäßig stellen die Schweizer auf der zweijährig stattfindenden, wichtigsten überregionalen Messe Swissbau in Basel aus. Die 1989er Schau ist die bis dato erfolgreichste für ACO Bauelemente Mitlödi, das gesamte Lieferprogramm erzeugt Aufsehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ACO diversifiziert um 1990 die Produktpalette in der Schweiz weiter, zur breitest möglichen Bearbeitung der Märkte. Edelstahl und FARM werden forciert, dazu Sonderprodukte herausgebracht, etwa Kabelschächte für Italien oder spezielle ACO Schweiz Maschinenbauteile. Mit ACO PRO gelingen einige interessante Objekte: Das bekannteste liegt im Kanton Baselland und heißt &amp;quot;Anwiler Weiher&amp;quot;. Hier werden insgesamt 6 Amphibientunnel a 18 m sowie eine größere Anzahl Leitwände, Einlauf- und Stoppelemente geliefert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber auch durch Kooperationen mit anderen Unternehmen möchte ACO in neue Produktbereiche vordringen. So wird im Tiefbaubereich eine Kooperation mit der Steinzeugfabrik Embrach AG  eingegangen und der gemeinsame Markenname STECO kreiert. Ziel ist es, besonders im schweizerischen Tunnelbau mit Schalenelementen aus Polymerbeton dabei zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1991: Neubau in Netstal ===&lt;br /&gt;
[[Datei:1.1.B 00249 199507NN ACOSchweiz,002.jpg|400px|thumb|right|Silotürme am ACO-Standort Netstal, 1995.]]&lt;br /&gt;
Am 16. August 1991 eröffnet in Netstal im Kanton Glarus, nur wenige Kilometer von Mitlödi entfernt, eine neues ACO-Werk. Der ansprechende Neubau vor Bergpanorama und auf der &amp;quot;grünen Wiese&amp;quot;, samt Feuchtbiotop auf dem Betriebshof, hat ein Architektenteam entworfen. Das gesamte Areal umfasst 30.000 m² gekaufter Landfläche, die zwar nicht sofort, doch 20 Jahre später voll genutzt werden. Im Inneren sind die völlig neuen Produktionsanlagen von ACO-Anlagentechniker Uwe Wunderlich geplant und gebaut worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Netstal löst Mitlödi nicht nur als Produktionsstandort, sondern auch als Verwaltungssitz ab. ACO Schweiz zieht um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kooperation und Akquisition ===&lt;br /&gt;
Mit Beginn der 1990er Jahre führt ACO Schweiz verschiedene ACO-Produktlinien neu ein. Etwa das ACO FARM-Sortiment, eine insgesamt nur kleine Sparte in der Schweiz, die ACO jedoch umgehend marktführend bedient. Auch die Linie ACO Segment wird erfolgreich. Ganz zentral ist nun zudem das ACO Edelstahl-Programm, das die Tür zur bekannten schweizerischen Lebensmittel- und Pharmaindustrie öffnet. Das ACO-Amphibienleitsystem sorgt in der Schweiz ja bereits für Aufmerksamkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Strategisch möchte ACO Schweizt auch in neue Produktbereiche vordringen. So entsteht im Tiefbaubereich eine Kooperation mit der Steinzeugfabrik Embrach AG im Kanton Zürich. Es wird der gemeinsame Markennahme STECO kreiert. Ziel ist des Zusammengehenss ist es, im schweizerischen Tunnelbau mit Schalenelementen aus Polymerbeton dabei zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insbesondere aber kann ACO in den 1990er Jahren seine Marktposition durch Akquisitionen stärken. Zunächst übernimmt ACO in der deutschsprachigen Schweiz eine Agentur für hochwertige Tessiner Fassadensteine, sogenannte BKS-Steine, die besonders durch den Architekten Mario Botta bekannt geworden sind. 1994 folgt die Firma Inotec im Nachbarkanton St. Gallen, am Ende des Jahrzehnts der langjährige Wettbewerber Polybau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Inotec ===&lt;br /&gt;
Inotec in Sargans, unweit der Grenze zu Liechtenstein, ist Hersteller von  Edelstahl- sowie Baustahlartikeln, etwa Rinnen, Abläufen, Wannen und&lt;br /&gt;
Spezialprodukten. Die Firma passt gut ins ACO-Portfolio und wird per 1. Januar 1994 der ACO Bauelemente AG in Netstal angegliedert. Da die Produkte der neuen ACO-Schwester bereits früher die Materialtrennung Edelstahls-Baustahl notwendig machten, existieren zwei völlig autarke Fertigungen. In den Kernbereichen der Blechbearbeitung läßt ACO nun modernste, auch CNC-gesteuerte Maschinen installieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch ACO Schweiz setzt ab 1995 verstärkt auf den Werkstoff Edelstahl. Daher fokussiert sie und schafft sich in diesem Jahr durch die Neugründung der Inotec Edelstahltechnik AG, mit der ACO Bauelemente AG als Mehrheitsaktionärin, eine eigenständige Basis. Inotec Edelstahltechnik produziert noch einige Jahre ausschließlich im gut ausgestatteten Werk in Sagrans, zuletzt mit sechs Mitarbeitern. Ab 2003 wird der zentrale schweizerische Standort Netstal um 7200 m³ Lagerkapazität - vor allem durch einen Hallenneubau östlich des ACO-Areals in Richtung Linth - ausgebaut, so dass die Inotec AG hierher umziehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Polybau ===&lt;br /&gt;
Vor Ende der Dekade, entschließt sich ACO 1999 zur Übernahme der schweizerischen Firma Polybau in Bätterkinden. Das 1976 gegründete Unternehmen ist aus Studer und Thomann, dem früheren Vertriebspartner von ACO, hervorgegangen. Polybau hatte damals durch die Markteinführung der Polydrain-Rinne mit dem „roten Punkt“ für Aufsehen gesorgt und war zum Wettbewerber von ACO DRAIN aufgestiegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Polydrain-System wird in den nächsten Jahren Teil einer internationalen Multibrand-Strategie von ACO. Insbesondere ab dem 1. Juli 2005 ist das sichtbar, als Polydrain mit dem im Jahr 2003 erworbenen belgischen Wettbewerber Alfa Drain unter dem Namen Poly Alfa Gruppe zusammengeführt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 2003: ACO Passavant AG ===&lt;br /&gt;
Mit dem 1. Januar 2003 erfolgt die Vereinigung der bis dahin drei in Netstal ansässigen Firmen und ihrer rund 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die zusammen ACO Schweiz bilden: Die ACO Bauelemente AG, die Inotec Edelstahltechnik AG und die Passavant Netstal AG fusionieren zur ACO Passavant AG. Damit ist der Kern eines bereits im Jahr 2000 entwickelten Mehrjahresplan zur optimalen Nutzung von Synergien der Akquisitionen verwirklicht. Weiterer Bestandteil dieses Planes ist der Ausbau in Netstal um Hallen- und Lagerkapazität. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ACO Passavant AG bekommt es gleich mit Großprojekten im schweizerischen Tunnelbau zu tun. Aufträge im Jahr 2003 sind der Hafnerbergtunnel als Teil der Westumfahrung von Zürich und der Tunnel Gousse. 2004 werden drei weitere Objekte gebucht: Der Kirchenwaldtunnel an der Gotthard-Autobahn bei Luzern erhält auf ca. 3,5 km Schlitzrinnen, die einzeln mit 2,5 m Länge und einem Gewicht von über 700 kg die schwersten ACO Rinnen bislang sind. Im Tunnel St. Johann der Nordtangente Basel werden ca. 4,5 km Kabelkanälen und 2,7 km Schlitzrinnen verbaut, mehr als 8 km Rinnen und Randsteine kommen im Aeschertunnel der Westumfahrung Zürich hinzu. Diese Aufträge, jeweils mit Größenordnungen im siebenstelligen Schweizer Franken-Bereich, sichern die Auslastung der modernisierten Netstaler Gießmaschine über 2006 hinaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 1. Januar 2009 übernimmt ACO Schweiz von der Vigier Holding den langjährigen Hauptkonkurrenten für Polymerbetonteile am schweizerischen Tunnelmarkt, die Fritschi Bauelemente AG. Das bedeutet eine erhebliche Sortimentserweiterung im Tiefbau, etwa durch Artikel wie Schachtböden, Produkte zur Kanalsanierung, Ölabscheider, Pumpen-, Kabel- und Spezialschächte. Noch in 2009 ermöglicht die Fritschi-Akquise ACO Schweiz die Aufsetzung eines hochwertigen Straßenkanalgussprogramms. Insgesamt bietet die hochflexible Produktion in Gunzgen Möglichkeiten für neue Geschäftsfelder. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Edelstahlbereich akquiriert ACO Schweiz schon 2007 den Wettbewerber Hestag Entwässerungstechnik AG in Wangen. Die Ende 2008 abgeschlossene Integration bringt in der Schweiz die Marktführerschaft im Segment Entwässerung in Edelstahltechnik ein. Übrigens gehen nicht mehr benötigte Hestag-Maschinen 2009 auf Reise nach Dubai, zum Aufbau der dortigen Edelstahlfertigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Standort Netstal wächst in den 2010er Jahren gewaltig. Im Mai 2011 werden in Netstal 25.000 m² Gelände einer benachbarten Papierfabrik zugekauft, eine neue 5000 m² große Halle wird errichtet. 2017 startet der Bau einer weiteren Produktionshalle zur Erstellung einer auf Großteilfertigung ausgelegten Giessanlage, 2018 wird eröffnet.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>T berlinghoff</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.history.aco/index.php?title=WorkInProgress:ACO_Schweiz&amp;diff=2318</id>
		<title>WorkInProgress:ACO Schweiz</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.history.aco/index.php?title=WorkInProgress:ACO_Schweiz&amp;diff=2318"/>
		<updated>2020-12-09T12:24:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;T berlinghoff: /* ACO Bauelemente AG */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Aufbau des Produktvertriebes im Alpenraum ===&lt;br /&gt;
Ende 1970 gehen die Rendsburger eine erste Vertriebspartnerschaft zur Erschließung eines Marktes im europäischen Ausland für ACO DRAIN ein: Ab Dezember tätigt die Studer und Thomann AG im Kanton Zürich den Alleinvertrieb für die Schweiz, ab Mitte April 1973 auch für [[ACO Österreich|Österreich]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1976 und '77 wird das Vertriebskonzept für den Alpenraum geändert. Die Firma Seidendruckerei Mitlödi AG im Kanton Glarus übernimmt zuerst im Fenstersegment mit Wirkung 1. April 1976 den Alleinvertrieb für die Absatzgebieten Schweiz, Liechtenstein und [[ACO Italien|Italien]]. Das umfasst die ACO Komplett-Fenster für Stall- und Kellerbau, ACO Bitherm-Isolierfenster für Stall- und Gewerbebau, ACO Markant-Laibungsfenster, das ACO Perfekt Lichtschacht-System und sogar die ACO Step Schuhabstreifer sowie das ACO Sport-Programm. Schon per 1. Mai 1976 geht dieses Vertriebsprogramm für die Schweiz und Norditalien auf eine von der Seidendruckerei Mitlödi neu gegründete Vertriebsfirma über. Mit dem 1. Januar 1977 kommt das ACO DRAIN-Programm hinzu, auch für das Absatzgebiet Österreich, da der Vertrag mit Studer und Thomann am 31. Dezember 1976 endet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1973: Erste Fertigung von ACO-Polymerbeton im Ausland ===&lt;br /&gt;
Am 5. Februar 1973 startet ebenfalls in der Schweiz, bei der Seidendruckerei Mitlödi AG, erstmals eine Lizenzfertigung von ACO DRAIN im Ausland. Bereits ab Juni 1972 wird das Projekt konkret, die Umsetzung funktioniert am Ende fast reibungslos. Die Seidendruckerei investiert kräftig und stellt eine neue Fabrikhalle an ihrem Standort im Ort Mitlödi bereit. Die erforderliche Technik liefert ACO Rendsburg im Dezember zum Preis von 500.000,- DM. Angereiste ACO-Techniker montieren bis Anfang Februar 1973 die Maschinenanlage und begleiten danach auch die ersten zwei Wochen des Betriebes. Parallel sind zunächst drei Schweizer Mitarbeiter bei ACO in Reith auf der neuen Fertigung geschult bzw. eingearbeitet worden. Der Zulieferer für metallene Komponenten der DRAIN-Rinnen, der Gussroste, ist ACO Andernach. Einen Monat früher als ursprünglich angesetzt, kann die Produktion von ACO DRAIN auf dem neuen Fertigungsstrang schon am 5. Februar 1973 anlaufen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ACO DRAIN-Produktion in der Schweiz entwickelt sich langfristig positiv. Im ersten vollen Fertigungsjahr 1974 erwirtschaftet die Seidendruckerei, bei Verkaufserlösen von über 2,5 Millionen Schweizer Franken plus Lagerbeständen, einen Reingewinn von guten 226.000,- Franken.  Bereits im Herbst 1976 wird die Fertigung in Mitlödi erstmals umgebaut, d.h. auch optimiert und den Sicherheitsstandards angepasst. Ab Ende des Jahres fertigt die Seidendruckerei auf ihrer Polymerbetonanlage zudem in dem neuen Programm ACO SELF Entwässerung- und Bauelemente für Haus und Garten, dazu ACO ELASTIC-Randsteine und die ACO STEP-Schuhabstreifer. Keine drei Jahre später wird die Technik abermals umgebaut und modernisiert. Die nun neu installierte Polymeranlage für ein variables Gussprogramm läuft im April 1979 an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ACO Bauelemente Vertrieb ===&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1976 gründet die Seidendruckerei Mitlödi AG die Gesellschaft ACO Bauelemente Mitlödi - die Verwendung der ACO-Firmierung ist zugesichert. Die Vertriebsorganisation der ACO Bauelemente nimmt Sitz in Kilchberg bei Zürich und bearbeitet ab 1. Mai 1976 (Fenster u.a.), bzw. 1. Januar 1977 (ACO DRAIN) die Vertriebsprogramme. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ACO Bauelemente tritt damit die Nachfolge der Studer und Thomann AG an, die inzwischen eigene Pläne verfolgt: Der erste Partner in der Schweiz steigt selber in die Produktion von Entwässerungsrinnen ein. Studer und Thomanns ausgegründete Tochterfirma Poly-Bauelemente hat bis Herbst 1976 ihr System namens Polydrain marktreif und in Fabrikation. ACO ist über die Entwicklung im Bilde. Ab Januar 1977 wird Polydrain verkauft. Das System - die Rinne mit den &amp;quot;roten Punkt&amp;quot; - ähnelt ACO DRAIN sehr, wird auch in gleicher Weise beworben. Schon im Frühsommer 1977 gibt es mit dem ex-Partner erstmals eine Wettbewerbssituation am Rinnenmarkt, auch in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ACO Bauelemente AG ===&lt;br /&gt;
Der Ausdruck &amp;quot;ACO Schweiz&amp;quot; ist seit den 1970ern geläufig, doch er ist ein Sammelbegriff für die bis 1988 selbständigen Gesellschaften ACO Bauelemente AG und Seidendruckerei AG in Mitlödi. ACO Severin Ahlmann in Rendsburg ist an beiden in Minderheiten beteiligt. Mit Stichtag 1. Juli 1988 ändert sich das - es wird &amp;quot;entflechtet&amp;quot;. ACO Rendsburg übernimmt alle Anteile der Bauelemente AG, Severin Ahlmanns persönliche Anteile an der Seitendruckerei AG werden rückübertragen.  &lt;br /&gt;
Die ACO Bauelemente AG wird organisatorisch 100-prozentige Tochter der Severin Ahlmann Holding GmbH, dem Firmenmantel mit Sitz in Rendsburg, der ACOs ausländische Schwestergesellschaften hält. Erstmals sind alle europa- und weltweiten ACO-Gesellschaften unter einem Dach zusammengschlossen. Die Geschäfte in der Schweiz leitet weiterhin Peter Saredi, wie schon seit den 1970ern und noch in den 1990er Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neue &amp;quot;ACO Schweiz&amp;quot; - noch mit Sitz in Mitlödi - bleibt der Knotenpunkt für Produktion und Vertrieb im Alpenraum. So wird auch das Vertriebsbüro der ACO Bauelemente in Salzburg, Österreich, von hier betrieben. Regelmäßig stellen die Schweizer auf der zweijährig stattfindenden, wichtigsten überregionalen Messe Swissbau in Basel aus. Die 1989er Schau ist die bis dato erfolgreichste für ACO Bauelemente Mitlödi, das gesamte Lieferprogramm erzeugt Aufsehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ACO diversifiziert um 1990 die Produktpalette in der Schweiz weiter, zur breitest möglichen Bearbeitung der Märkte. Edelstahl und FARM werden forciert, dazu Sonderprodukte herausgebracht, etwa Kabelschächte für Italien oder spezielle ACO Schweiz Maschinenbauteile. Mit ACO PRO gelingen einige interessante Objekte: Das bekannteste liegt im Kanton Baselland und heißt &amp;quot;Anwiler Weiher&amp;quot;. Hier werden insgesamt 6 Amphibientunnel a 18 m sowie eine größere Anzahl Leitwände, Einlauf- und Stoppelemente geliefert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber auch durch Kooperationen mit anderen Unternehmen möchte ACO in neue Produktbereiche vordringen. So wird im Tiefbaubereich eine Kooperation mit der Steinzeugfabrik Embrach AG  eingegangen und der gemeinsame Markenname STECO kreiert. Ziel ist es, besonders im schweizerischen Tunnelbau mit Schalenelementen aus Polymerbeton dabei zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1991: Neubau in Netstal ===&lt;br /&gt;
[[Datei:1.1.B 00249 199507NN ACOSchweiz,002.jpg|400px|thumb|right|Silotürme am ACO-Standort Netstal, 1995.]]&lt;br /&gt;
Am 16. August 1991 eröffnet in Netstal im Kanton Glarus, nur wenige Kilometer von Mitlödi entfernt, eine neues ACO-Werk. Der ansprechende Neubau vor Bergpanorama und auf der &amp;quot;grünen Wiese&amp;quot;, samt Feuchtbiotop auf dem Betriebshof, hat ein Architektenteam entworfen. Das gesamte Areal umfasst 30.000 m² gekaufter Landfläche, die zwar nicht sofort, doch 20 Jahre später voll genutzt werden. Im Inneren sind die völlig neuen Produktionsanlagen von ACO-Anlagentechniker Uwe Wunderlich geplant und gebaut worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Netstal löst Mitlödi nicht nur als Produktionsstandort, sondern auch als Verwaltungssitz ab. ACO Schweiz zieht um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kooperation und Akquisition ===&lt;br /&gt;
Mit Beginn der 1990er Jahre führt ACO Schweiz verschiedene ACO-Produktlinien neu ein. Etwa das ACO FARM-Sortiment, eine insgesamt nur kleine Sparte in der Schweiz, die ACO jedoch umgehend marktführend bedient. Auch die Linie ACO Segment wird erfolgreich. Ganz zentral ist nun zudem das ACO Edelstahl-Programm, das die Tür zur bekannten schweizerischen Lebensmittel- und Pharmaindustrie öffnet. Das ACO-Amphibienleitsystem sorgt in der Schweiz ja bereits für Aufmerksamkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Tiefbaubereich entsteht eine Kooperation mit der Steinzeugfabrik Embrach AG im Kanton Zürich - es wird der gemeinsame Markennahme STECO kreiert. Ziel ist es, im schweizerischen Tunnelbau mit Schalenelementen aus Polymerbeton dabei zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1990er Jahren kann ACO seine Marktposition insbesondere durch Akquisitionen stärken. Zunächst übernimmt ACO in der deutschsprachigen Schweiz eine Agentur für hochwertige Tessiner Fassadensteine, sogenannte BKS-Steine, die besonders durch den Architekten Mario Botta bekannt geworden sind. 1994 folgt die Firma Inotec im Nachbarkanton St. Gallen, am Ende des Jahrzehnts der langjährige Wettbewerber Polybau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Inotec ===&lt;br /&gt;
Inotec in Sargans, unweit der Grenze zu Liechtenstein, ist Hersteller von  Edelstahl- sowie Baustahlartikeln, etwa Rinnen, Abläufen, Wannen und&lt;br /&gt;
Spezialprodukten. Die Firma passt gut ins ACO-Portfolio und wird per 1. Januar 1994 der ACO Bauelemente AG in Netstal angegliedert. Da die Produkte der neuen ACO-Schwester bereits früher die Materialtrennung Edelstahls-Baustahl notwendig machten, existieren zwei völlig autarke Fertigungen. In den Kernbereichen der Blechbearbeitung läßt ACO nun modernste, auch CNC-gesteuerte Maschinen installieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch ACO Schweiz setzt ab 1995 verstärkt auf den Werkstoff Edelstahl. Daher fokussiert sie und schafft sich in diesem Jahr durch die Neugründung der Inotec Edelstahltechnik AG, mit der ACO Bauelemente AG als Mehrheitsaktionärin, eine eigenständige Basis. Inotec Edelstahltechnik produziert noch einige Jahre ausschließlich im gut ausgestatteten Werk in Sagrans, zuletzt mit sechs Mitarbeitern. Ab 2003 wird der zentrale schweizerische Standort Netstal um 7200 m³ Lagerkapazität - vor allem durch einen Hallenneubau östlich des ACO-Areals in Richtung Linth - ausgebaut, so dass die Inotec AG hierher umziehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Polybau ===&lt;br /&gt;
Vor Ende der Dekade, entschließt sich ACO 1999 zur Übernahme der schweizerischen Firma Polybau in Bätterkinden. Das 1976 gegründete Unternehmen ist aus Studer und Thomann, dem früheren Vertriebspartner von ACO, hervorgegangen. Polybau hatte damals durch die Markteinführung der Polydrain-Rinne mit dem „roten Punkt“ für Aufsehen gesorgt und war zum Wettbewerber von ACO DRAIN aufgestiegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Polydrain-System wird in den nächsten Jahren Teil einer internationalen Multibrand-Strategie von ACO. Insbesondere ab dem 1. Juli 2005 ist das sichtbar, als Polydrain mit dem im Jahr 2003 erworbenen belgischen Wettbewerber Alfa Drain unter dem Namen Poly Alfa Gruppe zusammengeführt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 2003: ACO Passavant AG ===&lt;br /&gt;
Mit dem 1. Januar 2003 erfolgt die Vereinigung der bis dahin drei in Netstal ansässigen Firmen und ihrer rund 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die zusammen ACO Schweiz bilden: Die ACO Bauelemente AG, die Inotec Edelstahltechnik AG und die Passavant Netstal AG fusionieren zur ACO Passavant AG. Damit ist der Kern eines bereits im Jahr 2000 entwickelten Mehrjahresplan zur optimalen Nutzung von Synergien der Akquisitionen verwirklicht. Weiterer Bestandteil dieses Planes ist der Ausbau in Netstal um Hallen- und Lagerkapazität. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ACO Passavant AG bekommt es gleich mit Großprojekten im schweizerischen Tunnelbau zu tun. Aufträge im Jahr 2003 sind der Hafnerbergtunnel als Teil der Westumfahrung von Zürich und der Tunnel Gousse. 2004 werden drei weitere Objekte gebucht: Der Kirchenwaldtunnel an der Gotthard-Autobahn bei Luzern erhält auf ca. 3,5 km Schlitzrinnen, die einzeln mit 2,5 m Länge und einem Gewicht von über 700 kg die schwersten ACO Rinnen bislang sind. Im Tunnel St. Johann der Nordtangente Basel werden ca. 4,5 km Kabelkanälen und 2,7 km Schlitzrinnen verbaut, mehr als 8 km Rinnen und Randsteine kommen im Aeschertunnel der Westumfahrung Zürich hinzu. Diese Aufträge, jeweils mit Größenordnungen im siebenstelligen Schweizer Franken-Bereich, sichern die Auslastung der modernisierten Netstaler Gießmaschine über 2006 hinaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 1. Januar 2009 übernimmt ACO Schweiz von der Vigier Holding den langjährigen Hauptkonkurrenten für Polymerbetonteile am schweizerischen Tunnelmarkt, die Fritschi Bauelemente AG. Das bedeutet eine erhebliche Sortimentserweiterung im Tiefbau, etwa durch Artikel wie Schachtböden, Produkte zur Kanalsanierung, Ölabscheider, Pumpen-, Kabel- und Spezialschächte. Noch in 2009 ermöglicht die Fritschi-Akquise ACO Schweiz die Aufsetzung eines hochwertigen Straßenkanalgussprogramms. Insgesamt bietet die hochflexible Produktion in Gunzgen Möglichkeiten für neue Geschäftsfelder. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Edelstahlbereich akquiriert ACO Schweiz schon 2007 den Wettbewerber Hestag Entwässerungstechnik AG in Wangen. Die Ende 2008 abgeschlossene Integration bringt in der Schweiz die Marktführerschaft im Segment Entwässerung in Edelstahltechnik ein. Übrigens gehen nicht mehr benötigte Hestag-Maschinen 2009 auf Reise nach Dubai, zum Aufbau der dortigen Edelstahlfertigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Standort Netstal wächst in den 2010er Jahren gewaltig. Im Mai 2011 werden in Netstal 25.000 m² Gelände einer benachbarten Papierfabrik zugekauft, eine neue 5000 m² große Halle wird errichtet. 2017 startet der Bau einer weiteren Produktionshalle zur Erstellung einer auf Großteilfertigung ausgelegten Giessanlage, 2018 wird eröffnet.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>T berlinghoff</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.history.aco/index.php?title=WorkInProgress:ACO_Schweiz&amp;diff=2317</id>
		<title>WorkInProgress:ACO Schweiz</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.history.aco/index.php?title=WorkInProgress:ACO_Schweiz&amp;diff=2317"/>
		<updated>2020-12-09T12:20:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;T berlinghoff: /* Kooperation und Akquisition */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Aufbau des Produktvertriebes im Alpenraum ===&lt;br /&gt;
Ende 1970 gehen die Rendsburger eine erste Vertriebspartnerschaft zur Erschließung eines Marktes im europäischen Ausland für ACO DRAIN ein: Ab Dezember tätigt die Studer und Thomann AG im Kanton Zürich den Alleinvertrieb für die Schweiz, ab Mitte April 1973 auch für [[ACO Österreich|Österreich]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1976 und '77 wird das Vertriebskonzept für den Alpenraum geändert. Die Firma Seidendruckerei Mitlödi AG im Kanton Glarus übernimmt zuerst im Fenstersegment mit Wirkung 1. April 1976 den Alleinvertrieb für die Absatzgebieten Schweiz, Liechtenstein und [[ACO Italien|Italien]]. Das umfasst die ACO Komplett-Fenster für Stall- und Kellerbau, ACO Bitherm-Isolierfenster für Stall- und Gewerbebau, ACO Markant-Laibungsfenster, das ACO Perfekt Lichtschacht-System und sogar die ACO Step Schuhabstreifer sowie das ACO Sport-Programm. Schon per 1. Mai 1976 geht dieses Vertriebsprogramm für die Schweiz und Norditalien auf eine von der Seidendruckerei Mitlödi neu gegründete Vertriebsfirma über. Mit dem 1. Januar 1977 kommt das ACO DRAIN-Programm hinzu, auch für das Absatzgebiet Österreich, da der Vertrag mit Studer und Thomann am 31. Dezember 1976 endet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1973: Erste Fertigung von ACO-Polymerbeton im Ausland ===&lt;br /&gt;
Am 5. Februar 1973 startet ebenfalls in der Schweiz, bei der Seidendruckerei Mitlödi AG, erstmals eine Lizenzfertigung von ACO DRAIN im Ausland. Bereits ab Juni 1972 wird das Projekt konkret, die Umsetzung funktioniert am Ende fast reibungslos. Die Seidendruckerei investiert kräftig und stellt eine neue Fabrikhalle an ihrem Standort im Ort Mitlödi bereit. Die erforderliche Technik liefert ACO Rendsburg im Dezember zum Preis von 500.000,- DM. Angereiste ACO-Techniker montieren bis Anfang Februar 1973 die Maschinenanlage und begleiten danach auch die ersten zwei Wochen des Betriebes. Parallel sind zunächst drei Schweizer Mitarbeiter bei ACO in Reith auf der neuen Fertigung geschult bzw. eingearbeitet worden. Der Zulieferer für metallene Komponenten der DRAIN-Rinnen, der Gussroste, ist ACO Andernach. Einen Monat früher als ursprünglich angesetzt, kann die Produktion von ACO DRAIN auf dem neuen Fertigungsstrang schon am 5. Februar 1973 anlaufen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ACO DRAIN-Produktion in der Schweiz entwickelt sich langfristig positiv. Im ersten vollen Fertigungsjahr 1974 erwirtschaftet die Seidendruckerei, bei Verkaufserlösen von über 2,5 Millionen Schweizer Franken plus Lagerbeständen, einen Reingewinn von guten 226.000,- Franken.  Bereits im Herbst 1976 wird die Fertigung in Mitlödi erstmals umgebaut, d.h. auch optimiert und den Sicherheitsstandards angepasst. Ab Ende des Jahres fertigt die Seidendruckerei auf ihrer Polymerbetonanlage zudem in dem neuen Programm ACO SELF Entwässerung- und Bauelemente für Haus und Garten, dazu ACO ELASTIC-Randsteine und die ACO STEP-Schuhabstreifer. Keine drei Jahre später wird die Technik abermals umgebaut und modernisiert. Die nun neu installierte Polymeranlage für ein variables Gussprogramm läuft im April 1979 an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ACO Bauelemente Vertrieb ===&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1976 gründet die Seidendruckerei Mitlödi AG die Gesellschaft ACO Bauelemente Mitlödi - die Verwendung der ACO-Firmierung ist zugesichert. Die Vertriebsorganisation der ACO Bauelemente nimmt Sitz in Kilchberg bei Zürich und bearbeitet ab 1. Mai 1976 (Fenster u.a.), bzw. 1. Januar 1977 (ACO DRAIN) die Vertriebsprogramme. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ACO Bauelemente tritt damit die Nachfolge der Studer und Thomann AG an, die inzwischen eigene Pläne verfolgt: Der erste Partner in der Schweiz steigt selber in die Produktion von Entwässerungsrinnen ein. Studer und Thomanns ausgegründete Tochterfirma Poly-Bauelemente hat bis Herbst 1976 ihr System namens Polydrain marktreif und in Fabrikation. ACO ist über die Entwicklung im Bilde. Ab Januar 1977 wird Polydrain verkauft. Das System - die Rinne mit den &amp;quot;roten Punkt&amp;quot; - ähnelt ACO DRAIN sehr, wird auch in gleicher Weise beworben. Schon im Frühsommer 1977 gibt es mit dem ex-Partner erstmals eine Wettbewerbssituation am Rinnenmarkt, auch in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ACO Bauelemente AG ===&lt;br /&gt;
Der Ausdruck &amp;quot;ACO Schweiz&amp;quot; ist seit den 1970ern geläufig, doch er ist ein Sammelbegriff für die bis 1988 selbständigen Gesellschaften ACO Bauelemente AG und Seidendruckerei AG in Mitlödi. ACO Severin Ahlmann in Rendsburg ist an beiden in Minderheiten beteiligt. Mit Stichtag 1. Juli 1988 ändert sich das - es wird &amp;quot;entflechtet&amp;quot;. ACO Rendsburg übernimmt alle Anteile der Bauelemente AG, Severin Ahlmanns persönliche Anteile an der Seitendruckerei AG werden rückübertragen.  &lt;br /&gt;
Die ACO Bauelemente AG wird organisatorisch 100-prozentige Tochter der Severin Ahlmann Holding GmbH, dem Firmenmantel mit Sitz in Rendsburg, der ACOs ausländische Schwestergesellschaften hält. Erstmals sind alle europa- und weltweiten ACO-Gesellschaften unter einem Dach zusammengschlossen. Die Geschäfte in der Schweiz leitet weiterhin Peter Saredi, wie schon seit den 1970ern und noch in den 1990er Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neue &amp;quot;ACO Schweiz&amp;quot; - noch mit Sitz in Mitlödi - bleibt der Knotenpunkt für Produktion und Vertrieb im Alpenraum. So wird auch das Vertriebsbüro der ACO Bauelemente in Salzburg, Österreich, von hier betrieben. Regelmäßig stellen die Schweizer auf der zweijährig stattfindenden, wichtigsten überregionalen Messe Swissbau in Basel aus. Die 1989er Schau ist die bis dato erfolgreichste für ACO Bauelemente Mitlödi, das gesamte Lieferprogramm erzeugt Aufsehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ACO diversifiziert die Produktpalette in der Schweiz weiter, um breitest möglich in Märkte einzudringen. So wird das ACO Edelstahl Programm eingeführt, um Kundschaft im Lebensmittelbereich und Pharmazeutikbereich zu gewinnen und auch die Produktlinie ACO Segment setzt sich in der Schweiz erfolgreich durch. ACO bringt einige Sonderprodukte heraus, etwa Kabelschächte für Italien oder spezielle ACO Schweiz Maschinenbauteile. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Produktseite realisiert ACO Bauelemente Ende der 1980er Jahre und um 1990 einige interessante Objekte mit beispielsweise ACO PRO. Das bekannteste liegt im Kanton Baselland und heißt &amp;quot;Anwiler Weiher&amp;quot;. Hier werden insgesamt 6 Amphibientunnel a 18 m sowie eine größere Anzahl Leitwände, Einlauf- und Stoppelemente geliefert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber auch durch Kooperationen mit anderen Unternehmen möchte ACO in neue Produktbereiche vordringen. So wird im Tiefbaubereich eine Kooperation mit der Steinzeugfabrik Embrach AG  eingegangen und der gemeinsame Markenname STECO kreiert. Ziel ist es, besonders im schweizerischen Tunnelbau mit Schalenelementen aus Polymerbeton dabei zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1991: Neubau in Netstal ===&lt;br /&gt;
[[Datei:1.1.B 00249 199507NN ACOSchweiz,002.jpg|400px|thumb|right|Silotürme am ACO-Standort Netstal, 1995.]]&lt;br /&gt;
Am 16. August 1991 eröffnet in Netstal im Kanton Glarus, nur wenige Kilometer von Mitlödi entfernt, eine neues ACO-Werk. Der ansprechende Neubau vor Bergpanorama und auf der &amp;quot;grünen Wiese&amp;quot;, samt Feuchtbiotop auf dem Betriebshof, hat ein Architektenteam entworfen. Das gesamte Areal umfasst 30.000 m² gekaufter Landfläche, die zwar nicht sofort, doch 20 Jahre später voll genutzt werden. Im Inneren sind die völlig neuen Produktionsanlagen von ACO-Anlagentechniker Uwe Wunderlich geplant und gebaut worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Netstal löst Mitlödi nicht nur als Produktionsstandort, sondern auch als Verwaltungssitz ab. ACO Schweiz zieht um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kooperation und Akquisition ===&lt;br /&gt;
Mit Beginn der 1990er Jahre führt ACO Schweiz verschiedene ACO-Produktlinien neu ein. Etwa das ACO FARM-Sortiment, eine insgesamt nur kleine Sparte in der Schweiz, die ACO jedoch umgehend marktführend bedient. Auch die Linie ACO Segment wird erfolgreich. Ganz zentral ist nun zudem das ACO Edelstahl-Programm, das die Tür zur bekannten schweizerischen Lebensmittel- und Pharmaindustrie öffnet. Das ACO-Amphibienleitsystem sorgt in der Schweiz ja bereits für Aufmerksamkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Tiefbaubereich entsteht eine Kooperation mit der Steinzeugfabrik Embrach AG im Kanton Zürich - es wird der gemeinsame Markennahme STECO kreiert. Ziel ist es, im schweizerischen Tunnelbau mit Schalenelementen aus Polymerbeton dabei zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1990er Jahren kann ACO seine Marktposition insbesondere durch Akquisitionen stärken. Zunächst übernimmt ACO in der deutschsprachigen Schweiz eine Agentur für hochwertige Tessiner Fassadensteine, sogenannte BKS-Steine, die besonders durch den Architekten Mario Botta bekannt geworden sind. 1994 folgt die Firma Inotec im Nachbarkanton St. Gallen, am Ende des Jahrzehnts der langjährige Wettbewerber Polybau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Inotec ===&lt;br /&gt;
Inotec in Sargans, unweit der Grenze zu Liechtenstein, ist Hersteller von  Edelstahl- sowie Baustahlartikeln, etwa Rinnen, Abläufen, Wannen und&lt;br /&gt;
Spezialprodukten. Die Firma passt gut ins ACO-Portfolio und wird per 1. Januar 1994 der ACO Bauelemente AG in Netstal angegliedert. Da die Produkte der neuen ACO-Schwester bereits früher die Materialtrennung Edelstahls-Baustahl notwendig machten, existieren zwei völlig autarke Fertigungen. In den Kernbereichen der Blechbearbeitung läßt ACO nun modernste, auch CNC-gesteuerte Maschinen installieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch ACO Schweiz setzt ab 1995 verstärkt auf den Werkstoff Edelstahl. Daher fokussiert sie und schafft sich in diesem Jahr durch die Neugründung der Inotec Edelstahltechnik AG, mit der ACO Bauelemente AG als Mehrheitsaktionärin, eine eigenständige Basis. Inotec Edelstahltechnik produziert noch einige Jahre ausschließlich im gut ausgestatteten Werk in Sagrans, zuletzt mit sechs Mitarbeitern. Ab 2003 wird der zentrale schweizerische Standort Netstal um 7200 m³ Lagerkapazität - vor allem durch einen Hallenneubau östlich des ACO-Areals in Richtung Linth - ausgebaut, so dass die Inotec AG hierher umziehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Polybau ===&lt;br /&gt;
Vor Ende der Dekade, entschließt sich ACO 1999 zur Übernahme der schweizerischen Firma Polybau in Bätterkinden. Das 1976 gegründete Unternehmen ist aus Studer und Thomann, dem früheren Vertriebspartner von ACO, hervorgegangen. Polybau hatte damals durch die Markteinführung der Polydrain-Rinne mit dem „roten Punkt“ für Aufsehen gesorgt und war zum Wettbewerber von ACO DRAIN aufgestiegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Polydrain-System wird in den nächsten Jahren Teil einer internationalen Multibrand-Strategie von ACO. Insbesondere ab dem 1. Juli 2005 ist das sichtbar, als Polydrain mit dem im Jahr 2003 erworbenen belgischen Wettbewerber Alfa Drain unter dem Namen Poly Alfa Gruppe zusammengeführt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 2003: ACO Passavant AG ===&lt;br /&gt;
Mit dem 1. Januar 2003 erfolgt die Vereinigung der bis dahin drei in Netstal ansässigen Firmen und ihrer rund 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die zusammen ACO Schweiz bilden: Die ACO Bauelemente AG, die Inotec Edelstahltechnik AG und die Passavant Netstal AG fusionieren zur ACO Passavant AG. Damit ist der Kern eines bereits im Jahr 2000 entwickelten Mehrjahresplan zur optimalen Nutzung von Synergien der Akquisitionen verwirklicht. Weiterer Bestandteil dieses Planes ist der Ausbau in Netstal um Hallen- und Lagerkapazität. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ACO Passavant AG bekommt es gleich mit Großprojekten im schweizerischen Tunnelbau zu tun. Aufträge im Jahr 2003 sind der Hafnerbergtunnel als Teil der Westumfahrung von Zürich und der Tunnel Gousse. 2004 werden drei weitere Objekte gebucht: Der Kirchenwaldtunnel an der Gotthard-Autobahn bei Luzern erhält auf ca. 3,5 km Schlitzrinnen, die einzeln mit 2,5 m Länge und einem Gewicht von über 700 kg die schwersten ACO Rinnen bislang sind. Im Tunnel St. Johann der Nordtangente Basel werden ca. 4,5 km Kabelkanälen und 2,7 km Schlitzrinnen verbaut, mehr als 8 km Rinnen und Randsteine kommen im Aeschertunnel der Westumfahrung Zürich hinzu. Diese Aufträge, jeweils mit Größenordnungen im siebenstelligen Schweizer Franken-Bereich, sichern die Auslastung der modernisierten Netstaler Gießmaschine über 2006 hinaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 1. Januar 2009 übernimmt ACO Schweiz von der Vigier Holding den langjährigen Hauptkonkurrenten für Polymerbetonteile am schweizerischen Tunnelmarkt, die Fritschi Bauelemente AG. Das bedeutet eine erhebliche Sortimentserweiterung im Tiefbau, etwa durch Artikel wie Schachtböden, Produkte zur Kanalsanierung, Ölabscheider, Pumpen-, Kabel- und Spezialschächte. Noch in 2009 ermöglicht die Fritschi-Akquise ACO Schweiz die Aufsetzung eines hochwertigen Straßenkanalgussprogramms. Insgesamt bietet die hochflexible Produktion in Gunzgen Möglichkeiten für neue Geschäftsfelder. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Edelstahlbereich akquiriert ACO Schweiz schon 2007 den Wettbewerber Hestag Entwässerungstechnik AG in Wangen. Die Ende 2008 abgeschlossene Integration bringt in der Schweiz die Marktführerschaft im Segment Entwässerung in Edelstahltechnik ein. Übrigens gehen nicht mehr benötigte Hestag-Maschinen 2009 auf Reise nach Dubai, zum Aufbau der dortigen Edelstahlfertigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Standort Netstal wächst in den 2010er Jahren gewaltig. Im Mai 2011 werden in Netstal 25.000 m² Gelände einer benachbarten Papierfabrik zugekauft, eine neue 5000 m² große Halle wird errichtet. 2017 startet der Bau einer weiteren Produktionshalle zur Erstellung einer auf Großteilfertigung ausgelegten Giessanlage, 2018 wird eröffnet.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>T berlinghoff</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.history.aco/index.php?title=WorkInProgress:ACO_Schweiz&amp;diff=2316</id>
		<title>WorkInProgress:ACO Schweiz</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.history.aco/index.php?title=WorkInProgress:ACO_Schweiz&amp;diff=2316"/>
		<updated>2020-12-09T12:19:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;T berlinghoff: /* Kooperation und Akquisition */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Aufbau des Produktvertriebes im Alpenraum ===&lt;br /&gt;
Ende 1970 gehen die Rendsburger eine erste Vertriebspartnerschaft zur Erschließung eines Marktes im europäischen Ausland für ACO DRAIN ein: Ab Dezember tätigt die Studer und Thomann AG im Kanton Zürich den Alleinvertrieb für die Schweiz, ab Mitte April 1973 auch für [[ACO Österreich|Österreich]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1976 und '77 wird das Vertriebskonzept für den Alpenraum geändert. Die Firma Seidendruckerei Mitlödi AG im Kanton Glarus übernimmt zuerst im Fenstersegment mit Wirkung 1. April 1976 den Alleinvertrieb für die Absatzgebieten Schweiz, Liechtenstein und [[ACO Italien|Italien]]. Das umfasst die ACO Komplett-Fenster für Stall- und Kellerbau, ACO Bitherm-Isolierfenster für Stall- und Gewerbebau, ACO Markant-Laibungsfenster, das ACO Perfekt Lichtschacht-System und sogar die ACO Step Schuhabstreifer sowie das ACO Sport-Programm. Schon per 1. Mai 1976 geht dieses Vertriebsprogramm für die Schweiz und Norditalien auf eine von der Seidendruckerei Mitlödi neu gegründete Vertriebsfirma über. Mit dem 1. Januar 1977 kommt das ACO DRAIN-Programm hinzu, auch für das Absatzgebiet Österreich, da der Vertrag mit Studer und Thomann am 31. Dezember 1976 endet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1973: Erste Fertigung von ACO-Polymerbeton im Ausland ===&lt;br /&gt;
Am 5. Februar 1973 startet ebenfalls in der Schweiz, bei der Seidendruckerei Mitlödi AG, erstmals eine Lizenzfertigung von ACO DRAIN im Ausland. Bereits ab Juni 1972 wird das Projekt konkret, die Umsetzung funktioniert am Ende fast reibungslos. Die Seidendruckerei investiert kräftig und stellt eine neue Fabrikhalle an ihrem Standort im Ort Mitlödi bereit. Die erforderliche Technik liefert ACO Rendsburg im Dezember zum Preis von 500.000,- DM. Angereiste ACO-Techniker montieren bis Anfang Februar 1973 die Maschinenanlage und begleiten danach auch die ersten zwei Wochen des Betriebes. Parallel sind zunächst drei Schweizer Mitarbeiter bei ACO in Reith auf der neuen Fertigung geschult bzw. eingearbeitet worden. Der Zulieferer für metallene Komponenten der DRAIN-Rinnen, der Gussroste, ist ACO Andernach. Einen Monat früher als ursprünglich angesetzt, kann die Produktion von ACO DRAIN auf dem neuen Fertigungsstrang schon am 5. Februar 1973 anlaufen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ACO DRAIN-Produktion in der Schweiz entwickelt sich langfristig positiv. Im ersten vollen Fertigungsjahr 1974 erwirtschaftet die Seidendruckerei, bei Verkaufserlösen von über 2,5 Millionen Schweizer Franken plus Lagerbeständen, einen Reingewinn von guten 226.000,- Franken.  Bereits im Herbst 1976 wird die Fertigung in Mitlödi erstmals umgebaut, d.h. auch optimiert und den Sicherheitsstandards angepasst. Ab Ende des Jahres fertigt die Seidendruckerei auf ihrer Polymerbetonanlage zudem in dem neuen Programm ACO SELF Entwässerung- und Bauelemente für Haus und Garten, dazu ACO ELASTIC-Randsteine und die ACO STEP-Schuhabstreifer. Keine drei Jahre später wird die Technik abermals umgebaut und modernisiert. Die nun neu installierte Polymeranlage für ein variables Gussprogramm läuft im April 1979 an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ACO Bauelemente Vertrieb ===&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1976 gründet die Seidendruckerei Mitlödi AG die Gesellschaft ACO Bauelemente Mitlödi - die Verwendung der ACO-Firmierung ist zugesichert. Die Vertriebsorganisation der ACO Bauelemente nimmt Sitz in Kilchberg bei Zürich und bearbeitet ab 1. Mai 1976 (Fenster u.a.), bzw. 1. Januar 1977 (ACO DRAIN) die Vertriebsprogramme. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ACO Bauelemente tritt damit die Nachfolge der Studer und Thomann AG an, die inzwischen eigene Pläne verfolgt: Der erste Partner in der Schweiz steigt selber in die Produktion von Entwässerungsrinnen ein. Studer und Thomanns ausgegründete Tochterfirma Poly-Bauelemente hat bis Herbst 1976 ihr System namens Polydrain marktreif und in Fabrikation. ACO ist über die Entwicklung im Bilde. Ab Januar 1977 wird Polydrain verkauft. Das System - die Rinne mit den &amp;quot;roten Punkt&amp;quot; - ähnelt ACO DRAIN sehr, wird auch in gleicher Weise beworben. Schon im Frühsommer 1977 gibt es mit dem ex-Partner erstmals eine Wettbewerbssituation am Rinnenmarkt, auch in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ACO Bauelemente AG ===&lt;br /&gt;
Der Ausdruck &amp;quot;ACO Schweiz&amp;quot; ist seit den 1970ern geläufig, doch er ist ein Sammelbegriff für die bis 1988 selbständigen Gesellschaften ACO Bauelemente AG und Seidendruckerei AG in Mitlödi. ACO Severin Ahlmann in Rendsburg ist an beiden in Minderheiten beteiligt. Mit Stichtag 1. Juli 1988 ändert sich das - es wird &amp;quot;entflechtet&amp;quot;. ACO Rendsburg übernimmt alle Anteile der Bauelemente AG, Severin Ahlmanns persönliche Anteile an der Seitendruckerei AG werden rückübertragen.  &lt;br /&gt;
Die ACO Bauelemente AG wird organisatorisch 100-prozentige Tochter der Severin Ahlmann Holding GmbH, dem Firmenmantel mit Sitz in Rendsburg, der ACOs ausländische Schwestergesellschaften hält. Erstmals sind alle europa- und weltweiten ACO-Gesellschaften unter einem Dach zusammengschlossen. Die Geschäfte in der Schweiz leitet weiterhin Peter Saredi, wie schon seit den 1970ern und noch in den 1990er Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neue &amp;quot;ACO Schweiz&amp;quot; - noch mit Sitz in Mitlödi - bleibt der Knotenpunkt für Produktion und Vertrieb im Alpenraum. So wird auch das Vertriebsbüro der ACO Bauelemente in Salzburg, Österreich, von hier betrieben. Regelmäßig stellen die Schweizer auf der zweijährig stattfindenden, wichtigsten überregionalen Messe Swissbau in Basel aus. Die 1989er Schau ist die bis dato erfolgreichste für ACO Bauelemente Mitlödi, das gesamte Lieferprogramm erzeugt Aufsehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ACO diversifiziert die Produktpalette in der Schweiz weiter, um breitest möglich in Märkte einzudringen. So wird das ACO Edelstahl Programm eingeführt, um Kundschaft im Lebensmittelbereich und Pharmazeutikbereich zu gewinnen und auch die Produktlinie ACO Segment setzt sich in der Schweiz erfolgreich durch. ACO bringt einige Sonderprodukte heraus, etwa Kabelschächte für Italien oder spezielle ACO Schweiz Maschinenbauteile. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Produktseite realisiert ACO Bauelemente Ende der 1980er Jahre und um 1990 einige interessante Objekte mit beispielsweise ACO PRO. Das bekannteste liegt im Kanton Baselland und heißt &amp;quot;Anwiler Weiher&amp;quot;. Hier werden insgesamt 6 Amphibientunnel a 18 m sowie eine größere Anzahl Leitwände, Einlauf- und Stoppelemente geliefert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber auch durch Kooperationen mit anderen Unternehmen möchte ACO in neue Produktbereiche vordringen. So wird im Tiefbaubereich eine Kooperation mit der Steinzeugfabrik Embrach AG  eingegangen und der gemeinsame Markenname STECO kreiert. Ziel ist es, besonders im schweizerischen Tunnelbau mit Schalenelementen aus Polymerbeton dabei zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1991: Neubau in Netstal ===&lt;br /&gt;
[[Datei:1.1.B 00249 199507NN ACOSchweiz,002.jpg|400px|thumb|right|Silotürme am ACO-Standort Netstal, 1995.]]&lt;br /&gt;
Am 16. August 1991 eröffnet in Netstal im Kanton Glarus, nur wenige Kilometer von Mitlödi entfernt, eine neues ACO-Werk. Der ansprechende Neubau vor Bergpanorama und auf der &amp;quot;grünen Wiese&amp;quot;, samt Feuchtbiotop auf dem Betriebshof, hat ein Architektenteam entworfen. Das gesamte Areal umfasst 30.000 m² gekaufter Landfläche, die zwar nicht sofort, doch 20 Jahre später voll genutzt werden. Im Inneren sind die völlig neuen Produktionsanlagen von ACO-Anlagentechniker Uwe Wunderlich geplant und gebaut worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Netstal löst Mitlödi nicht nur als Produktionsstandort, sondern auch als Verwaltungssitz ab. ACO Schweiz zieht um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kooperation und Akquisition ===&lt;br /&gt;
Mit Beginn der 1990er Jahre führt ACO Schweiz verschiedene ACO-Produktlinien neu ein. Etwa das ACO FARM-Sortiment, eine insgesamt nur kleine Sparte in der Schweiz, die ACO jedoch umgehend marktführend bedient. Auch die Linie ACO Segment wird erfolgreich. Ganz zentral wird zudem das ACO Edelstahl-Programm, das die Tür zur bekannten schweizerischen Lebensmittel- und Pharmaindustrie öffnet. Das ACO-Amphibienleitsystem sorgt in der Schweiz ja bereits für Aufmerksamkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Tiefbaubereich entsteht eine Kooperation mit der Steinzeugfabrik Embrach AG im Kanton Zürich - es wird der gemeinsame Markennahme STECO kreiert. Ziel ist es, im schweizerischen Tunnelbau mit Schalenelementen aus Polymerbeton dabei zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1990er Jahren kann ACO seine Marktposition insbesondere durch Akquisitionen stärken. Zunächst übernimmt ACO in der deutschsprachigen Schweiz eine Agentur für hochwertige Tessiner Fassadensteine, sogenannte BKS-Steine, die besonders durch den Architekten Mario Botta bekannt geworden sind. 1994 folgt die Firma Inotec im Nachbarkanton St. Gallen, am Ende des Jahrzehnts der langjährige Wettbewerber Polybau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Inotec ===&lt;br /&gt;
Inotec in Sargans, unweit der Grenze zu Liechtenstein, ist Hersteller von  Edelstahl- sowie Baustahlartikeln, etwa Rinnen, Abläufen, Wannen und&lt;br /&gt;
Spezialprodukten. Die Firma passt gut ins ACO-Portfolio und wird per 1. Januar 1994 der ACO Bauelemente AG in Netstal angegliedert. Da die Produkte der neuen ACO-Schwester bereits früher die Materialtrennung Edelstahls-Baustahl notwendig machten, existieren zwei völlig autarke Fertigungen. In den Kernbereichen der Blechbearbeitung läßt ACO nun modernste, auch CNC-gesteuerte Maschinen installieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch ACO Schweiz setzt ab 1995 verstärkt auf den Werkstoff Edelstahl. Daher fokussiert sie und schafft sich in diesem Jahr durch die Neugründung der Inotec Edelstahltechnik AG, mit der ACO Bauelemente AG als Mehrheitsaktionärin, eine eigenständige Basis. Inotec Edelstahltechnik produziert noch einige Jahre ausschließlich im gut ausgestatteten Werk in Sagrans, zuletzt mit sechs Mitarbeitern. Ab 2003 wird der zentrale schweizerische Standort Netstal um 7200 m³ Lagerkapazität - vor allem durch einen Hallenneubau östlich des ACO-Areals in Richtung Linth - ausgebaut, so dass die Inotec AG hierher umziehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Polybau ===&lt;br /&gt;
Vor Ende der Dekade, entschließt sich ACO 1999 zur Übernahme der schweizerischen Firma Polybau in Bätterkinden. Das 1976 gegründete Unternehmen ist aus Studer und Thomann, dem früheren Vertriebspartner von ACO, hervorgegangen. Polybau hatte damals durch die Markteinführung der Polydrain-Rinne mit dem „roten Punkt“ für Aufsehen gesorgt und war zum Wettbewerber von ACO DRAIN aufgestiegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Polydrain-System wird in den nächsten Jahren Teil einer internationalen Multibrand-Strategie von ACO. Insbesondere ab dem 1. Juli 2005 ist das sichtbar, als Polydrain mit dem im Jahr 2003 erworbenen belgischen Wettbewerber Alfa Drain unter dem Namen Poly Alfa Gruppe zusammengeführt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 2003: ACO Passavant AG ===&lt;br /&gt;
Mit dem 1. Januar 2003 erfolgt die Vereinigung der bis dahin drei in Netstal ansässigen Firmen und ihrer rund 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die zusammen ACO Schweiz bilden: Die ACO Bauelemente AG, die Inotec Edelstahltechnik AG und die Passavant Netstal AG fusionieren zur ACO Passavant AG. Damit ist der Kern eines bereits im Jahr 2000 entwickelten Mehrjahresplan zur optimalen Nutzung von Synergien der Akquisitionen verwirklicht. Weiterer Bestandteil dieses Planes ist der Ausbau in Netstal um Hallen- und Lagerkapazität. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ACO Passavant AG bekommt es gleich mit Großprojekten im schweizerischen Tunnelbau zu tun. Aufträge im Jahr 2003 sind der Hafnerbergtunnel als Teil der Westumfahrung von Zürich und der Tunnel Gousse. 2004 werden drei weitere Objekte gebucht: Der Kirchenwaldtunnel an der Gotthard-Autobahn bei Luzern erhält auf ca. 3,5 km Schlitzrinnen, die einzeln mit 2,5 m Länge und einem Gewicht von über 700 kg die schwersten ACO Rinnen bislang sind. Im Tunnel St. Johann der Nordtangente Basel werden ca. 4,5 km Kabelkanälen und 2,7 km Schlitzrinnen verbaut, mehr als 8 km Rinnen und Randsteine kommen im Aeschertunnel der Westumfahrung Zürich hinzu. Diese Aufträge, jeweils mit Größenordnungen im siebenstelligen Schweizer Franken-Bereich, sichern die Auslastung der modernisierten Netstaler Gießmaschine über 2006 hinaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 1. Januar 2009 übernimmt ACO Schweiz von der Vigier Holding den langjährigen Hauptkonkurrenten für Polymerbetonteile am schweizerischen Tunnelmarkt, die Fritschi Bauelemente AG. Das bedeutet eine erhebliche Sortimentserweiterung im Tiefbau, etwa durch Artikel wie Schachtböden, Produkte zur Kanalsanierung, Ölabscheider, Pumpen-, Kabel- und Spezialschächte. Noch in 2009 ermöglicht die Fritschi-Akquise ACO Schweiz die Aufsetzung eines hochwertigen Straßenkanalgussprogramms. Insgesamt bietet die hochflexible Produktion in Gunzgen Möglichkeiten für neue Geschäftsfelder. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Edelstahlbereich akquiriert ACO Schweiz schon 2007 den Wettbewerber Hestag Entwässerungstechnik AG in Wangen. Die Ende 2008 abgeschlossene Integration bringt in der Schweiz die Marktführerschaft im Segment Entwässerung in Edelstahltechnik ein. Übrigens gehen nicht mehr benötigte Hestag-Maschinen 2009 auf Reise nach Dubai, zum Aufbau der dortigen Edelstahlfertigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Standort Netstal wächst in den 2010er Jahren gewaltig. Im Mai 2011 werden in Netstal 25.000 m² Gelände einer benachbarten Papierfabrik zugekauft, eine neue 5000 m² große Halle wird errichtet. 2017 startet der Bau einer weiteren Produktionshalle zur Erstellung einer auf Großteilfertigung ausgelegten Giessanlage, 2018 wird eröffnet.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>T berlinghoff</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.history.aco/index.php?title=WorkInProgress:ACO_Schweiz&amp;diff=2315</id>
		<title>WorkInProgress:ACO Schweiz</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.history.aco/index.php?title=WorkInProgress:ACO_Schweiz&amp;diff=2315"/>
		<updated>2020-12-09T12:16:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;T berlinghoff: /* ACO Bauelemente AG */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Aufbau des Produktvertriebes im Alpenraum ===&lt;br /&gt;
Ende 1970 gehen die Rendsburger eine erste Vertriebspartnerschaft zur Erschließung eines Marktes im europäischen Ausland für ACO DRAIN ein: Ab Dezember tätigt die Studer und Thomann AG im Kanton Zürich den Alleinvertrieb für die Schweiz, ab Mitte April 1973 auch für [[ACO Österreich|Österreich]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1976 und '77 wird das Vertriebskonzept für den Alpenraum geändert. Die Firma Seidendruckerei Mitlödi AG im Kanton Glarus übernimmt zuerst im Fenstersegment mit Wirkung 1. April 1976 den Alleinvertrieb für die Absatzgebieten Schweiz, Liechtenstein und [[ACO Italien|Italien]]. Das umfasst die ACO Komplett-Fenster für Stall- und Kellerbau, ACO Bitherm-Isolierfenster für Stall- und Gewerbebau, ACO Markant-Laibungsfenster, das ACO Perfekt Lichtschacht-System und sogar die ACO Step Schuhabstreifer sowie das ACO Sport-Programm. Schon per 1. Mai 1976 geht dieses Vertriebsprogramm für die Schweiz und Norditalien auf eine von der Seidendruckerei Mitlödi neu gegründete Vertriebsfirma über. Mit dem 1. Januar 1977 kommt das ACO DRAIN-Programm hinzu, auch für das Absatzgebiet Österreich, da der Vertrag mit Studer und Thomann am 31. Dezember 1976 endet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1973: Erste Fertigung von ACO-Polymerbeton im Ausland ===&lt;br /&gt;
Am 5. Februar 1973 startet ebenfalls in der Schweiz, bei der Seidendruckerei Mitlödi AG, erstmals eine Lizenzfertigung von ACO DRAIN im Ausland. Bereits ab Juni 1972 wird das Projekt konkret, die Umsetzung funktioniert am Ende fast reibungslos. Die Seidendruckerei investiert kräftig und stellt eine neue Fabrikhalle an ihrem Standort im Ort Mitlödi bereit. Die erforderliche Technik liefert ACO Rendsburg im Dezember zum Preis von 500.000,- DM. Angereiste ACO-Techniker montieren bis Anfang Februar 1973 die Maschinenanlage und begleiten danach auch die ersten zwei Wochen des Betriebes. Parallel sind zunächst drei Schweizer Mitarbeiter bei ACO in Reith auf der neuen Fertigung geschult bzw. eingearbeitet worden. Der Zulieferer für metallene Komponenten der DRAIN-Rinnen, der Gussroste, ist ACO Andernach. Einen Monat früher als ursprünglich angesetzt, kann die Produktion von ACO DRAIN auf dem neuen Fertigungsstrang schon am 5. Februar 1973 anlaufen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ACO DRAIN-Produktion in der Schweiz entwickelt sich langfristig positiv. Im ersten vollen Fertigungsjahr 1974 erwirtschaftet die Seidendruckerei, bei Verkaufserlösen von über 2,5 Millionen Schweizer Franken plus Lagerbeständen, einen Reingewinn von guten 226.000,- Franken.  Bereits im Herbst 1976 wird die Fertigung in Mitlödi erstmals umgebaut, d.h. auch optimiert und den Sicherheitsstandards angepasst. Ab Ende des Jahres fertigt die Seidendruckerei auf ihrer Polymerbetonanlage zudem in dem neuen Programm ACO SELF Entwässerung- und Bauelemente für Haus und Garten, dazu ACO ELASTIC-Randsteine und die ACO STEP-Schuhabstreifer. Keine drei Jahre später wird die Technik abermals umgebaut und modernisiert. Die nun neu installierte Polymeranlage für ein variables Gussprogramm läuft im April 1979 an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ACO Bauelemente Vertrieb ===&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1976 gründet die Seidendruckerei Mitlödi AG die Gesellschaft ACO Bauelemente Mitlödi - die Verwendung der ACO-Firmierung ist zugesichert. Die Vertriebsorganisation der ACO Bauelemente nimmt Sitz in Kilchberg bei Zürich und bearbeitet ab 1. Mai 1976 (Fenster u.a.), bzw. 1. Januar 1977 (ACO DRAIN) die Vertriebsprogramme. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ACO Bauelemente tritt damit die Nachfolge der Studer und Thomann AG an, die inzwischen eigene Pläne verfolgt: Der erste Partner in der Schweiz steigt selber in die Produktion von Entwässerungsrinnen ein. Studer und Thomanns ausgegründete Tochterfirma Poly-Bauelemente hat bis Herbst 1976 ihr System namens Polydrain marktreif und in Fabrikation. ACO ist über die Entwicklung im Bilde. Ab Januar 1977 wird Polydrain verkauft. Das System - die Rinne mit den &amp;quot;roten Punkt&amp;quot; - ähnelt ACO DRAIN sehr, wird auch in gleicher Weise beworben. Schon im Frühsommer 1977 gibt es mit dem ex-Partner erstmals eine Wettbewerbssituation am Rinnenmarkt, auch in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ACO Bauelemente AG ===&lt;br /&gt;
Der Ausdruck &amp;quot;ACO Schweiz&amp;quot; ist seit den 1970ern geläufig, doch er ist ein Sammelbegriff für die bis 1988 selbständigen Gesellschaften ACO Bauelemente AG und Seidendruckerei AG in Mitlödi. ACO Severin Ahlmann in Rendsburg ist an beiden in Minderheiten beteiligt. Mit Stichtag 1. Juli 1988 ändert sich das - es wird &amp;quot;entflechtet&amp;quot;. ACO Rendsburg übernimmt alle Anteile der Bauelemente AG, Severin Ahlmanns persönliche Anteile an der Seitendruckerei AG werden rückübertragen.  &lt;br /&gt;
Die ACO Bauelemente AG wird organisatorisch 100-prozentige Tochter der Severin Ahlmann Holding GmbH, dem Firmenmantel mit Sitz in Rendsburg, der ACOs ausländische Schwestergesellschaften hält. Erstmals sind alle europa- und weltweiten ACO-Gesellschaften unter einem Dach zusammengschlossen. Die Geschäfte in der Schweiz leitet weiterhin Peter Saredi, wie schon seit den 1970ern und noch in den 1990er Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neue &amp;quot;ACO Schweiz&amp;quot; - noch mit Sitz in Mitlödi - bleibt der Knotenpunkt für Produktion und Vertrieb im Alpenraum. So wird auch das Vertriebsbüro der ACO Bauelemente in Salzburg, Österreich, von hier betrieben. Regelmäßig stellen die Schweizer auf der zweijährig stattfindenden, wichtigsten überregionalen Messe Swissbau in Basel aus. Die 1989er Schau ist die bis dato erfolgreichste für ACO Bauelemente Mitlödi, das gesamte Lieferprogramm erzeugt Aufsehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ACO diversifiziert die Produktpalette in der Schweiz weiter, um breitest möglich in Märkte einzudringen. So wird das ACO Edelstahl Programm eingeführt, um Kundschaft im Lebensmittelbereich und Pharmazeutikbereich zu gewinnen und auch die Produktlinie ACO Segment setzt sich in der Schweiz erfolgreich durch. ACO bringt einige Sonderprodukte heraus, etwa Kabelschächte für Italien oder spezielle ACO Schweiz Maschinenbauteile. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Produktseite realisiert ACO Bauelemente Ende der 1980er Jahre und um 1990 einige interessante Objekte mit beispielsweise ACO PRO. Das bekannteste liegt im Kanton Baselland und heißt &amp;quot;Anwiler Weiher&amp;quot;. Hier werden insgesamt 6 Amphibientunnel a 18 m sowie eine größere Anzahl Leitwände, Einlauf- und Stoppelemente geliefert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber auch durch Kooperationen mit anderen Unternehmen möchte ACO in neue Produktbereiche vordringen. So wird im Tiefbaubereich eine Kooperation mit der Steinzeugfabrik Embrach AG  eingegangen und der gemeinsame Markenname STECO kreiert. Ziel ist es, besonders im schweizerischen Tunnelbau mit Schalenelementen aus Polymerbeton dabei zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1991: Neubau in Netstal ===&lt;br /&gt;
[[Datei:1.1.B 00249 199507NN ACOSchweiz,002.jpg|400px|thumb|right|Silotürme am ACO-Standort Netstal, 1995.]]&lt;br /&gt;
Am 16. August 1991 eröffnet in Netstal im Kanton Glarus, nur wenige Kilometer von Mitlödi entfernt, eine neues ACO-Werk. Der ansprechende Neubau vor Bergpanorama und auf der &amp;quot;grünen Wiese&amp;quot;, samt Feuchtbiotop auf dem Betriebshof, hat ein Architektenteam entworfen. Das gesamte Areal umfasst 30.000 m² gekaufter Landfläche, die zwar nicht sofort, doch 20 Jahre später voll genutzt werden. Im Inneren sind die völlig neuen Produktionsanlagen von ACO-Anlagentechniker Uwe Wunderlich geplant und gebaut worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Netstal löst Mitlödi nicht nur als Produktionsstandort, sondern auch als Verwaltungssitz ab. ACO Schweiz zieht um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kooperation und Akquisition ===&lt;br /&gt;
Mit Beginn der 1990er Jahre führt ACO Schweiz verschiedene ACO-Produktlinien neu ein. Etwa das ACO FARM-Sortiment, eine insgesamt nur kleine Sparte in der Schweiz, die ACO jedoch umgehend marktführend bedient. Oder das ACO Edelstahl-Programm, das die Tür zur bekannten schweizerischen Lebensmittel- und Pharmaindustrie öffnet. Nebenbei sorgt das ACO-Amphibienleitsystem jetzt auch in der Schweiz für Aufmerksamkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Tiefbaubereich entsteht eine Kooperation mit der Steinzeugfabrik Embrach AG im Kanton Zürich - es wird der gemeinsame Markennahme STECO kreiert. Ziel ist es, im schweizerischen Tunnelbau mit Schalenelementen aus Polymerbeton dabei zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1990er Jahren kann ACO seine Marktposition insbesondere durch Akquisitionen stärken. Zunächst übernimmt ACO in der deutschsprachigen Schweiz eine Agentur für hochwertige Tessiner Fassadensteine, sogenannte BKS-Steine, die besonders durch den Architekten Mario Botta bekannt geworden sind. 1994 folgt die Firma Inotec im Nachbarkanton St. Gallen, am Ende des Jahrzehnts der langjährige Wettbewerber Polybau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Inotec ===&lt;br /&gt;
Inotec in Sargans, unweit der Grenze zu Liechtenstein, ist Hersteller von  Edelstahl- sowie Baustahlartikeln, etwa Rinnen, Abläufen, Wannen und&lt;br /&gt;
Spezialprodukten. Die Firma passt gut ins ACO-Portfolio und wird per 1. Januar 1994 der ACO Bauelemente AG in Netstal angegliedert. Da die Produkte der neuen ACO-Schwester bereits früher die Materialtrennung Edelstahls-Baustahl notwendig machten, existieren zwei völlig autarke Fertigungen. In den Kernbereichen der Blechbearbeitung läßt ACO nun modernste, auch CNC-gesteuerte Maschinen installieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch ACO Schweiz setzt ab 1995 verstärkt auf den Werkstoff Edelstahl. Daher fokussiert sie und schafft sich in diesem Jahr durch die Neugründung der Inotec Edelstahltechnik AG, mit der ACO Bauelemente AG als Mehrheitsaktionärin, eine eigenständige Basis. Inotec Edelstahltechnik produziert noch einige Jahre ausschließlich im gut ausgestatteten Werk in Sagrans, zuletzt mit sechs Mitarbeitern. Ab 2003 wird der zentrale schweizerische Standort Netstal um 7200 m³ Lagerkapazität - vor allem durch einen Hallenneubau östlich des ACO-Areals in Richtung Linth - ausgebaut, so dass die Inotec AG hierher umziehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Polybau ===&lt;br /&gt;
Vor Ende der Dekade, entschließt sich ACO 1999 zur Übernahme der schweizerischen Firma Polybau in Bätterkinden. Das 1976 gegründete Unternehmen ist aus Studer und Thomann, dem früheren Vertriebspartner von ACO, hervorgegangen. Polybau hatte damals durch die Markteinführung der Polydrain-Rinne mit dem „roten Punkt“ für Aufsehen gesorgt und war zum Wettbewerber von ACO DRAIN aufgestiegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Polydrain-System wird in den nächsten Jahren Teil einer internationalen Multibrand-Strategie von ACO. Insbesondere ab dem 1. Juli 2005 ist das sichtbar, als Polydrain mit dem im Jahr 2003 erworbenen belgischen Wettbewerber Alfa Drain unter dem Namen Poly Alfa Gruppe zusammengeführt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 2003: ACO Passavant AG ===&lt;br /&gt;
Mit dem 1. Januar 2003 erfolgt die Vereinigung der bis dahin drei in Netstal ansässigen Firmen und ihrer rund 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die zusammen ACO Schweiz bilden: Die ACO Bauelemente AG, die Inotec Edelstahltechnik AG und die Passavant Netstal AG fusionieren zur ACO Passavant AG. Damit ist der Kern eines bereits im Jahr 2000 entwickelten Mehrjahresplan zur optimalen Nutzung von Synergien der Akquisitionen verwirklicht. Weiterer Bestandteil dieses Planes ist der Ausbau in Netstal um Hallen- und Lagerkapazität. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ACO Passavant AG bekommt es gleich mit Großprojekten im schweizerischen Tunnelbau zu tun. Aufträge im Jahr 2003 sind der Hafnerbergtunnel als Teil der Westumfahrung von Zürich und der Tunnel Gousse. 2004 werden drei weitere Objekte gebucht: Der Kirchenwaldtunnel an der Gotthard-Autobahn bei Luzern erhält auf ca. 3,5 km Schlitzrinnen, die einzeln mit 2,5 m Länge und einem Gewicht von über 700 kg die schwersten ACO Rinnen bislang sind. Im Tunnel St. Johann der Nordtangente Basel werden ca. 4,5 km Kabelkanälen und 2,7 km Schlitzrinnen verbaut, mehr als 8 km Rinnen und Randsteine kommen im Aeschertunnel der Westumfahrung Zürich hinzu. Diese Aufträge, jeweils mit Größenordnungen im siebenstelligen Schweizer Franken-Bereich, sichern die Auslastung der modernisierten Netstaler Gießmaschine über 2006 hinaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 1. Januar 2009 übernimmt ACO Schweiz von der Vigier Holding den langjährigen Hauptkonkurrenten für Polymerbetonteile am schweizerischen Tunnelmarkt, die Fritschi Bauelemente AG. Das bedeutet eine erhebliche Sortimentserweiterung im Tiefbau, etwa durch Artikel wie Schachtböden, Produkte zur Kanalsanierung, Ölabscheider, Pumpen-, Kabel- und Spezialschächte. Noch in 2009 ermöglicht die Fritschi-Akquise ACO Schweiz die Aufsetzung eines hochwertigen Straßenkanalgussprogramms. Insgesamt bietet die hochflexible Produktion in Gunzgen Möglichkeiten für neue Geschäftsfelder. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Edelstahlbereich akquiriert ACO Schweiz schon 2007 den Wettbewerber Hestag Entwässerungstechnik AG in Wangen. Die Ende 2008 abgeschlossene Integration bringt in der Schweiz die Marktführerschaft im Segment Entwässerung in Edelstahltechnik ein. Übrigens gehen nicht mehr benötigte Hestag-Maschinen 2009 auf Reise nach Dubai, zum Aufbau der dortigen Edelstahlfertigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Standort Netstal wächst in den 2010er Jahren gewaltig. Im Mai 2011 werden in Netstal 25.000 m² Gelände einer benachbarten Papierfabrik zugekauft, eine neue 5000 m² große Halle wird errichtet. 2017 startet der Bau einer weiteren Produktionshalle zur Erstellung einer auf Großteilfertigung ausgelegten Giessanlage, 2018 wird eröffnet.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>T berlinghoff</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.history.aco/index.php?title=WorkInProgress:ACO_Schweiz&amp;diff=2314</id>
		<title>WorkInProgress:ACO Schweiz</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.history.aco/index.php?title=WorkInProgress:ACO_Schweiz&amp;diff=2314"/>
		<updated>2020-12-09T12:14:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;T berlinghoff: /* ACO Bauelemente AG */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Aufbau des Produktvertriebes im Alpenraum ===&lt;br /&gt;
Ende 1970 gehen die Rendsburger eine erste Vertriebspartnerschaft zur Erschließung eines Marktes im europäischen Ausland für ACO DRAIN ein: Ab Dezember tätigt die Studer und Thomann AG im Kanton Zürich den Alleinvertrieb für die Schweiz, ab Mitte April 1973 auch für [[ACO Österreich|Österreich]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1976 und '77 wird das Vertriebskonzept für den Alpenraum geändert. Die Firma Seidendruckerei Mitlödi AG im Kanton Glarus übernimmt zuerst im Fenstersegment mit Wirkung 1. April 1976 den Alleinvertrieb für die Absatzgebieten Schweiz, Liechtenstein und [[ACO Italien|Italien]]. Das umfasst die ACO Komplett-Fenster für Stall- und Kellerbau, ACO Bitherm-Isolierfenster für Stall- und Gewerbebau, ACO Markant-Laibungsfenster, das ACO Perfekt Lichtschacht-System und sogar die ACO Step Schuhabstreifer sowie das ACO Sport-Programm. Schon per 1. Mai 1976 geht dieses Vertriebsprogramm für die Schweiz und Norditalien auf eine von der Seidendruckerei Mitlödi neu gegründete Vertriebsfirma über. Mit dem 1. Januar 1977 kommt das ACO DRAIN-Programm hinzu, auch für das Absatzgebiet Österreich, da der Vertrag mit Studer und Thomann am 31. Dezember 1976 endet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1973: Erste Fertigung von ACO-Polymerbeton im Ausland ===&lt;br /&gt;
Am 5. Februar 1973 startet ebenfalls in der Schweiz, bei der Seidendruckerei Mitlödi AG, erstmals eine Lizenzfertigung von ACO DRAIN im Ausland. Bereits ab Juni 1972 wird das Projekt konkret, die Umsetzung funktioniert am Ende fast reibungslos. Die Seidendruckerei investiert kräftig und stellt eine neue Fabrikhalle an ihrem Standort im Ort Mitlödi bereit. Die erforderliche Technik liefert ACO Rendsburg im Dezember zum Preis von 500.000,- DM. Angereiste ACO-Techniker montieren bis Anfang Februar 1973 die Maschinenanlage und begleiten danach auch die ersten zwei Wochen des Betriebes. Parallel sind zunächst drei Schweizer Mitarbeiter bei ACO in Reith auf der neuen Fertigung geschult bzw. eingearbeitet worden. Der Zulieferer für metallene Komponenten der DRAIN-Rinnen, der Gussroste, ist ACO Andernach. Einen Monat früher als ursprünglich angesetzt, kann die Produktion von ACO DRAIN auf dem neuen Fertigungsstrang schon am 5. Februar 1973 anlaufen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ACO DRAIN-Produktion in der Schweiz entwickelt sich langfristig positiv. Im ersten vollen Fertigungsjahr 1974 erwirtschaftet die Seidendruckerei, bei Verkaufserlösen von über 2,5 Millionen Schweizer Franken plus Lagerbeständen, einen Reingewinn von guten 226.000,- Franken.  Bereits im Herbst 1976 wird die Fertigung in Mitlödi erstmals umgebaut, d.h. auch optimiert und den Sicherheitsstandards angepasst. Ab Ende des Jahres fertigt die Seidendruckerei auf ihrer Polymerbetonanlage zudem in dem neuen Programm ACO SELF Entwässerung- und Bauelemente für Haus und Garten, dazu ACO ELASTIC-Randsteine und die ACO STEP-Schuhabstreifer. Keine drei Jahre später wird die Technik abermals umgebaut und modernisiert. Die nun neu installierte Polymeranlage für ein variables Gussprogramm läuft im April 1979 an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ACO Bauelemente Vertrieb ===&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1976 gründet die Seidendruckerei Mitlödi AG die Gesellschaft ACO Bauelemente Mitlödi - die Verwendung der ACO-Firmierung ist zugesichert. Die Vertriebsorganisation der ACO Bauelemente nimmt Sitz in Kilchberg bei Zürich und bearbeitet ab 1. Mai 1976 (Fenster u.a.), bzw. 1. Januar 1977 (ACO DRAIN) die Vertriebsprogramme. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ACO Bauelemente tritt damit die Nachfolge der Studer und Thomann AG an, die inzwischen eigene Pläne verfolgt: Der erste Partner in der Schweiz steigt selber in die Produktion von Entwässerungsrinnen ein. Studer und Thomanns ausgegründete Tochterfirma Poly-Bauelemente hat bis Herbst 1976 ihr System namens Polydrain marktreif und in Fabrikation. ACO ist über die Entwicklung im Bilde. Ab Januar 1977 wird Polydrain verkauft. Das System - die Rinne mit den &amp;quot;roten Punkt&amp;quot; - ähnelt ACO DRAIN sehr, wird auch in gleicher Weise beworben. Schon im Frühsommer 1977 gibt es mit dem ex-Partner erstmals eine Wettbewerbssituation am Rinnenmarkt, auch in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ACO Bauelemente AG ===&lt;br /&gt;
Der Ausdruck &amp;quot;ACO Schweiz&amp;quot; ist seit den 1970ern geläufig, doch er ist ein Sammelbegriff für die bis 1988 selbständigen Gesellschaften ACO Bauelemente AG und Seidendruckerei AG in Mitlödi. ACO Severin Ahlmann in Rendsburg ist an beiden in Minderheiten beteiligt. Mit Stichtag 1. Juli 1988 ändert sich das - es wird &amp;quot;entflechtet&amp;quot;. ACO Rendsburg übernimmt alle Anteile der Bauelemente AG, Severin Ahlmanns persönliche Anteile an der Seitendruckerei AG werden rückübertragen.  &lt;br /&gt;
Die ACO Bauelemente AG wird organisatorisch 100-prozentige Tochter der Severin Ahlmann Holding GmbH, dem Firmenmantel mit Sitz in Rendsburg, der ACOs ausländische Schwestergesellschaften hält. Erstmals sind alle europa- und weltweiten ACO-Gesellschaften unter einem Dach zusammengschlossen. Die Geschäfte in der Schweiz leitet weiterhin Peter Saredi, wie schon seit den 1970ern und noch in den 1990er Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neue &amp;quot;ACO Schweiz&amp;quot; - noch mit Sitz in Mitlödi - bleibt der Knotenpunkt für Produktion und Vertrieb im Alpenraum. So wird auch das Vertriebsbüro der ACO Bauelemente in Salzburg, Österreich, von hier betrieben. Regelmäßig stellen die Schweizer auf der zweijährig stattfindenden, wichtigsten überregionalen Messe Swissbau in Basel aus. Die 1989er Schau ist die bis dato erfolgreichste für ACO Bauelemente Mitlödi, das gesamte Lieferprogramm erzeugt Aufsehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Produktseite realisiert ACO Bauelemente Ende der 1980er Jahre und um 1990 einige interessante Objekte mit beispielsweise ACO PRO. Das bekannteste liegt im Kanton Baselland und heißt &amp;quot;Anwiler Weiher&amp;quot;. Hier werden insgesamt 6 Amphibientunnel a 18 m sowie eine größere Anzahl Leitwände, Einlauf- und Stoppelemente geliefert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ACO diversifiziert die Produktpalette in der Schweiz weiter, um sich breitest möglich am Markt einzubringen. So wird das ACO Edelstahl Programm eingeführt, um Kundschaft im Lebensmittelbereich und Pharmazeutikbereich zu gewinnen und auch die Produktlinie ACO Segment setzt sich in der Schweiz erfolgreich durch. ACO bringt einige Sonderprodukte heraus, etwa Kabelschächte für Italien oder spezielle ACO Schweiz Maschinenbauteile. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber auch durch Kooperationen mit anderen Unternehmen möchte ACO in neue Produktbereiche vordringen. So wird im Tiefbaubereich eine Kooperation mit der Steinzeugfabrik Embrach AG  eingegangen und der gemeinsame Markenname STECO kreiert. Ziel ist es, besonders im schweizerischen Tunnelbau mit Schalenelementen aus Polymerbeton dabei zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1991: Neubau in Netstal ===&lt;br /&gt;
[[Datei:1.1.B 00249 199507NN ACOSchweiz,002.jpg|400px|thumb|right|Silotürme am ACO-Standort Netstal, 1995.]]&lt;br /&gt;
Am 16. August 1991 eröffnet in Netstal im Kanton Glarus, nur wenige Kilometer von Mitlödi entfernt, eine neues ACO-Werk. Der ansprechende Neubau vor Bergpanorama und auf der &amp;quot;grünen Wiese&amp;quot;, samt Feuchtbiotop auf dem Betriebshof, hat ein Architektenteam entworfen. Das gesamte Areal umfasst 30.000 m² gekaufter Landfläche, die zwar nicht sofort, doch 20 Jahre später voll genutzt werden. Im Inneren sind die völlig neuen Produktionsanlagen von ACO-Anlagentechniker Uwe Wunderlich geplant und gebaut worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Netstal löst Mitlödi nicht nur als Produktionsstandort, sondern auch als Verwaltungssitz ab. ACO Schweiz zieht um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kooperation und Akquisition ===&lt;br /&gt;
Mit Beginn der 1990er Jahre führt ACO Schweiz verschiedene ACO-Produktlinien neu ein. Etwa das ACO FARM-Sortiment, eine insgesamt nur kleine Sparte in der Schweiz, die ACO jedoch umgehend marktführend bedient. Oder das ACO Edelstahl-Programm, das die Tür zur bekannten schweizerischen Lebensmittel- und Pharmaindustrie öffnet. Nebenbei sorgt das ACO-Amphibienleitsystem jetzt auch in der Schweiz für Aufmerksamkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Tiefbaubereich entsteht eine Kooperation mit der Steinzeugfabrik Embrach AG im Kanton Zürich - es wird der gemeinsame Markennahme STECO kreiert. Ziel ist es, im schweizerischen Tunnelbau mit Schalenelementen aus Polymerbeton dabei zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1990er Jahren kann ACO seine Marktposition insbesondere durch Akquisitionen stärken. Zunächst übernimmt ACO in der deutschsprachigen Schweiz eine Agentur für hochwertige Tessiner Fassadensteine, sogenannte BKS-Steine, die besonders durch den Architekten Mario Botta bekannt geworden sind. 1994 folgt die Firma Inotec im Nachbarkanton St. Gallen, am Ende des Jahrzehnts der langjährige Wettbewerber Polybau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Inotec ===&lt;br /&gt;
Inotec in Sargans, unweit der Grenze zu Liechtenstein, ist Hersteller von  Edelstahl- sowie Baustahlartikeln, etwa Rinnen, Abläufen, Wannen und&lt;br /&gt;
Spezialprodukten. Die Firma passt gut ins ACO-Portfolio und wird per 1. Januar 1994 der ACO Bauelemente AG in Netstal angegliedert. Da die Produkte der neuen ACO-Schwester bereits früher die Materialtrennung Edelstahls-Baustahl notwendig machten, existieren zwei völlig autarke Fertigungen. In den Kernbereichen der Blechbearbeitung läßt ACO nun modernste, auch CNC-gesteuerte Maschinen installieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch ACO Schweiz setzt ab 1995 verstärkt auf den Werkstoff Edelstahl. Daher fokussiert sie und schafft sich in diesem Jahr durch die Neugründung der Inotec Edelstahltechnik AG, mit der ACO Bauelemente AG als Mehrheitsaktionärin, eine eigenständige Basis. Inotec Edelstahltechnik produziert noch einige Jahre ausschließlich im gut ausgestatteten Werk in Sagrans, zuletzt mit sechs Mitarbeitern. Ab 2003 wird der zentrale schweizerische Standort Netstal um 7200 m³ Lagerkapazität - vor allem durch einen Hallenneubau östlich des ACO-Areals in Richtung Linth - ausgebaut, so dass die Inotec AG hierher umziehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Polybau ===&lt;br /&gt;
Vor Ende der Dekade, entschließt sich ACO 1999 zur Übernahme der schweizerischen Firma Polybau in Bätterkinden. Das 1976 gegründete Unternehmen ist aus Studer und Thomann, dem früheren Vertriebspartner von ACO, hervorgegangen. Polybau hatte damals durch die Markteinführung der Polydrain-Rinne mit dem „roten Punkt“ für Aufsehen gesorgt und war zum Wettbewerber von ACO DRAIN aufgestiegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Polydrain-System wird in den nächsten Jahren Teil einer internationalen Multibrand-Strategie von ACO. Insbesondere ab dem 1. Juli 2005 ist das sichtbar, als Polydrain mit dem im Jahr 2003 erworbenen belgischen Wettbewerber Alfa Drain unter dem Namen Poly Alfa Gruppe zusammengeführt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 2003: ACO Passavant AG ===&lt;br /&gt;
Mit dem 1. Januar 2003 erfolgt die Vereinigung der bis dahin drei in Netstal ansässigen Firmen und ihrer rund 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die zusammen ACO Schweiz bilden: Die ACO Bauelemente AG, die Inotec Edelstahltechnik AG und die Passavant Netstal AG fusionieren zur ACO Passavant AG. Damit ist der Kern eines bereits im Jahr 2000 entwickelten Mehrjahresplan zur optimalen Nutzung von Synergien der Akquisitionen verwirklicht. Weiterer Bestandteil dieses Planes ist der Ausbau in Netstal um Hallen- und Lagerkapazität. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ACO Passavant AG bekommt es gleich mit Großprojekten im schweizerischen Tunnelbau zu tun. Aufträge im Jahr 2003 sind der Hafnerbergtunnel als Teil der Westumfahrung von Zürich und der Tunnel Gousse. 2004 werden drei weitere Objekte gebucht: Der Kirchenwaldtunnel an der Gotthard-Autobahn bei Luzern erhält auf ca. 3,5 km Schlitzrinnen, die einzeln mit 2,5 m Länge und einem Gewicht von über 700 kg die schwersten ACO Rinnen bislang sind. Im Tunnel St. Johann der Nordtangente Basel werden ca. 4,5 km Kabelkanälen und 2,7 km Schlitzrinnen verbaut, mehr als 8 km Rinnen und Randsteine kommen im Aeschertunnel der Westumfahrung Zürich hinzu. Diese Aufträge, jeweils mit Größenordnungen im siebenstelligen Schweizer Franken-Bereich, sichern die Auslastung der modernisierten Netstaler Gießmaschine über 2006 hinaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 1. Januar 2009 übernimmt ACO Schweiz von der Vigier Holding den langjährigen Hauptkonkurrenten für Polymerbetonteile am schweizerischen Tunnelmarkt, die Fritschi Bauelemente AG. Das bedeutet eine erhebliche Sortimentserweiterung im Tiefbau, etwa durch Artikel wie Schachtböden, Produkte zur Kanalsanierung, Ölabscheider, Pumpen-, Kabel- und Spezialschächte. Noch in 2009 ermöglicht die Fritschi-Akquise ACO Schweiz die Aufsetzung eines hochwertigen Straßenkanalgussprogramms. Insgesamt bietet die hochflexible Produktion in Gunzgen Möglichkeiten für neue Geschäftsfelder. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Edelstahlbereich akquiriert ACO Schweiz schon 2007 den Wettbewerber Hestag Entwässerungstechnik AG in Wangen. Die Ende 2008 abgeschlossene Integration bringt in der Schweiz die Marktführerschaft im Segment Entwässerung in Edelstahltechnik ein. Übrigens gehen nicht mehr benötigte Hestag-Maschinen 2009 auf Reise nach Dubai, zum Aufbau der dortigen Edelstahlfertigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Standort Netstal wächst in den 2010er Jahren gewaltig. Im Mai 2011 werden in Netstal 25.000 m² Gelände einer benachbarten Papierfabrik zugekauft, eine neue 5000 m² große Halle wird errichtet. 2017 startet der Bau einer weiteren Produktionshalle zur Erstellung einer auf Großteilfertigung ausgelegten Giessanlage, 2018 wird eröffnet.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>T berlinghoff</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.history.aco/index.php?title=WorkInProgress:ACO_Schweiz&amp;diff=2313</id>
		<title>WorkInProgress:ACO Schweiz</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.history.aco/index.php?title=WorkInProgress:ACO_Schweiz&amp;diff=2313"/>
		<updated>2020-12-09T12:13:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;T berlinghoff: /* ACO Bauelemente AG */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Aufbau des Produktvertriebes im Alpenraum ===&lt;br /&gt;
Ende 1970 gehen die Rendsburger eine erste Vertriebspartnerschaft zur Erschließung eines Marktes im europäischen Ausland für ACO DRAIN ein: Ab Dezember tätigt die Studer und Thomann AG im Kanton Zürich den Alleinvertrieb für die Schweiz, ab Mitte April 1973 auch für [[ACO Österreich|Österreich]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1976 und '77 wird das Vertriebskonzept für den Alpenraum geändert. Die Firma Seidendruckerei Mitlödi AG im Kanton Glarus übernimmt zuerst im Fenstersegment mit Wirkung 1. April 1976 den Alleinvertrieb für die Absatzgebieten Schweiz, Liechtenstein und [[ACO Italien|Italien]]. Das umfasst die ACO Komplett-Fenster für Stall- und Kellerbau, ACO Bitherm-Isolierfenster für Stall- und Gewerbebau, ACO Markant-Laibungsfenster, das ACO Perfekt Lichtschacht-System und sogar die ACO Step Schuhabstreifer sowie das ACO Sport-Programm. Schon per 1. Mai 1976 geht dieses Vertriebsprogramm für die Schweiz und Norditalien auf eine von der Seidendruckerei Mitlödi neu gegründete Vertriebsfirma über. Mit dem 1. Januar 1977 kommt das ACO DRAIN-Programm hinzu, auch für das Absatzgebiet Österreich, da der Vertrag mit Studer und Thomann am 31. Dezember 1976 endet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1973: Erste Fertigung von ACO-Polymerbeton im Ausland ===&lt;br /&gt;
Am 5. Februar 1973 startet ebenfalls in der Schweiz, bei der Seidendruckerei Mitlödi AG, erstmals eine Lizenzfertigung von ACO DRAIN im Ausland. Bereits ab Juni 1972 wird das Projekt konkret, die Umsetzung funktioniert am Ende fast reibungslos. Die Seidendruckerei investiert kräftig und stellt eine neue Fabrikhalle an ihrem Standort im Ort Mitlödi bereit. Die erforderliche Technik liefert ACO Rendsburg im Dezember zum Preis von 500.000,- DM. Angereiste ACO-Techniker montieren bis Anfang Februar 1973 die Maschinenanlage und begleiten danach auch die ersten zwei Wochen des Betriebes. Parallel sind zunächst drei Schweizer Mitarbeiter bei ACO in Reith auf der neuen Fertigung geschult bzw. eingearbeitet worden. Der Zulieferer für metallene Komponenten der DRAIN-Rinnen, der Gussroste, ist ACO Andernach. Einen Monat früher als ursprünglich angesetzt, kann die Produktion von ACO DRAIN auf dem neuen Fertigungsstrang schon am 5. Februar 1973 anlaufen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ACO DRAIN-Produktion in der Schweiz entwickelt sich langfristig positiv. Im ersten vollen Fertigungsjahr 1974 erwirtschaftet die Seidendruckerei, bei Verkaufserlösen von über 2,5 Millionen Schweizer Franken plus Lagerbeständen, einen Reingewinn von guten 226.000,- Franken.  Bereits im Herbst 1976 wird die Fertigung in Mitlödi erstmals umgebaut, d.h. auch optimiert und den Sicherheitsstandards angepasst. Ab Ende des Jahres fertigt die Seidendruckerei auf ihrer Polymerbetonanlage zudem in dem neuen Programm ACO SELF Entwässerung- und Bauelemente für Haus und Garten, dazu ACO ELASTIC-Randsteine und die ACO STEP-Schuhabstreifer. Keine drei Jahre später wird die Technik abermals umgebaut und modernisiert. Die nun neu installierte Polymeranlage für ein variables Gussprogramm läuft im April 1979 an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ACO Bauelemente Vertrieb ===&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1976 gründet die Seidendruckerei Mitlödi AG die Gesellschaft ACO Bauelemente Mitlödi - die Verwendung der ACO-Firmierung ist zugesichert. Die Vertriebsorganisation der ACO Bauelemente nimmt Sitz in Kilchberg bei Zürich und bearbeitet ab 1. Mai 1976 (Fenster u.a.), bzw. 1. Januar 1977 (ACO DRAIN) die Vertriebsprogramme. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ACO Bauelemente tritt damit die Nachfolge der Studer und Thomann AG an, die inzwischen eigene Pläne verfolgt: Der erste Partner in der Schweiz steigt selber in die Produktion von Entwässerungsrinnen ein. Studer und Thomanns ausgegründete Tochterfirma Poly-Bauelemente hat bis Herbst 1976 ihr System namens Polydrain marktreif und in Fabrikation. ACO ist über die Entwicklung im Bilde. Ab Januar 1977 wird Polydrain verkauft. Das System - die Rinne mit den &amp;quot;roten Punkt&amp;quot; - ähnelt ACO DRAIN sehr, wird auch in gleicher Weise beworben. Schon im Frühsommer 1977 gibt es mit dem ex-Partner erstmals eine Wettbewerbssituation am Rinnenmarkt, auch in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ACO Bauelemente AG ===&lt;br /&gt;
Der Ausdruck &amp;quot;ACO Schweiz&amp;quot; ist seit den 1970ern geläufig, doch er ist ein Sammelbegriff für die bis 1988 selbständigen Gesellschaften ACO Bauelemente AG und Seidendruckerei AG in Mitlödi. ACO Severin Ahlmann in Rendsburg ist an beiden in Minderheiten beteiligt. Mit Stichtag 1. Juli 1988 ändert sich das - es wird &amp;quot;entflechtet&amp;quot;. ACO Rendsburg übernimmt alle Anteile der Bauelemente AG, Severin Ahlmanns persönliche Anteile an der Seitendruckerei AG werden rückübertragen.  &lt;br /&gt;
Die ACO Bauelemente AG wird organisatorisch 100-prozentige Tochter der Severin Ahlmann Holding GmbH, dem Firmenmantel mit Sitz in Rendsburg, der ACOs ausländische Schwestergesellschaften hält. Erstmals sind alle europa- und weltweiten ACO-Gesellschaften unter einem Dach zusammengschlossen. Die Geschäfte in der Schweiz leitet weiterhin Peter Saredi, wie schon seit den 1970ern und noch in den 1990er Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neue &amp;quot;ACO Schweiz&amp;quot; - noch mit Sitz in Mitlödi - bleibt der Knotenpunkt für Produktion und Vertrieb im Alpenraum. So wird auch das Vertriebsbüro der ACO Bauelemente in Salzburg, Österreich, von hier betrieben. Regelmäßig stellen die Schweizer auf der zweijährig stattfindenden, wichtigsten überregionalen Messe Swissbau in Basel aus. Die 1989er Schau ist die bis dato erfolgreichste für ACO Bauelemente Mitlödi, das gesamte Lieferprogramm erzeugt Aufsehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Produktseite realisiert ACO Bauelemente Ende der 1980er Jahre und um 1990 einige interessante Objekte mit beispielsweise ACO PRO. Das bekannteste liegt im Kanton Baselland und heißt &amp;quot;Anwiler Weiher&amp;quot;. Hier werden insgesamt 6 Amphibientunnel a 18 m sowie eine größere Anzahl Leitwände, Einlauf- und Stoppelemente geliefert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ACO diversifiziert die Produktpalette in der Schweiz weiter, um sich breitest möglich am Markt einzubringen. So wird das ACO Edelstahl Programm eingeführt, um Kundschaft im Lebensmittelbereich und Pharmazeutikbereich zu gewinnen und auch die Produktlinie ACO Segment setzt sich in der Schweiz erfolgreich durch. ACO bringt sogar einige Sonderprodukte heraus, wie etwa Kabelschächte für Italien oder spezielle ACO Schweiz Maschinenbauteile. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber auch durch Kooperationen mit anderen Unternehmen möchte ACO in neue Produktbereiche vordringen. So wird im Tiefbaubereich eine Kooperation mit der Steinzeugfabrik Embrach AG  eingegangen und der gemeinsame Markenname STECO kreiert. Ziel ist es, besonders im schweizerischen Tunnelbau mit Schalenelementen aus Polymerbeton dabei zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1991: Neubau in Netstal ===&lt;br /&gt;
[[Datei:1.1.B 00249 199507NN ACOSchweiz,002.jpg|400px|thumb|right|Silotürme am ACO-Standort Netstal, 1995.]]&lt;br /&gt;
Am 16. August 1991 eröffnet in Netstal im Kanton Glarus, nur wenige Kilometer von Mitlödi entfernt, eine neues ACO-Werk. Der ansprechende Neubau vor Bergpanorama und auf der &amp;quot;grünen Wiese&amp;quot;, samt Feuchtbiotop auf dem Betriebshof, hat ein Architektenteam entworfen. Das gesamte Areal umfasst 30.000 m² gekaufter Landfläche, die zwar nicht sofort, doch 20 Jahre später voll genutzt werden. Im Inneren sind die völlig neuen Produktionsanlagen von ACO-Anlagentechniker Uwe Wunderlich geplant und gebaut worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Netstal löst Mitlödi nicht nur als Produktionsstandort, sondern auch als Verwaltungssitz ab. ACO Schweiz zieht um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kooperation und Akquisition ===&lt;br /&gt;
Mit Beginn der 1990er Jahre führt ACO Schweiz verschiedene ACO-Produktlinien neu ein. Etwa das ACO FARM-Sortiment, eine insgesamt nur kleine Sparte in der Schweiz, die ACO jedoch umgehend marktführend bedient. Oder das ACO Edelstahl-Programm, das die Tür zur bekannten schweizerischen Lebensmittel- und Pharmaindustrie öffnet. Nebenbei sorgt das ACO-Amphibienleitsystem jetzt auch in der Schweiz für Aufmerksamkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Tiefbaubereich entsteht eine Kooperation mit der Steinzeugfabrik Embrach AG im Kanton Zürich - es wird der gemeinsame Markennahme STECO kreiert. Ziel ist es, im schweizerischen Tunnelbau mit Schalenelementen aus Polymerbeton dabei zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1990er Jahren kann ACO seine Marktposition insbesondere durch Akquisitionen stärken. Zunächst übernimmt ACO in der deutschsprachigen Schweiz eine Agentur für hochwertige Tessiner Fassadensteine, sogenannte BKS-Steine, die besonders durch den Architekten Mario Botta bekannt geworden sind. 1994 folgt die Firma Inotec im Nachbarkanton St. Gallen, am Ende des Jahrzehnts der langjährige Wettbewerber Polybau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Inotec ===&lt;br /&gt;
Inotec in Sargans, unweit der Grenze zu Liechtenstein, ist Hersteller von  Edelstahl- sowie Baustahlartikeln, etwa Rinnen, Abläufen, Wannen und&lt;br /&gt;
Spezialprodukten. Die Firma passt gut ins ACO-Portfolio und wird per 1. Januar 1994 der ACO Bauelemente AG in Netstal angegliedert. Da die Produkte der neuen ACO-Schwester bereits früher die Materialtrennung Edelstahls-Baustahl notwendig machten, existieren zwei völlig autarke Fertigungen. In den Kernbereichen der Blechbearbeitung läßt ACO nun modernste, auch CNC-gesteuerte Maschinen installieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch ACO Schweiz setzt ab 1995 verstärkt auf den Werkstoff Edelstahl. Daher fokussiert sie und schafft sich in diesem Jahr durch die Neugründung der Inotec Edelstahltechnik AG, mit der ACO Bauelemente AG als Mehrheitsaktionärin, eine eigenständige Basis. Inotec Edelstahltechnik produziert noch einige Jahre ausschließlich im gut ausgestatteten Werk in Sagrans, zuletzt mit sechs Mitarbeitern. Ab 2003 wird der zentrale schweizerische Standort Netstal um 7200 m³ Lagerkapazität - vor allem durch einen Hallenneubau östlich des ACO-Areals in Richtung Linth - ausgebaut, so dass die Inotec AG hierher umziehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Polybau ===&lt;br /&gt;
Vor Ende der Dekade, entschließt sich ACO 1999 zur Übernahme der schweizerischen Firma Polybau in Bätterkinden. Das 1976 gegründete Unternehmen ist aus Studer und Thomann, dem früheren Vertriebspartner von ACO, hervorgegangen. Polybau hatte damals durch die Markteinführung der Polydrain-Rinne mit dem „roten Punkt“ für Aufsehen gesorgt und war zum Wettbewerber von ACO DRAIN aufgestiegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Polydrain-System wird in den nächsten Jahren Teil einer internationalen Multibrand-Strategie von ACO. Insbesondere ab dem 1. Juli 2005 ist das sichtbar, als Polydrain mit dem im Jahr 2003 erworbenen belgischen Wettbewerber Alfa Drain unter dem Namen Poly Alfa Gruppe zusammengeführt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 2003: ACO Passavant AG ===&lt;br /&gt;
Mit dem 1. Januar 2003 erfolgt die Vereinigung der bis dahin drei in Netstal ansässigen Firmen und ihrer rund 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die zusammen ACO Schweiz bilden: Die ACO Bauelemente AG, die Inotec Edelstahltechnik AG und die Passavant Netstal AG fusionieren zur ACO Passavant AG. Damit ist der Kern eines bereits im Jahr 2000 entwickelten Mehrjahresplan zur optimalen Nutzung von Synergien der Akquisitionen verwirklicht. Weiterer Bestandteil dieses Planes ist der Ausbau in Netstal um Hallen- und Lagerkapazität. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ACO Passavant AG bekommt es gleich mit Großprojekten im schweizerischen Tunnelbau zu tun. Aufträge im Jahr 2003 sind der Hafnerbergtunnel als Teil der Westumfahrung von Zürich und der Tunnel Gousse. 2004 werden drei weitere Objekte gebucht: Der Kirchenwaldtunnel an der Gotthard-Autobahn bei Luzern erhält auf ca. 3,5 km Schlitzrinnen, die einzeln mit 2,5 m Länge und einem Gewicht von über 700 kg die schwersten ACO Rinnen bislang sind. Im Tunnel St. Johann der Nordtangente Basel werden ca. 4,5 km Kabelkanälen und 2,7 km Schlitzrinnen verbaut, mehr als 8 km Rinnen und Randsteine kommen im Aeschertunnel der Westumfahrung Zürich hinzu. Diese Aufträge, jeweils mit Größenordnungen im siebenstelligen Schweizer Franken-Bereich, sichern die Auslastung der modernisierten Netstaler Gießmaschine über 2006 hinaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 1. Januar 2009 übernimmt ACO Schweiz von der Vigier Holding den langjährigen Hauptkonkurrenten für Polymerbetonteile am schweizerischen Tunnelmarkt, die Fritschi Bauelemente AG. Das bedeutet eine erhebliche Sortimentserweiterung im Tiefbau, etwa durch Artikel wie Schachtböden, Produkte zur Kanalsanierung, Ölabscheider, Pumpen-, Kabel- und Spezialschächte. Noch in 2009 ermöglicht die Fritschi-Akquise ACO Schweiz die Aufsetzung eines hochwertigen Straßenkanalgussprogramms. Insgesamt bietet die hochflexible Produktion in Gunzgen Möglichkeiten für neue Geschäftsfelder. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Edelstahlbereich akquiriert ACO Schweiz schon 2007 den Wettbewerber Hestag Entwässerungstechnik AG in Wangen. Die Ende 2008 abgeschlossene Integration bringt in der Schweiz die Marktführerschaft im Segment Entwässerung in Edelstahltechnik ein. Übrigens gehen nicht mehr benötigte Hestag-Maschinen 2009 auf Reise nach Dubai, zum Aufbau der dortigen Edelstahlfertigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Standort Netstal wächst in den 2010er Jahren gewaltig. Im Mai 2011 werden in Netstal 25.000 m² Gelände einer benachbarten Papierfabrik zugekauft, eine neue 5000 m² große Halle wird errichtet. 2017 startet der Bau einer weiteren Produktionshalle zur Erstellung einer auf Großteilfertigung ausgelegten Giessanlage, 2018 wird eröffnet.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>T berlinghoff</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.history.aco/index.php?title=WorkInProgress:ACO_Schweiz&amp;diff=2312</id>
		<title>WorkInProgress:ACO Schweiz</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.history.aco/index.php?title=WorkInProgress:ACO_Schweiz&amp;diff=2312"/>
		<updated>2020-12-09T12:12:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;T berlinghoff: /* ACO Bauelemente AG */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Aufbau des Produktvertriebes im Alpenraum ===&lt;br /&gt;
Ende 1970 gehen die Rendsburger eine erste Vertriebspartnerschaft zur Erschließung eines Marktes im europäischen Ausland für ACO DRAIN ein: Ab Dezember tätigt die Studer und Thomann AG im Kanton Zürich den Alleinvertrieb für die Schweiz, ab Mitte April 1973 auch für [[ACO Österreich|Österreich]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1976 und '77 wird das Vertriebskonzept für den Alpenraum geändert. Die Firma Seidendruckerei Mitlödi AG im Kanton Glarus übernimmt zuerst im Fenstersegment mit Wirkung 1. April 1976 den Alleinvertrieb für die Absatzgebieten Schweiz, Liechtenstein und [[ACO Italien|Italien]]. Das umfasst die ACO Komplett-Fenster für Stall- und Kellerbau, ACO Bitherm-Isolierfenster für Stall- und Gewerbebau, ACO Markant-Laibungsfenster, das ACO Perfekt Lichtschacht-System und sogar die ACO Step Schuhabstreifer sowie das ACO Sport-Programm. Schon per 1. Mai 1976 geht dieses Vertriebsprogramm für die Schweiz und Norditalien auf eine von der Seidendruckerei Mitlödi neu gegründete Vertriebsfirma über. Mit dem 1. Januar 1977 kommt das ACO DRAIN-Programm hinzu, auch für das Absatzgebiet Österreich, da der Vertrag mit Studer und Thomann am 31. Dezember 1976 endet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1973: Erste Fertigung von ACO-Polymerbeton im Ausland ===&lt;br /&gt;
Am 5. Februar 1973 startet ebenfalls in der Schweiz, bei der Seidendruckerei Mitlödi AG, erstmals eine Lizenzfertigung von ACO DRAIN im Ausland. Bereits ab Juni 1972 wird das Projekt konkret, die Umsetzung funktioniert am Ende fast reibungslos. Die Seidendruckerei investiert kräftig und stellt eine neue Fabrikhalle an ihrem Standort im Ort Mitlödi bereit. Die erforderliche Technik liefert ACO Rendsburg im Dezember zum Preis von 500.000,- DM. Angereiste ACO-Techniker montieren bis Anfang Februar 1973 die Maschinenanlage und begleiten danach auch die ersten zwei Wochen des Betriebes. Parallel sind zunächst drei Schweizer Mitarbeiter bei ACO in Reith auf der neuen Fertigung geschult bzw. eingearbeitet worden. Der Zulieferer für metallene Komponenten der DRAIN-Rinnen, der Gussroste, ist ACO Andernach. Einen Monat früher als ursprünglich angesetzt, kann die Produktion von ACO DRAIN auf dem neuen Fertigungsstrang schon am 5. Februar 1973 anlaufen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ACO DRAIN-Produktion in der Schweiz entwickelt sich langfristig positiv. Im ersten vollen Fertigungsjahr 1974 erwirtschaftet die Seidendruckerei, bei Verkaufserlösen von über 2,5 Millionen Schweizer Franken plus Lagerbeständen, einen Reingewinn von guten 226.000,- Franken.  Bereits im Herbst 1976 wird die Fertigung in Mitlödi erstmals umgebaut, d.h. auch optimiert und den Sicherheitsstandards angepasst. Ab Ende des Jahres fertigt die Seidendruckerei auf ihrer Polymerbetonanlage zudem in dem neuen Programm ACO SELF Entwässerung- und Bauelemente für Haus und Garten, dazu ACO ELASTIC-Randsteine und die ACO STEP-Schuhabstreifer. Keine drei Jahre später wird die Technik abermals umgebaut und modernisiert. Die nun neu installierte Polymeranlage für ein variables Gussprogramm läuft im April 1979 an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ACO Bauelemente Vertrieb ===&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1976 gründet die Seidendruckerei Mitlödi AG die Gesellschaft ACO Bauelemente Mitlödi - die Verwendung der ACO-Firmierung ist zugesichert. Die Vertriebsorganisation der ACO Bauelemente nimmt Sitz in Kilchberg bei Zürich und bearbeitet ab 1. Mai 1976 (Fenster u.a.), bzw. 1. Januar 1977 (ACO DRAIN) die Vertriebsprogramme. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ACO Bauelemente tritt damit die Nachfolge der Studer und Thomann AG an, die inzwischen eigene Pläne verfolgt: Der erste Partner in der Schweiz steigt selber in die Produktion von Entwässerungsrinnen ein. Studer und Thomanns ausgegründete Tochterfirma Poly-Bauelemente hat bis Herbst 1976 ihr System namens Polydrain marktreif und in Fabrikation. ACO ist über die Entwicklung im Bilde. Ab Januar 1977 wird Polydrain verkauft. Das System - die Rinne mit den &amp;quot;roten Punkt&amp;quot; - ähnelt ACO DRAIN sehr, wird auch in gleicher Weise beworben. Schon im Frühsommer 1977 gibt es mit dem ex-Partner erstmals eine Wettbewerbssituation am Rinnenmarkt, auch in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ACO Bauelemente AG ===&lt;br /&gt;
Der Ausdruck &amp;quot;ACO Schweiz&amp;quot; ist seit den 1970ern geläufig, doch er ist ein Sammelbegriff für die bis 1988 selbständigen Gesellschaften ACO Bauelemente AG und Seidendruckerei AG in Mitlödi. ACO Severin Ahlmann in Rendsburg ist an beiden in Minderheiten beteiligt. Mit Stichtag 1. Juli 1988 ändert sich das - es wird &amp;quot;entflechtet&amp;quot;. ACO Rendsburg übernimmt alle Anteile der Bauelemente AG, Severin Ahlmanns persönliche Anteile an der Seitendruckerei AG werden rückübertragen.  &lt;br /&gt;
Die ACO Bauelemente AG wird organisatorisch 100-prozentige Tochter der Severin Ahlmann Holding GmbH, dem Firmenmantel mit Sitz in Rendsburg, der ACOs ausländische Schwestergesellschaften hält. Erstmals sind alle europa- und weltweiten ACO-Gesellschaften unter einem Dach zusammengschlossen. Die Geschäfte in der Schweiz leitet weiterhin Peter Saredi, wie schon seit den 1970ern und noch in den 1990er Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neue &amp;quot;ACO Schweiz&amp;quot; - noch mit Sitz in Mitlödi - bleibt der Knotenpunkt für Produktion und Vertrieb im Alpenraum. So wird auch das Vertriebsbüro der ACO Bauelemente in Salzburg, Österreich, von hier betrieben. Regelmäßig stellen die Schweizer auf der zweijährig stattfindenden, wichtigsten überregionalen Messe Swissbau in Basel aus. Die 1989er Schau ist die bis dato erfolgreichste für ACO Bauelemente Mitlödi, das gesamte Lieferprogramm erzeugt Aufsehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Produktseite realisiert ACO Bauelemente Ende der 1980er Jahre und um 1990 einige interessante Objekte mit beispielsweise ACO PRO. Das bekannteste liegt im Kanton Baselland und heißt &amp;quot;Anwiler Weiher&amp;quot;. Hier werden insgesamt 6 Amphibientunnel a 18 m sowie eine größere Anzahl Leitwände, Einlauf- und Stoppelemente geliefert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ACO diversifiziert die Produktpalette in der Schweiz, um sich so breit wie möglich am Markt aufzustellen. So wird das ACO Edelstahl Programm eingeführt, um Kundschaft im Lebensmittelbereich und Pharmazeutikbereich zu gewinnen und auch die Produktlinie ACO Segment setzt sich in der Schweiz erfolgreich durch. ACO bringt sogar einige Sonderprodukte heraus, wie etwa Kabelschächte für Italien oder spezielle ACO Schweiz Maschinenbauteile. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber auch durch Kooperationen mit anderen Unternehmen möchte ACO in neue Produktbereiche vordringen. So wird im Tiefbaubereich eine Kooperation mit der Steinzeugfabrik Embrach AG  eingegangen und der gemeinsame Markenname STECO kreiert. Ziel ist es, besonders im schweizerischen Tunnelbau mit Schalenelementen aus Polymerbeton dabei zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1991: Neubau in Netstal ===&lt;br /&gt;
[[Datei:1.1.B 00249 199507NN ACOSchweiz,002.jpg|400px|thumb|right|Silotürme am ACO-Standort Netstal, 1995.]]&lt;br /&gt;
Am 16. August 1991 eröffnet in Netstal im Kanton Glarus, nur wenige Kilometer von Mitlödi entfernt, eine neues ACO-Werk. Der ansprechende Neubau vor Bergpanorama und auf der &amp;quot;grünen Wiese&amp;quot;, samt Feuchtbiotop auf dem Betriebshof, hat ein Architektenteam entworfen. Das gesamte Areal umfasst 30.000 m² gekaufter Landfläche, die zwar nicht sofort, doch 20 Jahre später voll genutzt werden. Im Inneren sind die völlig neuen Produktionsanlagen von ACO-Anlagentechniker Uwe Wunderlich geplant und gebaut worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Netstal löst Mitlödi nicht nur als Produktionsstandort, sondern auch als Verwaltungssitz ab. ACO Schweiz zieht um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kooperation und Akquisition ===&lt;br /&gt;
Mit Beginn der 1990er Jahre führt ACO Schweiz verschiedene ACO-Produktlinien neu ein. Etwa das ACO FARM-Sortiment, eine insgesamt nur kleine Sparte in der Schweiz, die ACO jedoch umgehend marktführend bedient. Oder das ACO Edelstahl-Programm, das die Tür zur bekannten schweizerischen Lebensmittel- und Pharmaindustrie öffnet. Nebenbei sorgt das ACO-Amphibienleitsystem jetzt auch in der Schweiz für Aufmerksamkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Tiefbaubereich entsteht eine Kooperation mit der Steinzeugfabrik Embrach AG im Kanton Zürich - es wird der gemeinsame Markennahme STECO kreiert. Ziel ist es, im schweizerischen Tunnelbau mit Schalenelementen aus Polymerbeton dabei zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1990er Jahren kann ACO seine Marktposition insbesondere durch Akquisitionen stärken. Zunächst übernimmt ACO in der deutschsprachigen Schweiz eine Agentur für hochwertige Tessiner Fassadensteine, sogenannte BKS-Steine, die besonders durch den Architekten Mario Botta bekannt geworden sind. 1994 folgt die Firma Inotec im Nachbarkanton St. Gallen, am Ende des Jahrzehnts der langjährige Wettbewerber Polybau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Inotec ===&lt;br /&gt;
Inotec in Sargans, unweit der Grenze zu Liechtenstein, ist Hersteller von  Edelstahl- sowie Baustahlartikeln, etwa Rinnen, Abläufen, Wannen und&lt;br /&gt;
Spezialprodukten. Die Firma passt gut ins ACO-Portfolio und wird per 1. Januar 1994 der ACO Bauelemente AG in Netstal angegliedert. Da die Produkte der neuen ACO-Schwester bereits früher die Materialtrennung Edelstahls-Baustahl notwendig machten, existieren zwei völlig autarke Fertigungen. In den Kernbereichen der Blechbearbeitung läßt ACO nun modernste, auch CNC-gesteuerte Maschinen installieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch ACO Schweiz setzt ab 1995 verstärkt auf den Werkstoff Edelstahl. Daher fokussiert sie und schafft sich in diesem Jahr durch die Neugründung der Inotec Edelstahltechnik AG, mit der ACO Bauelemente AG als Mehrheitsaktionärin, eine eigenständige Basis. Inotec Edelstahltechnik produziert noch einige Jahre ausschließlich im gut ausgestatteten Werk in Sagrans, zuletzt mit sechs Mitarbeitern. Ab 2003 wird der zentrale schweizerische Standort Netstal um 7200 m³ Lagerkapazität - vor allem durch einen Hallenneubau östlich des ACO-Areals in Richtung Linth - ausgebaut, so dass die Inotec AG hierher umziehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Polybau ===&lt;br /&gt;
Vor Ende der Dekade, entschließt sich ACO 1999 zur Übernahme der schweizerischen Firma Polybau in Bätterkinden. Das 1976 gegründete Unternehmen ist aus Studer und Thomann, dem früheren Vertriebspartner von ACO, hervorgegangen. Polybau hatte damals durch die Markteinführung der Polydrain-Rinne mit dem „roten Punkt“ für Aufsehen gesorgt und war zum Wettbewerber von ACO DRAIN aufgestiegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Polydrain-System wird in den nächsten Jahren Teil einer internationalen Multibrand-Strategie von ACO. Insbesondere ab dem 1. Juli 2005 ist das sichtbar, als Polydrain mit dem im Jahr 2003 erworbenen belgischen Wettbewerber Alfa Drain unter dem Namen Poly Alfa Gruppe zusammengeführt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 2003: ACO Passavant AG ===&lt;br /&gt;
Mit dem 1. Januar 2003 erfolgt die Vereinigung der bis dahin drei in Netstal ansässigen Firmen und ihrer rund 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die zusammen ACO Schweiz bilden: Die ACO Bauelemente AG, die Inotec Edelstahltechnik AG und die Passavant Netstal AG fusionieren zur ACO Passavant AG. Damit ist der Kern eines bereits im Jahr 2000 entwickelten Mehrjahresplan zur optimalen Nutzung von Synergien der Akquisitionen verwirklicht. Weiterer Bestandteil dieses Planes ist der Ausbau in Netstal um Hallen- und Lagerkapazität. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ACO Passavant AG bekommt es gleich mit Großprojekten im schweizerischen Tunnelbau zu tun. Aufträge im Jahr 2003 sind der Hafnerbergtunnel als Teil der Westumfahrung von Zürich und der Tunnel Gousse. 2004 werden drei weitere Objekte gebucht: Der Kirchenwaldtunnel an der Gotthard-Autobahn bei Luzern erhält auf ca. 3,5 km Schlitzrinnen, die einzeln mit 2,5 m Länge und einem Gewicht von über 700 kg die schwersten ACO Rinnen bislang sind. Im Tunnel St. Johann der Nordtangente Basel werden ca. 4,5 km Kabelkanälen und 2,7 km Schlitzrinnen verbaut, mehr als 8 km Rinnen und Randsteine kommen im Aeschertunnel der Westumfahrung Zürich hinzu. Diese Aufträge, jeweils mit Größenordnungen im siebenstelligen Schweizer Franken-Bereich, sichern die Auslastung der modernisierten Netstaler Gießmaschine über 2006 hinaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 1. Januar 2009 übernimmt ACO Schweiz von der Vigier Holding den langjährigen Hauptkonkurrenten für Polymerbetonteile am schweizerischen Tunnelmarkt, die Fritschi Bauelemente AG. Das bedeutet eine erhebliche Sortimentserweiterung im Tiefbau, etwa durch Artikel wie Schachtböden, Produkte zur Kanalsanierung, Ölabscheider, Pumpen-, Kabel- und Spezialschächte. Noch in 2009 ermöglicht die Fritschi-Akquise ACO Schweiz die Aufsetzung eines hochwertigen Straßenkanalgussprogramms. Insgesamt bietet die hochflexible Produktion in Gunzgen Möglichkeiten für neue Geschäftsfelder. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Edelstahlbereich akquiriert ACO Schweiz schon 2007 den Wettbewerber Hestag Entwässerungstechnik AG in Wangen. Die Ende 2008 abgeschlossene Integration bringt in der Schweiz die Marktführerschaft im Segment Entwässerung in Edelstahltechnik ein. Übrigens gehen nicht mehr benötigte Hestag-Maschinen 2009 auf Reise nach Dubai, zum Aufbau der dortigen Edelstahlfertigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Standort Netstal wächst in den 2010er Jahren gewaltig. Im Mai 2011 werden in Netstal 25.000 m² Gelände einer benachbarten Papierfabrik zugekauft, eine neue 5000 m² große Halle wird errichtet. 2017 startet der Bau einer weiteren Produktionshalle zur Erstellung einer auf Großteilfertigung ausgelegten Giessanlage, 2018 wird eröffnet.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>T berlinghoff</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.history.aco/index.php?title=WorkInProgress:ACO_Schweiz&amp;diff=2311</id>
		<title>WorkInProgress:ACO Schweiz</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.history.aco/index.php?title=WorkInProgress:ACO_Schweiz&amp;diff=2311"/>
		<updated>2020-12-09T12:04:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;T berlinghoff: /* 1991: Neubau in Netstal */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Aufbau des Produktvertriebes im Alpenraum ===&lt;br /&gt;
Ende 1970 gehen die Rendsburger eine erste Vertriebspartnerschaft zur Erschließung eines Marktes im europäischen Ausland für ACO DRAIN ein: Ab Dezember tätigt die Studer und Thomann AG im Kanton Zürich den Alleinvertrieb für die Schweiz, ab Mitte April 1973 auch für [[ACO Österreich|Österreich]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1976 und '77 wird das Vertriebskonzept für den Alpenraum geändert. Die Firma Seidendruckerei Mitlödi AG im Kanton Glarus übernimmt zuerst im Fenstersegment mit Wirkung 1. April 1976 den Alleinvertrieb für die Absatzgebieten Schweiz, Liechtenstein und [[ACO Italien|Italien]]. Das umfasst die ACO Komplett-Fenster für Stall- und Kellerbau, ACO Bitherm-Isolierfenster für Stall- und Gewerbebau, ACO Markant-Laibungsfenster, das ACO Perfekt Lichtschacht-System und sogar die ACO Step Schuhabstreifer sowie das ACO Sport-Programm. Schon per 1. Mai 1976 geht dieses Vertriebsprogramm für die Schweiz und Norditalien auf eine von der Seidendruckerei Mitlödi neu gegründete Vertriebsfirma über. Mit dem 1. Januar 1977 kommt das ACO DRAIN-Programm hinzu, auch für das Absatzgebiet Österreich, da der Vertrag mit Studer und Thomann am 31. Dezember 1976 endet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1973: Erste Fertigung von ACO-Polymerbeton im Ausland ===&lt;br /&gt;
Am 5. Februar 1973 startet ebenfalls in der Schweiz, bei der Seidendruckerei Mitlödi AG, erstmals eine Lizenzfertigung von ACO DRAIN im Ausland. Bereits ab Juni 1972 wird das Projekt konkret, die Umsetzung funktioniert am Ende fast reibungslos. Die Seidendruckerei investiert kräftig und stellt eine neue Fabrikhalle an ihrem Standort im Ort Mitlödi bereit. Die erforderliche Technik liefert ACO Rendsburg im Dezember zum Preis von 500.000,- DM. Angereiste ACO-Techniker montieren bis Anfang Februar 1973 die Maschinenanlage und begleiten danach auch die ersten zwei Wochen des Betriebes. Parallel sind zunächst drei Schweizer Mitarbeiter bei ACO in Reith auf der neuen Fertigung geschult bzw. eingearbeitet worden. Der Zulieferer für metallene Komponenten der DRAIN-Rinnen, der Gussroste, ist ACO Andernach. Einen Monat früher als ursprünglich angesetzt, kann die Produktion von ACO DRAIN auf dem neuen Fertigungsstrang schon am 5. Februar 1973 anlaufen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ACO DRAIN-Produktion in der Schweiz entwickelt sich langfristig positiv. Im ersten vollen Fertigungsjahr 1974 erwirtschaftet die Seidendruckerei, bei Verkaufserlösen von über 2,5 Millionen Schweizer Franken plus Lagerbeständen, einen Reingewinn von guten 226.000,- Franken.  Bereits im Herbst 1976 wird die Fertigung in Mitlödi erstmals umgebaut, d.h. auch optimiert und den Sicherheitsstandards angepasst. Ab Ende des Jahres fertigt die Seidendruckerei auf ihrer Polymerbetonanlage zudem in dem neuen Programm ACO SELF Entwässerung- und Bauelemente für Haus und Garten, dazu ACO ELASTIC-Randsteine und die ACO STEP-Schuhabstreifer. Keine drei Jahre später wird die Technik abermals umgebaut und modernisiert. Die nun neu installierte Polymeranlage für ein variables Gussprogramm läuft im April 1979 an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ACO Bauelemente Vertrieb ===&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1976 gründet die Seidendruckerei Mitlödi AG die Gesellschaft ACO Bauelemente Mitlödi - die Verwendung der ACO-Firmierung ist zugesichert. Die Vertriebsorganisation der ACO Bauelemente nimmt Sitz in Kilchberg bei Zürich und bearbeitet ab 1. Mai 1976 (Fenster u.a.), bzw. 1. Januar 1977 (ACO DRAIN) die Vertriebsprogramme. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ACO Bauelemente tritt damit die Nachfolge der Studer und Thomann AG an, die inzwischen eigene Pläne verfolgt: Der erste Partner in der Schweiz steigt selber in die Produktion von Entwässerungsrinnen ein. Studer und Thomanns ausgegründete Tochterfirma Poly-Bauelemente hat bis Herbst 1976 ihr System namens Polydrain marktreif und in Fabrikation. ACO ist über die Entwicklung im Bilde. Ab Januar 1977 wird Polydrain verkauft. Das System - die Rinne mit den &amp;quot;roten Punkt&amp;quot; - ähnelt ACO DRAIN sehr, wird auch in gleicher Weise beworben. Schon im Frühsommer 1977 gibt es mit dem ex-Partner erstmals eine Wettbewerbssituation am Rinnenmarkt, auch in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ACO Bauelemente AG ===&lt;br /&gt;
Der Ausdruck &amp;quot;ACO Schweiz&amp;quot; ist seit den 1970ern geläufig, doch er ist ein Sammelbegriff für die bis 1988 selbständigen Gesellschaften ACO Bauelemente AG und Seidendruckerei AG in Mitlödi. ACO Severin Ahlmann in Rendsburg ist an beiden in Minderheiten beteiligt. Mit Stichtag 1. Juli 1988 ändert sich das - es wird &amp;quot;entflechtet&amp;quot;. ACO Rendsburg übernimmt alle Anteile der Bauelemente AG, Severin Ahlmanns persönliche Anteile an der Seitendruckerei AG werden rückübertragen.  &lt;br /&gt;
Die ACO Bauelemente AG wird organisatorisch 100-prozentige Tochter der Severin Ahlmann Holding GmbH, dem Firmenmantel mit Sitz in Rendsburg, der ACOs ausländische Schwestergesellschaften hält. Erstmals sind alle europa- und weltweiten ACO-Gesellschaften unter einem Dach zusammengschlossen. Die Geschäfte in der Schweiz leitet weiterhin Peter Saredi, wie schon seit den 1970ern und noch in den 1990er Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neue &amp;quot;ACO Schweiz&amp;quot; - noch mit Sitz in Mitlödi - bleibt der Knotenpunkt für Produktion und Vertrieb im Alpenraum. So wird auch das Vertriebsbüro der ACO Bauelemente in Salzburg, Österreich, von hier betrieben. Regelmäßig stellen die Schweizer auf der zweijährig stattfindenden, wichtigsten überregionalen Messe Swissbau in Basel aus. Die 1989er Schau ist die bis dato erfolgreichste für ACO Bauelemente Mitlödi, das gesamte Lieferprogramm erzeugt Aufsehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Produktseite realisiert ACO Bauelemente Ende der 1980er Jahre und um 1990 einige interessante Objekte mit beispielsweise ACO PRO. Das bekannteste liegt im Kanton Baselland und heißt &amp;quot;Anwiler Weiher&amp;quot;. Hier werden insgesamt 6 Amphibientunnel a 18 m sowie eine größere Anzahl Leitwände, Einlauf- und Stoppelemente geliefert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ACO diversifiziert die Produktpalette in der Schweiz, um sich damit so breit wie möglich am Markt aufzustellen. So wird das ACO Edelstahl Programm eingeführt, um Kundschaft im Lebensmittelbereich und Pharmazeutikbereich zu gewinnen und auch die Produktlinie ACO Segment setzt sich in der Schweiz erfolgreich durch. ACO bringt sogar einige Sonderprodukte heraus, wie etwa Kabelschächte für Italien oder spezielle ACO Schweiz Maschinenbauteile. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber auch durch Kooperationen mit anderen Unternehmen möchte ACO in neue Produktbereiche vordringen. So wird im Tiefbaubereich eine Kooperation mit der Steinzeugfabrik Embrach AG  eingegangen und der gemeinsame Markenname STECO kreiert. Ziel ist es, besonders im schweizerischen Tunnelbau mit Schalenelementen aus Polymerbeton dabei zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1991: Neubau in Netstal ===&lt;br /&gt;
[[Datei:1.1.B 00249 199507NN ACOSchweiz,002.jpg|400px|thumb|right|Silotürme am ACO-Standort Netstal, 1995.]]&lt;br /&gt;
Am 16. August 1991 eröffnet in Netstal im Kanton Glarus, nur wenige Kilometer von Mitlödi entfernt, eine neues ACO-Werk. Der ansprechende Neubau vor Bergpanorama und auf der &amp;quot;grünen Wiese&amp;quot;, samt Feuchtbiotop auf dem Betriebshof, hat ein Architektenteam entworfen. Das gesamte Areal umfasst 30.000 m² gekaufter Landfläche, die zwar nicht sofort, doch 20 Jahre später voll genutzt werden. Im Inneren sind die völlig neuen Produktionsanlagen von ACO-Anlagentechniker Uwe Wunderlich geplant und gebaut worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Netstal löst Mitlödi nicht nur als Produktionsstandort, sondern auch als Verwaltungssitz ab. ACO Schweiz zieht um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kooperation und Akquisition ===&lt;br /&gt;
Mit Beginn der 1990er Jahre führt ACO Schweiz verschiedene ACO-Produktlinien neu ein. Etwa das ACO FARM-Sortiment, eine insgesamt nur kleine Sparte in der Schweiz, die ACO jedoch umgehend marktführend bedient. Oder das ACO Edelstahl-Programm, das die Tür zur bekannten schweizerischen Lebensmittel- und Pharmaindustrie öffnet. Nebenbei sorgt das ACO-Amphibienleitsystem jetzt auch in der Schweiz für Aufmerksamkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Tiefbaubereich entsteht eine Kooperation mit der Steinzeugfabrik Embrach AG im Kanton Zürich - es wird der gemeinsame Markennahme STECO kreiert. Ziel ist es, im schweizerischen Tunnelbau mit Schalenelementen aus Polymerbeton dabei zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1990er Jahren kann ACO seine Marktposition insbesondere durch Akquisitionen stärken. Zunächst übernimmt ACO in der deutschsprachigen Schweiz eine Agentur für hochwertige Tessiner Fassadensteine, sogenannte BKS-Steine, die besonders durch den Architekten Mario Botta bekannt geworden sind. 1994 folgt die Firma Inotec im Nachbarkanton St. Gallen, am Ende des Jahrzehnts der langjährige Wettbewerber Polybau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Inotec ===&lt;br /&gt;
Inotec in Sargans, unweit der Grenze zu Liechtenstein, ist Hersteller von  Edelstahl- sowie Baustahlartikeln, etwa Rinnen, Abläufen, Wannen und&lt;br /&gt;
Spezialprodukten. Die Firma passt gut ins ACO-Portfolio und wird per 1. Januar 1994 der ACO Bauelemente AG in Netstal angegliedert. Da die Produkte der neuen ACO-Schwester bereits früher die Materialtrennung Edelstahls-Baustahl notwendig machten, existieren zwei völlig autarke Fertigungen. In den Kernbereichen der Blechbearbeitung läßt ACO nun modernste, auch CNC-gesteuerte Maschinen installieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch ACO Schweiz setzt ab 1995 verstärkt auf den Werkstoff Edelstahl. Daher fokussiert sie und schafft sich in diesem Jahr durch die Neugründung der Inotec Edelstahltechnik AG, mit der ACO Bauelemente AG als Mehrheitsaktionärin, eine eigenständige Basis. Inotec Edelstahltechnik produziert noch einige Jahre ausschließlich im gut ausgestatteten Werk in Sagrans, zuletzt mit sechs Mitarbeitern. Ab 2003 wird der zentrale schweizerische Standort Netstal um 7200 m³ Lagerkapazität - vor allem durch einen Hallenneubau östlich des ACO-Areals in Richtung Linth - ausgebaut, so dass die Inotec AG hierher umziehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Polybau ===&lt;br /&gt;
Vor Ende der Dekade, entschließt sich ACO 1999 zur Übernahme der schweizerischen Firma Polybau in Bätterkinden. Das 1976 gegründete Unternehmen ist aus Studer und Thomann, dem früheren Vertriebspartner von ACO, hervorgegangen. Polybau hatte damals durch die Markteinführung der Polydrain-Rinne mit dem „roten Punkt“ für Aufsehen gesorgt und war zum Wettbewerber von ACO DRAIN aufgestiegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Polydrain-System wird in den nächsten Jahren Teil einer internationalen Multibrand-Strategie von ACO. Insbesondere ab dem 1. Juli 2005 ist das sichtbar, als Polydrain mit dem im Jahr 2003 erworbenen belgischen Wettbewerber Alfa Drain unter dem Namen Poly Alfa Gruppe zusammengeführt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 2003: ACO Passavant AG ===&lt;br /&gt;
Mit dem 1. Januar 2003 erfolgt die Vereinigung der bis dahin drei in Netstal ansässigen Firmen und ihrer rund 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die zusammen ACO Schweiz bilden: Die ACO Bauelemente AG, die Inotec Edelstahltechnik AG und die Passavant Netstal AG fusionieren zur ACO Passavant AG. Damit ist der Kern eines bereits im Jahr 2000 entwickelten Mehrjahresplan zur optimalen Nutzung von Synergien der Akquisitionen verwirklicht. Weiterer Bestandteil dieses Planes ist der Ausbau in Netstal um Hallen- und Lagerkapazität. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ACO Passavant AG bekommt es gleich mit Großprojekten im schweizerischen Tunnelbau zu tun. Aufträge im Jahr 2003 sind der Hafnerbergtunnel als Teil der Westumfahrung von Zürich und der Tunnel Gousse. 2004 werden drei weitere Objekte gebucht: Der Kirchenwaldtunnel an der Gotthard-Autobahn bei Luzern erhält auf ca. 3,5 km Schlitzrinnen, die einzeln mit 2,5 m Länge und einem Gewicht von über 700 kg die schwersten ACO Rinnen bislang sind. Im Tunnel St. Johann der Nordtangente Basel werden ca. 4,5 km Kabelkanälen und 2,7 km Schlitzrinnen verbaut, mehr als 8 km Rinnen und Randsteine kommen im Aeschertunnel der Westumfahrung Zürich hinzu. Diese Aufträge, jeweils mit Größenordnungen im siebenstelligen Schweizer Franken-Bereich, sichern die Auslastung der modernisierten Netstaler Gießmaschine über 2006 hinaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 1. Januar 2009 übernimmt ACO Schweiz von der Vigier Holding den langjährigen Hauptkonkurrenten für Polymerbetonteile am schweizerischen Tunnelmarkt, die Fritschi Bauelemente AG. Das bedeutet eine erhebliche Sortimentserweiterung im Tiefbau, etwa durch Artikel wie Schachtböden, Produkte zur Kanalsanierung, Ölabscheider, Pumpen-, Kabel- und Spezialschächte. Noch in 2009 ermöglicht die Fritschi-Akquise ACO Schweiz die Aufsetzung eines hochwertigen Straßenkanalgussprogramms. Insgesamt bietet die hochflexible Produktion in Gunzgen Möglichkeiten für neue Geschäftsfelder. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Edelstahlbereich akquiriert ACO Schweiz schon 2007 den Wettbewerber Hestag Entwässerungstechnik AG in Wangen. Die Ende 2008 abgeschlossene Integration bringt in der Schweiz die Marktführerschaft im Segment Entwässerung in Edelstahltechnik ein. Übrigens gehen nicht mehr benötigte Hestag-Maschinen 2009 auf Reise nach Dubai, zum Aufbau der dortigen Edelstahlfertigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Standort Netstal wächst in den 2010er Jahren gewaltig. Im Mai 2011 werden in Netstal 25.000 m² Gelände einer benachbarten Papierfabrik zugekauft, eine neue 5000 m² große Halle wird errichtet. 2017 startet der Bau einer weiteren Produktionshalle zur Erstellung einer auf Großteilfertigung ausgelegten Giessanlage, 2018 wird eröffnet.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>T berlinghoff</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.history.aco/index.php?title=WorkInProgress:ACO_Schweiz&amp;diff=2310</id>
		<title>WorkInProgress:ACO Schweiz</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.history.aco/index.php?title=WorkInProgress:ACO_Schweiz&amp;diff=2310"/>
		<updated>2020-12-09T12:03:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;T berlinghoff: /* 1991: Neubau in Netstal */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Aufbau des Produktvertriebes im Alpenraum ===&lt;br /&gt;
Ende 1970 gehen die Rendsburger eine erste Vertriebspartnerschaft zur Erschließung eines Marktes im europäischen Ausland für ACO DRAIN ein: Ab Dezember tätigt die Studer und Thomann AG im Kanton Zürich den Alleinvertrieb für die Schweiz, ab Mitte April 1973 auch für [[ACO Österreich|Österreich]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1976 und '77 wird das Vertriebskonzept für den Alpenraum geändert. Die Firma Seidendruckerei Mitlödi AG im Kanton Glarus übernimmt zuerst im Fenstersegment mit Wirkung 1. April 1976 den Alleinvertrieb für die Absatzgebieten Schweiz, Liechtenstein und [[ACO Italien|Italien]]. Das umfasst die ACO Komplett-Fenster für Stall- und Kellerbau, ACO Bitherm-Isolierfenster für Stall- und Gewerbebau, ACO Markant-Laibungsfenster, das ACO Perfekt Lichtschacht-System und sogar die ACO Step Schuhabstreifer sowie das ACO Sport-Programm. Schon per 1. Mai 1976 geht dieses Vertriebsprogramm für die Schweiz und Norditalien auf eine von der Seidendruckerei Mitlödi neu gegründete Vertriebsfirma über. Mit dem 1. Januar 1977 kommt das ACO DRAIN-Programm hinzu, auch für das Absatzgebiet Österreich, da der Vertrag mit Studer und Thomann am 31. Dezember 1976 endet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1973: Erste Fertigung von ACO-Polymerbeton im Ausland ===&lt;br /&gt;
Am 5. Februar 1973 startet ebenfalls in der Schweiz, bei der Seidendruckerei Mitlödi AG, erstmals eine Lizenzfertigung von ACO DRAIN im Ausland. Bereits ab Juni 1972 wird das Projekt konkret, die Umsetzung funktioniert am Ende fast reibungslos. Die Seidendruckerei investiert kräftig und stellt eine neue Fabrikhalle an ihrem Standort im Ort Mitlödi bereit. Die erforderliche Technik liefert ACO Rendsburg im Dezember zum Preis von 500.000,- DM. Angereiste ACO-Techniker montieren bis Anfang Februar 1973 die Maschinenanlage und begleiten danach auch die ersten zwei Wochen des Betriebes. Parallel sind zunächst drei Schweizer Mitarbeiter bei ACO in Reith auf der neuen Fertigung geschult bzw. eingearbeitet worden. Der Zulieferer für metallene Komponenten der DRAIN-Rinnen, der Gussroste, ist ACO Andernach. Einen Monat früher als ursprünglich angesetzt, kann die Produktion von ACO DRAIN auf dem neuen Fertigungsstrang schon am 5. Februar 1973 anlaufen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ACO DRAIN-Produktion in der Schweiz entwickelt sich langfristig positiv. Im ersten vollen Fertigungsjahr 1974 erwirtschaftet die Seidendruckerei, bei Verkaufserlösen von über 2,5 Millionen Schweizer Franken plus Lagerbeständen, einen Reingewinn von guten 226.000,- Franken.  Bereits im Herbst 1976 wird die Fertigung in Mitlödi erstmals umgebaut, d.h. auch optimiert und den Sicherheitsstandards angepasst. Ab Ende des Jahres fertigt die Seidendruckerei auf ihrer Polymerbetonanlage zudem in dem neuen Programm ACO SELF Entwässerung- und Bauelemente für Haus und Garten, dazu ACO ELASTIC-Randsteine und die ACO STEP-Schuhabstreifer. Keine drei Jahre später wird die Technik abermals umgebaut und modernisiert. Die nun neu installierte Polymeranlage für ein variables Gussprogramm läuft im April 1979 an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ACO Bauelemente Vertrieb ===&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1976 gründet die Seidendruckerei Mitlödi AG die Gesellschaft ACO Bauelemente Mitlödi - die Verwendung der ACO-Firmierung ist zugesichert. Die Vertriebsorganisation der ACO Bauelemente nimmt Sitz in Kilchberg bei Zürich und bearbeitet ab 1. Mai 1976 (Fenster u.a.), bzw. 1. Januar 1977 (ACO DRAIN) die Vertriebsprogramme. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ACO Bauelemente tritt damit die Nachfolge der Studer und Thomann AG an, die inzwischen eigene Pläne verfolgt: Der erste Partner in der Schweiz steigt selber in die Produktion von Entwässerungsrinnen ein. Studer und Thomanns ausgegründete Tochterfirma Poly-Bauelemente hat bis Herbst 1976 ihr System namens Polydrain marktreif und in Fabrikation. ACO ist über die Entwicklung im Bilde. Ab Januar 1977 wird Polydrain verkauft. Das System - die Rinne mit den &amp;quot;roten Punkt&amp;quot; - ähnelt ACO DRAIN sehr, wird auch in gleicher Weise beworben. Schon im Frühsommer 1977 gibt es mit dem ex-Partner erstmals eine Wettbewerbssituation am Rinnenmarkt, auch in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ACO Bauelemente AG ===&lt;br /&gt;
Der Ausdruck &amp;quot;ACO Schweiz&amp;quot; ist seit den 1970ern geläufig, doch er ist ein Sammelbegriff für die bis 1988 selbständigen Gesellschaften ACO Bauelemente AG und Seidendruckerei AG in Mitlödi. ACO Severin Ahlmann in Rendsburg ist an beiden in Minderheiten beteiligt. Mit Stichtag 1. Juli 1988 ändert sich das - es wird &amp;quot;entflechtet&amp;quot;. ACO Rendsburg übernimmt alle Anteile der Bauelemente AG, Severin Ahlmanns persönliche Anteile an der Seitendruckerei AG werden rückübertragen.  &lt;br /&gt;
Die ACO Bauelemente AG wird organisatorisch 100-prozentige Tochter der Severin Ahlmann Holding GmbH, dem Firmenmantel mit Sitz in Rendsburg, der ACOs ausländische Schwestergesellschaften hält. Erstmals sind alle europa- und weltweiten ACO-Gesellschaften unter einem Dach zusammengschlossen. Die Geschäfte in der Schweiz leitet weiterhin Peter Saredi, wie schon seit den 1970ern und noch in den 1990er Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neue &amp;quot;ACO Schweiz&amp;quot; - noch mit Sitz in Mitlödi - bleibt der Knotenpunkt für Produktion und Vertrieb im Alpenraum. So wird auch das Vertriebsbüro der ACO Bauelemente in Salzburg, Österreich, von hier betrieben. Regelmäßig stellen die Schweizer auf der zweijährig stattfindenden, wichtigsten überregionalen Messe Swissbau in Basel aus. Die 1989er Schau ist die bis dato erfolgreichste für ACO Bauelemente Mitlödi, das gesamte Lieferprogramm erzeugt Aufsehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Produktseite realisiert ACO Bauelemente Ende der 1980er Jahre und um 1990 einige interessante Objekte mit beispielsweise ACO PRO. Das bekannteste liegt im Kanton Baselland und heißt &amp;quot;Anwiler Weiher&amp;quot;. Hier werden insgesamt 6 Amphibientunnel a 18 m sowie eine größere Anzahl Leitwände, Einlauf- und Stoppelemente geliefert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ACO diversifiziert die Produktpalette in der Schweiz, um sich damit so breit wie möglich am Markt aufzustellen. So wird das ACO Edelstahl Programm eingeführt, um Kundschaft im Lebensmittelbereich und Pharmazeutikbereich zu gewinnen und auch die Produktlinie ACO Segment setzt sich in der Schweiz erfolgreich durch. ACO bringt sogar einige Sonderprodukte heraus, wie etwa Kabelschächte für Italien oder spezielle ACO Schweiz Maschinenbauteile. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber auch durch Kooperationen mit anderen Unternehmen möchte ACO in neue Produktbereiche vordringen. So wird im Tiefbaubereich eine Kooperation mit der Steinzeugfabrik Embrach AG  eingegangen und der gemeinsame Markenname STECO kreiert. Ziel ist es, besonders im schweizerischen Tunnelbau mit Schalenelementen aus Polymerbeton dabei zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1991: Neubau in Netstal ===&lt;br /&gt;
[[Datei:1.1.B 00249 199507NN ACOSchweiz,002.jpg|400px|thumb|right|Silotürme am ACO-Standort Netstal, 1995.]]&lt;br /&gt;
Am 16. August 1991 eröffnet in Netstal im Kanton Glarus, nur wenige Kilometer von Mitlödi entfernt, eine neues ACO-Werk. Der ansprechende Neubau vor Bergpanorama und auf der &amp;quot;grünen Wiese&amp;quot;, samt Feuchtbiotop auf dem Betriebshof, hat ein Architektenteam entworfen. Das gesamte Areal umfasst 30.000 m² gekaufter Landfläche, die zwar nicht sofort, doch 20 Jahre später voll genutzt werden. Im Inneren sind die völlig neuen Produktionsanlagen von ACO-Anlagentechniker Uwe Wunderlich geplant und gebaut worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Netstal löst Mitlödi nicht nur als Produktionsstandort, sondern auch als Verwaltungssitz ab. ACO Schweiz zieht um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[...]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kooperation und Akquisition ===&lt;br /&gt;
Mit Beginn der 1990er Jahre führt ACO Schweiz verschiedene ACO-Produktlinien neu ein. Etwa das ACO FARM-Sortiment, eine insgesamt nur kleine Sparte in der Schweiz, die ACO jedoch umgehend marktführend bedient. Oder das ACO Edelstahl-Programm, das die Tür zur bekannten schweizerischen Lebensmittel- und Pharmaindustrie öffnet. Nebenbei sorgt das ACO-Amphibienleitsystem jetzt auch in der Schweiz für Aufmerksamkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Tiefbaubereich entsteht eine Kooperation mit der Steinzeugfabrik Embrach AG im Kanton Zürich - es wird der gemeinsame Markennahme STECO kreiert. Ziel ist es, im schweizerischen Tunnelbau mit Schalenelementen aus Polymerbeton dabei zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1990er Jahren kann ACO seine Marktposition insbesondere durch Akquisitionen stärken. Zunächst übernimmt ACO in der deutschsprachigen Schweiz eine Agentur für hochwertige Tessiner Fassadensteine, sogenannte BKS-Steine, die besonders durch den Architekten Mario Botta bekannt geworden sind. 1994 folgt die Firma Inotec im Nachbarkanton St. Gallen, am Ende des Jahrzehnts der langjährige Wettbewerber Polybau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Inotec ===&lt;br /&gt;
Inotec in Sargans, unweit der Grenze zu Liechtenstein, ist Hersteller von  Edelstahl- sowie Baustahlartikeln, etwa Rinnen, Abläufen, Wannen und&lt;br /&gt;
Spezialprodukten. Die Firma passt gut ins ACO-Portfolio und wird per 1. Januar 1994 der ACO Bauelemente AG in Netstal angegliedert. Da die Produkte der neuen ACO-Schwester bereits früher die Materialtrennung Edelstahls-Baustahl notwendig machten, existieren zwei völlig autarke Fertigungen. In den Kernbereichen der Blechbearbeitung läßt ACO nun modernste, auch CNC-gesteuerte Maschinen installieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch ACO Schweiz setzt ab 1995 verstärkt auf den Werkstoff Edelstahl. Daher fokussiert sie und schafft sich in diesem Jahr durch die Neugründung der Inotec Edelstahltechnik AG, mit der ACO Bauelemente AG als Mehrheitsaktionärin, eine eigenständige Basis. Inotec Edelstahltechnik produziert noch einige Jahre ausschließlich im gut ausgestatteten Werk in Sagrans, zuletzt mit sechs Mitarbeitern. Ab 2003 wird der zentrale schweizerische Standort Netstal um 7200 m³ Lagerkapazität - vor allem durch einen Hallenneubau östlich des ACO-Areals in Richtung Linth - ausgebaut, so dass die Inotec AG hierher umziehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Polybau ===&lt;br /&gt;
Vor Ende der Dekade, entschließt sich ACO 1999 zur Übernahme der schweizerischen Firma Polybau in Bätterkinden. Das 1976 gegründete Unternehmen ist aus Studer und Thomann, dem früheren Vertriebspartner von ACO, hervorgegangen. Polybau hatte damals durch die Markteinführung der Polydrain-Rinne mit dem „roten Punkt“ für Aufsehen gesorgt und war zum Wettbewerber von ACO DRAIN aufgestiegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Polydrain-System wird in den nächsten Jahren Teil einer internationalen Multibrand-Strategie von ACO. Insbesondere ab dem 1. Juli 2005 ist das sichtbar, als Polydrain mit dem im Jahr 2003 erworbenen belgischen Wettbewerber Alfa Drain unter dem Namen Poly Alfa Gruppe zusammengeführt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 2003: ACO Passavant AG ===&lt;br /&gt;
Mit dem 1. Januar 2003 erfolgt die Vereinigung der bis dahin drei in Netstal ansässigen Firmen und ihrer rund 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die zusammen ACO Schweiz bilden: Die ACO Bauelemente AG, die Inotec Edelstahltechnik AG und die Passavant Netstal AG fusionieren zur ACO Passavant AG. Damit ist der Kern eines bereits im Jahr 2000 entwickelten Mehrjahresplan zur optimalen Nutzung von Synergien der Akquisitionen verwirklicht. Weiterer Bestandteil dieses Planes ist der Ausbau in Netstal um Hallen- und Lagerkapazität. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ACO Passavant AG bekommt es gleich mit Großprojekten im schweizerischen Tunnelbau zu tun. Aufträge im Jahr 2003 sind der Hafnerbergtunnel als Teil der Westumfahrung von Zürich und der Tunnel Gousse. 2004 werden drei weitere Objekte gebucht: Der Kirchenwaldtunnel an der Gotthard-Autobahn bei Luzern erhält auf ca. 3,5 km Schlitzrinnen, die einzeln mit 2,5 m Länge und einem Gewicht von über 700 kg die schwersten ACO Rinnen bislang sind. Im Tunnel St. Johann der Nordtangente Basel werden ca. 4,5 km Kabelkanälen und 2,7 km Schlitzrinnen verbaut, mehr als 8 km Rinnen und Randsteine kommen im Aeschertunnel der Westumfahrung Zürich hinzu. Diese Aufträge, jeweils mit Größenordnungen im siebenstelligen Schweizer Franken-Bereich, sichern die Auslastung der modernisierten Netstaler Gießmaschine über 2006 hinaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 1. Januar 2009 übernimmt ACO Schweiz von der Vigier Holding den langjährigen Hauptkonkurrenten für Polymerbetonteile am schweizerischen Tunnelmarkt, die Fritschi Bauelemente AG. Das bedeutet eine erhebliche Sortimentserweiterung im Tiefbau, etwa durch Artikel wie Schachtböden, Produkte zur Kanalsanierung, Ölabscheider, Pumpen-, Kabel- und Spezialschächte. Noch in 2009 ermöglicht die Fritschi-Akquise ACO Schweiz die Aufsetzung eines hochwertigen Straßenkanalgussprogramms. Insgesamt bietet die hochflexible Produktion in Gunzgen Möglichkeiten für neue Geschäftsfelder. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Edelstahlbereich akquiriert ACO Schweiz schon 2007 den Wettbewerber Hestag Entwässerungstechnik AG in Wangen. Die Ende 2008 abgeschlossene Integration bringt in der Schweiz die Marktführerschaft im Segment Entwässerung in Edelstahltechnik ein. Übrigens gehen nicht mehr benötigte Hestag-Maschinen 2009 auf Reise nach Dubai, zum Aufbau der dortigen Edelstahlfertigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Standort Netstal wächst in den 2010er Jahren gewaltig. Im Mai 2011 werden in Netstal 25.000 m² Gelände einer benachbarten Papierfabrik zugekauft, eine neue 5000 m² große Halle wird errichtet. 2017 startet der Bau einer weiteren Produktionshalle zur Erstellung einer auf Großteilfertigung ausgelegten Giessanlage, 2018 wird eröffnet.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>T berlinghoff</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.history.aco/index.php?title=WorkInProgress:ACO_Schweiz&amp;diff=2309</id>
		<title>WorkInProgress:ACO Schweiz</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.history.aco/index.php?title=WorkInProgress:ACO_Schweiz&amp;diff=2309"/>
		<updated>2020-12-09T12:02:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;T berlinghoff: /* ACO Bauelemente AG */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Aufbau des Produktvertriebes im Alpenraum ===&lt;br /&gt;
Ende 1970 gehen die Rendsburger eine erste Vertriebspartnerschaft zur Erschließung eines Marktes im europäischen Ausland für ACO DRAIN ein: Ab Dezember tätigt die Studer und Thomann AG im Kanton Zürich den Alleinvertrieb für die Schweiz, ab Mitte April 1973 auch für [[ACO Österreich|Österreich]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1976 und '77 wird das Vertriebskonzept für den Alpenraum geändert. Die Firma Seidendruckerei Mitlödi AG im Kanton Glarus übernimmt zuerst im Fenstersegment mit Wirkung 1. April 1976 den Alleinvertrieb für die Absatzgebieten Schweiz, Liechtenstein und [[ACO Italien|Italien]]. Das umfasst die ACO Komplett-Fenster für Stall- und Kellerbau, ACO Bitherm-Isolierfenster für Stall- und Gewerbebau, ACO Markant-Laibungsfenster, das ACO Perfekt Lichtschacht-System und sogar die ACO Step Schuhabstreifer sowie das ACO Sport-Programm. Schon per 1. Mai 1976 geht dieses Vertriebsprogramm für die Schweiz und Norditalien auf eine von der Seidendruckerei Mitlödi neu gegründete Vertriebsfirma über. Mit dem 1. Januar 1977 kommt das ACO DRAIN-Programm hinzu, auch für das Absatzgebiet Österreich, da der Vertrag mit Studer und Thomann am 31. Dezember 1976 endet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1973: Erste Fertigung von ACO-Polymerbeton im Ausland ===&lt;br /&gt;
Am 5. Februar 1973 startet ebenfalls in der Schweiz, bei der Seidendruckerei Mitlödi AG, erstmals eine Lizenzfertigung von ACO DRAIN im Ausland. Bereits ab Juni 1972 wird das Projekt konkret, die Umsetzung funktioniert am Ende fast reibungslos. Die Seidendruckerei investiert kräftig und stellt eine neue Fabrikhalle an ihrem Standort im Ort Mitlödi bereit. Die erforderliche Technik liefert ACO Rendsburg im Dezember zum Preis von 500.000,- DM. Angereiste ACO-Techniker montieren bis Anfang Februar 1973 die Maschinenanlage und begleiten danach auch die ersten zwei Wochen des Betriebes. Parallel sind zunächst drei Schweizer Mitarbeiter bei ACO in Reith auf der neuen Fertigung geschult bzw. eingearbeitet worden. Der Zulieferer für metallene Komponenten der DRAIN-Rinnen, der Gussroste, ist ACO Andernach. Einen Monat früher als ursprünglich angesetzt, kann die Produktion von ACO DRAIN auf dem neuen Fertigungsstrang schon am 5. Februar 1973 anlaufen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ACO DRAIN-Produktion in der Schweiz entwickelt sich langfristig positiv. Im ersten vollen Fertigungsjahr 1974 erwirtschaftet die Seidendruckerei, bei Verkaufserlösen von über 2,5 Millionen Schweizer Franken plus Lagerbeständen, einen Reingewinn von guten 226.000,- Franken.  Bereits im Herbst 1976 wird die Fertigung in Mitlödi erstmals umgebaut, d.h. auch optimiert und den Sicherheitsstandards angepasst. Ab Ende des Jahres fertigt die Seidendruckerei auf ihrer Polymerbetonanlage zudem in dem neuen Programm ACO SELF Entwässerung- und Bauelemente für Haus und Garten, dazu ACO ELASTIC-Randsteine und die ACO STEP-Schuhabstreifer. Keine drei Jahre später wird die Technik abermals umgebaut und modernisiert. Die nun neu installierte Polymeranlage für ein variables Gussprogramm läuft im April 1979 an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ACO Bauelemente Vertrieb ===&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1976 gründet die Seidendruckerei Mitlödi AG die Gesellschaft ACO Bauelemente Mitlödi - die Verwendung der ACO-Firmierung ist zugesichert. Die Vertriebsorganisation der ACO Bauelemente nimmt Sitz in Kilchberg bei Zürich und bearbeitet ab 1. Mai 1976 (Fenster u.a.), bzw. 1. Januar 1977 (ACO DRAIN) die Vertriebsprogramme. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ACO Bauelemente tritt damit die Nachfolge der Studer und Thomann AG an, die inzwischen eigene Pläne verfolgt: Der erste Partner in der Schweiz steigt selber in die Produktion von Entwässerungsrinnen ein. Studer und Thomanns ausgegründete Tochterfirma Poly-Bauelemente hat bis Herbst 1976 ihr System namens Polydrain marktreif und in Fabrikation. ACO ist über die Entwicklung im Bilde. Ab Januar 1977 wird Polydrain verkauft. Das System - die Rinne mit den &amp;quot;roten Punkt&amp;quot; - ähnelt ACO DRAIN sehr, wird auch in gleicher Weise beworben. Schon im Frühsommer 1977 gibt es mit dem ex-Partner erstmals eine Wettbewerbssituation am Rinnenmarkt, auch in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ACO Bauelemente AG ===&lt;br /&gt;
Der Ausdruck &amp;quot;ACO Schweiz&amp;quot; ist seit den 1970ern geläufig, doch er ist ein Sammelbegriff für die bis 1988 selbständigen Gesellschaften ACO Bauelemente AG und Seidendruckerei AG in Mitlödi. ACO Severin Ahlmann in Rendsburg ist an beiden in Minderheiten beteiligt. Mit Stichtag 1. Juli 1988 ändert sich das - es wird &amp;quot;entflechtet&amp;quot;. ACO Rendsburg übernimmt alle Anteile der Bauelemente AG, Severin Ahlmanns persönliche Anteile an der Seitendruckerei AG werden rückübertragen.  &lt;br /&gt;
Die ACO Bauelemente AG wird organisatorisch 100-prozentige Tochter der Severin Ahlmann Holding GmbH, dem Firmenmantel mit Sitz in Rendsburg, der ACOs ausländische Schwestergesellschaften hält. Erstmals sind alle europa- und weltweiten ACO-Gesellschaften unter einem Dach zusammengschlossen. Die Geschäfte in der Schweiz leitet weiterhin Peter Saredi, wie schon seit den 1970ern und noch in den 1990er Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neue &amp;quot;ACO Schweiz&amp;quot; - noch mit Sitz in Mitlödi - bleibt der Knotenpunkt für Produktion und Vertrieb im Alpenraum. So wird auch das Vertriebsbüro der ACO Bauelemente in Salzburg, Österreich, von hier betrieben. Regelmäßig stellen die Schweizer auf der zweijährig stattfindenden, wichtigsten überregionalen Messe Swissbau in Basel aus. Die 1989er Schau ist die bis dato erfolgreichste für ACO Bauelemente Mitlödi, das gesamte Lieferprogramm erzeugt Aufsehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Produktseite realisiert ACO Bauelemente Ende der 1980er Jahre und um 1990 einige interessante Objekte mit beispielsweise ACO PRO. Das bekannteste liegt im Kanton Baselland und heißt &amp;quot;Anwiler Weiher&amp;quot;. Hier werden insgesamt 6 Amphibientunnel a 18 m sowie eine größere Anzahl Leitwände, Einlauf- und Stoppelemente geliefert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ACO diversifiziert die Produktpalette in der Schweiz, um sich damit so breit wie möglich am Markt aufzustellen. So wird das ACO Edelstahl Programm eingeführt, um Kundschaft im Lebensmittelbereich und Pharmazeutikbereich zu gewinnen und auch die Produktlinie ACO Segment setzt sich in der Schweiz erfolgreich durch. ACO bringt sogar einige Sonderprodukte heraus, wie etwa Kabelschächte für Italien oder spezielle ACO Schweiz Maschinenbauteile. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber auch durch Kooperationen mit anderen Unternehmen möchte ACO in neue Produktbereiche vordringen. So wird im Tiefbaubereich eine Kooperation mit der Steinzeugfabrik Embrach AG  eingegangen und der gemeinsame Markenname STECO kreiert. Ziel ist es, besonders im schweizerischen Tunnelbau mit Schalenelementen aus Polymerbeton dabei zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1991: Neubau in Netstal ===&lt;br /&gt;
[[Datei:1.1.B 00249 199507NN ACOSchweiz,002.jpg|400px|thumb|right|Silotürme am ACO-Standort Netstal, 1995.]]&lt;br /&gt;
Am 16. August 1991 eröffnet in Netstal im Kanton Glarus, nur wenige Kilometer von Mitlödi entfernt, eine neues ACO-Werk. Der ansprechende Neubau vor Bergpanorama und auf der &amp;quot;grünen Wiese&amp;quot;, samt Feuchtbiotop auf dem Betriebshof, hat ein Architektenteam entworfen. Das gesamte Areal umfasst 30.000 m² gekaufter Landfläche, die zwar nicht sofort, doch 20 Jahre später voll genutzt werden. Im Inneren sind die völlig neuen Produktionsanlagen von ACO-Anlagentechniker Uwe Wunderlich geplant und gebaut worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Netstal löst Mitlödi nicht nur als Produktionsstandort, sondern auch als Verwaltungssitz von ACO Schweiz ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[...]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kooperation und Akquisition ===&lt;br /&gt;
Mit Beginn der 1990er Jahre führt ACO Schweiz verschiedene ACO-Produktlinien neu ein. Etwa das ACO FARM-Sortiment, eine insgesamt nur kleine Sparte in der Schweiz, die ACO jedoch umgehend marktführend bedient. Oder das ACO Edelstahl-Programm, das die Tür zur bekannten schweizerischen Lebensmittel- und Pharmaindustrie öffnet. Nebenbei sorgt das ACO-Amphibienleitsystem jetzt auch in der Schweiz für Aufmerksamkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Tiefbaubereich entsteht eine Kooperation mit der Steinzeugfabrik Embrach AG im Kanton Zürich - es wird der gemeinsame Markennahme STECO kreiert. Ziel ist es, im schweizerischen Tunnelbau mit Schalenelementen aus Polymerbeton dabei zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1990er Jahren kann ACO seine Marktposition insbesondere durch Akquisitionen stärken. Zunächst übernimmt ACO in der deutschsprachigen Schweiz eine Agentur für hochwertige Tessiner Fassadensteine, sogenannte BKS-Steine, die besonders durch den Architekten Mario Botta bekannt geworden sind. 1994 folgt die Firma Inotec im Nachbarkanton St. Gallen, am Ende des Jahrzehnts der langjährige Wettbewerber Polybau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Inotec ===&lt;br /&gt;
Inotec in Sargans, unweit der Grenze zu Liechtenstein, ist Hersteller von  Edelstahl- sowie Baustahlartikeln, etwa Rinnen, Abläufen, Wannen und&lt;br /&gt;
Spezialprodukten. Die Firma passt gut ins ACO-Portfolio und wird per 1. Januar 1994 der ACO Bauelemente AG in Netstal angegliedert. Da die Produkte der neuen ACO-Schwester bereits früher die Materialtrennung Edelstahls-Baustahl notwendig machten, existieren zwei völlig autarke Fertigungen. In den Kernbereichen der Blechbearbeitung läßt ACO nun modernste, auch CNC-gesteuerte Maschinen installieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch ACO Schweiz setzt ab 1995 verstärkt auf den Werkstoff Edelstahl. Daher fokussiert sie und schafft sich in diesem Jahr durch die Neugründung der Inotec Edelstahltechnik AG, mit der ACO Bauelemente AG als Mehrheitsaktionärin, eine eigenständige Basis. Inotec Edelstahltechnik produziert noch einige Jahre ausschließlich im gut ausgestatteten Werk in Sagrans, zuletzt mit sechs Mitarbeitern. Ab 2003 wird der zentrale schweizerische Standort Netstal um 7200 m³ Lagerkapazität - vor allem durch einen Hallenneubau östlich des ACO-Areals in Richtung Linth - ausgebaut, so dass die Inotec AG hierher umziehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Polybau ===&lt;br /&gt;
Vor Ende der Dekade, entschließt sich ACO 1999 zur Übernahme der schweizerischen Firma Polybau in Bätterkinden. Das 1976 gegründete Unternehmen ist aus Studer und Thomann, dem früheren Vertriebspartner von ACO, hervorgegangen. Polybau hatte damals durch die Markteinführung der Polydrain-Rinne mit dem „roten Punkt“ für Aufsehen gesorgt und war zum Wettbewerber von ACO DRAIN aufgestiegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Polydrain-System wird in den nächsten Jahren Teil einer internationalen Multibrand-Strategie von ACO. Insbesondere ab dem 1. Juli 2005 ist das sichtbar, als Polydrain mit dem im Jahr 2003 erworbenen belgischen Wettbewerber Alfa Drain unter dem Namen Poly Alfa Gruppe zusammengeführt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 2003: ACO Passavant AG ===&lt;br /&gt;
Mit dem 1. Januar 2003 erfolgt die Vereinigung der bis dahin drei in Netstal ansässigen Firmen und ihrer rund 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die zusammen ACO Schweiz bilden: Die ACO Bauelemente AG, die Inotec Edelstahltechnik AG und die Passavant Netstal AG fusionieren zur ACO Passavant AG. Damit ist der Kern eines bereits im Jahr 2000 entwickelten Mehrjahresplan zur optimalen Nutzung von Synergien der Akquisitionen verwirklicht. Weiterer Bestandteil dieses Planes ist der Ausbau in Netstal um Hallen- und Lagerkapazität. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ACO Passavant AG bekommt es gleich mit Großprojekten im schweizerischen Tunnelbau zu tun. Aufträge im Jahr 2003 sind der Hafnerbergtunnel als Teil der Westumfahrung von Zürich und der Tunnel Gousse. 2004 werden drei weitere Objekte gebucht: Der Kirchenwaldtunnel an der Gotthard-Autobahn bei Luzern erhält auf ca. 3,5 km Schlitzrinnen, die einzeln mit 2,5 m Länge und einem Gewicht von über 700 kg die schwersten ACO Rinnen bislang sind. Im Tunnel St. Johann der Nordtangente Basel werden ca. 4,5 km Kabelkanälen und 2,7 km Schlitzrinnen verbaut, mehr als 8 km Rinnen und Randsteine kommen im Aeschertunnel der Westumfahrung Zürich hinzu. Diese Aufträge, jeweils mit Größenordnungen im siebenstelligen Schweizer Franken-Bereich, sichern die Auslastung der modernisierten Netstaler Gießmaschine über 2006 hinaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 1. Januar 2009 übernimmt ACO Schweiz von der Vigier Holding den langjährigen Hauptkonkurrenten für Polymerbetonteile am schweizerischen Tunnelmarkt, die Fritschi Bauelemente AG. Das bedeutet eine erhebliche Sortimentserweiterung im Tiefbau, etwa durch Artikel wie Schachtböden, Produkte zur Kanalsanierung, Ölabscheider, Pumpen-, Kabel- und Spezialschächte. Noch in 2009 ermöglicht die Fritschi-Akquise ACO Schweiz die Aufsetzung eines hochwertigen Straßenkanalgussprogramms. Insgesamt bietet die hochflexible Produktion in Gunzgen Möglichkeiten für neue Geschäftsfelder. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Edelstahlbereich akquiriert ACO Schweiz schon 2007 den Wettbewerber Hestag Entwässerungstechnik AG in Wangen. Die Ende 2008 abgeschlossene Integration bringt in der Schweiz die Marktführerschaft im Segment Entwässerung in Edelstahltechnik ein. Übrigens gehen nicht mehr benötigte Hestag-Maschinen 2009 auf Reise nach Dubai, zum Aufbau der dortigen Edelstahlfertigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Standort Netstal wächst in den 2010er Jahren gewaltig. Im Mai 2011 werden in Netstal 25.000 m² Gelände einer benachbarten Papierfabrik zugekauft, eine neue 5000 m² große Halle wird errichtet. 2017 startet der Bau einer weiteren Produktionshalle zur Erstellung einer auf Großteilfertigung ausgelegten Giessanlage, 2018 wird eröffnet.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>T berlinghoff</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.history.aco/index.php?title=WorkInProgress:ACO_Schweiz&amp;diff=2308</id>
		<title>WorkInProgress:ACO Schweiz</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.history.aco/index.php?title=WorkInProgress:ACO_Schweiz&amp;diff=2308"/>
		<updated>2020-12-09T11:59:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;T berlinghoff: /* ACO Bauelemente AG */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Aufbau des Produktvertriebes im Alpenraum ===&lt;br /&gt;
Ende 1970 gehen die Rendsburger eine erste Vertriebspartnerschaft zur Erschließung eines Marktes im europäischen Ausland für ACO DRAIN ein: Ab Dezember tätigt die Studer und Thomann AG im Kanton Zürich den Alleinvertrieb für die Schweiz, ab Mitte April 1973 auch für [[ACO Österreich|Österreich]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1976 und '77 wird das Vertriebskonzept für den Alpenraum geändert. Die Firma Seidendruckerei Mitlödi AG im Kanton Glarus übernimmt zuerst im Fenstersegment mit Wirkung 1. April 1976 den Alleinvertrieb für die Absatzgebieten Schweiz, Liechtenstein und [[ACO Italien|Italien]]. Das umfasst die ACO Komplett-Fenster für Stall- und Kellerbau, ACO Bitherm-Isolierfenster für Stall- und Gewerbebau, ACO Markant-Laibungsfenster, das ACO Perfekt Lichtschacht-System und sogar die ACO Step Schuhabstreifer sowie das ACO Sport-Programm. Schon per 1. Mai 1976 geht dieses Vertriebsprogramm für die Schweiz und Norditalien auf eine von der Seidendruckerei Mitlödi neu gegründete Vertriebsfirma über. Mit dem 1. Januar 1977 kommt das ACO DRAIN-Programm hinzu, auch für das Absatzgebiet Österreich, da der Vertrag mit Studer und Thomann am 31. Dezember 1976 endet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1973: Erste Fertigung von ACO-Polymerbeton im Ausland ===&lt;br /&gt;
Am 5. Februar 1973 startet ebenfalls in der Schweiz, bei der Seidendruckerei Mitlödi AG, erstmals eine Lizenzfertigung von ACO DRAIN im Ausland. Bereits ab Juni 1972 wird das Projekt konkret, die Umsetzung funktioniert am Ende fast reibungslos. Die Seidendruckerei investiert kräftig und stellt eine neue Fabrikhalle an ihrem Standort im Ort Mitlödi bereit. Die erforderliche Technik liefert ACO Rendsburg im Dezember zum Preis von 500.000,- DM. Angereiste ACO-Techniker montieren bis Anfang Februar 1973 die Maschinenanlage und begleiten danach auch die ersten zwei Wochen des Betriebes. Parallel sind zunächst drei Schweizer Mitarbeiter bei ACO in Reith auf der neuen Fertigung geschult bzw. eingearbeitet worden. Der Zulieferer für metallene Komponenten der DRAIN-Rinnen, der Gussroste, ist ACO Andernach. Einen Monat früher als ursprünglich angesetzt, kann die Produktion von ACO DRAIN auf dem neuen Fertigungsstrang schon am 5. Februar 1973 anlaufen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ACO DRAIN-Produktion in der Schweiz entwickelt sich langfristig positiv. Im ersten vollen Fertigungsjahr 1974 erwirtschaftet die Seidendruckerei, bei Verkaufserlösen von über 2,5 Millionen Schweizer Franken plus Lagerbeständen, einen Reingewinn von guten 226.000,- Franken.  Bereits im Herbst 1976 wird die Fertigung in Mitlödi erstmals umgebaut, d.h. auch optimiert und den Sicherheitsstandards angepasst. Ab Ende des Jahres fertigt die Seidendruckerei auf ihrer Polymerbetonanlage zudem in dem neuen Programm ACO SELF Entwässerung- und Bauelemente für Haus und Garten, dazu ACO ELASTIC-Randsteine und die ACO STEP-Schuhabstreifer. Keine drei Jahre später wird die Technik abermals umgebaut und modernisiert. Die nun neu installierte Polymeranlage für ein variables Gussprogramm läuft im April 1979 an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ACO Bauelemente Vertrieb ===&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1976 gründet die Seidendruckerei Mitlödi AG die Gesellschaft ACO Bauelemente Mitlödi - die Verwendung der ACO-Firmierung ist zugesichert. Die Vertriebsorganisation der ACO Bauelemente nimmt Sitz in Kilchberg bei Zürich und bearbeitet ab 1. Mai 1976 (Fenster u.a.), bzw. 1. Januar 1977 (ACO DRAIN) die Vertriebsprogramme. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ACO Bauelemente tritt damit die Nachfolge der Studer und Thomann AG an, die inzwischen eigene Pläne verfolgt: Der erste Partner in der Schweiz steigt selber in die Produktion von Entwässerungsrinnen ein. Studer und Thomanns ausgegründete Tochterfirma Poly-Bauelemente hat bis Herbst 1976 ihr System namens Polydrain marktreif und in Fabrikation. ACO ist über die Entwicklung im Bilde. Ab Januar 1977 wird Polydrain verkauft. Das System - die Rinne mit den &amp;quot;roten Punkt&amp;quot; - ähnelt ACO DRAIN sehr, wird auch in gleicher Weise beworben. Schon im Frühsommer 1977 gibt es mit dem ex-Partner erstmals eine Wettbewerbssituation am Rinnenmarkt, auch in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ACO Bauelemente AG ===&lt;br /&gt;
Der Ausdruck &amp;quot;ACO Schweiz&amp;quot; ist seit den 1970ern geläufig, doch er ist ein Sammelbegriff für die bis 1988 selbständigen Gesellschaften ACO Bauelemente AG und Seidendruckerei AG in Mitlödi. ACO Severin Ahlmann in Rendsburg ist an beiden in Minderheiten beteiligt. Mit Stichtag 1. Juli 1988 ändert sich das - es wird &amp;quot;entflechtet&amp;quot;. ACO Rendsburg übernimmt alle Anteile der Bauelemente AG, Severin Ahlmanns persönliche Anteile an der Seitendruckerei AG werden rückübertragen.  &lt;br /&gt;
Die ACO Bauelemente AG wird organisatorisch 100-prozentige Tochter der Severin Ahlmann Holding GmbH, dem Firmenmantel mit Sitz in Rendsburg, der ACOs ausländische Schwestergesellschaften hält. Erstmals sind alle europa- und weltweiten ACO-Gesellschaften unter einem Dach zusammengschlossen. Die Geschäfte in der Schweiz leitet weiterhin Peter Saredi, wie schon seit den 1970ern und noch in den 1990er Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neue &amp;quot;ACO Schweiz&amp;quot; - noch mit Sitz in Mitlödi - bleibt der Knotenpunkt für Produktion und Vertrieb im Alpenraum. So wird auch das Vertriebsbüro der ACO Bauelemente in Salzburg, Österreich, von hier betrieben.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regelmäßig stellt die Schweizer ACO auf der zweijährig stattfindenden Messe Swissbau in Basel aus. Die 1989er Schau ist die bis dato erfolgreichste für ACO Bauelemente Mitlödi, das gesamte Lieferprogramm erzeugt Aufsehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Produktseite realisiert ACO Bauelemente Ende der 1980er Jahre und um 1990 einige interessante Objekte mit beispielsweise ACO PRO. Das bekannteste liegt im Kanton Baselland und heißt &amp;quot;Anwiler Weiher&amp;quot;. Hier werden insgesamt 6 Amphibientunnel a 18 m sowie eine größere Anzahl Leitwände, Einlauf- und Stoppelemente geliefert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ACO diversifiziert die Produktpalette in der Schweiz, um sich damit so breit wie möglich am Markt aufzustellen. So wird das ACO Edelstahl Programm eingeführt, um Kundschaft im Lebensmittelbereich und Pharmazeutikbereich zu gewinnen und auch die Produktlinie ACO Segment setzt sich in der Schweiz erfolgreich durch. ACO bringt sogar einige Sonderprodukte heraus, wie etwa Kabelschächte für Italien oder spezielle ACO Schweiz Maschinenbauteile. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber auch durch Kooperationen mit anderen Unternehmen möchte ACO in neue Produktbereiche vordringen. So wird im Tiefbaubereich eine Kooperation mit der Steinzeugfabrik Embrach AG  eingegangen und der gemeinsame Markenname STECO kreiert. Ziel ist es, besonders im schweizerischen Tunnelbau mit Schalenelementen aus Polymerbeton dabei zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1991: Neubau in Netstal ===&lt;br /&gt;
[[Datei:1.1.B 00249 199507NN ACOSchweiz,002.jpg|400px|thumb|right|Silotürme am ACO-Standort Netstal, 1995.]]&lt;br /&gt;
Am 16. August 1991 eröffnet in Netstal im Kanton Glarus, nur wenige Kilometer von Mitlödi entfernt, eine neues ACO-Werk. Der ansprechende Neubau vor Bergpanorama und auf der &amp;quot;grünen Wiese&amp;quot;, samt Feuchtbiotop auf dem Betriebshof, hat ein Architektenteam entworfen. Das gesamte Areal umfasst 30.000 m² gekaufter Landfläche, die zwar nicht sofort, doch 20 Jahre später voll genutzt werden. Im Inneren sind die völlig neuen Produktionsanlagen von ACO-Anlagentechniker Uwe Wunderlich geplant und gebaut worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Netstal löst Mitlödi nicht nur als Produktionsstandort, sondern auch als Verwaltungssitz von ACO Schweiz ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[...]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kooperation und Akquisition ===&lt;br /&gt;
Mit Beginn der 1990er Jahre führt ACO Schweiz verschiedene ACO-Produktlinien neu ein. Etwa das ACO FARM-Sortiment, eine insgesamt nur kleine Sparte in der Schweiz, die ACO jedoch umgehend marktführend bedient. Oder das ACO Edelstahl-Programm, das die Tür zur bekannten schweizerischen Lebensmittel- und Pharmaindustrie öffnet. Nebenbei sorgt das ACO-Amphibienleitsystem jetzt auch in der Schweiz für Aufmerksamkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Tiefbaubereich entsteht eine Kooperation mit der Steinzeugfabrik Embrach AG im Kanton Zürich - es wird der gemeinsame Markennahme STECO kreiert. Ziel ist es, im schweizerischen Tunnelbau mit Schalenelementen aus Polymerbeton dabei zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1990er Jahren kann ACO seine Marktposition insbesondere durch Akquisitionen stärken. Zunächst übernimmt ACO in der deutschsprachigen Schweiz eine Agentur für hochwertige Tessiner Fassadensteine, sogenannte BKS-Steine, die besonders durch den Architekten Mario Botta bekannt geworden sind. 1994 folgt die Firma Inotec im Nachbarkanton St. Gallen, am Ende des Jahrzehnts der langjährige Wettbewerber Polybau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Inotec ===&lt;br /&gt;
Inotec in Sargans, unweit der Grenze zu Liechtenstein, ist Hersteller von  Edelstahl- sowie Baustahlartikeln, etwa Rinnen, Abläufen, Wannen und&lt;br /&gt;
Spezialprodukten. Die Firma passt gut ins ACO-Portfolio und wird per 1. Januar 1994 der ACO Bauelemente AG in Netstal angegliedert. Da die Produkte der neuen ACO-Schwester bereits früher die Materialtrennung Edelstahls-Baustahl notwendig machten, existieren zwei völlig autarke Fertigungen. In den Kernbereichen der Blechbearbeitung läßt ACO nun modernste, auch CNC-gesteuerte Maschinen installieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch ACO Schweiz setzt ab 1995 verstärkt auf den Werkstoff Edelstahl. Daher fokussiert sie und schafft sich in diesem Jahr durch die Neugründung der Inotec Edelstahltechnik AG, mit der ACO Bauelemente AG als Mehrheitsaktionärin, eine eigenständige Basis. Inotec Edelstahltechnik produziert noch einige Jahre ausschließlich im gut ausgestatteten Werk in Sagrans, zuletzt mit sechs Mitarbeitern. Ab 2003 wird der zentrale schweizerische Standort Netstal um 7200 m³ Lagerkapazität - vor allem durch einen Hallenneubau östlich des ACO-Areals in Richtung Linth - ausgebaut, so dass die Inotec AG hierher umziehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Polybau ===&lt;br /&gt;
Vor Ende der Dekade, entschließt sich ACO 1999 zur Übernahme der schweizerischen Firma Polybau in Bätterkinden. Das 1976 gegründete Unternehmen ist aus Studer und Thomann, dem früheren Vertriebspartner von ACO, hervorgegangen. Polybau hatte damals durch die Markteinführung der Polydrain-Rinne mit dem „roten Punkt“ für Aufsehen gesorgt und war zum Wettbewerber von ACO DRAIN aufgestiegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Polydrain-System wird in den nächsten Jahren Teil einer internationalen Multibrand-Strategie von ACO. Insbesondere ab dem 1. Juli 2005 ist das sichtbar, als Polydrain mit dem im Jahr 2003 erworbenen belgischen Wettbewerber Alfa Drain unter dem Namen Poly Alfa Gruppe zusammengeführt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 2003: ACO Passavant AG ===&lt;br /&gt;
Mit dem 1. Januar 2003 erfolgt die Vereinigung der bis dahin drei in Netstal ansässigen Firmen und ihrer rund 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die zusammen ACO Schweiz bilden: Die ACO Bauelemente AG, die Inotec Edelstahltechnik AG und die Passavant Netstal AG fusionieren zur ACO Passavant AG. Damit ist der Kern eines bereits im Jahr 2000 entwickelten Mehrjahresplan zur optimalen Nutzung von Synergien der Akquisitionen verwirklicht. Weiterer Bestandteil dieses Planes ist der Ausbau in Netstal um Hallen- und Lagerkapazität. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ACO Passavant AG bekommt es gleich mit Großprojekten im schweizerischen Tunnelbau zu tun. Aufträge im Jahr 2003 sind der Hafnerbergtunnel als Teil der Westumfahrung von Zürich und der Tunnel Gousse. 2004 werden drei weitere Objekte gebucht: Der Kirchenwaldtunnel an der Gotthard-Autobahn bei Luzern erhält auf ca. 3,5 km Schlitzrinnen, die einzeln mit 2,5 m Länge und einem Gewicht von über 700 kg die schwersten ACO Rinnen bislang sind. Im Tunnel St. Johann der Nordtangente Basel werden ca. 4,5 km Kabelkanälen und 2,7 km Schlitzrinnen verbaut, mehr als 8 km Rinnen und Randsteine kommen im Aeschertunnel der Westumfahrung Zürich hinzu. Diese Aufträge, jeweils mit Größenordnungen im siebenstelligen Schweizer Franken-Bereich, sichern die Auslastung der modernisierten Netstaler Gießmaschine über 2006 hinaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 1. Januar 2009 übernimmt ACO Schweiz von der Vigier Holding den langjährigen Hauptkonkurrenten für Polymerbetonteile am schweizerischen Tunnelmarkt, die Fritschi Bauelemente AG. Das bedeutet eine erhebliche Sortimentserweiterung im Tiefbau, etwa durch Artikel wie Schachtböden, Produkte zur Kanalsanierung, Ölabscheider, Pumpen-, Kabel- und Spezialschächte. Noch in 2009 ermöglicht die Fritschi-Akquise ACO Schweiz die Aufsetzung eines hochwertigen Straßenkanalgussprogramms. Insgesamt bietet die hochflexible Produktion in Gunzgen Möglichkeiten für neue Geschäftsfelder. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Edelstahlbereich akquiriert ACO Schweiz schon 2007 den Wettbewerber Hestag Entwässerungstechnik AG in Wangen. Die Ende 2008 abgeschlossene Integration bringt in der Schweiz die Marktführerschaft im Segment Entwässerung in Edelstahltechnik ein. Übrigens gehen nicht mehr benötigte Hestag-Maschinen 2009 auf Reise nach Dubai, zum Aufbau der dortigen Edelstahlfertigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Standort Netstal wächst in den 2010er Jahren gewaltig. Im Mai 2011 werden in Netstal 25.000 m² Gelände einer benachbarten Papierfabrik zugekauft, eine neue 5000 m² große Halle wird errichtet. 2017 startet der Bau einer weiteren Produktionshalle zur Erstellung einer auf Großteilfertigung ausgelegten Giessanlage, 2018 wird eröffnet.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>T berlinghoff</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.history.aco/index.php?title=WorkInProgress:ACO_Schweiz&amp;diff=2307</id>
		<title>WorkInProgress:ACO Schweiz</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.history.aco/index.php?title=WorkInProgress:ACO_Schweiz&amp;diff=2307"/>
		<updated>2020-12-09T11:56:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;T berlinghoff: /* ACO Bauelemente AG */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Aufbau des Produktvertriebes im Alpenraum ===&lt;br /&gt;
Ende 1970 gehen die Rendsburger eine erste Vertriebspartnerschaft zur Erschließung eines Marktes im europäischen Ausland für ACO DRAIN ein: Ab Dezember tätigt die Studer und Thomann AG im Kanton Zürich den Alleinvertrieb für die Schweiz, ab Mitte April 1973 auch für [[ACO Österreich|Österreich]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1976 und '77 wird das Vertriebskonzept für den Alpenraum geändert. Die Firma Seidendruckerei Mitlödi AG im Kanton Glarus übernimmt zuerst im Fenstersegment mit Wirkung 1. April 1976 den Alleinvertrieb für die Absatzgebieten Schweiz, Liechtenstein und [[ACO Italien|Italien]]. Das umfasst die ACO Komplett-Fenster für Stall- und Kellerbau, ACO Bitherm-Isolierfenster für Stall- und Gewerbebau, ACO Markant-Laibungsfenster, das ACO Perfekt Lichtschacht-System und sogar die ACO Step Schuhabstreifer sowie das ACO Sport-Programm. Schon per 1. Mai 1976 geht dieses Vertriebsprogramm für die Schweiz und Norditalien auf eine von der Seidendruckerei Mitlödi neu gegründete Vertriebsfirma über. Mit dem 1. Januar 1977 kommt das ACO DRAIN-Programm hinzu, auch für das Absatzgebiet Österreich, da der Vertrag mit Studer und Thomann am 31. Dezember 1976 endet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1973: Erste Fertigung von ACO-Polymerbeton im Ausland ===&lt;br /&gt;
Am 5. Februar 1973 startet ebenfalls in der Schweiz, bei der Seidendruckerei Mitlödi AG, erstmals eine Lizenzfertigung von ACO DRAIN im Ausland. Bereits ab Juni 1972 wird das Projekt konkret, die Umsetzung funktioniert am Ende fast reibungslos. Die Seidendruckerei investiert kräftig und stellt eine neue Fabrikhalle an ihrem Standort im Ort Mitlödi bereit. Die erforderliche Technik liefert ACO Rendsburg im Dezember zum Preis von 500.000,- DM. Angereiste ACO-Techniker montieren bis Anfang Februar 1973 die Maschinenanlage und begleiten danach auch die ersten zwei Wochen des Betriebes. Parallel sind zunächst drei Schweizer Mitarbeiter bei ACO in Reith auf der neuen Fertigung geschult bzw. eingearbeitet worden. Der Zulieferer für metallene Komponenten der DRAIN-Rinnen, der Gussroste, ist ACO Andernach. Einen Monat früher als ursprünglich angesetzt, kann die Produktion von ACO DRAIN auf dem neuen Fertigungsstrang schon am 5. Februar 1973 anlaufen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ACO DRAIN-Produktion in der Schweiz entwickelt sich langfristig positiv. Im ersten vollen Fertigungsjahr 1974 erwirtschaftet die Seidendruckerei, bei Verkaufserlösen von über 2,5 Millionen Schweizer Franken plus Lagerbeständen, einen Reingewinn von guten 226.000,- Franken.  Bereits im Herbst 1976 wird die Fertigung in Mitlödi erstmals umgebaut, d.h. auch optimiert und den Sicherheitsstandards angepasst. Ab Ende des Jahres fertigt die Seidendruckerei auf ihrer Polymerbetonanlage zudem in dem neuen Programm ACO SELF Entwässerung- und Bauelemente für Haus und Garten, dazu ACO ELASTIC-Randsteine und die ACO STEP-Schuhabstreifer. Keine drei Jahre später wird die Technik abermals umgebaut und modernisiert. Die nun neu installierte Polymeranlage für ein variables Gussprogramm läuft im April 1979 an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ACO Bauelemente Vertrieb ===&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1976 gründet die Seidendruckerei Mitlödi AG die Gesellschaft ACO Bauelemente Mitlödi - die Verwendung der ACO-Firmierung ist zugesichert. Die Vertriebsorganisation der ACO Bauelemente nimmt Sitz in Kilchberg bei Zürich und bearbeitet ab 1. Mai 1976 (Fenster u.a.), bzw. 1. Januar 1977 (ACO DRAIN) die Vertriebsprogramme. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ACO Bauelemente tritt damit die Nachfolge der Studer und Thomann AG an, die inzwischen eigene Pläne verfolgt: Der erste Partner in der Schweiz steigt selber in die Produktion von Entwässerungsrinnen ein. Studer und Thomanns ausgegründete Tochterfirma Poly-Bauelemente hat bis Herbst 1976 ihr System namens Polydrain marktreif und in Fabrikation. ACO ist über die Entwicklung im Bilde. Ab Januar 1977 wird Polydrain verkauft. Das System - die Rinne mit den &amp;quot;roten Punkt&amp;quot; - ähnelt ACO DRAIN sehr, wird auch in gleicher Weise beworben. Schon im Frühsommer 1977 gibt es mit dem ex-Partner erstmals eine Wettbewerbssituation am Rinnenmarkt, auch in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ACO Bauelemente AG ===&lt;br /&gt;
Der Ausdruck &amp;quot;ACO Schweiz&amp;quot; ist seit den 1970ern geläufig, doch er ist ein Sammelbegriff für die bis 1988 selbständigen Gesellschaften ACO Bauelemente AG und Seidendruckerei AG in Mitlödi. ACO Severin Ahlmann in Rendsburg ist an beiden in Minderheiten beteiligt. Mit Stichtag 1. Juli 1988 ändert sich das - es wird &amp;quot;entflechtet&amp;quot;. ACO Rendsburg übernimmt alle Anteile der Bauelemente AG, Severin Ahlmanns persönliche Anteile an der Seitendruckerei AG werden rückübertragen.  &lt;br /&gt;
Die ACO Bauelemente AG wird organisatorisch 100-prozentige Tochter der Severin Ahlmann Holding GmbH, dem Firmenmantel mit Sitz in Rendsburg, der ACOs ausländische Schwestergesellschaften hält. Erstmals sind alle europa- und weltweiten ACO-Gesellschaften unter einem Dach zusammengschlossen. Die Geschäfte der neuen &amp;quot;ACO Schweiz&amp;quot; leitet weiterhin Peter Saredi, wie schon seit den 1970ern und noch in den 1990er Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Schweiz aus wird auch das Vertriebsbüro der ACO Bauelemente in Salzburg, Österreich, betrieben.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regelmäßig stellt die Schweizer ACO auf der zweijährig stattfindenden Messe Swissbau in Basel aus. Die 1989er Schau ist die bis dato erfolgreichste für ACO Bauelemente Mitlödi, das gesamte Lieferprogramm erzeugt Aufsehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Produktseite realisiert ACO Bauelemente Ende der 1980er Jahre und um 1990 einige interessante Objekte mit beispielsweise ACO PRO. Das bekannteste liegt im Kanton Baselland und heißt &amp;quot;Anwiler Weiher&amp;quot;. Hier werden insgesamt 6 Amphibientunnel a 18 m sowie eine größere Anzahl Leitwände, Einlauf- und Stoppelemente geliefert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ACO diversifiziert die Produktpalette in der Schweiz, um sich damit so breit wie möglich am Markt aufzustellen. So wird das ACO Edelstahl Programm eingeführt, um Kundschaft im Lebensmittelbereich und Pharmazeutikbereich zu gewinnen und auch die Produktlinie ACO Segment setzt sich in der Schweiz erfolgreich durch. ACO bringt sogar einige Sonderprodukte heraus, wie etwa Kabelschächte für Italien oder spezielle ACO Schweiz Maschinenbauteile. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber auch durch Kooperationen mit anderen Unternehmen möchte ACO in neue Produktbereiche vordringen. So wird im Tiefbaubereich eine Kooperation mit der Steinzeugfabrik Embrach AG  eingegangen und der gemeinsame Markenname STECO kreiert. Ziel ist es, besonders im schweizerischen Tunnelbau mit Schalenelementen aus Polymerbeton dabei zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1991: Neubau in Netstal ===&lt;br /&gt;
[[Datei:1.1.B 00249 199507NN ACOSchweiz,002.jpg|400px|thumb|right|Silotürme am ACO-Standort Netstal, 1995.]]&lt;br /&gt;
Am 16. August 1991 eröffnet in Netstal im Kanton Glarus, nur wenige Kilometer von Mitlödi entfernt, eine neues ACO-Werk. Der ansprechende Neubau vor Bergpanorama und auf der &amp;quot;grünen Wiese&amp;quot;, samt Feuchtbiotop auf dem Betriebshof, hat ein Architektenteam entworfen. Das gesamte Areal umfasst 30.000 m² gekaufter Landfläche, die zwar nicht sofort, doch 20 Jahre später voll genutzt werden. Im Inneren sind die völlig neuen Produktionsanlagen von ACO-Anlagentechniker Uwe Wunderlich geplant und gebaut worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Netstal löst Mitlödi nicht nur als Produktionsstandort, sondern auch als Verwaltungssitz von ACO Schweiz ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[...]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kooperation und Akquisition ===&lt;br /&gt;
Mit Beginn der 1990er Jahre führt ACO Schweiz verschiedene ACO-Produktlinien neu ein. Etwa das ACO FARM-Sortiment, eine insgesamt nur kleine Sparte in der Schweiz, die ACO jedoch umgehend marktführend bedient. Oder das ACO Edelstahl-Programm, das die Tür zur bekannten schweizerischen Lebensmittel- und Pharmaindustrie öffnet. Nebenbei sorgt das ACO-Amphibienleitsystem jetzt auch in der Schweiz für Aufmerksamkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Tiefbaubereich entsteht eine Kooperation mit der Steinzeugfabrik Embrach AG im Kanton Zürich - es wird der gemeinsame Markennahme STECO kreiert. Ziel ist es, im schweizerischen Tunnelbau mit Schalenelementen aus Polymerbeton dabei zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1990er Jahren kann ACO seine Marktposition insbesondere durch Akquisitionen stärken. Zunächst übernimmt ACO in der deutschsprachigen Schweiz eine Agentur für hochwertige Tessiner Fassadensteine, sogenannte BKS-Steine, die besonders durch den Architekten Mario Botta bekannt geworden sind. 1994 folgt die Firma Inotec im Nachbarkanton St. Gallen, am Ende des Jahrzehnts der langjährige Wettbewerber Polybau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Inotec ===&lt;br /&gt;
Inotec in Sargans, unweit der Grenze zu Liechtenstein, ist Hersteller von  Edelstahl- sowie Baustahlartikeln, etwa Rinnen, Abläufen, Wannen und&lt;br /&gt;
Spezialprodukten. Die Firma passt gut ins ACO-Portfolio und wird per 1. Januar 1994 der ACO Bauelemente AG in Netstal angegliedert. Da die Produkte der neuen ACO-Schwester bereits früher die Materialtrennung Edelstahls-Baustahl notwendig machten, existieren zwei völlig autarke Fertigungen. In den Kernbereichen der Blechbearbeitung läßt ACO nun modernste, auch CNC-gesteuerte Maschinen installieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch ACO Schweiz setzt ab 1995 verstärkt auf den Werkstoff Edelstahl. Daher fokussiert sie und schafft sich in diesem Jahr durch die Neugründung der Inotec Edelstahltechnik AG, mit der ACO Bauelemente AG als Mehrheitsaktionärin, eine eigenständige Basis. Inotec Edelstahltechnik produziert noch einige Jahre ausschließlich im gut ausgestatteten Werk in Sagrans, zuletzt mit sechs Mitarbeitern. Ab 2003 wird der zentrale schweizerische Standort Netstal um 7200 m³ Lagerkapazität - vor allem durch einen Hallenneubau östlich des ACO-Areals in Richtung Linth - ausgebaut, so dass die Inotec AG hierher umziehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Polybau ===&lt;br /&gt;
Vor Ende der Dekade, entschließt sich ACO 1999 zur Übernahme der schweizerischen Firma Polybau in Bätterkinden. Das 1976 gegründete Unternehmen ist aus Studer und Thomann, dem früheren Vertriebspartner von ACO, hervorgegangen. Polybau hatte damals durch die Markteinführung der Polydrain-Rinne mit dem „roten Punkt“ für Aufsehen gesorgt und war zum Wettbewerber von ACO DRAIN aufgestiegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Polydrain-System wird in den nächsten Jahren Teil einer internationalen Multibrand-Strategie von ACO. Insbesondere ab dem 1. Juli 2005 ist das sichtbar, als Polydrain mit dem im Jahr 2003 erworbenen belgischen Wettbewerber Alfa Drain unter dem Namen Poly Alfa Gruppe zusammengeführt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 2003: ACO Passavant AG ===&lt;br /&gt;
Mit dem 1. Januar 2003 erfolgt die Vereinigung der bis dahin drei in Netstal ansässigen Firmen und ihrer rund 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die zusammen ACO Schweiz bilden: Die ACO Bauelemente AG, die Inotec Edelstahltechnik AG und die Passavant Netstal AG fusionieren zur ACO Passavant AG. Damit ist der Kern eines bereits im Jahr 2000 entwickelten Mehrjahresplan zur optimalen Nutzung von Synergien der Akquisitionen verwirklicht. Weiterer Bestandteil dieses Planes ist der Ausbau in Netstal um Hallen- und Lagerkapazität. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ACO Passavant AG bekommt es gleich mit Großprojekten im schweizerischen Tunnelbau zu tun. Aufträge im Jahr 2003 sind der Hafnerbergtunnel als Teil der Westumfahrung von Zürich und der Tunnel Gousse. 2004 werden drei weitere Objekte gebucht: Der Kirchenwaldtunnel an der Gotthard-Autobahn bei Luzern erhält auf ca. 3,5 km Schlitzrinnen, die einzeln mit 2,5 m Länge und einem Gewicht von über 700 kg die schwersten ACO Rinnen bislang sind. Im Tunnel St. Johann der Nordtangente Basel werden ca. 4,5 km Kabelkanälen und 2,7 km Schlitzrinnen verbaut, mehr als 8 km Rinnen und Randsteine kommen im Aeschertunnel der Westumfahrung Zürich hinzu. Diese Aufträge, jeweils mit Größenordnungen im siebenstelligen Schweizer Franken-Bereich, sichern die Auslastung der modernisierten Netstaler Gießmaschine über 2006 hinaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 1. Januar 2009 übernimmt ACO Schweiz von der Vigier Holding den langjährigen Hauptkonkurrenten für Polymerbetonteile am schweizerischen Tunnelmarkt, die Fritschi Bauelemente AG. Das bedeutet eine erhebliche Sortimentserweiterung im Tiefbau, etwa durch Artikel wie Schachtböden, Produkte zur Kanalsanierung, Ölabscheider, Pumpen-, Kabel- und Spezialschächte. Noch in 2009 ermöglicht die Fritschi-Akquise ACO Schweiz die Aufsetzung eines hochwertigen Straßenkanalgussprogramms. Insgesamt bietet die hochflexible Produktion in Gunzgen Möglichkeiten für neue Geschäftsfelder. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Edelstahlbereich akquiriert ACO Schweiz schon 2007 den Wettbewerber Hestag Entwässerungstechnik AG in Wangen. Die Ende 2008 abgeschlossene Integration bringt in der Schweiz die Marktführerschaft im Segment Entwässerung in Edelstahltechnik ein. Übrigens gehen nicht mehr benötigte Hestag-Maschinen 2009 auf Reise nach Dubai, zum Aufbau der dortigen Edelstahlfertigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Standort Netstal wächst in den 2010er Jahren gewaltig. Im Mai 2011 werden in Netstal 25.000 m² Gelände einer benachbarten Papierfabrik zugekauft, eine neue 5000 m² große Halle wird errichtet. 2017 startet der Bau einer weiteren Produktionshalle zur Erstellung einer auf Großteilfertigung ausgelegten Giessanlage, 2018 wird eröffnet.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>T berlinghoff</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.history.aco/index.php?title=WorkInProgress:ACO_Schweiz&amp;diff=2306</id>
		<title>WorkInProgress:ACO Schweiz</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.history.aco/index.php?title=WorkInProgress:ACO_Schweiz&amp;diff=2306"/>
		<updated>2020-12-09T11:56:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;T berlinghoff: /* ACO Bauelemente AG */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Aufbau des Produktvertriebes im Alpenraum ===&lt;br /&gt;
Ende 1970 gehen die Rendsburger eine erste Vertriebspartnerschaft zur Erschließung eines Marktes im europäischen Ausland für ACO DRAIN ein: Ab Dezember tätigt die Studer und Thomann AG im Kanton Zürich den Alleinvertrieb für die Schweiz, ab Mitte April 1973 auch für [[ACO Österreich|Österreich]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1976 und '77 wird das Vertriebskonzept für den Alpenraum geändert. Die Firma Seidendruckerei Mitlödi AG im Kanton Glarus übernimmt zuerst im Fenstersegment mit Wirkung 1. April 1976 den Alleinvertrieb für die Absatzgebieten Schweiz, Liechtenstein und [[ACO Italien|Italien]]. Das umfasst die ACO Komplett-Fenster für Stall- und Kellerbau, ACO Bitherm-Isolierfenster für Stall- und Gewerbebau, ACO Markant-Laibungsfenster, das ACO Perfekt Lichtschacht-System und sogar die ACO Step Schuhabstreifer sowie das ACO Sport-Programm. Schon per 1. Mai 1976 geht dieses Vertriebsprogramm für die Schweiz und Norditalien auf eine von der Seidendruckerei Mitlödi neu gegründete Vertriebsfirma über. Mit dem 1. Januar 1977 kommt das ACO DRAIN-Programm hinzu, auch für das Absatzgebiet Österreich, da der Vertrag mit Studer und Thomann am 31. Dezember 1976 endet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1973: Erste Fertigung von ACO-Polymerbeton im Ausland ===&lt;br /&gt;
Am 5. Februar 1973 startet ebenfalls in der Schweiz, bei der Seidendruckerei Mitlödi AG, erstmals eine Lizenzfertigung von ACO DRAIN im Ausland. Bereits ab Juni 1972 wird das Projekt konkret, die Umsetzung funktioniert am Ende fast reibungslos. Die Seidendruckerei investiert kräftig und stellt eine neue Fabrikhalle an ihrem Standort im Ort Mitlödi bereit. Die erforderliche Technik liefert ACO Rendsburg im Dezember zum Preis von 500.000,- DM. Angereiste ACO-Techniker montieren bis Anfang Februar 1973 die Maschinenanlage und begleiten danach auch die ersten zwei Wochen des Betriebes. Parallel sind zunächst drei Schweizer Mitarbeiter bei ACO in Reith auf der neuen Fertigung geschult bzw. eingearbeitet worden. Der Zulieferer für metallene Komponenten der DRAIN-Rinnen, der Gussroste, ist ACO Andernach. Einen Monat früher als ursprünglich angesetzt, kann die Produktion von ACO DRAIN auf dem neuen Fertigungsstrang schon am 5. Februar 1973 anlaufen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ACO DRAIN-Produktion in der Schweiz entwickelt sich langfristig positiv. Im ersten vollen Fertigungsjahr 1974 erwirtschaftet die Seidendruckerei, bei Verkaufserlösen von über 2,5 Millionen Schweizer Franken plus Lagerbeständen, einen Reingewinn von guten 226.000,- Franken.  Bereits im Herbst 1976 wird die Fertigung in Mitlödi erstmals umgebaut, d.h. auch optimiert und den Sicherheitsstandards angepasst. Ab Ende des Jahres fertigt die Seidendruckerei auf ihrer Polymerbetonanlage zudem in dem neuen Programm ACO SELF Entwässerung- und Bauelemente für Haus und Garten, dazu ACO ELASTIC-Randsteine und die ACO STEP-Schuhabstreifer. Keine drei Jahre später wird die Technik abermals umgebaut und modernisiert. Die nun neu installierte Polymeranlage für ein variables Gussprogramm läuft im April 1979 an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ACO Bauelemente Vertrieb ===&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1976 gründet die Seidendruckerei Mitlödi AG die Gesellschaft ACO Bauelemente Mitlödi - die Verwendung der ACO-Firmierung ist zugesichert. Die Vertriebsorganisation der ACO Bauelemente nimmt Sitz in Kilchberg bei Zürich und bearbeitet ab 1. Mai 1976 (Fenster u.a.), bzw. 1. Januar 1977 (ACO DRAIN) die Vertriebsprogramme. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ACO Bauelemente tritt damit die Nachfolge der Studer und Thomann AG an, die inzwischen eigene Pläne verfolgt: Der erste Partner in der Schweiz steigt selber in die Produktion von Entwässerungsrinnen ein. Studer und Thomanns ausgegründete Tochterfirma Poly-Bauelemente hat bis Herbst 1976 ihr System namens Polydrain marktreif und in Fabrikation. ACO ist über die Entwicklung im Bilde. Ab Januar 1977 wird Polydrain verkauft. Das System - die Rinne mit den &amp;quot;roten Punkt&amp;quot; - ähnelt ACO DRAIN sehr, wird auch in gleicher Weise beworben. Schon im Frühsommer 1977 gibt es mit dem ex-Partner erstmals eine Wettbewerbssituation am Rinnenmarkt, auch in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ACO Bauelemente AG ===&lt;br /&gt;
Der Ausdruck &amp;quot;ACO Schweiz&amp;quot; ist seit den 1970ern geläufig, doch er ist ein Sammelbegriff für die bis 1988 selbständigen Gesellschaften ACO Bauelemente AG und Seidendruckerei AG in Mitlödi. ACO Severin Ahlmann in Rendsburg ist an beiden in Minderheiten beteiligt. Mit Stichtag 1. Juli 1988 ändert sich das - es wird &amp;quot;entflechtet&amp;quot;. ACO Rendsburg übernimmt alle der Anteile der Bauelemente AG, Severin Ahlmanns persönliche Anteile an der Seitendruckerei AG werden rückübertragen.  &lt;br /&gt;
Die ACO Bauelemente AG wird organisatorisch 100-prozentige Tochter der Severin Ahlmann Holding GmbH, dem Firmenmantel mit Sitz in Rendsburg, der ACOs ausländische Schwestergesellschaften hält. Erstmals sind alle europa- und weltweiten ACO-Gesellschaften unter einem Dach zusammengschlossen. Die Geschäfte der neuen &amp;quot;ACO Schweiz&amp;quot; leitet weiterhin Peter Saredi, wie schon seit den 1970ern und noch in den 1990er Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Schweiz aus wird auch das Vertriebsbüro der ACO Bauelemente in Salzburg, Österreich, betrieben.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regelmäßig stellt die Schweizer ACO auf der zweijährig stattfindenden Messe Swissbau in Basel aus. Die 1989er Schau ist die bis dato erfolgreichste für ACO Bauelemente Mitlödi, das gesamte Lieferprogramm erzeugt Aufsehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Produktseite realisiert ACO Bauelemente Ende der 1980er Jahre und um 1990 einige interessante Objekte mit beispielsweise ACO PRO. Das bekannteste liegt im Kanton Baselland und heißt &amp;quot;Anwiler Weiher&amp;quot;. Hier werden insgesamt 6 Amphibientunnel a 18 m sowie eine größere Anzahl Leitwände, Einlauf- und Stoppelemente geliefert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ACO diversifiziert die Produktpalette in der Schweiz, um sich damit so breit wie möglich am Markt aufzustellen. So wird das ACO Edelstahl Programm eingeführt, um Kundschaft im Lebensmittelbereich und Pharmazeutikbereich zu gewinnen und auch die Produktlinie ACO Segment setzt sich in der Schweiz erfolgreich durch. ACO bringt sogar einige Sonderprodukte heraus, wie etwa Kabelschächte für Italien oder spezielle ACO Schweiz Maschinenbauteile. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber auch durch Kooperationen mit anderen Unternehmen möchte ACO in neue Produktbereiche vordringen. So wird im Tiefbaubereich eine Kooperation mit der Steinzeugfabrik Embrach AG  eingegangen und der gemeinsame Markenname STECO kreiert. Ziel ist es, besonders im schweizerischen Tunnelbau mit Schalenelementen aus Polymerbeton dabei zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1991: Neubau in Netstal ===&lt;br /&gt;
[[Datei:1.1.B 00249 199507NN ACOSchweiz,002.jpg|400px|thumb|right|Silotürme am ACO-Standort Netstal, 1995.]]&lt;br /&gt;
Am 16. August 1991 eröffnet in Netstal im Kanton Glarus, nur wenige Kilometer von Mitlödi entfernt, eine neues ACO-Werk. Der ansprechende Neubau vor Bergpanorama und auf der &amp;quot;grünen Wiese&amp;quot;, samt Feuchtbiotop auf dem Betriebshof, hat ein Architektenteam entworfen. Das gesamte Areal umfasst 30.000 m² gekaufter Landfläche, die zwar nicht sofort, doch 20 Jahre später voll genutzt werden. Im Inneren sind die völlig neuen Produktionsanlagen von ACO-Anlagentechniker Uwe Wunderlich geplant und gebaut worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Netstal löst Mitlödi nicht nur als Produktionsstandort, sondern auch als Verwaltungssitz von ACO Schweiz ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[...]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kooperation und Akquisition ===&lt;br /&gt;
Mit Beginn der 1990er Jahre führt ACO Schweiz verschiedene ACO-Produktlinien neu ein. Etwa das ACO FARM-Sortiment, eine insgesamt nur kleine Sparte in der Schweiz, die ACO jedoch umgehend marktführend bedient. Oder das ACO Edelstahl-Programm, das die Tür zur bekannten schweizerischen Lebensmittel- und Pharmaindustrie öffnet. Nebenbei sorgt das ACO-Amphibienleitsystem jetzt auch in der Schweiz für Aufmerksamkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Tiefbaubereich entsteht eine Kooperation mit der Steinzeugfabrik Embrach AG im Kanton Zürich - es wird der gemeinsame Markennahme STECO kreiert. Ziel ist es, im schweizerischen Tunnelbau mit Schalenelementen aus Polymerbeton dabei zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1990er Jahren kann ACO seine Marktposition insbesondere durch Akquisitionen stärken. Zunächst übernimmt ACO in der deutschsprachigen Schweiz eine Agentur für hochwertige Tessiner Fassadensteine, sogenannte BKS-Steine, die besonders durch den Architekten Mario Botta bekannt geworden sind. 1994 folgt die Firma Inotec im Nachbarkanton St. Gallen, am Ende des Jahrzehnts der langjährige Wettbewerber Polybau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Inotec ===&lt;br /&gt;
Inotec in Sargans, unweit der Grenze zu Liechtenstein, ist Hersteller von  Edelstahl- sowie Baustahlartikeln, etwa Rinnen, Abläufen, Wannen und&lt;br /&gt;
Spezialprodukten. Die Firma passt gut ins ACO-Portfolio und wird per 1. Januar 1994 der ACO Bauelemente AG in Netstal angegliedert. Da die Produkte der neuen ACO-Schwester bereits früher die Materialtrennung Edelstahls-Baustahl notwendig machten, existieren zwei völlig autarke Fertigungen. In den Kernbereichen der Blechbearbeitung läßt ACO nun modernste, auch CNC-gesteuerte Maschinen installieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch ACO Schweiz setzt ab 1995 verstärkt auf den Werkstoff Edelstahl. Daher fokussiert sie und schafft sich in diesem Jahr durch die Neugründung der Inotec Edelstahltechnik AG, mit der ACO Bauelemente AG als Mehrheitsaktionärin, eine eigenständige Basis. Inotec Edelstahltechnik produziert noch einige Jahre ausschließlich im gut ausgestatteten Werk in Sagrans, zuletzt mit sechs Mitarbeitern. Ab 2003 wird der zentrale schweizerische Standort Netstal um 7200 m³ Lagerkapazität - vor allem durch einen Hallenneubau östlich des ACO-Areals in Richtung Linth - ausgebaut, so dass die Inotec AG hierher umziehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Polybau ===&lt;br /&gt;
Vor Ende der Dekade, entschließt sich ACO 1999 zur Übernahme der schweizerischen Firma Polybau in Bätterkinden. Das 1976 gegründete Unternehmen ist aus Studer und Thomann, dem früheren Vertriebspartner von ACO, hervorgegangen. Polybau hatte damals durch die Markteinführung der Polydrain-Rinne mit dem „roten Punkt“ für Aufsehen gesorgt und war zum Wettbewerber von ACO DRAIN aufgestiegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Polydrain-System wird in den nächsten Jahren Teil einer internationalen Multibrand-Strategie von ACO. Insbesondere ab dem 1. Juli 2005 ist das sichtbar, als Polydrain mit dem im Jahr 2003 erworbenen belgischen Wettbewerber Alfa Drain unter dem Namen Poly Alfa Gruppe zusammengeführt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 2003: ACO Passavant AG ===&lt;br /&gt;
Mit dem 1. Januar 2003 erfolgt die Vereinigung der bis dahin drei in Netstal ansässigen Firmen und ihrer rund 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die zusammen ACO Schweiz bilden: Die ACO Bauelemente AG, die Inotec Edelstahltechnik AG und die Passavant Netstal AG fusionieren zur ACO Passavant AG. Damit ist der Kern eines bereits im Jahr 2000 entwickelten Mehrjahresplan zur optimalen Nutzung von Synergien der Akquisitionen verwirklicht. Weiterer Bestandteil dieses Planes ist der Ausbau in Netstal um Hallen- und Lagerkapazität. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ACO Passavant AG bekommt es gleich mit Großprojekten im schweizerischen Tunnelbau zu tun. Aufträge im Jahr 2003 sind der Hafnerbergtunnel als Teil der Westumfahrung von Zürich und der Tunnel Gousse. 2004 werden drei weitere Objekte gebucht: Der Kirchenwaldtunnel an der Gotthard-Autobahn bei Luzern erhält auf ca. 3,5 km Schlitzrinnen, die einzeln mit 2,5 m Länge und einem Gewicht von über 700 kg die schwersten ACO Rinnen bislang sind. Im Tunnel St. Johann der Nordtangente Basel werden ca. 4,5 km Kabelkanälen und 2,7 km Schlitzrinnen verbaut, mehr als 8 km Rinnen und Randsteine kommen im Aeschertunnel der Westumfahrung Zürich hinzu. Diese Aufträge, jeweils mit Größenordnungen im siebenstelligen Schweizer Franken-Bereich, sichern die Auslastung der modernisierten Netstaler Gießmaschine über 2006 hinaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 1. Januar 2009 übernimmt ACO Schweiz von der Vigier Holding den langjährigen Hauptkonkurrenten für Polymerbetonteile am schweizerischen Tunnelmarkt, die Fritschi Bauelemente AG. Das bedeutet eine erhebliche Sortimentserweiterung im Tiefbau, etwa durch Artikel wie Schachtböden, Produkte zur Kanalsanierung, Ölabscheider, Pumpen-, Kabel- und Spezialschächte. Noch in 2009 ermöglicht die Fritschi-Akquise ACO Schweiz die Aufsetzung eines hochwertigen Straßenkanalgussprogramms. Insgesamt bietet die hochflexible Produktion in Gunzgen Möglichkeiten für neue Geschäftsfelder. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Edelstahlbereich akquiriert ACO Schweiz schon 2007 den Wettbewerber Hestag Entwässerungstechnik AG in Wangen. Die Ende 2008 abgeschlossene Integration bringt in der Schweiz die Marktführerschaft im Segment Entwässerung in Edelstahltechnik ein. Übrigens gehen nicht mehr benötigte Hestag-Maschinen 2009 auf Reise nach Dubai, zum Aufbau der dortigen Edelstahlfertigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Standort Netstal wächst in den 2010er Jahren gewaltig. Im Mai 2011 werden in Netstal 25.000 m² Gelände einer benachbarten Papierfabrik zugekauft, eine neue 5000 m² große Halle wird errichtet. 2017 startet der Bau einer weiteren Produktionshalle zur Erstellung einer auf Großteilfertigung ausgelegten Giessanlage, 2018 wird eröffnet.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>T berlinghoff</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.history.aco/index.php?title=WorkInProgress:ACO_Schweiz&amp;diff=2305</id>
		<title>WorkInProgress:ACO Schweiz</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.history.aco/index.php?title=WorkInProgress:ACO_Schweiz&amp;diff=2305"/>
		<updated>2020-12-09T11:00:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;T berlinghoff: /* ACO Bauelemente AG */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Aufbau des Produktvertriebes im Alpenraum ===&lt;br /&gt;
Ende 1970 gehen die Rendsburger eine erste Vertriebspartnerschaft zur Erschließung eines Marktes im europäischen Ausland für ACO DRAIN ein: Ab Dezember tätigt die Studer und Thomann AG im Kanton Zürich den Alleinvertrieb für die Schweiz, ab Mitte April 1973 auch für [[ACO Österreich|Österreich]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1976 und '77 wird das Vertriebskonzept für den Alpenraum geändert. Die Firma Seidendruckerei Mitlödi AG im Kanton Glarus übernimmt zuerst im Fenstersegment mit Wirkung 1. April 1976 den Alleinvertrieb für die Absatzgebieten Schweiz, Liechtenstein und [[ACO Italien|Italien]]. Das umfasst die ACO Komplett-Fenster für Stall- und Kellerbau, ACO Bitherm-Isolierfenster für Stall- und Gewerbebau, ACO Markant-Laibungsfenster, das ACO Perfekt Lichtschacht-System und sogar die ACO Step Schuhabstreifer sowie das ACO Sport-Programm. Schon per 1. Mai 1976 geht dieses Vertriebsprogramm für die Schweiz und Norditalien auf eine von der Seidendruckerei Mitlödi neu gegründete Vertriebsfirma über. Mit dem 1. Januar 1977 kommt das ACO DRAIN-Programm hinzu, auch für das Absatzgebiet Österreich, da der Vertrag mit Studer und Thomann am 31. Dezember 1976 endet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1973: Erste Fertigung von ACO-Polymerbeton im Ausland ===&lt;br /&gt;
Am 5. Februar 1973 startet ebenfalls in der Schweiz, bei der Seidendruckerei Mitlödi AG, erstmals eine Lizenzfertigung von ACO DRAIN im Ausland. Bereits ab Juni 1972 wird das Projekt konkret, die Umsetzung funktioniert am Ende fast reibungslos. Die Seidendruckerei investiert kräftig und stellt eine neue Fabrikhalle an ihrem Standort im Ort Mitlödi bereit. Die erforderliche Technik liefert ACO Rendsburg im Dezember zum Preis von 500.000,- DM. Angereiste ACO-Techniker montieren bis Anfang Februar 1973 die Maschinenanlage und begleiten danach auch die ersten zwei Wochen des Betriebes. Parallel sind zunächst drei Schweizer Mitarbeiter bei ACO in Reith auf der neuen Fertigung geschult bzw. eingearbeitet worden. Der Zulieferer für metallene Komponenten der DRAIN-Rinnen, der Gussroste, ist ACO Andernach. Einen Monat früher als ursprünglich angesetzt, kann die Produktion von ACO DRAIN auf dem neuen Fertigungsstrang schon am 5. Februar 1973 anlaufen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ACO DRAIN-Produktion in der Schweiz entwickelt sich langfristig positiv. Im ersten vollen Fertigungsjahr 1974 erwirtschaftet die Seidendruckerei, bei Verkaufserlösen von über 2,5 Millionen Schweizer Franken plus Lagerbeständen, einen Reingewinn von guten 226.000,- Franken.  Bereits im Herbst 1976 wird die Fertigung in Mitlödi erstmals umgebaut, d.h. auch optimiert und den Sicherheitsstandards angepasst. Ab Ende des Jahres fertigt die Seidendruckerei auf ihrer Polymerbetonanlage zudem in dem neuen Programm ACO SELF Entwässerung- und Bauelemente für Haus und Garten, dazu ACO ELASTIC-Randsteine und die ACO STEP-Schuhabstreifer. Keine drei Jahre später wird die Technik abermals umgebaut und modernisiert. Die nun neu installierte Polymeranlage für ein variables Gussprogramm läuft im April 1979 an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ACO Bauelemente Vertrieb ===&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1976 gründet die Seidendruckerei Mitlödi AG die Gesellschaft ACO Bauelemente Mitlödi - die Verwendung der ACO-Firmierung ist zugesichert. Die Vertriebsorganisation der ACO Bauelemente nimmt Sitz in Kilchberg bei Zürich und bearbeitet ab 1. Mai 1976 (Fenster u.a.), bzw. 1. Januar 1977 (ACO DRAIN) die Vertriebsprogramme. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ACO Bauelemente tritt damit die Nachfolge der Studer und Thomann AG an, die inzwischen eigene Pläne verfolgt: Der erste Partner in der Schweiz steigt selber in die Produktion von Entwässerungsrinnen ein. Studer und Thomanns ausgegründete Tochterfirma Poly-Bauelemente hat bis Herbst 1976 ihr System namens Polydrain marktreif und in Fabrikation. ACO ist über die Entwicklung im Bilde. Ab Januar 1977 wird Polydrain verkauft. Das System - die Rinne mit den &amp;quot;roten Punkt&amp;quot; - ähnelt ACO DRAIN sehr, wird auch in gleicher Weise beworben. Schon im Frühsommer 1977 gibt es mit dem ex-Partner erstmals eine Wettbewerbssituation am Rinnenmarkt, auch in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ACO Bauelemente AG ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[---]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Schweiz aus wird auch das Vertriebsbüro der ACO Bauelemente in Salzburg, Österreich, betrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1988 stellt &amp;quot;ACO Schweiz&amp;quot; - dieser Sammelbegriff für Bauelemente AG und Seidendruckerei ist seit Jahren geläufig - selbständige Gesellschaften. Mit dem 1. Juli des Jahres wird sie von einer Minderheitsbeteiligung zur 100-prozentigen Tochter der Severin Ahlmann Holding GmbH, dem Firmenmantel mit Sitz in Rendsburg, der ACOs ausländische Schwestergesellschaften hält. Damit sind erstmals alle europa- und weltweiten ACO-Gesellschaften unter einem Dach zusammengschlossen. Weiterhin leitet Peter Saredi die ACO Bauelemente AG, wie schon seit den 1970ern und noch über die 1990er Jahre.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regelmäßig stellt die Schweizer ACO auf der zweijährig stattfindenden Messe Swissbau in Basel aus. Die 1989er Schau ist die bis dato erfolgreichste für ACO Bauelemente Mitlödi, das gesamte Lieferprogramm erzeugt Aufsehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Produktseite realisiert ACO Bauelemente Ende der 1980er Jahre und um 1990 einige interessante Objekte mit beispielsweise ACO PRO. Das bekannteste liegt im Kanton Baselland und heißt &amp;quot;Anwiler Weiher&amp;quot;. Hier werden insgesamt 6 Amphibientunnel a 18 m sowie eine größere Anzahl Leitwände, Einlauf- und Stoppelemente geliefert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ACO diversifiziert die Produktpalette in der Schweiz, um sich damit so breit wie möglich am Markt aufzustellen. So wird das ACO Edelstahl Programm eingeführt, um Kundschaft im Lebensmittelbereich und Pharmazeutikbereich zu gewinnen und auch die Produktlinie ACO Segment setzt sich in der Schweiz erfolgreich durch. ACO bringt sogar einige Sonderprodukte heraus, wie etwa Kabelschächte für Italien oder spezielle ACO Schweiz Maschinenbauteile. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber auch durch Kooperationen mit anderen Unternehmen möchte ACO in neue Produktbereiche vordringen. So wird im Tiefbaubereich eine Kooperation mit der Steinzeugfabrik Embrach AG  eingegangen und der gemeinsame Markenname STECO kreiert. Ziel ist es, besonders im schweizerischen Tunnelbau mit Schalenelementen aus Polymerbeton dabei zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1991: Neubau in Netstal ===&lt;br /&gt;
[[Datei:1.1.B 00249 199507NN ACOSchweiz,002.jpg|400px|thumb|right|Silotürme am ACO-Standort Netstal, 1995.]]&lt;br /&gt;
Am 16. August 1991 eröffnet in Netstal im Kanton Glarus, nur wenige Kilometer von Mitlödi entfernt, eine neues ACO-Werk. Der ansprechende Neubau vor Bergpanorama und auf der &amp;quot;grünen Wiese&amp;quot;, samt Feuchtbiotop auf dem Betriebshof, hat ein Architektenteam entworfen. Das gesamte Areal umfasst 30.000 m² gekaufter Landfläche, die zwar nicht sofort, doch 20 Jahre später voll genutzt werden. Im Inneren sind die völlig neuen Produktionsanlagen von ACO-Anlagentechniker Uwe Wunderlich geplant und gebaut worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Netstal löst Mitlödi nicht nur als Produktionsstandort, sondern auch als Verwaltungssitz von ACO Schweiz ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[...]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kooperation und Akquisition ===&lt;br /&gt;
Mit Beginn der 1990er Jahre führt ACO Schweiz verschiedene ACO-Produktlinien neu ein. Etwa das ACO FARM-Sortiment, eine insgesamt nur kleine Sparte in der Schweiz, die ACO jedoch umgehend marktführend bedient. Oder das ACO Edelstahl-Programm, das die Tür zur bekannten schweizerischen Lebensmittel- und Pharmaindustrie öffnet. Nebenbei sorgt das ACO-Amphibienleitsystem jetzt auch in der Schweiz für Aufmerksamkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Tiefbaubereich entsteht eine Kooperation mit der Steinzeugfabrik Embrach AG im Kanton Zürich - es wird der gemeinsame Markennahme STECO kreiert. Ziel ist es, im schweizerischen Tunnelbau mit Schalenelementen aus Polymerbeton dabei zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1990er Jahren kann ACO seine Marktposition insbesondere durch Akquisitionen stärken. Zunächst übernimmt ACO in der deutschsprachigen Schweiz eine Agentur für hochwertige Tessiner Fassadensteine, sogenannte BKS-Steine, die besonders durch den Architekten Mario Botta bekannt geworden sind. 1994 folgt die Firma Inotec im Nachbarkanton St. Gallen, am Ende des Jahrzehnts der langjährige Wettbewerber Polybau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Inotec ===&lt;br /&gt;
Inotec in Sargans, unweit der Grenze zu Liechtenstein, ist Hersteller von  Edelstahl- sowie Baustahlartikeln, etwa Rinnen, Abläufen, Wannen und&lt;br /&gt;
Spezialprodukten. Die Firma passt gut ins ACO-Portfolio und wird per 1. Januar 1994 der ACO Bauelemente AG in Netstal angegliedert. Da die Produkte der neuen ACO-Schwester bereits früher die Materialtrennung Edelstahls-Baustahl notwendig machten, existieren zwei völlig autarke Fertigungen. In den Kernbereichen der Blechbearbeitung läßt ACO nun modernste, auch CNC-gesteuerte Maschinen installieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch ACO Schweiz setzt ab 1995 verstärkt auf den Werkstoff Edelstahl. Daher fokussiert sie und schafft sich in diesem Jahr durch die Neugründung der Inotec Edelstahltechnik AG, mit der ACO Bauelemente AG als Mehrheitsaktionärin, eine eigenständige Basis. Inotec Edelstahltechnik produziert noch einige Jahre ausschließlich im gut ausgestatteten Werk in Sagrans, zuletzt mit sechs Mitarbeitern. Ab 2003 wird der zentrale schweizerische Standort Netstal um 7200 m³ Lagerkapazität - vor allem durch einen Hallenneubau östlich des ACO-Areals in Richtung Linth - ausgebaut, so dass die Inotec AG hierher umziehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Polybau ===&lt;br /&gt;
Vor Ende der Dekade, entschließt sich ACO 1999 zur Übernahme der schweizerischen Firma Polybau in Bätterkinden. Das 1976 gegründete Unternehmen ist aus Studer und Thomann, dem früheren Vertriebspartner von ACO, hervorgegangen. Polybau hatte damals durch die Markteinführung der Polydrain-Rinne mit dem „roten Punkt“ für Aufsehen gesorgt und war zum Wettbewerber von ACO DRAIN aufgestiegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Polydrain-System wird in den nächsten Jahren Teil einer internationalen Multibrand-Strategie von ACO. Insbesondere ab dem 1. Juli 2005 ist das sichtbar, als Polydrain mit dem im Jahr 2003 erworbenen belgischen Wettbewerber Alfa Drain unter dem Namen Poly Alfa Gruppe zusammengeführt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 2003: ACO Passavant AG ===&lt;br /&gt;
Mit dem 1. Januar 2003 erfolgt die Vereinigung der bis dahin drei in Netstal ansässigen Firmen und ihrer rund 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die zusammen ACO Schweiz bilden: Die ACO Bauelemente AG, die Inotec Edelstahltechnik AG und die Passavant Netstal AG fusionieren zur ACO Passavant AG. Damit ist der Kern eines bereits im Jahr 2000 entwickelten Mehrjahresplan zur optimalen Nutzung von Synergien der Akquisitionen verwirklicht. Weiterer Bestandteil dieses Planes ist der Ausbau in Netstal um Hallen- und Lagerkapazität. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ACO Passavant AG bekommt es gleich mit Großprojekten im schweizerischen Tunnelbau zu tun. Aufträge im Jahr 2003 sind der Hafnerbergtunnel als Teil der Westumfahrung von Zürich und der Tunnel Gousse. 2004 werden drei weitere Objekte gebucht: Der Kirchenwaldtunnel an der Gotthard-Autobahn bei Luzern erhält auf ca. 3,5 km Schlitzrinnen, die einzeln mit 2,5 m Länge und einem Gewicht von über 700 kg die schwersten ACO Rinnen bislang sind. Im Tunnel St. Johann der Nordtangente Basel werden ca. 4,5 km Kabelkanälen und 2,7 km Schlitzrinnen verbaut, mehr als 8 km Rinnen und Randsteine kommen im Aeschertunnel der Westumfahrung Zürich hinzu. Diese Aufträge, jeweils mit Größenordnungen im siebenstelligen Schweizer Franken-Bereich, sichern die Auslastung der modernisierten Netstaler Gießmaschine über 2006 hinaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 1. Januar 2009 übernimmt ACO Schweiz von der Vigier Holding den langjährigen Hauptkonkurrenten für Polymerbetonteile am schweizerischen Tunnelmarkt, die Fritschi Bauelemente AG. Das bedeutet eine erhebliche Sortimentserweiterung im Tiefbau, etwa durch Artikel wie Schachtböden, Produkte zur Kanalsanierung, Ölabscheider, Pumpen-, Kabel- und Spezialschächte. Noch in 2009 ermöglicht die Fritschi-Akquise ACO Schweiz die Aufsetzung eines hochwertigen Straßenkanalgussprogramms. Insgesamt bietet die hochflexible Produktion in Gunzgen Möglichkeiten für neue Geschäftsfelder. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Edelstahlbereich akquiriert ACO Schweiz schon 2007 den Wettbewerber Hestag Entwässerungstechnik AG in Wangen. Die Ende 2008 abgeschlossene Integration bringt in der Schweiz die Marktführerschaft im Segment Entwässerung in Edelstahltechnik ein. Übrigens gehen nicht mehr benötigte Hestag-Maschinen 2009 auf Reise nach Dubai, zum Aufbau der dortigen Edelstahlfertigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Standort Netstal wächst in den 2010er Jahren gewaltig. Im Mai 2011 werden in Netstal 25.000 m² Gelände einer benachbarten Papierfabrik zugekauft, eine neue 5000 m² große Halle wird errichtet. 2017 startet der Bau einer weiteren Produktionshalle zur Erstellung einer auf Großteilfertigung ausgelegten Giessanlage, 2018 wird eröffnet.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>T berlinghoff</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.history.aco/index.php?title=WorkInProgress:ACO_Schweiz&amp;diff=2304</id>
		<title>WorkInProgress:ACO Schweiz</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.history.aco/index.php?title=WorkInProgress:ACO_Schweiz&amp;diff=2304"/>
		<updated>2020-12-09T09:44:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;T berlinghoff: /* 1973: Erste Fertigung von ACO-Polymerbeton im Ausland */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Aufbau des Produktvertriebes im Alpenraum ===&lt;br /&gt;
Ende 1970 gehen die Rendsburger eine erste Vertriebspartnerschaft zur Erschließung eines Marktes im europäischen Ausland für ACO DRAIN ein: Ab Dezember tätigt die Studer und Thomann AG im Kanton Zürich den Alleinvertrieb für die Schweiz, ab Mitte April 1973 auch für [[ACO Österreich|Österreich]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1976 und '77 wird das Vertriebskonzept für den Alpenraum geändert. Die Firma Seidendruckerei Mitlödi AG im Kanton Glarus übernimmt zuerst im Fenstersegment mit Wirkung 1. April 1976 den Alleinvertrieb für die Absatzgebieten Schweiz, Liechtenstein und [[ACO Italien|Italien]]. Das umfasst die ACO Komplett-Fenster für Stall- und Kellerbau, ACO Bitherm-Isolierfenster für Stall- und Gewerbebau, ACO Markant-Laibungsfenster, das ACO Perfekt Lichtschacht-System und sogar die ACO Step Schuhabstreifer sowie das ACO Sport-Programm. Schon per 1. Mai 1976 geht dieses Vertriebsprogramm für die Schweiz und Norditalien auf eine von der Seidendruckerei Mitlödi neu gegründete Vertriebsfirma über. Mit dem 1. Januar 1977 kommt das ACO DRAIN-Programm hinzu, auch für das Absatzgebiet Österreich, da der Vertrag mit Studer und Thomann am 31. Dezember 1976 endet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1973: Erste Fertigung von ACO-Polymerbeton im Ausland ===&lt;br /&gt;
Am 5. Februar 1973 startet ebenfalls in der Schweiz, bei der Seidendruckerei Mitlödi AG, erstmals eine Lizenzfertigung von ACO DRAIN im Ausland. Bereits ab Juni 1972 wird das Projekt konkret, die Umsetzung funktioniert am Ende fast reibungslos. Die Seidendruckerei investiert kräftig und stellt eine neue Fabrikhalle an ihrem Standort im Ort Mitlödi bereit. Die erforderliche Technik liefert ACO Rendsburg im Dezember zum Preis von 500.000,- DM. Angereiste ACO-Techniker montieren bis Anfang Februar 1973 die Maschinenanlage und begleiten danach auch die ersten zwei Wochen des Betriebes. Parallel sind zunächst drei Schweizer Mitarbeiter bei ACO in Reith auf der neuen Fertigung geschult bzw. eingearbeitet worden. Der Zulieferer für metallene Komponenten der DRAIN-Rinnen, der Gussroste, ist ACO Andernach. Einen Monat früher als ursprünglich angesetzt, kann die Produktion von ACO DRAIN auf dem neuen Fertigungsstrang schon am 5. Februar 1973 anlaufen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ACO DRAIN-Produktion in der Schweiz entwickelt sich langfristig positiv. Im ersten vollen Fertigungsjahr 1974 erwirtschaftet die Seidendruckerei, bei Verkaufserlösen von über 2,5 Millionen Schweizer Franken plus Lagerbeständen, einen Reingewinn von guten 226.000,- Franken.  Bereits im Herbst 1976 wird die Fertigung in Mitlödi erstmals umgebaut, d.h. auch optimiert und den Sicherheitsstandards angepasst. Ab Ende des Jahres fertigt die Seidendruckerei auf ihrer Polymerbetonanlage zudem in dem neuen Programm ACO SELF Entwässerung- und Bauelemente für Haus und Garten, dazu ACO ELASTIC-Randsteine und die ACO STEP-Schuhabstreifer. Keine drei Jahre später wird die Technik abermals umgebaut und modernisiert. Die nun neu installierte Polymeranlage für ein variables Gussprogramm läuft im April 1979 an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ACO Bauelemente Vertrieb ===&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1976 gründet die Seidendruckerei Mitlödi AG die Gesellschaft ACO Bauelemente Mitlödi - die Verwendung der ACO-Firmierung ist zugesichert. Die Vertriebsorganisation der ACO Bauelemente nimmt Sitz in Kilchberg bei Zürich und bearbeitet ab 1. Mai 1976 (Fenster u.a.), bzw. 1. Januar 1977 (ACO DRAIN) die Vertriebsprogramme. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ACO Bauelemente tritt damit die Nachfolge der Studer und Thomann AG an, die inzwischen eigene Pläne verfolgt: Der erste Partner in der Schweiz steigt selber in die Produktion von Entwässerungsrinnen ein. Studer und Thomanns ausgegründete Tochterfirma Poly-Bauelemente hat bis Herbst 1976 ihr System namens Polydrain marktreif und in Fabrikation. ACO ist über die Entwicklung im Bilde. Ab Januar 1977 wird Polydrain verkauft. Das System - die Rinne mit den &amp;quot;roten Punkt&amp;quot; - ähnelt ACO DRAIN sehr, wird auch in gleicher Weise beworben. Schon im Frühsommer 1977 gibt es mit dem ex-Partner erstmals eine Wettbewerbssituation am Rinnenmarkt, auch in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ACO Bauelemente AG ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[---]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Schweiz aus wird auch das Vertriebsbüro der ACO Bauelemente in Salzburg, Österreich, betrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[---]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1988 stellt &amp;quot;ACO Schweiz&amp;quot; - dieser Sammelbegriff für Bauelemente AG und Seidendruckerei ist seit Jahren geläufig - selbständige Gesellschaften. Mit dem 1. Juli des Jahres wird sie von einer Minderheitsbeteiligung zur 100-prozentigen Tochter der Severin Ahlmann Holding GmbH, dem Firmenmantel mit Sitz in Rendsburg, der ACOs ausländische Schwestergesellschaften hält. Damit sind erstmals alle europa- und weltweiten ACO-Gesellschaften unter einem Dach zusammengschlossen. Weiterhin leitet Peter Saredi die ACO Bauelemente AG, wie schon seit den 1970ern und noch über die 1990er Jahre.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regelmäßig stellt die Schweizer ACO auf der zweijährig stattfindenden Messe Swissbau in Basel aus. Die 1989er Schau ist die bis dato erfolgreichste für ACO Bauelemente Mitlödi, das gesamte Lieferprogramm erzeugt Aufsehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Produktseite realisiert ACO Bauelemente Ende der 1980er Jahre und um 1990 einige interessante Objekte mit beispielsweise ACO PRO. Das bekannteste liegt im Kanton Baselland und heißt &amp;quot;Anwiler Weiher&amp;quot;. Hier werden insgesamt 6 Amphibientunnel a 18 m sowie eine größere Anzahl Leitwände, Einlauf- und Stoppelemente geliefert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ACO diversifiziert die Produktpalette in der Schweiz, um sich damit so breit wie möglich am Markt aufzustellen. So wird das ACO Edelstahl Programm eingeführt, um Kundschaft im Lebensmittelbereich und Pharmazeutikbereich zu gewinnen und auch die Produktlinie ACO Segment setzt sich in der Schweiz erfolgreich durch. ACO bringt sogar einige Sonderprodukte heraus, wie etwa Kabelschächte für Italien oder spezielle ACO Schweiz Maschinenbauteile. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber auch durch Kooperationen mit anderen Unternehmen möchte ACO in neue Produktbereiche vordringen. So wird im Tiefbaubereich eine Kooperation mit der Steinzeugfabrik Embrach AG  eingegangen und der gemeinsame Markenname STECO kreiert. Ziel ist es, besonders im schweizerischen Tunnelbau mit Schalenelementen aus Polymerbeton dabei zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1991: Neubau in Netstal ===&lt;br /&gt;
[[Datei:1.1.B 00249 199507NN ACOSchweiz,002.jpg|400px|thumb|right|Silotürme am ACO-Standort Netstal, 1995.]]&lt;br /&gt;
Am 16. August 1991 eröffnet in Netstal im Kanton Glarus, nur wenige Kilometer von Mitlödi entfernt, eine neues ACO-Werk. Der ansprechende Neubau vor Bergpanorama und auf der &amp;quot;grünen Wiese&amp;quot;, samt Feuchtbiotop auf dem Betriebshof, hat ein Architektenteam entworfen. Das gesamte Areal umfasst 30.000 m² gekaufter Landfläche, die zwar nicht sofort, doch 20 Jahre später voll genutzt werden. Im Inneren sind die völlig neuen Produktionsanlagen von ACO-Anlagentechniker Uwe Wunderlich geplant und gebaut worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Netstal löst Mitlödi nicht nur als Produktionsstandort, sondern auch als Verwaltungssitz von ACO Schweiz ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[...]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kooperation und Akquisition ===&lt;br /&gt;
Mit Beginn der 1990er Jahre führt ACO Schweiz verschiedene ACO-Produktlinien neu ein. Etwa das ACO FARM-Sortiment, eine insgesamt nur kleine Sparte in der Schweiz, die ACO jedoch umgehend marktführend bedient. Oder das ACO Edelstahl-Programm, das die Tür zur bekannten schweizerischen Lebensmittel- und Pharmaindustrie öffnet. Nebenbei sorgt das ACO-Amphibienleitsystem jetzt auch in der Schweiz für Aufmerksamkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Tiefbaubereich entsteht eine Kooperation mit der Steinzeugfabrik Embrach AG im Kanton Zürich - es wird der gemeinsame Markennahme STECO kreiert. Ziel ist es, im schweizerischen Tunnelbau mit Schalenelementen aus Polymerbeton dabei zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1990er Jahren kann ACO seine Marktposition insbesondere durch Akquisitionen stärken. Zunächst übernimmt ACO in der deutschsprachigen Schweiz eine Agentur für hochwertige Tessiner Fassadensteine, sogenannte BKS-Steine, die besonders durch den Architekten Mario Botta bekannt geworden sind. 1994 folgt die Firma Inotec im Nachbarkanton St. Gallen, am Ende des Jahrzehnts der langjährige Wettbewerber Polybau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Inotec ===&lt;br /&gt;
Inotec in Sargans, unweit der Grenze zu Liechtenstein, ist Hersteller von  Edelstahl- sowie Baustahlartikeln, etwa Rinnen, Abläufen, Wannen und&lt;br /&gt;
Spezialprodukten. Die Firma passt gut ins ACO-Portfolio und wird per 1. Januar 1994 der ACO Bauelemente AG in Netstal angegliedert. Da die Produkte der neuen ACO-Schwester bereits früher die Materialtrennung Edelstahls-Baustahl notwendig machten, existieren zwei völlig autarke Fertigungen. In den Kernbereichen der Blechbearbeitung läßt ACO nun modernste, auch CNC-gesteuerte Maschinen installieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch ACO Schweiz setzt ab 1995 verstärkt auf den Werkstoff Edelstahl. Daher fokussiert sie und schafft sich in diesem Jahr durch die Neugründung der Inotec Edelstahltechnik AG, mit der ACO Bauelemente AG als Mehrheitsaktionärin, eine eigenständige Basis. Inotec Edelstahltechnik produziert noch einige Jahre ausschließlich im gut ausgestatteten Werk in Sagrans, zuletzt mit sechs Mitarbeitern. Ab 2003 wird der zentrale schweizerische Standort Netstal um 7200 m³ Lagerkapazität - vor allem durch einen Hallenneubau östlich des ACO-Areals in Richtung Linth - ausgebaut, so dass die Inotec AG hierher umziehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Polybau ===&lt;br /&gt;
Vor Ende der Dekade, entschließt sich ACO 1999 zur Übernahme der schweizerischen Firma Polybau in Bätterkinden. Das 1976 gegründete Unternehmen ist aus Studer und Thomann, dem früheren Vertriebspartner von ACO, hervorgegangen. Polybau hatte damals durch die Markteinführung der Polydrain-Rinne mit dem „roten Punkt“ für Aufsehen gesorgt und war zum Wettbewerber von ACO DRAIN aufgestiegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Polydrain-System wird in den nächsten Jahren Teil einer internationalen Multibrand-Strategie von ACO. Insbesondere ab dem 1. Juli 2005 ist das sichtbar, als Polydrain mit dem im Jahr 2003 erworbenen belgischen Wettbewerber Alfa Drain unter dem Namen Poly Alfa Gruppe zusammengeführt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 2003: ACO Passavant AG ===&lt;br /&gt;
Mit dem 1. Januar 2003 erfolgt die Vereinigung der bis dahin drei in Netstal ansässigen Firmen und ihrer rund 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die zusammen ACO Schweiz bilden: Die ACO Bauelemente AG, die Inotec Edelstahltechnik AG und die Passavant Netstal AG fusionieren zur ACO Passavant AG. Damit ist der Kern eines bereits im Jahr 2000 entwickelten Mehrjahresplan zur optimalen Nutzung von Synergien der Akquisitionen verwirklicht. Weiterer Bestandteil dieses Planes ist der Ausbau in Netstal um Hallen- und Lagerkapazität. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ACO Passavant AG bekommt es gleich mit Großprojekten im schweizerischen Tunnelbau zu tun. Aufträge im Jahr 2003 sind der Hafnerbergtunnel als Teil der Westumfahrung von Zürich und der Tunnel Gousse. 2004 werden drei weitere Objekte gebucht: Der Kirchenwaldtunnel an der Gotthard-Autobahn bei Luzern erhält auf ca. 3,5 km Schlitzrinnen, die einzeln mit 2,5 m Länge und einem Gewicht von über 700 kg die schwersten ACO Rinnen bislang sind. Im Tunnel St. Johann der Nordtangente Basel werden ca. 4,5 km Kabelkanälen und 2,7 km Schlitzrinnen verbaut, mehr als 8 km Rinnen und Randsteine kommen im Aeschertunnel der Westumfahrung Zürich hinzu. Diese Aufträge, jeweils mit Größenordnungen im siebenstelligen Schweizer Franken-Bereich, sichern die Auslastung der modernisierten Netstaler Gießmaschine über 2006 hinaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 1. Januar 2009 übernimmt ACO Schweiz von der Vigier Holding den langjährigen Hauptkonkurrenten für Polymerbetonteile am schweizerischen Tunnelmarkt, die Fritschi Bauelemente AG. Das bedeutet eine erhebliche Sortimentserweiterung im Tiefbau, etwa durch Artikel wie Schachtböden, Produkte zur Kanalsanierung, Ölabscheider, Pumpen-, Kabel- und Spezialschächte. Noch in 2009 ermöglicht die Fritschi-Akquise ACO Schweiz die Aufsetzung eines hochwertigen Straßenkanalgussprogramms. Insgesamt bietet die hochflexible Produktion in Gunzgen Möglichkeiten für neue Geschäftsfelder. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Edelstahlbereich akquiriert ACO Schweiz schon 2007 den Wettbewerber Hestag Entwässerungstechnik AG in Wangen. Die Ende 2008 abgeschlossene Integration bringt in der Schweiz die Marktführerschaft im Segment Entwässerung in Edelstahltechnik ein. Übrigens gehen nicht mehr benötigte Hestag-Maschinen 2009 auf Reise nach Dubai, zum Aufbau der dortigen Edelstahlfertigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Standort Netstal wächst in den 2010er Jahren gewaltig. Im Mai 2011 werden in Netstal 25.000 m² Gelände einer benachbarten Papierfabrik zugekauft, eine neue 5000 m² große Halle wird errichtet. 2017 startet der Bau einer weiteren Produktionshalle zur Erstellung einer auf Großteilfertigung ausgelegten Giessanlage, 2018 wird eröffnet.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>T berlinghoff</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.history.aco/index.php?title=WorkInProgress:ACO_Schweiz&amp;diff=2303</id>
		<title>WorkInProgress:ACO Schweiz</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.history.aco/index.php?title=WorkInProgress:ACO_Schweiz&amp;diff=2303"/>
		<updated>2020-12-09T09:42:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;T berlinghoff: /* ACO Bauelemente Vertrieb */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Aufbau des Produktvertriebes im Alpenraum ===&lt;br /&gt;
Ende 1970 gehen die Rendsburger eine erste Vertriebspartnerschaft zur Erschließung eines Marktes im europäischen Ausland für ACO DRAIN ein: Ab Dezember tätigt die Studer und Thomann AG im Kanton Zürich den Alleinvertrieb für die Schweiz, ab Mitte April 1973 auch für [[ACO Österreich|Österreich]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1976 und '77 wird das Vertriebskonzept für den Alpenraum geändert. Die Firma Seidendruckerei Mitlödi AG im Kanton Glarus übernimmt zuerst im Fenstersegment mit Wirkung 1. April 1976 den Alleinvertrieb für die Absatzgebieten Schweiz, Liechtenstein und [[ACO Italien|Italien]]. Das umfasst die ACO Komplett-Fenster für Stall- und Kellerbau, ACO Bitherm-Isolierfenster für Stall- und Gewerbebau, ACO Markant-Laibungsfenster, das ACO Perfekt Lichtschacht-System und sogar die ACO Step Schuhabstreifer sowie das ACO Sport-Programm. Schon per 1. Mai 1976 geht dieses Vertriebsprogramm für die Schweiz und Norditalien auf eine von der Seidendruckerei Mitlödi neu gegründete Vertriebsfirma über. Mit dem 1. Januar 1977 kommt das ACO DRAIN-Programm hinzu, auch für das Absatzgebiet Österreich, da der Vertrag mit Studer und Thomann am 31. Dezember 1976 endet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1973: Erste Fertigung von ACO-Polymerbeton im Ausland ===&lt;br /&gt;
Am 5. Februar 1973 startet ebenfalls in der Schweiz, bei der Seidendruckerei Mitlödi AG, erstmals eine Lizenzfertigung von ACO DRAIN im Ausland. Bereits ab Juni 1972 wird das Projekt konkret, die Umsetzung funktioniert am Ende fast reibungslos. Die Seidendruckerei investiert kräftig und stellt eine neue Fabrikhalle an ihrem Standort im Ort Mitlödi bereit. Die erforderliche Technik liefert ACO Rendsburg im Dezember zum Preis von 500.000,- DM. Angereiste ACO-Techniker montieren bis Anfang Februar 1973 die Maschinenanlage und begleiten danach auch die ersten zwei Wochen des Betriebes. Parallel sind zunächst drei Schweizer Mitarbeiter bei ACO in Reith auf der neuen Fertigung geschult bzw. eingearbeitet worden. Der Zulieferer für metallene Komponenten der DRAIN-Rinnen, der Gussroste, ist ACO Andernach. Einen Monat früher als ursprünglich angesetzt, kann die Produktion von ACO DRAIN auf dem neuen Fertigungsstrang schon am 5. Februar 1973 anlaufen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ACO DRAIN-Produktion in der Schweiz entwickelt sich längerfristig positiv. Im ersten vollen Fertigungsjahr 1974 erwirtschaftet die Seidendruckerei, bei Verkaufserlösen von über 2,5 Millionen Schweizer Franken plus Lagerbeständen, einen Reingewinn von guten 226.000,- Franken.  Bereits im Herbst 1976 wird die Fertigung in Mitlödi erstmals umgebaut, d.h. auch optimiert und den Sicherheitsstandards angepasst. Ab Ende des Jahres fertigt die Seidendruckerei auf ihrer Polymerbetonanlage zudem in dem neuen Programm ACO SELF Entwässerung- und Bauelemente für Haus und Garten, dazu ACO ELASTIC-Randsteine und die ACO STEP-Schuhabstreifer. Keine drei Jahre später wird die Technik abermals umgebaut und modernisiert. Die nun neu installierte Polymeranlage für ein variables Gussprogramm läuft im April 1979 an.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ACO Bauelemente Vertrieb ===&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1976 gründet die Seidendruckerei Mitlödi AG die Gesellschaft ACO Bauelemente Mitlödi - die Verwendung der ACO-Firmierung ist zugesichert. Die Vertriebsorganisation der ACO Bauelemente nimmt Sitz in Kilchberg bei Zürich und bearbeitet ab 1. Mai 1976 (Fenster u.a.), bzw. 1. Januar 1977 (ACO DRAIN) die Vertriebsprogramme. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ACO Bauelemente tritt damit die Nachfolge der Studer und Thomann AG an, die inzwischen eigene Pläne verfolgt: Der erste Partner in der Schweiz steigt selber in die Produktion von Entwässerungsrinnen ein. Studer und Thomanns ausgegründete Tochterfirma Poly-Bauelemente hat bis Herbst 1976 ihr System namens Polydrain marktreif und in Fabrikation. ACO ist über die Entwicklung im Bilde. Ab Januar 1977 wird Polydrain verkauft. Das System - die Rinne mit den &amp;quot;roten Punkt&amp;quot; - ähnelt ACO DRAIN sehr, wird auch in gleicher Weise beworben. Schon im Frühsommer 1977 gibt es mit dem ex-Partner erstmals eine Wettbewerbssituation am Rinnenmarkt, auch in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ACO Bauelemente AG ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[---]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Schweiz aus wird auch das Vertriebsbüro der ACO Bauelemente in Salzburg, Österreich, betrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[---]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1988 stellt &amp;quot;ACO Schweiz&amp;quot; - dieser Sammelbegriff für Bauelemente AG und Seidendruckerei ist seit Jahren geläufig - selbständige Gesellschaften. Mit dem 1. Juli des Jahres wird sie von einer Minderheitsbeteiligung zur 100-prozentigen Tochter der Severin Ahlmann Holding GmbH, dem Firmenmantel mit Sitz in Rendsburg, der ACOs ausländische Schwestergesellschaften hält. Damit sind erstmals alle europa- und weltweiten ACO-Gesellschaften unter einem Dach zusammengschlossen. Weiterhin leitet Peter Saredi die ACO Bauelemente AG, wie schon seit den 1970ern und noch über die 1990er Jahre.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regelmäßig stellt die Schweizer ACO auf der zweijährig stattfindenden Messe Swissbau in Basel aus. Die 1989er Schau ist die bis dato erfolgreichste für ACO Bauelemente Mitlödi, das gesamte Lieferprogramm erzeugt Aufsehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Produktseite realisiert ACO Bauelemente Ende der 1980er Jahre und um 1990 einige interessante Objekte mit beispielsweise ACO PRO. Das bekannteste liegt im Kanton Baselland und heißt &amp;quot;Anwiler Weiher&amp;quot;. Hier werden insgesamt 6 Amphibientunnel a 18 m sowie eine größere Anzahl Leitwände, Einlauf- und Stoppelemente geliefert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ACO diversifiziert die Produktpalette in der Schweiz, um sich damit so breit wie möglich am Markt aufzustellen. So wird das ACO Edelstahl Programm eingeführt, um Kundschaft im Lebensmittelbereich und Pharmazeutikbereich zu gewinnen und auch die Produktlinie ACO Segment setzt sich in der Schweiz erfolgreich durch. ACO bringt sogar einige Sonderprodukte heraus, wie etwa Kabelschächte für Italien oder spezielle ACO Schweiz Maschinenbauteile. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber auch durch Kooperationen mit anderen Unternehmen möchte ACO in neue Produktbereiche vordringen. So wird im Tiefbaubereich eine Kooperation mit der Steinzeugfabrik Embrach AG  eingegangen und der gemeinsame Markenname STECO kreiert. Ziel ist es, besonders im schweizerischen Tunnelbau mit Schalenelementen aus Polymerbeton dabei zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1991: Neubau in Netstal ===&lt;br /&gt;
[[Datei:1.1.B 00249 199507NN ACOSchweiz,002.jpg|400px|thumb|right|Silotürme am ACO-Standort Netstal, 1995.]]&lt;br /&gt;
Am 16. August 1991 eröffnet in Netstal im Kanton Glarus, nur wenige Kilometer von Mitlödi entfernt, eine neues ACO-Werk. Der ansprechende Neubau vor Bergpanorama und auf der &amp;quot;grünen Wiese&amp;quot;, samt Feuchtbiotop auf dem Betriebshof, hat ein Architektenteam entworfen. Das gesamte Areal umfasst 30.000 m² gekaufter Landfläche, die zwar nicht sofort, doch 20 Jahre später voll genutzt werden. Im Inneren sind die völlig neuen Produktionsanlagen von ACO-Anlagentechniker Uwe Wunderlich geplant und gebaut worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Netstal löst Mitlödi nicht nur als Produktionsstandort, sondern auch als Verwaltungssitz von ACO Schweiz ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[...]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kooperation und Akquisition ===&lt;br /&gt;
Mit Beginn der 1990er Jahre führt ACO Schweiz verschiedene ACO-Produktlinien neu ein. Etwa das ACO FARM-Sortiment, eine insgesamt nur kleine Sparte in der Schweiz, die ACO jedoch umgehend marktführend bedient. Oder das ACO Edelstahl-Programm, das die Tür zur bekannten schweizerischen Lebensmittel- und Pharmaindustrie öffnet. Nebenbei sorgt das ACO-Amphibienleitsystem jetzt auch in der Schweiz für Aufmerksamkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Tiefbaubereich entsteht eine Kooperation mit der Steinzeugfabrik Embrach AG im Kanton Zürich - es wird der gemeinsame Markennahme STECO kreiert. Ziel ist es, im schweizerischen Tunnelbau mit Schalenelementen aus Polymerbeton dabei zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1990er Jahren kann ACO seine Marktposition insbesondere durch Akquisitionen stärken. Zunächst übernimmt ACO in der deutschsprachigen Schweiz eine Agentur für hochwertige Tessiner Fassadensteine, sogenannte BKS-Steine, die besonders durch den Architekten Mario Botta bekannt geworden sind. 1994 folgt die Firma Inotec im Nachbarkanton St. Gallen, am Ende des Jahrzehnts der langjährige Wettbewerber Polybau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Inotec ===&lt;br /&gt;
Inotec in Sargans, unweit der Grenze zu Liechtenstein, ist Hersteller von  Edelstahl- sowie Baustahlartikeln, etwa Rinnen, Abläufen, Wannen und&lt;br /&gt;
Spezialprodukten. Die Firma passt gut ins ACO-Portfolio und wird per 1. Januar 1994 der ACO Bauelemente AG in Netstal angegliedert. Da die Produkte der neuen ACO-Schwester bereits früher die Materialtrennung Edelstahls-Baustahl notwendig machten, existieren zwei völlig autarke Fertigungen. In den Kernbereichen der Blechbearbeitung läßt ACO nun modernste, auch CNC-gesteuerte Maschinen installieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch ACO Schweiz setzt ab 1995 verstärkt auf den Werkstoff Edelstahl. Daher fokussiert sie und schafft sich in diesem Jahr durch die Neugründung der Inotec Edelstahltechnik AG, mit der ACO Bauelemente AG als Mehrheitsaktionärin, eine eigenständige Basis. Inotec Edelstahltechnik produziert noch einige Jahre ausschließlich im gut ausgestatteten Werk in Sagrans, zuletzt mit sechs Mitarbeitern. Ab 2003 wird der zentrale schweizerische Standort Netstal um 7200 m³ Lagerkapazität - vor allem durch einen Hallenneubau östlich des ACO-Areals in Richtung Linth - ausgebaut, so dass die Inotec AG hierher umziehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Polybau ===&lt;br /&gt;
Vor Ende der Dekade, entschließt sich ACO 1999 zur Übernahme der schweizerischen Firma Polybau in Bätterkinden. Das 1976 gegründete Unternehmen ist aus Studer und Thomann, dem früheren Vertriebspartner von ACO, hervorgegangen. Polybau hatte damals durch die Markteinführung der Polydrain-Rinne mit dem „roten Punkt“ für Aufsehen gesorgt und war zum Wettbewerber von ACO DRAIN aufgestiegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Polydrain-System wird in den nächsten Jahren Teil einer internationalen Multibrand-Strategie von ACO. Insbesondere ab dem 1. Juli 2005 ist das sichtbar, als Polydrain mit dem im Jahr 2003 erworbenen belgischen Wettbewerber Alfa Drain unter dem Namen Poly Alfa Gruppe zusammengeführt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 2003: ACO Passavant AG ===&lt;br /&gt;
Mit dem 1. Januar 2003 erfolgt die Vereinigung der bis dahin drei in Netstal ansässigen Firmen und ihrer rund 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die zusammen ACO Schweiz bilden: Die ACO Bauelemente AG, die Inotec Edelstahltechnik AG und die Passavant Netstal AG fusionieren zur ACO Passavant AG. Damit ist der Kern eines bereits im Jahr 2000 entwickelten Mehrjahresplan zur optimalen Nutzung von Synergien der Akquisitionen verwirklicht. Weiterer Bestandteil dieses Planes ist der Ausbau in Netstal um Hallen- und Lagerkapazität. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ACO Passavant AG bekommt es gleich mit Großprojekten im schweizerischen Tunnelbau zu tun. Aufträge im Jahr 2003 sind der Hafnerbergtunnel als Teil der Westumfahrung von Zürich und der Tunnel Gousse. 2004 werden drei weitere Objekte gebucht: Der Kirchenwaldtunnel an der Gotthard-Autobahn bei Luzern erhält auf ca. 3,5 km Schlitzrinnen, die einzeln mit 2,5 m Länge und einem Gewicht von über 700 kg die schwersten ACO Rinnen bislang sind. Im Tunnel St. Johann der Nordtangente Basel werden ca. 4,5 km Kabelkanälen und 2,7 km Schlitzrinnen verbaut, mehr als 8 km Rinnen und Randsteine kommen im Aeschertunnel der Westumfahrung Zürich hinzu. Diese Aufträge, jeweils mit Größenordnungen im siebenstelligen Schweizer Franken-Bereich, sichern die Auslastung der modernisierten Netstaler Gießmaschine über 2006 hinaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 1. Januar 2009 übernimmt ACO Schweiz von der Vigier Holding den langjährigen Hauptkonkurrenten für Polymerbetonteile am schweizerischen Tunnelmarkt, die Fritschi Bauelemente AG. Das bedeutet eine erhebliche Sortimentserweiterung im Tiefbau, etwa durch Artikel wie Schachtböden, Produkte zur Kanalsanierung, Ölabscheider, Pumpen-, Kabel- und Spezialschächte. Noch in 2009 ermöglicht die Fritschi-Akquise ACO Schweiz die Aufsetzung eines hochwertigen Straßenkanalgussprogramms. Insgesamt bietet die hochflexible Produktion in Gunzgen Möglichkeiten für neue Geschäftsfelder. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Edelstahlbereich akquiriert ACO Schweiz schon 2007 den Wettbewerber Hestag Entwässerungstechnik AG in Wangen. Die Ende 2008 abgeschlossene Integration bringt in der Schweiz die Marktführerschaft im Segment Entwässerung in Edelstahltechnik ein. Übrigens gehen nicht mehr benötigte Hestag-Maschinen 2009 auf Reise nach Dubai, zum Aufbau der dortigen Edelstahlfertigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Standort Netstal wächst in den 2010er Jahren gewaltig. Im Mai 2011 werden in Netstal 25.000 m² Gelände einer benachbarten Papierfabrik zugekauft, eine neue 5000 m² große Halle wird errichtet. 2017 startet der Bau einer weiteren Produktionshalle zur Erstellung einer auf Großteilfertigung ausgelegten Giessanlage, 2018 wird eröffnet.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>T berlinghoff</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.history.aco/index.php?title=WorkInProgress:ACO_Schweiz&amp;diff=2302</id>
		<title>WorkInProgress:ACO Schweiz</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.history.aco/index.php?title=WorkInProgress:ACO_Schweiz&amp;diff=2302"/>
		<updated>2020-12-09T09:25:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;T berlinghoff: /* ACO Bauelemente Vertrieb */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Aufbau des Produktvertriebes im Alpenraum ===&lt;br /&gt;
Ende 1970 gehen die Rendsburger eine erste Vertriebspartnerschaft zur Erschließung eines Marktes im europäischen Ausland für ACO DRAIN ein: Ab Dezember tätigt die Studer und Thomann AG im Kanton Zürich den Alleinvertrieb für die Schweiz, ab Mitte April 1973 auch für [[ACO Österreich|Österreich]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1976 und '77 wird das Vertriebskonzept für den Alpenraum geändert. Die Firma Seidendruckerei Mitlödi AG im Kanton Glarus übernimmt zuerst im Fenstersegment mit Wirkung 1. April 1976 den Alleinvertrieb für die Absatzgebieten Schweiz, Liechtenstein und [[ACO Italien|Italien]]. Das umfasst die ACO Komplett-Fenster für Stall- und Kellerbau, ACO Bitherm-Isolierfenster für Stall- und Gewerbebau, ACO Markant-Laibungsfenster, das ACO Perfekt Lichtschacht-System und sogar die ACO Step Schuhabstreifer sowie das ACO Sport-Programm. Schon per 1. Mai 1976 geht dieses Vertriebsprogramm für die Schweiz und Norditalien auf eine von der Seidendruckerei Mitlödi neu gegründete Vertriebsfirma über. Mit dem 1. Januar 1977 kommt das ACO DRAIN-Programm hinzu, auch für das Absatzgebiet Österreich, da der Vertrag mit Studer und Thomann am 31. Dezember 1976 endet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1973: Erste Fertigung von ACO-Polymerbeton im Ausland ===&lt;br /&gt;
Am 5. Februar 1973 startet ebenfalls in der Schweiz, bei der Seidendruckerei Mitlödi AG, erstmals eine Lizenzfertigung von ACO DRAIN im Ausland. Bereits ab Juni 1972 wird das Projekt konkret, die Umsetzung funktioniert am Ende fast reibungslos. Die Seidendruckerei investiert kräftig und stellt eine neue Fabrikhalle an ihrem Standort im Ort Mitlödi bereit. Die erforderliche Technik liefert ACO Rendsburg im Dezember zum Preis von 500.000,- DM. Angereiste ACO-Techniker montieren bis Anfang Februar 1973 die Maschinenanlage und begleiten danach auch die ersten zwei Wochen des Betriebes. Parallel sind zunächst drei Schweizer Mitarbeiter bei ACO in Reith auf der neuen Fertigung geschult bzw. eingearbeitet worden. Der Zulieferer für metallene Komponenten der DRAIN-Rinnen, der Gussroste, ist ACO Andernach. Einen Monat früher als ursprünglich angesetzt, kann die Produktion von ACO DRAIN auf dem neuen Fertigungsstrang schon am 5. Februar 1973 anlaufen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ACO DRAIN-Produktion in der Schweiz entwickelt sich längerfristig positiv. Im ersten vollen Fertigungsjahr 1974 erwirtschaftet die Seidendruckerei, bei Verkaufserlösen von über 2,5 Millionen Schweizer Franken plus Lagerbeständen, einen Reingewinn von guten 226.000,- Franken.  Bereits im Herbst 1976 wird die Fertigung in Mitlödi erstmals umgebaut, d.h. auch optimiert und den Sicherheitsstandards angepasst. Ab Ende des Jahres fertigt die Seidendruckerei auf ihrer Polymerbetonanlage zudem in dem neuen Programm ACO SELF Entwässerung- und Bauelemente für Haus und Garten, dazu ACO ELASTIC-Randsteine und die ACO STEP-Schuhabstreifer. Keine drei Jahre später wird die Technik abermals umgebaut und modernisiert. Die nun neu installierte Polymeranlage für ein variables Gussprogramm läuft im April 1979 an.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ACO Bauelemente Vertrieb ===&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1976 gründet die Seidendruckerei Mitlödi AG die Gesellschaft ACO Bauelemente Mitlödi - die Verwendung der ACO-Firmierung ist zugesichert. Die Vertriebsorganisation der ACO Bauelemente nimmt Sitz in Kilchberg bei Zürich und bearbeitet ab 1. Mai 1976 (Fenster u.a.), bzw. 1. Januar 1977 (ACO DRAIN) die Vertriebsprogramme. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ACO Bauelemente tritt damit die Nachfolge der Studer und Thomann AG an, die inzwischen eigene Pläne verfolgt: Der erste Partner in der Schweiz steigt selber in die Produktion von Entwässerungsrinnen ein. Studer und Thomanns ausgegründete Tochterfirma Poly-Bauelemente hat bis Herbst 1976 ihr System namens Polydrain marktreif und in Fabrikation. ACO ist über die Entwicklung im Bilde. Ab Januar 1977 wird Polydrain verkauft. Das System - die Rinne mit den &amp;quot;roten Punkt&amp;quot; - ähnelt ACO DRAIN sehr, wird auch in gleicher Weise beworben. Schon im Frühsommer 1977 gibt es mit dem ex-Partner erstmals eine Wettbewerbssituation am Rinnenmarkt, auch in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Anschluss: 1980er, ACO Bauelemente]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ACO Bauelemente AG ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[---]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Schweiz aus wird auch das Vertriebsbüro der ACO Bauelemente in Salzburg, Österreich, betrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[---]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1988 stellt &amp;quot;ACO Schweiz&amp;quot; - dieser Sammelbegriff für Bauelemente AG und Seidendruckerei ist seit Jahren geläufig - selbständige Gesellschaften. Mit dem 1. Juli des Jahres wird sie von einer Minderheitsbeteiligung zur 100-prozentigen Tochter der Severin Ahlmann Holding GmbH, dem Firmenmantel mit Sitz in Rendsburg, der ACOs ausländische Schwestergesellschaften hält. Damit sind erstmals alle europa- und weltweiten ACO-Gesellschaften unter einem Dach zusammengschlossen. Weiterhin leitet Peter Saredi die ACO Bauelemente AG, wie schon seit den 1970ern und noch über die 1990er Jahre.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regelmäßig stellt die Schweizer ACO auf der zweijährig stattfindenden Messe Swissbau in Basel aus. Die 1989er Schau ist die bis dato erfolgreichste für ACO Bauelemente Mitlödi, das gesamte Lieferprogramm erzeugt Aufsehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Produktseite realisiert ACO Bauelemente Ende der 1980er Jahre und um 1990 einige interessante Objekte mit beispielsweise ACO PRO. Das bekannteste liegt im Kanton Baselland und heißt &amp;quot;Anwiler Weiher&amp;quot;. Hier werden insgesamt 6 Amphibientunnel a 18 m sowie eine größere Anzahl Leitwände, Einlauf- und Stoppelemente geliefert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ACO diversifiziert die Produktpalette in der Schweiz, um sich damit so breit wie möglich am Markt aufzustellen. So wird das ACO Edelstahl Programm eingeführt, um Kundschaft im Lebensmittelbereich und Pharmazeutikbereich zu gewinnen und auch die Produktlinie ACO Segment setzt sich in der Schweiz erfolgreich durch. ACO bringt sogar einige Sonderprodukte heraus, wie etwa Kabelschächte für Italien oder spezielle ACO Schweiz Maschinenbauteile. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber auch durch Kooperationen mit anderen Unternehmen möchte ACO in neue Produktbereiche vordringen. So wird im Tiefbaubereich eine Kooperation mit der Steinzeugfabrik Embrach AG  eingegangen und der gemeinsame Markenname STECO kreiert. Ziel ist es, besonders im schweizerischen Tunnelbau mit Schalenelementen aus Polymerbeton dabei zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1991: Neubau in Netstal ===&lt;br /&gt;
[[Datei:1.1.B 00249 199507NN ACOSchweiz,002.jpg|400px|thumb|right|Silotürme am ACO-Standort Netstal, 1995.]]&lt;br /&gt;
Am 16. August 1991 eröffnet in Netstal im Kanton Glarus, nur wenige Kilometer von Mitlödi entfernt, eine neues ACO-Werk. Der ansprechende Neubau vor Bergpanorama und auf der &amp;quot;grünen Wiese&amp;quot;, samt Feuchtbiotop auf dem Betriebshof, hat ein Architektenteam entworfen. Das gesamte Areal umfasst 30.000 m² gekaufter Landfläche, die zwar nicht sofort, doch 20 Jahre später voll genutzt werden. Im Inneren sind die völlig neuen Produktionsanlagen von ACO-Anlagentechniker Uwe Wunderlich geplant und gebaut worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Netstal löst Mitlödi nicht nur als Produktionsstandort, sondern auch als Verwaltungssitz von ACO Schweiz ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[...]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kooperation und Akquisition ===&lt;br /&gt;
Mit Beginn der 1990er Jahre führt ACO Schweiz verschiedene ACO-Produktlinien neu ein. Etwa das ACO FARM-Sortiment, eine insgesamt nur kleine Sparte in der Schweiz, die ACO jedoch umgehend marktführend bedient. Oder das ACO Edelstahl-Programm, das die Tür zur bekannten schweizerischen Lebensmittel- und Pharmaindustrie öffnet. Nebenbei sorgt das ACO-Amphibienleitsystem jetzt auch in der Schweiz für Aufmerksamkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Tiefbaubereich entsteht eine Kooperation mit der Steinzeugfabrik Embrach AG im Kanton Zürich - es wird der gemeinsame Markennahme STECO kreiert. Ziel ist es, im schweizerischen Tunnelbau mit Schalenelementen aus Polymerbeton dabei zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1990er Jahren kann ACO seine Marktposition insbesondere durch Akquisitionen stärken. Zunächst übernimmt ACO in der deutschsprachigen Schweiz eine Agentur für hochwertige Tessiner Fassadensteine, sogenannte BKS-Steine, die besonders durch den Architekten Mario Botta bekannt geworden sind. 1994 folgt die Firma Inotec im Nachbarkanton St. Gallen, am Ende des Jahrzehnts der langjährige Wettbewerber Polybau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Inotec ===&lt;br /&gt;
Inotec in Sargans, unweit der Grenze zu Liechtenstein, ist Hersteller von  Edelstahl- sowie Baustahlartikeln, etwa Rinnen, Abläufen, Wannen und&lt;br /&gt;
Spezialprodukten. Die Firma passt gut ins ACO-Portfolio und wird per 1. Januar 1994 der ACO Bauelemente AG in Netstal angegliedert. Da die Produkte der neuen ACO-Schwester bereits früher die Materialtrennung Edelstahls-Baustahl notwendig machten, existieren zwei völlig autarke Fertigungen. In den Kernbereichen der Blechbearbeitung läßt ACO nun modernste, auch CNC-gesteuerte Maschinen installieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch ACO Schweiz setzt ab 1995 verstärkt auf den Werkstoff Edelstahl. Daher fokussiert sie und schafft sich in diesem Jahr durch die Neugründung der Inotec Edelstahltechnik AG, mit der ACO Bauelemente AG als Mehrheitsaktionärin, eine eigenständige Basis. Inotec Edelstahltechnik produziert noch einige Jahre ausschließlich im gut ausgestatteten Werk in Sagrans, zuletzt mit sechs Mitarbeitern. Ab 2003 wird der zentrale schweizerische Standort Netstal um 7200 m³ Lagerkapazität - vor allem durch einen Hallenneubau östlich des ACO-Areals in Richtung Linth - ausgebaut, so dass die Inotec AG hierher umziehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Polybau ===&lt;br /&gt;
Vor Ende der Dekade, entschließt sich ACO 1999 zur Übernahme der schweizerischen Firma Polybau in Bätterkinden. Das 1976 gegründete Unternehmen ist aus Studer und Thomann, dem früheren Vertriebspartner von ACO, hervorgegangen. Polybau hatte damals durch die Markteinführung der Polydrain-Rinne mit dem „roten Punkt“ für Aufsehen gesorgt und war zum Wettbewerber von ACO DRAIN aufgestiegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Polydrain-System wird in den nächsten Jahren Teil einer internationalen Multibrand-Strategie von ACO. Insbesondere ab dem 1. Juli 2005 ist das sichtbar, als Polydrain mit dem im Jahr 2003 erworbenen belgischen Wettbewerber Alfa Drain unter dem Namen Poly Alfa Gruppe zusammengeführt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 2003: ACO Passavant AG ===&lt;br /&gt;
Mit dem 1. Januar 2003 erfolgt die Vereinigung der bis dahin drei in Netstal ansässigen Firmen und ihrer rund 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die zusammen ACO Schweiz bilden: Die ACO Bauelemente AG, die Inotec Edelstahltechnik AG und die Passavant Netstal AG fusionieren zur ACO Passavant AG. Damit ist der Kern eines bereits im Jahr 2000 entwickelten Mehrjahresplan zur optimalen Nutzung von Synergien der Akquisitionen verwirklicht. Weiterer Bestandteil dieses Planes ist der Ausbau in Netstal um Hallen- und Lagerkapazität. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ACO Passavant AG bekommt es gleich mit Großprojekten im schweizerischen Tunnelbau zu tun. Aufträge im Jahr 2003 sind der Hafnerbergtunnel als Teil der Westumfahrung von Zürich und der Tunnel Gousse. 2004 werden drei weitere Objekte gebucht: Der Kirchenwaldtunnel an der Gotthard-Autobahn bei Luzern erhält auf ca. 3,5 km Schlitzrinnen, die einzeln mit 2,5 m Länge und einem Gewicht von über 700 kg die schwersten ACO Rinnen bislang sind. Im Tunnel St. Johann der Nordtangente Basel werden ca. 4,5 km Kabelkanälen und 2,7 km Schlitzrinnen verbaut, mehr als 8 km Rinnen und Randsteine kommen im Aeschertunnel der Westumfahrung Zürich hinzu. Diese Aufträge, jeweils mit Größenordnungen im siebenstelligen Schweizer Franken-Bereich, sichern die Auslastung der modernisierten Netstaler Gießmaschine über 2006 hinaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 1. Januar 2009 übernimmt ACO Schweiz von der Vigier Holding den langjährigen Hauptkonkurrenten für Polymerbetonteile am schweizerischen Tunnelmarkt, die Fritschi Bauelemente AG. Das bedeutet eine erhebliche Sortimentserweiterung im Tiefbau, etwa durch Artikel wie Schachtböden, Produkte zur Kanalsanierung, Ölabscheider, Pumpen-, Kabel- und Spezialschächte. Noch in 2009 ermöglicht die Fritschi-Akquise ACO Schweiz die Aufsetzung eines hochwertigen Straßenkanalgussprogramms. Insgesamt bietet die hochflexible Produktion in Gunzgen Möglichkeiten für neue Geschäftsfelder. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Edelstahlbereich akquiriert ACO Schweiz schon 2007 den Wettbewerber Hestag Entwässerungstechnik AG in Wangen. Die Ende 2008 abgeschlossene Integration bringt in der Schweiz die Marktführerschaft im Segment Entwässerung in Edelstahltechnik ein. Übrigens gehen nicht mehr benötigte Hestag-Maschinen 2009 auf Reise nach Dubai, zum Aufbau der dortigen Edelstahlfertigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Standort Netstal wächst in den 2010er Jahren gewaltig. Im Mai 2011 werden in Netstal 25.000 m² Gelände einer benachbarten Papierfabrik zugekauft, eine neue 5000 m² große Halle wird errichtet. 2017 startet der Bau einer weiteren Produktionshalle zur Erstellung einer auf Großteilfertigung ausgelegten Giessanlage, 2018 wird eröffnet.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>T berlinghoff</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.history.aco/index.php?title=WorkInProgress:ACO_Schweiz&amp;diff=2301</id>
		<title>WorkInProgress:ACO Schweiz</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.history.aco/index.php?title=WorkInProgress:ACO_Schweiz&amp;diff=2301"/>
		<updated>2020-12-09T09:25:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;T berlinghoff: /* ACO Bauelemente Vertrieb */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Aufbau des Produktvertriebes im Alpenraum ===&lt;br /&gt;
Ende 1970 gehen die Rendsburger eine erste Vertriebspartnerschaft zur Erschließung eines Marktes im europäischen Ausland für ACO DRAIN ein: Ab Dezember tätigt die Studer und Thomann AG im Kanton Zürich den Alleinvertrieb für die Schweiz, ab Mitte April 1973 auch für [[ACO Österreich|Österreich]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1976 und '77 wird das Vertriebskonzept für den Alpenraum geändert. Die Firma Seidendruckerei Mitlödi AG im Kanton Glarus übernimmt zuerst im Fenstersegment mit Wirkung 1. April 1976 den Alleinvertrieb für die Absatzgebieten Schweiz, Liechtenstein und [[ACO Italien|Italien]]. Das umfasst die ACO Komplett-Fenster für Stall- und Kellerbau, ACO Bitherm-Isolierfenster für Stall- und Gewerbebau, ACO Markant-Laibungsfenster, das ACO Perfekt Lichtschacht-System und sogar die ACO Step Schuhabstreifer sowie das ACO Sport-Programm. Schon per 1. Mai 1976 geht dieses Vertriebsprogramm für die Schweiz und Norditalien auf eine von der Seidendruckerei Mitlödi neu gegründete Vertriebsfirma über. Mit dem 1. Januar 1977 kommt das ACO DRAIN-Programm hinzu, auch für das Absatzgebiet Österreich, da der Vertrag mit Studer und Thomann am 31. Dezember 1976 endet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1973: Erste Fertigung von ACO-Polymerbeton im Ausland ===&lt;br /&gt;
Am 5. Februar 1973 startet ebenfalls in der Schweiz, bei der Seidendruckerei Mitlödi AG, erstmals eine Lizenzfertigung von ACO DRAIN im Ausland. Bereits ab Juni 1972 wird das Projekt konkret, die Umsetzung funktioniert am Ende fast reibungslos. Die Seidendruckerei investiert kräftig und stellt eine neue Fabrikhalle an ihrem Standort im Ort Mitlödi bereit. Die erforderliche Technik liefert ACO Rendsburg im Dezember zum Preis von 500.000,- DM. Angereiste ACO-Techniker montieren bis Anfang Februar 1973 die Maschinenanlage und begleiten danach auch die ersten zwei Wochen des Betriebes. Parallel sind zunächst drei Schweizer Mitarbeiter bei ACO in Reith auf der neuen Fertigung geschult bzw. eingearbeitet worden. Der Zulieferer für metallene Komponenten der DRAIN-Rinnen, der Gussroste, ist ACO Andernach. Einen Monat früher als ursprünglich angesetzt, kann die Produktion von ACO DRAIN auf dem neuen Fertigungsstrang schon am 5. Februar 1973 anlaufen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ACO DRAIN-Produktion in der Schweiz entwickelt sich längerfristig positiv. Im ersten vollen Fertigungsjahr 1974 erwirtschaftet die Seidendruckerei, bei Verkaufserlösen von über 2,5 Millionen Schweizer Franken plus Lagerbeständen, einen Reingewinn von guten 226.000,- Franken.  Bereits im Herbst 1976 wird die Fertigung in Mitlödi erstmals umgebaut, d.h. auch optimiert und den Sicherheitsstandards angepasst. Ab Ende des Jahres fertigt die Seidendruckerei auf ihrer Polymerbetonanlage zudem in dem neuen Programm ACO SELF Entwässerung- und Bauelemente für Haus und Garten, dazu ACO ELASTIC-Randsteine und die ACO STEP-Schuhabstreifer. Keine drei Jahre später wird die Technik abermals umgebaut und modernisiert. Die nun neu installierte Polymeranlage für ein variables Gussprogramm läuft im April 1979 an.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ACO Bauelemente Vertrieb ===&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1976 gründet die Seidendruckerei Mitlödi AG die Gesellschaft ACO Bauelemente Mitlödi - die Verwendung der ACO-Firmierung ist zugesichert. Die Vertriebsorganisation der ACO Bauelemente nimmt Sitz in Kilchberg bei Zürich und bearbeitet ab 1. Mai 1976 (Fenster u.a.), bzw. 1. Januar 1977 (ACO DRAIN) die Vertriebsprogramme. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ACO Bauelemente tritt damit die Nachfolge der Studer und Thomann AG an, die inzwischen eigene Pläne verfolgt: Der erste Partner in der Schweiz steigt selber in die Produktion von Entwässerungsrinnen ein. Studer und Thomanns ausgegründete Tochterfirma Poly-Bauelemente hat bis Herbst 1976 ihr System namens Polydrain marktreif und in Fabrikation. ACO ist über die Entwicklung im Bilde. Ab Januar 1977 wird Polydrain verkauft. Das System - die Rinne mit den &amp;quot;roten Punkt&amp;quot; - ähnelt ACO DRAIN sehr, wird auch in gleicher Weise beworben. Schon im Frühsommer 1977 gibt es mit dem ex-Partner erstmals eine Wettbewerbssituation am &amp;quot;Rinnenmarkt&amp;quot;, auch in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Anschluss: 1980er, ACO Bauelemente]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ACO Bauelemente AG ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[---]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Schweiz aus wird auch das Vertriebsbüro der ACO Bauelemente in Salzburg, Österreich, betrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[---]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1988 stellt &amp;quot;ACO Schweiz&amp;quot; - dieser Sammelbegriff für Bauelemente AG und Seidendruckerei ist seit Jahren geläufig - selbständige Gesellschaften. Mit dem 1. Juli des Jahres wird sie von einer Minderheitsbeteiligung zur 100-prozentigen Tochter der Severin Ahlmann Holding GmbH, dem Firmenmantel mit Sitz in Rendsburg, der ACOs ausländische Schwestergesellschaften hält. Damit sind erstmals alle europa- und weltweiten ACO-Gesellschaften unter einem Dach zusammengschlossen. Weiterhin leitet Peter Saredi die ACO Bauelemente AG, wie schon seit den 1970ern und noch über die 1990er Jahre.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regelmäßig stellt die Schweizer ACO auf der zweijährig stattfindenden Messe Swissbau in Basel aus. Die 1989er Schau ist die bis dato erfolgreichste für ACO Bauelemente Mitlödi, das gesamte Lieferprogramm erzeugt Aufsehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Produktseite realisiert ACO Bauelemente Ende der 1980er Jahre und um 1990 einige interessante Objekte mit beispielsweise ACO PRO. Das bekannteste liegt im Kanton Baselland und heißt &amp;quot;Anwiler Weiher&amp;quot;. Hier werden insgesamt 6 Amphibientunnel a 18 m sowie eine größere Anzahl Leitwände, Einlauf- und Stoppelemente geliefert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ACO diversifiziert die Produktpalette in der Schweiz, um sich damit so breit wie möglich am Markt aufzustellen. So wird das ACO Edelstahl Programm eingeführt, um Kundschaft im Lebensmittelbereich und Pharmazeutikbereich zu gewinnen und auch die Produktlinie ACO Segment setzt sich in der Schweiz erfolgreich durch. ACO bringt sogar einige Sonderprodukte heraus, wie etwa Kabelschächte für Italien oder spezielle ACO Schweiz Maschinenbauteile. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber auch durch Kooperationen mit anderen Unternehmen möchte ACO in neue Produktbereiche vordringen. So wird im Tiefbaubereich eine Kooperation mit der Steinzeugfabrik Embrach AG  eingegangen und der gemeinsame Markenname STECO kreiert. Ziel ist es, besonders im schweizerischen Tunnelbau mit Schalenelementen aus Polymerbeton dabei zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1991: Neubau in Netstal ===&lt;br /&gt;
[[Datei:1.1.B 00249 199507NN ACOSchweiz,002.jpg|400px|thumb|right|Silotürme am ACO-Standort Netstal, 1995.]]&lt;br /&gt;
Am 16. August 1991 eröffnet in Netstal im Kanton Glarus, nur wenige Kilometer von Mitlödi entfernt, eine neues ACO-Werk. Der ansprechende Neubau vor Bergpanorama und auf der &amp;quot;grünen Wiese&amp;quot;, samt Feuchtbiotop auf dem Betriebshof, hat ein Architektenteam entworfen. Das gesamte Areal umfasst 30.000 m² gekaufter Landfläche, die zwar nicht sofort, doch 20 Jahre später voll genutzt werden. Im Inneren sind die völlig neuen Produktionsanlagen von ACO-Anlagentechniker Uwe Wunderlich geplant und gebaut worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Netstal löst Mitlödi nicht nur als Produktionsstandort, sondern auch als Verwaltungssitz von ACO Schweiz ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[...]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kooperation und Akquisition ===&lt;br /&gt;
Mit Beginn der 1990er Jahre führt ACO Schweiz verschiedene ACO-Produktlinien neu ein. Etwa das ACO FARM-Sortiment, eine insgesamt nur kleine Sparte in der Schweiz, die ACO jedoch umgehend marktführend bedient. Oder das ACO Edelstahl-Programm, das die Tür zur bekannten schweizerischen Lebensmittel- und Pharmaindustrie öffnet. Nebenbei sorgt das ACO-Amphibienleitsystem jetzt auch in der Schweiz für Aufmerksamkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Tiefbaubereich entsteht eine Kooperation mit der Steinzeugfabrik Embrach AG im Kanton Zürich - es wird der gemeinsame Markennahme STECO kreiert. Ziel ist es, im schweizerischen Tunnelbau mit Schalenelementen aus Polymerbeton dabei zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1990er Jahren kann ACO seine Marktposition insbesondere durch Akquisitionen stärken. Zunächst übernimmt ACO in der deutschsprachigen Schweiz eine Agentur für hochwertige Tessiner Fassadensteine, sogenannte BKS-Steine, die besonders durch den Architekten Mario Botta bekannt geworden sind. 1994 folgt die Firma Inotec im Nachbarkanton St. Gallen, am Ende des Jahrzehnts der langjährige Wettbewerber Polybau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Inotec ===&lt;br /&gt;
Inotec in Sargans, unweit der Grenze zu Liechtenstein, ist Hersteller von  Edelstahl- sowie Baustahlartikeln, etwa Rinnen, Abläufen, Wannen und&lt;br /&gt;
Spezialprodukten. Die Firma passt gut ins ACO-Portfolio und wird per 1. Januar 1994 der ACO Bauelemente AG in Netstal angegliedert. Da die Produkte der neuen ACO-Schwester bereits früher die Materialtrennung Edelstahls-Baustahl notwendig machten, existieren zwei völlig autarke Fertigungen. In den Kernbereichen der Blechbearbeitung läßt ACO nun modernste, auch CNC-gesteuerte Maschinen installieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch ACO Schweiz setzt ab 1995 verstärkt auf den Werkstoff Edelstahl. Daher fokussiert sie und schafft sich in diesem Jahr durch die Neugründung der Inotec Edelstahltechnik AG, mit der ACO Bauelemente AG als Mehrheitsaktionärin, eine eigenständige Basis. Inotec Edelstahltechnik produziert noch einige Jahre ausschließlich im gut ausgestatteten Werk in Sagrans, zuletzt mit sechs Mitarbeitern. Ab 2003 wird der zentrale schweizerische Standort Netstal um 7200 m³ Lagerkapazität - vor allem durch einen Hallenneubau östlich des ACO-Areals in Richtung Linth - ausgebaut, so dass die Inotec AG hierher umziehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Polybau ===&lt;br /&gt;
Vor Ende der Dekade, entschließt sich ACO 1999 zur Übernahme der schweizerischen Firma Polybau in Bätterkinden. Das 1976 gegründete Unternehmen ist aus Studer und Thomann, dem früheren Vertriebspartner von ACO, hervorgegangen. Polybau hatte damals durch die Markteinführung der Polydrain-Rinne mit dem „roten Punkt“ für Aufsehen gesorgt und war zum Wettbewerber von ACO DRAIN aufgestiegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Polydrain-System wird in den nächsten Jahren Teil einer internationalen Multibrand-Strategie von ACO. Insbesondere ab dem 1. Juli 2005 ist das sichtbar, als Polydrain mit dem im Jahr 2003 erworbenen belgischen Wettbewerber Alfa Drain unter dem Namen Poly Alfa Gruppe zusammengeführt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 2003: ACO Passavant AG ===&lt;br /&gt;
Mit dem 1. Januar 2003 erfolgt die Vereinigung der bis dahin drei in Netstal ansässigen Firmen und ihrer rund 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die zusammen ACO Schweiz bilden: Die ACO Bauelemente AG, die Inotec Edelstahltechnik AG und die Passavant Netstal AG fusionieren zur ACO Passavant AG. Damit ist der Kern eines bereits im Jahr 2000 entwickelten Mehrjahresplan zur optimalen Nutzung von Synergien der Akquisitionen verwirklicht. Weiterer Bestandteil dieses Planes ist der Ausbau in Netstal um Hallen- und Lagerkapazität. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ACO Passavant AG bekommt es gleich mit Großprojekten im schweizerischen Tunnelbau zu tun. Aufträge im Jahr 2003 sind der Hafnerbergtunnel als Teil der Westumfahrung von Zürich und der Tunnel Gousse. 2004 werden drei weitere Objekte gebucht: Der Kirchenwaldtunnel an der Gotthard-Autobahn bei Luzern erhält auf ca. 3,5 km Schlitzrinnen, die einzeln mit 2,5 m Länge und einem Gewicht von über 700 kg die schwersten ACO Rinnen bislang sind. Im Tunnel St. Johann der Nordtangente Basel werden ca. 4,5 km Kabelkanälen und 2,7 km Schlitzrinnen verbaut, mehr als 8 km Rinnen und Randsteine kommen im Aeschertunnel der Westumfahrung Zürich hinzu. Diese Aufträge, jeweils mit Größenordnungen im siebenstelligen Schweizer Franken-Bereich, sichern die Auslastung der modernisierten Netstaler Gießmaschine über 2006 hinaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 1. Januar 2009 übernimmt ACO Schweiz von der Vigier Holding den langjährigen Hauptkonkurrenten für Polymerbetonteile am schweizerischen Tunnelmarkt, die Fritschi Bauelemente AG. Das bedeutet eine erhebliche Sortimentserweiterung im Tiefbau, etwa durch Artikel wie Schachtböden, Produkte zur Kanalsanierung, Ölabscheider, Pumpen-, Kabel- und Spezialschächte. Noch in 2009 ermöglicht die Fritschi-Akquise ACO Schweiz die Aufsetzung eines hochwertigen Straßenkanalgussprogramms. Insgesamt bietet die hochflexible Produktion in Gunzgen Möglichkeiten für neue Geschäftsfelder. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Edelstahlbereich akquiriert ACO Schweiz schon 2007 den Wettbewerber Hestag Entwässerungstechnik AG in Wangen. Die Ende 2008 abgeschlossene Integration bringt in der Schweiz die Marktführerschaft im Segment Entwässerung in Edelstahltechnik ein. Übrigens gehen nicht mehr benötigte Hestag-Maschinen 2009 auf Reise nach Dubai, zum Aufbau der dortigen Edelstahlfertigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Standort Netstal wächst in den 2010er Jahren gewaltig. Im Mai 2011 werden in Netstal 25.000 m² Gelände einer benachbarten Papierfabrik zugekauft, eine neue 5000 m² große Halle wird errichtet. 2017 startet der Bau einer weiteren Produktionshalle zur Erstellung einer auf Großteilfertigung ausgelegten Giessanlage, 2018 wird eröffnet.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>T berlinghoff</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.history.aco/index.php?title=WorkInProgress:ACO_Schweiz&amp;diff=2300</id>
		<title>WorkInProgress:ACO Schweiz</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.history.aco/index.php?title=WorkInProgress:ACO_Schweiz&amp;diff=2300"/>
		<updated>2020-12-09T09:24:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;T berlinghoff: /* ACO Bauelemente Vertrieb */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Aufbau des Produktvertriebes im Alpenraum ===&lt;br /&gt;
Ende 1970 gehen die Rendsburger eine erste Vertriebspartnerschaft zur Erschließung eines Marktes im europäischen Ausland für ACO DRAIN ein: Ab Dezember tätigt die Studer und Thomann AG im Kanton Zürich den Alleinvertrieb für die Schweiz, ab Mitte April 1973 auch für [[ACO Österreich|Österreich]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1976 und '77 wird das Vertriebskonzept für den Alpenraum geändert. Die Firma Seidendruckerei Mitlödi AG im Kanton Glarus übernimmt zuerst im Fenstersegment mit Wirkung 1. April 1976 den Alleinvertrieb für die Absatzgebieten Schweiz, Liechtenstein und [[ACO Italien|Italien]]. Das umfasst die ACO Komplett-Fenster für Stall- und Kellerbau, ACO Bitherm-Isolierfenster für Stall- und Gewerbebau, ACO Markant-Laibungsfenster, das ACO Perfekt Lichtschacht-System und sogar die ACO Step Schuhabstreifer sowie das ACO Sport-Programm. Schon per 1. Mai 1976 geht dieses Vertriebsprogramm für die Schweiz und Norditalien auf eine von der Seidendruckerei Mitlödi neu gegründete Vertriebsfirma über. Mit dem 1. Januar 1977 kommt das ACO DRAIN-Programm hinzu, auch für das Absatzgebiet Österreich, da der Vertrag mit Studer und Thomann am 31. Dezember 1976 endet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1973: Erste Fertigung von ACO-Polymerbeton im Ausland ===&lt;br /&gt;
Am 5. Februar 1973 startet ebenfalls in der Schweiz, bei der Seidendruckerei Mitlödi AG, erstmals eine Lizenzfertigung von ACO DRAIN im Ausland. Bereits ab Juni 1972 wird das Projekt konkret, die Umsetzung funktioniert am Ende fast reibungslos. Die Seidendruckerei investiert kräftig und stellt eine neue Fabrikhalle an ihrem Standort im Ort Mitlödi bereit. Die erforderliche Technik liefert ACO Rendsburg im Dezember zum Preis von 500.000,- DM. Angereiste ACO-Techniker montieren bis Anfang Februar 1973 die Maschinenanlage und begleiten danach auch die ersten zwei Wochen des Betriebes. Parallel sind zunächst drei Schweizer Mitarbeiter bei ACO in Reith auf der neuen Fertigung geschult bzw. eingearbeitet worden. Der Zulieferer für metallene Komponenten der DRAIN-Rinnen, der Gussroste, ist ACO Andernach. Einen Monat früher als ursprünglich angesetzt, kann die Produktion von ACO DRAIN auf dem neuen Fertigungsstrang schon am 5. Februar 1973 anlaufen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ACO DRAIN-Produktion in der Schweiz entwickelt sich längerfristig positiv. Im ersten vollen Fertigungsjahr 1974 erwirtschaftet die Seidendruckerei, bei Verkaufserlösen von über 2,5 Millionen Schweizer Franken plus Lagerbeständen, einen Reingewinn von guten 226.000,- Franken.  Bereits im Herbst 1976 wird die Fertigung in Mitlödi erstmals umgebaut, d.h. auch optimiert und den Sicherheitsstandards angepasst. Ab Ende des Jahres fertigt die Seidendruckerei auf ihrer Polymerbetonanlage zudem in dem neuen Programm ACO SELF Entwässerung- und Bauelemente für Haus und Garten, dazu ACO ELASTIC-Randsteine und die ACO STEP-Schuhabstreifer. Keine drei Jahre später wird die Technik abermals umgebaut und modernisiert. Die nun neu installierte Polymeranlage für ein variables Gussprogramm läuft im April 1979 an.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ACO Bauelemente Vertrieb ===&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1976 gründet die Seidendruckerei Mitlödi AG die Gesellschaft ACO Bauelemente Mitlödi - die Verwendung der ACO-Firmierung ist zugesichert. Die Vertriebsorganisation der ACO Bauelemente nimmt Sitz in Kilchberg bei Zürich und bearbeitet ab 1. Mai 1976 (Fenster u.a.), bzw. 1. Januar 1977 (ACO DRAIN) die Vertriebsprogramme. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ACO Bauelemente tritt damit die Nachfolge der Studer und Thomann AG an, die inzwischen eigene Pläne verfolgt: Der erste Partner in der Schweiz steigt selber in die Produktion von Entwässerungsrinnen ein. Studer und Thomanns ausgegründete Tochterfirma Poly-Bauelemente hat bis Herbst 1976 ihr System namens Polydrain marktreif und in Fabrikation. ACO ist über die Entwicklung im Bilde. Ab Januar 1977 wird Polydrain verkauft. Das System - die Rinne mit den &amp;quot;roten Punkt&amp;quot; - ähnelt ACO DRAIN sehr, wird auch in gleicher Weise beworben. Schon im Frühsommer 1977 gibt es mit dem ex-Partner erstmals eine „Wettbewerbssituation“ am Rinnenmarkt, auch in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Anschluss: 1980er, ACO Bauelemente]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ACO Bauelemente AG ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[---]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Schweiz aus wird auch das Vertriebsbüro der ACO Bauelemente in Salzburg, Österreich, betrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[---]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1988 stellt &amp;quot;ACO Schweiz&amp;quot; - dieser Sammelbegriff für Bauelemente AG und Seidendruckerei ist seit Jahren geläufig - selbständige Gesellschaften. Mit dem 1. Juli des Jahres wird sie von einer Minderheitsbeteiligung zur 100-prozentigen Tochter der Severin Ahlmann Holding GmbH, dem Firmenmantel mit Sitz in Rendsburg, der ACOs ausländische Schwestergesellschaften hält. Damit sind erstmals alle europa- und weltweiten ACO-Gesellschaften unter einem Dach zusammengschlossen. Weiterhin leitet Peter Saredi die ACO Bauelemente AG, wie schon seit den 1970ern und noch über die 1990er Jahre.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regelmäßig stellt die Schweizer ACO auf der zweijährig stattfindenden Messe Swissbau in Basel aus. Die 1989er Schau ist die bis dato erfolgreichste für ACO Bauelemente Mitlödi, das gesamte Lieferprogramm erzeugt Aufsehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Produktseite realisiert ACO Bauelemente Ende der 1980er Jahre und um 1990 einige interessante Objekte mit beispielsweise ACO PRO. Das bekannteste liegt im Kanton Baselland und heißt &amp;quot;Anwiler Weiher&amp;quot;. Hier werden insgesamt 6 Amphibientunnel a 18 m sowie eine größere Anzahl Leitwände, Einlauf- und Stoppelemente geliefert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ACO diversifiziert die Produktpalette in der Schweiz, um sich damit so breit wie möglich am Markt aufzustellen. So wird das ACO Edelstahl Programm eingeführt, um Kundschaft im Lebensmittelbereich und Pharmazeutikbereich zu gewinnen und auch die Produktlinie ACO Segment setzt sich in der Schweiz erfolgreich durch. ACO bringt sogar einige Sonderprodukte heraus, wie etwa Kabelschächte für Italien oder spezielle ACO Schweiz Maschinenbauteile. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber auch durch Kooperationen mit anderen Unternehmen möchte ACO in neue Produktbereiche vordringen. So wird im Tiefbaubereich eine Kooperation mit der Steinzeugfabrik Embrach AG  eingegangen und der gemeinsame Markenname STECO kreiert. Ziel ist es, besonders im schweizerischen Tunnelbau mit Schalenelementen aus Polymerbeton dabei zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1991: Neubau in Netstal ===&lt;br /&gt;
[[Datei:1.1.B 00249 199507NN ACOSchweiz,002.jpg|400px|thumb|right|Silotürme am ACO-Standort Netstal, 1995.]]&lt;br /&gt;
Am 16. August 1991 eröffnet in Netstal im Kanton Glarus, nur wenige Kilometer von Mitlödi entfernt, eine neues ACO-Werk. Der ansprechende Neubau vor Bergpanorama und auf der &amp;quot;grünen Wiese&amp;quot;, samt Feuchtbiotop auf dem Betriebshof, hat ein Architektenteam entworfen. Das gesamte Areal umfasst 30.000 m² gekaufter Landfläche, die zwar nicht sofort, doch 20 Jahre später voll genutzt werden. Im Inneren sind die völlig neuen Produktionsanlagen von ACO-Anlagentechniker Uwe Wunderlich geplant und gebaut worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Netstal löst Mitlödi nicht nur als Produktionsstandort, sondern auch als Verwaltungssitz von ACO Schweiz ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[...]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kooperation und Akquisition ===&lt;br /&gt;
Mit Beginn der 1990er Jahre führt ACO Schweiz verschiedene ACO-Produktlinien neu ein. Etwa das ACO FARM-Sortiment, eine insgesamt nur kleine Sparte in der Schweiz, die ACO jedoch umgehend marktführend bedient. Oder das ACO Edelstahl-Programm, das die Tür zur bekannten schweizerischen Lebensmittel- und Pharmaindustrie öffnet. Nebenbei sorgt das ACO-Amphibienleitsystem jetzt auch in der Schweiz für Aufmerksamkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Tiefbaubereich entsteht eine Kooperation mit der Steinzeugfabrik Embrach AG im Kanton Zürich - es wird der gemeinsame Markennahme STECO kreiert. Ziel ist es, im schweizerischen Tunnelbau mit Schalenelementen aus Polymerbeton dabei zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1990er Jahren kann ACO seine Marktposition insbesondere durch Akquisitionen stärken. Zunächst übernimmt ACO in der deutschsprachigen Schweiz eine Agentur für hochwertige Tessiner Fassadensteine, sogenannte BKS-Steine, die besonders durch den Architekten Mario Botta bekannt geworden sind. 1994 folgt die Firma Inotec im Nachbarkanton St. Gallen, am Ende des Jahrzehnts der langjährige Wettbewerber Polybau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Inotec ===&lt;br /&gt;
Inotec in Sargans, unweit der Grenze zu Liechtenstein, ist Hersteller von  Edelstahl- sowie Baustahlartikeln, etwa Rinnen, Abläufen, Wannen und&lt;br /&gt;
Spezialprodukten. Die Firma passt gut ins ACO-Portfolio und wird per 1. Januar 1994 der ACO Bauelemente AG in Netstal angegliedert. Da die Produkte der neuen ACO-Schwester bereits früher die Materialtrennung Edelstahls-Baustahl notwendig machten, existieren zwei völlig autarke Fertigungen. In den Kernbereichen der Blechbearbeitung läßt ACO nun modernste, auch CNC-gesteuerte Maschinen installieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch ACO Schweiz setzt ab 1995 verstärkt auf den Werkstoff Edelstahl. Daher fokussiert sie und schafft sich in diesem Jahr durch die Neugründung der Inotec Edelstahltechnik AG, mit der ACO Bauelemente AG als Mehrheitsaktionärin, eine eigenständige Basis. Inotec Edelstahltechnik produziert noch einige Jahre ausschließlich im gut ausgestatteten Werk in Sagrans, zuletzt mit sechs Mitarbeitern. Ab 2003 wird der zentrale schweizerische Standort Netstal um 7200 m³ Lagerkapazität - vor allem durch einen Hallenneubau östlich des ACO-Areals in Richtung Linth - ausgebaut, so dass die Inotec AG hierher umziehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Polybau ===&lt;br /&gt;
Vor Ende der Dekade, entschließt sich ACO 1999 zur Übernahme der schweizerischen Firma Polybau in Bätterkinden. Das 1976 gegründete Unternehmen ist aus Studer und Thomann, dem früheren Vertriebspartner von ACO, hervorgegangen. Polybau hatte damals durch die Markteinführung der Polydrain-Rinne mit dem „roten Punkt“ für Aufsehen gesorgt und war zum Wettbewerber von ACO DRAIN aufgestiegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Polydrain-System wird in den nächsten Jahren Teil einer internationalen Multibrand-Strategie von ACO. Insbesondere ab dem 1. Juli 2005 ist das sichtbar, als Polydrain mit dem im Jahr 2003 erworbenen belgischen Wettbewerber Alfa Drain unter dem Namen Poly Alfa Gruppe zusammengeführt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 2003: ACO Passavant AG ===&lt;br /&gt;
Mit dem 1. Januar 2003 erfolgt die Vereinigung der bis dahin drei in Netstal ansässigen Firmen und ihrer rund 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die zusammen ACO Schweiz bilden: Die ACO Bauelemente AG, die Inotec Edelstahltechnik AG und die Passavant Netstal AG fusionieren zur ACO Passavant AG. Damit ist der Kern eines bereits im Jahr 2000 entwickelten Mehrjahresplan zur optimalen Nutzung von Synergien der Akquisitionen verwirklicht. Weiterer Bestandteil dieses Planes ist der Ausbau in Netstal um Hallen- und Lagerkapazität. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ACO Passavant AG bekommt es gleich mit Großprojekten im schweizerischen Tunnelbau zu tun. Aufträge im Jahr 2003 sind der Hafnerbergtunnel als Teil der Westumfahrung von Zürich und der Tunnel Gousse. 2004 werden drei weitere Objekte gebucht: Der Kirchenwaldtunnel an der Gotthard-Autobahn bei Luzern erhält auf ca. 3,5 km Schlitzrinnen, die einzeln mit 2,5 m Länge und einem Gewicht von über 700 kg die schwersten ACO Rinnen bislang sind. Im Tunnel St. Johann der Nordtangente Basel werden ca. 4,5 km Kabelkanälen und 2,7 km Schlitzrinnen verbaut, mehr als 8 km Rinnen und Randsteine kommen im Aeschertunnel der Westumfahrung Zürich hinzu. Diese Aufträge, jeweils mit Größenordnungen im siebenstelligen Schweizer Franken-Bereich, sichern die Auslastung der modernisierten Netstaler Gießmaschine über 2006 hinaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 1. Januar 2009 übernimmt ACO Schweiz von der Vigier Holding den langjährigen Hauptkonkurrenten für Polymerbetonteile am schweizerischen Tunnelmarkt, die Fritschi Bauelemente AG. Das bedeutet eine erhebliche Sortimentserweiterung im Tiefbau, etwa durch Artikel wie Schachtböden, Produkte zur Kanalsanierung, Ölabscheider, Pumpen-, Kabel- und Spezialschächte. Noch in 2009 ermöglicht die Fritschi-Akquise ACO Schweiz die Aufsetzung eines hochwertigen Straßenkanalgussprogramms. Insgesamt bietet die hochflexible Produktion in Gunzgen Möglichkeiten für neue Geschäftsfelder. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Edelstahlbereich akquiriert ACO Schweiz schon 2007 den Wettbewerber Hestag Entwässerungstechnik AG in Wangen. Die Ende 2008 abgeschlossene Integration bringt in der Schweiz die Marktführerschaft im Segment Entwässerung in Edelstahltechnik ein. Übrigens gehen nicht mehr benötigte Hestag-Maschinen 2009 auf Reise nach Dubai, zum Aufbau der dortigen Edelstahlfertigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Standort Netstal wächst in den 2010er Jahren gewaltig. Im Mai 2011 werden in Netstal 25.000 m² Gelände einer benachbarten Papierfabrik zugekauft, eine neue 5000 m² große Halle wird errichtet. 2017 startet der Bau einer weiteren Produktionshalle zur Erstellung einer auf Großteilfertigung ausgelegten Giessanlage, 2018 wird eröffnet.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>T berlinghoff</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.history.aco/index.php?title=WorkInProgress:ACO_Schweiz&amp;diff=2299</id>
		<title>WorkInProgress:ACO Schweiz</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.history.aco/index.php?title=WorkInProgress:ACO_Schweiz&amp;diff=2299"/>
		<updated>2020-12-09T09:23:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;T berlinghoff: /* ACO Bauelemente Vertrieb */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Aufbau des Produktvertriebes im Alpenraum ===&lt;br /&gt;
Ende 1970 gehen die Rendsburger eine erste Vertriebspartnerschaft zur Erschließung eines Marktes im europäischen Ausland für ACO DRAIN ein: Ab Dezember tätigt die Studer und Thomann AG im Kanton Zürich den Alleinvertrieb für die Schweiz, ab Mitte April 1973 auch für [[ACO Österreich|Österreich]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1976 und '77 wird das Vertriebskonzept für den Alpenraum geändert. Die Firma Seidendruckerei Mitlödi AG im Kanton Glarus übernimmt zuerst im Fenstersegment mit Wirkung 1. April 1976 den Alleinvertrieb für die Absatzgebieten Schweiz, Liechtenstein und [[ACO Italien|Italien]]. Das umfasst die ACO Komplett-Fenster für Stall- und Kellerbau, ACO Bitherm-Isolierfenster für Stall- und Gewerbebau, ACO Markant-Laibungsfenster, das ACO Perfekt Lichtschacht-System und sogar die ACO Step Schuhabstreifer sowie das ACO Sport-Programm. Schon per 1. Mai 1976 geht dieses Vertriebsprogramm für die Schweiz und Norditalien auf eine von der Seidendruckerei Mitlödi neu gegründete Vertriebsfirma über. Mit dem 1. Januar 1977 kommt das ACO DRAIN-Programm hinzu, auch für das Absatzgebiet Österreich, da der Vertrag mit Studer und Thomann am 31. Dezember 1976 endet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1973: Erste Fertigung von ACO-Polymerbeton im Ausland ===&lt;br /&gt;
Am 5. Februar 1973 startet ebenfalls in der Schweiz, bei der Seidendruckerei Mitlödi AG, erstmals eine Lizenzfertigung von ACO DRAIN im Ausland. Bereits ab Juni 1972 wird das Projekt konkret, die Umsetzung funktioniert am Ende fast reibungslos. Die Seidendruckerei investiert kräftig und stellt eine neue Fabrikhalle an ihrem Standort im Ort Mitlödi bereit. Die erforderliche Technik liefert ACO Rendsburg im Dezember zum Preis von 500.000,- DM. Angereiste ACO-Techniker montieren bis Anfang Februar 1973 die Maschinenanlage und begleiten danach auch die ersten zwei Wochen des Betriebes. Parallel sind zunächst drei Schweizer Mitarbeiter bei ACO in Reith auf der neuen Fertigung geschult bzw. eingearbeitet worden. Der Zulieferer für metallene Komponenten der DRAIN-Rinnen, der Gussroste, ist ACO Andernach. Einen Monat früher als ursprünglich angesetzt, kann die Produktion von ACO DRAIN auf dem neuen Fertigungsstrang schon am 5. Februar 1973 anlaufen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ACO DRAIN-Produktion in der Schweiz entwickelt sich längerfristig positiv. Im ersten vollen Fertigungsjahr 1974 erwirtschaftet die Seidendruckerei, bei Verkaufserlösen von über 2,5 Millionen Schweizer Franken plus Lagerbeständen, einen Reingewinn von guten 226.000,- Franken.  Bereits im Herbst 1976 wird die Fertigung in Mitlödi erstmals umgebaut, d.h. auch optimiert und den Sicherheitsstandards angepasst. Ab Ende des Jahres fertigt die Seidendruckerei auf ihrer Polymerbetonanlage zudem in dem neuen Programm ACO SELF Entwässerung- und Bauelemente für Haus und Garten, dazu ACO ELASTIC-Randsteine und die ACO STEP-Schuhabstreifer. Keine drei Jahre später wird die Technik abermals umgebaut und modernisiert. Die nun neu installierte Polymeranlage für ein variables Gussprogramm läuft im April 1979 an.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ACO Bauelemente Vertrieb ===&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1976 gründet die Seidendruckerei Mitlödi AG die Gesellschaft ACO Bauelemente Mitlödi - die Verwendung der ACO-Firmierung ist zugesichert. Die Vertriebsorganisation der ACO Bauelemente nimmt Sitz in Kilchberg bei Zürich und bearbeitet ab 1. Mai 1976 (Fenster u.a.), bzw. 1. Januar 1977 (ACO DRAIN) die Vertriebsprogramme. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ACO Bauelemente tritt damit die Nachfolge der Studer und Thomann AG an, die inzwischen eigene Pläne verfolgt: Der erste Partner in der Schweiz steigt selber in die Produktion von Entwässerungsrinnen ein. Studer und Thomanns ausgegründete Tochterfirma Poly-Bauelemente hat bis Herbst 1976 ihr System namens Polydrain marktreif und in Fabrikation. ACO ist über die Entwicklung im Bilde. Ab Januar 1977 wird Polydrain verkauft. Das System - die Rinne mit den &amp;quot;roten Punkt&amp;quot; - ähnelt ACO DRAIN sehr, wird auch in gleicher Weise beworben. Schon im Frühsommer 1977 gibt es eine „Wettbewerbssituation“ mit dem ex-Partner auch am deutschen Markt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Anschluss: 1980er, ACO Bauelemente]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ACO Bauelemente AG ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[---]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Schweiz aus wird auch das Vertriebsbüro der ACO Bauelemente in Salzburg, Österreich, betrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[---]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1988 stellt &amp;quot;ACO Schweiz&amp;quot; - dieser Sammelbegriff für Bauelemente AG und Seidendruckerei ist seit Jahren geläufig - selbständige Gesellschaften. Mit dem 1. Juli des Jahres wird sie von einer Minderheitsbeteiligung zur 100-prozentigen Tochter der Severin Ahlmann Holding GmbH, dem Firmenmantel mit Sitz in Rendsburg, der ACOs ausländische Schwestergesellschaften hält. Damit sind erstmals alle europa- und weltweiten ACO-Gesellschaften unter einem Dach zusammengschlossen. Weiterhin leitet Peter Saredi die ACO Bauelemente AG, wie schon seit den 1970ern und noch über die 1990er Jahre.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regelmäßig stellt die Schweizer ACO auf der zweijährig stattfindenden Messe Swissbau in Basel aus. Die 1989er Schau ist die bis dato erfolgreichste für ACO Bauelemente Mitlödi, das gesamte Lieferprogramm erzeugt Aufsehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Produktseite realisiert ACO Bauelemente Ende der 1980er Jahre und um 1990 einige interessante Objekte mit beispielsweise ACO PRO. Das bekannteste liegt im Kanton Baselland und heißt &amp;quot;Anwiler Weiher&amp;quot;. Hier werden insgesamt 6 Amphibientunnel a 18 m sowie eine größere Anzahl Leitwände, Einlauf- und Stoppelemente geliefert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ACO diversifiziert die Produktpalette in der Schweiz, um sich damit so breit wie möglich am Markt aufzustellen. So wird das ACO Edelstahl Programm eingeführt, um Kundschaft im Lebensmittelbereich und Pharmazeutikbereich zu gewinnen und auch die Produktlinie ACO Segment setzt sich in der Schweiz erfolgreich durch. ACO bringt sogar einige Sonderprodukte heraus, wie etwa Kabelschächte für Italien oder spezielle ACO Schweiz Maschinenbauteile. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber auch durch Kooperationen mit anderen Unternehmen möchte ACO in neue Produktbereiche vordringen. So wird im Tiefbaubereich eine Kooperation mit der Steinzeugfabrik Embrach AG  eingegangen und der gemeinsame Markenname STECO kreiert. Ziel ist es, besonders im schweizerischen Tunnelbau mit Schalenelementen aus Polymerbeton dabei zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1991: Neubau in Netstal ===&lt;br /&gt;
[[Datei:1.1.B 00249 199507NN ACOSchweiz,002.jpg|400px|thumb|right|Silotürme am ACO-Standort Netstal, 1995.]]&lt;br /&gt;
Am 16. August 1991 eröffnet in Netstal im Kanton Glarus, nur wenige Kilometer von Mitlödi entfernt, eine neues ACO-Werk. Der ansprechende Neubau vor Bergpanorama und auf der &amp;quot;grünen Wiese&amp;quot;, samt Feuchtbiotop auf dem Betriebshof, hat ein Architektenteam entworfen. Das gesamte Areal umfasst 30.000 m² gekaufter Landfläche, die zwar nicht sofort, doch 20 Jahre später voll genutzt werden. Im Inneren sind die völlig neuen Produktionsanlagen von ACO-Anlagentechniker Uwe Wunderlich geplant und gebaut worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Netstal löst Mitlödi nicht nur als Produktionsstandort, sondern auch als Verwaltungssitz von ACO Schweiz ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[...]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kooperation und Akquisition ===&lt;br /&gt;
Mit Beginn der 1990er Jahre führt ACO Schweiz verschiedene ACO-Produktlinien neu ein. Etwa das ACO FARM-Sortiment, eine insgesamt nur kleine Sparte in der Schweiz, die ACO jedoch umgehend marktführend bedient. Oder das ACO Edelstahl-Programm, das die Tür zur bekannten schweizerischen Lebensmittel- und Pharmaindustrie öffnet. Nebenbei sorgt das ACO-Amphibienleitsystem jetzt auch in der Schweiz für Aufmerksamkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Tiefbaubereich entsteht eine Kooperation mit der Steinzeugfabrik Embrach AG im Kanton Zürich - es wird der gemeinsame Markennahme STECO kreiert. Ziel ist es, im schweizerischen Tunnelbau mit Schalenelementen aus Polymerbeton dabei zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1990er Jahren kann ACO seine Marktposition insbesondere durch Akquisitionen stärken. Zunächst übernimmt ACO in der deutschsprachigen Schweiz eine Agentur für hochwertige Tessiner Fassadensteine, sogenannte BKS-Steine, die besonders durch den Architekten Mario Botta bekannt geworden sind. 1994 folgt die Firma Inotec im Nachbarkanton St. Gallen, am Ende des Jahrzehnts der langjährige Wettbewerber Polybau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Inotec ===&lt;br /&gt;
Inotec in Sargans, unweit der Grenze zu Liechtenstein, ist Hersteller von  Edelstahl- sowie Baustahlartikeln, etwa Rinnen, Abläufen, Wannen und&lt;br /&gt;
Spezialprodukten. Die Firma passt gut ins ACO-Portfolio und wird per 1. Januar 1994 der ACO Bauelemente AG in Netstal angegliedert. Da die Produkte der neuen ACO-Schwester bereits früher die Materialtrennung Edelstahls-Baustahl notwendig machten, existieren zwei völlig autarke Fertigungen. In den Kernbereichen der Blechbearbeitung läßt ACO nun modernste, auch CNC-gesteuerte Maschinen installieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch ACO Schweiz setzt ab 1995 verstärkt auf den Werkstoff Edelstahl. Daher fokussiert sie und schafft sich in diesem Jahr durch die Neugründung der Inotec Edelstahltechnik AG, mit der ACO Bauelemente AG als Mehrheitsaktionärin, eine eigenständige Basis. Inotec Edelstahltechnik produziert noch einige Jahre ausschließlich im gut ausgestatteten Werk in Sagrans, zuletzt mit sechs Mitarbeitern. Ab 2003 wird der zentrale schweizerische Standort Netstal um 7200 m³ Lagerkapazität - vor allem durch einen Hallenneubau östlich des ACO-Areals in Richtung Linth - ausgebaut, so dass die Inotec AG hierher umziehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Polybau ===&lt;br /&gt;
Vor Ende der Dekade, entschließt sich ACO 1999 zur Übernahme der schweizerischen Firma Polybau in Bätterkinden. Das 1976 gegründete Unternehmen ist aus Studer und Thomann, dem früheren Vertriebspartner von ACO, hervorgegangen. Polybau hatte damals durch die Markteinführung der Polydrain-Rinne mit dem „roten Punkt“ für Aufsehen gesorgt und war zum Wettbewerber von ACO DRAIN aufgestiegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Polydrain-System wird in den nächsten Jahren Teil einer internationalen Multibrand-Strategie von ACO. Insbesondere ab dem 1. Juli 2005 ist das sichtbar, als Polydrain mit dem im Jahr 2003 erworbenen belgischen Wettbewerber Alfa Drain unter dem Namen Poly Alfa Gruppe zusammengeführt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 2003: ACO Passavant AG ===&lt;br /&gt;
Mit dem 1. Januar 2003 erfolgt die Vereinigung der bis dahin drei in Netstal ansässigen Firmen und ihrer rund 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die zusammen ACO Schweiz bilden: Die ACO Bauelemente AG, die Inotec Edelstahltechnik AG und die Passavant Netstal AG fusionieren zur ACO Passavant AG. Damit ist der Kern eines bereits im Jahr 2000 entwickelten Mehrjahresplan zur optimalen Nutzung von Synergien der Akquisitionen verwirklicht. Weiterer Bestandteil dieses Planes ist der Ausbau in Netstal um Hallen- und Lagerkapazität. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ACO Passavant AG bekommt es gleich mit Großprojekten im schweizerischen Tunnelbau zu tun. Aufträge im Jahr 2003 sind der Hafnerbergtunnel als Teil der Westumfahrung von Zürich und der Tunnel Gousse. 2004 werden drei weitere Objekte gebucht: Der Kirchenwaldtunnel an der Gotthard-Autobahn bei Luzern erhält auf ca. 3,5 km Schlitzrinnen, die einzeln mit 2,5 m Länge und einem Gewicht von über 700 kg die schwersten ACO Rinnen bislang sind. Im Tunnel St. Johann der Nordtangente Basel werden ca. 4,5 km Kabelkanälen und 2,7 km Schlitzrinnen verbaut, mehr als 8 km Rinnen und Randsteine kommen im Aeschertunnel der Westumfahrung Zürich hinzu. Diese Aufträge, jeweils mit Größenordnungen im siebenstelligen Schweizer Franken-Bereich, sichern die Auslastung der modernisierten Netstaler Gießmaschine über 2006 hinaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 1. Januar 2009 übernimmt ACO Schweiz von der Vigier Holding den langjährigen Hauptkonkurrenten für Polymerbetonteile am schweizerischen Tunnelmarkt, die Fritschi Bauelemente AG. Das bedeutet eine erhebliche Sortimentserweiterung im Tiefbau, etwa durch Artikel wie Schachtböden, Produkte zur Kanalsanierung, Ölabscheider, Pumpen-, Kabel- und Spezialschächte. Noch in 2009 ermöglicht die Fritschi-Akquise ACO Schweiz die Aufsetzung eines hochwertigen Straßenkanalgussprogramms. Insgesamt bietet die hochflexible Produktion in Gunzgen Möglichkeiten für neue Geschäftsfelder. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Edelstahlbereich akquiriert ACO Schweiz schon 2007 den Wettbewerber Hestag Entwässerungstechnik AG in Wangen. Die Ende 2008 abgeschlossene Integration bringt in der Schweiz die Marktführerschaft im Segment Entwässerung in Edelstahltechnik ein. Übrigens gehen nicht mehr benötigte Hestag-Maschinen 2009 auf Reise nach Dubai, zum Aufbau der dortigen Edelstahlfertigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Standort Netstal wächst in den 2010er Jahren gewaltig. Im Mai 2011 werden in Netstal 25.000 m² Gelände einer benachbarten Papierfabrik zugekauft, eine neue 5000 m² große Halle wird errichtet. 2017 startet der Bau einer weiteren Produktionshalle zur Erstellung einer auf Großteilfertigung ausgelegten Giessanlage, 2018 wird eröffnet.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>T berlinghoff</name></author>
	</entry>
</feed>